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Die Abschaffung der Sklaverei in Brasilien

Title: Die Abschaffung der Sklaverei in Brasilien

Research Paper (undergraduate) , 2004 , 17 Pages , Grade: 1

Autor:in: Richard Stefan Hölzl (Author)

History - America
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Summary Excerpt Details

Meine vorliegende Arbeit, zur Abschaffung der Sklaverei in Brasilien, habe ich in zwei
Bereiche aufgeteilt. Ein Teil baut sich dabei chronologisch auf. Ich habe mich bei meiner
Betrachtung auf den Zeitraum von 1807 bis zur Abschaffung der Sklaverei in Brasilien, im
Jahr 1888 begrenzt. Im zweiten Teil, habe ich versucht die wirtschaftlichen Aspekte dieses
Zeitraums, durch einen Vergleich der beiden wichtigsten Exportregionen, darzustellen, sowie
auf die spezielle Rolle der europäischen Immigranten einzugehen.
Mit einem Vergleich der beiden wichtigsten Wirtschaftszweige des 19. Jahrhunderts in
Brasilien, der Zuckerindustrie im Nordosten und der Kaffeeindustrie im Südwesten des
Landes, möchte ich auf die regionalen Unterschiede hinweisen, die den Weg Brasiliens bis
zur Abolition im Jahr 1888 kennzeichnen sollten. Aus diesem Grund, habe ich versucht,
speziell auf den Sklavenanteil an der Bevölkerung, die in diesen beiden Hauptexportbereichen
eingesetzt waren, einzugehen. Bei meiner Ausführung, besonders im Vergleich dieser beider
Exportzweige unter Punkt 3, halte ich mich zu großen Teilen an Thesen David Baronovs:
„The Abolition of Sla very in Brazil, 2000“, sowie weiters an Philip D. Curtin, mit seinem
Werk: „The rise and fall of the plantation complex, 1998“. „Eine kleine Geschichte
Brasiliens, 2000“ gab mir einen guten Gesamtüberblick, zur Geschichte Brasiliens im
19.Jahrhundert und die Monographie von Andreas Hofbauer: Vom weißen Konzept zur
schwarzen Realität, 1995, erweiterte die Informationsquellen, zur Bearbeitung meines
Themas. Ich beschränke mich bei meinen Ausführungen, auf die wichtigsten Ereignisse
innerhalb des Landes, sowie auf die Ausarbeitung von regionalen Vergleichen und deren
Auswertung im Hinblick auf die Abschaffung der Sklaverei in Brasilien 1888. Ein weiteres
Hauptaugenmerk richtete ich auf die besondere Stellung der Sklaven in den jeweils gerade
boomenden Wirtschaftsbereichen (im 19.Jahrhundert Zucker gefolgt von Kaffee) und ihr
Einsatz auf den Plantagenkomplexen. Anhand der statistischen Veränderungen in den
Sklavenanteilen der einzelnen Regionen und der brasilianischen Exporten, sowie dem Faktor
der Zuwanderung von Immigranten, verstärkt ab der Mitte des 19.Jahrhunderts, möchte ich
auf die besondere, spezifische Situation Brasiliens aufmerksam machen, die schließlich zur
Abschaffung der Sklaverei in Brasilien führte.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Von der Abschaffung der Sklaverei in den britischen Kolonien 1807 Bis zur Abschaffung der Sklavenhandels in Brasilien 1850

2.1. Druck von Außen

2.2. Abschaffung des transatlantischen Sklavenhandels

3. Vergleich: Zuckerregionen des Nordostens mit den Kaffeeregionen des Südwestens

3.1 Zuckerregionen des Nordostens

3.2 Kaffeeregionen des Südwestens

3.2.1 Paraiba Valley

3.2.2. Sao Paulo

4. Kolonisation & Lohnarbeit

5. Von der Abschaffung des Sklavenhandles (1850) bis zur Abolition in Brasilien(1888)

5.1. Das „Lei do Ventre livre“

5.2. Abolitionsbewegung in Brasilien

5.3. Die Abolition beginnt

5.4. Die letzten Schritte

6. Conclusio

7. Literaturverzeichnis

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht den historischen Prozess der Abschaffung der Sklaverei in Brasilien im Zeitraum von 1807 bis 1888. Dabei liegt der Fokus auf der Analyse wirtschaftlicher Faktoren durch einen regionalen Vergleich der Zuckerindustrie im Nordosten und der Kaffeeindustrie im Südwesten, ergänzt durch die Untersuchung der Auswirkungen europäischer Einwanderung auf den Übergang zur Lohnarbeit.

  • Chronologische Aufarbeitung des Abolitionsprozesses in Brasilien
  • Wirtschaftshistorischer Vergleich zwischen Zucker- und Kaffeeindustrie
  • Analyse der sozioökonomischen Rolle von Sklaven in verschiedenen Exportregionen
  • Untersuchung des Einflusses externen Drucks auf die brasilianische Gesetzgebung
  • Bedeutung der europäischen Immigration für die Transformation zur freien Lohnarbeit

Auszug aus dem Buch

3.2. Kaffeeregionen des Südwestens

Waren im Verlauf des fortschreitenden 19. Jahrhunderts die klassischen Zuckeranbaugebiete im Nordosten des Landes einem Preisverfall und dem Sinken des Pro Kopf Einkommens ausgesetzt, wurde der Kaffee, besonders in den südlichen Gebieten Brasiliens, zu einer neuen Quelle des Reichtums. Es kam in der Geschichte Brasiliens zu zwei Kaffee – Booms, jeweils in Verbindung mit einer speziellen geographischen Region. Der erste Boom, war von 1830 bis in die 1880er Jahre, im Paraiba Tal, in der Provinz Rio de Janeiro gelegen, der zweite begann in den 80er Jahren und endete während der ersten Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts und sich geographisch westlich von Sao Paulo ansiedeln lässt. Wie in Tabelle 3 ersichtlich ist, überstieg Mitte der 1830er Jahr der Export an Kaffe bereits die Zuckerausfuhr. Folgende Zahlen sollen die zunehmende Bedeutung der Kaffeeausfuhr unterstreichen:“ Zu Beginn des 19.Jahrhunderts (1807) exportierte Brasilien schon 1.600t Kaffee nach Europa; danach stieg der Anbau rapide an: 1830 wurden über den Hafen von Rio de Janeiro bereits 30.000t ausgeführt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung skizziert die zweigeteilte Struktur der Arbeit, welche den Zeitraum von 1807 bis 1888 chronologisch beleuchtet und die ökonomischen Unterschiede der Exportregionen sowie die Rolle der Immigration untersucht.

2. Von der Abschaffung der Sklaverei in den britischen Kolonien 1807 Bis zur Abschaffung der Sklavenhandels in Brasilien 1850: Dieses Kapitel behandelt den zunehmenden außenpolitischen Druck durch Großbritannien, der zur allmählichen, aber von Schmuggel begleiteten Untergrabung des Sklavenhandels führte.

3. Vergleich: Zuckerregionen des Nordostens mit den Kaffeeregionen des Südwestens: Hier wird der ökonomische Wandel vom Niedergang der Zuckerindustrie im Nordosten hin zum prosperierenden Kaffeeanbau im Südwesten unter Berücksichtigung des Sklavenengpasses analysiert.

4. Kolonisation & Lohnarbeit: Das Kapitel beschreibt den Versuch der brasilianischen Eliten, durch das Anwerben europäischer Arbeitskräfte (Kolonisten) den Arbeitskräftemangel zu beheben und die Bevölkerungsstruktur zu verändern.

5. Von der Abschaffung des Sklavenhandles (1850) bis zur Abolition in Brasilien(1888): Dieser Abschnitt analysiert die verschiedenen gesetzlichen Reformschritte, wie das „Gesetz des freien Leibes“, und den zunehmenden politischen Druck durch die Abolitionsbewegung bis zur endgültigen Befreiung.

6. Conclusio: Das Fazit fasst zusammen, dass die Kombination aus internationalem Druck, internem Sklavenhandel und dem notwendigen Übergang zur Lohnarbeit die Sklavenhaltung in Brasilien ökonomisch obsolet machte.

7. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Quellen und Forschungsliteratur zur brasilianischen Sklavereigeschichte.

Schlüsselwörter

Sklaverei, Brasilien, Abolition, Kaffeeindustrie, Zuckerindustrie, 19. Jahrhundert, Sklavenhandel, Lohnarbeit, Immigration, Lei do Ventre livre, Lei Aurea, Plantagenwirtschaft, Joaquim Nabuco, Wirtschaftsgeschichte, Kolonisation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Geschichte der Abschaffung der Sklaverei in Brasilien im 19. Jahrhundert, unter besonderer Berücksichtigung der sozioökonomischen Transformationen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind der Druck durch internationale Mächte, der wirtschaftliche Strukturwandel zwischen Zucker- und Kaffeeregionen sowie die Rolle europäischer Immigranten bei der Umstellung auf freie Lohnarbeit.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die spezifische Situation Brasiliens zu verdeutlichen, die trotz Widerständen schließlich zur offiziellen Abschaffung der Sklaverei im Jahr 1888 führte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine chronologische sowie vergleichende Analyse wirtschaftlicher Daten und stützt sich dabei auf etablierte Sekundärliteratur zur brasilianischen Wirtschafts- und Sozialgeschichte.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt den Druck von außen, den Vergleich zwischen Nordosten (Zucker) und Südwesten (Kaffee), die Einwanderungsproblematik sowie die sukzessiven Reformgesetze bis hin zur finalen Abolition.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind Abolition, brasilianische Sklaverei, Kaffee-Boom, ökonomischer Strukturwandel und freie Lohnarbeit.

Warum war der Kaffeeanbau im Südwesten so bedeutsam für den Abolitionsprozess?

Der Kaffeeanbau war ein wichtiger wirtschaftlicher Motor, der durch die Verschiebung von Sklavenarbeit hin zu europäischer Lohnarbeit (colonos) den Übergang in eine neue ökonomische Ära vorwegnahm.

Welche Rolle spielte die internationale Abhängigkeit bei der Sklavenbefreiung?

Brasilien war wirtschaftlich und militärisch so stark von Großbritannien abhängig, dass der britische Druck zur Beendigung des transatlantischen Sklavenhandels nicht dauerhaft ignoriert werden konnte.

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Details

Title
Die Abschaffung der Sklaverei in Brasilien
College
University of Vienna  (Geschichte)
Course
Einführung in die wissenschaftliche Wissens- und Textproduktion am Beispiel der Geschichte der Sklaverei (Schwerpunkt USA)
Grade
1
Author
Richard Stefan Hölzl (Author)
Publication Year
2004
Pages
17
Catalog Number
V29359
ISBN (eBook)
9783638308830
Language
German
Tags
Abschaffung Sklaverei Brasilien Einführung Wissens- Textproduktion Beispiel Geschichte Sklaverei USA)
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Richard Stefan Hölzl (Author), 2004, Die Abschaffung der Sklaverei in Brasilien, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/29359
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