Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › French Studies - Linguistics

Die Varietät des Französischen in Neukaledonien

Title: Die Varietät des Französischen in Neukaledonien

Seminar Paper , 2004 , 15 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Erika von Bassewitz (Author)

French Studies - Linguistics
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

. Einleitung

Diese Hausarbeit befasst sich mit dem Französischen in Neukaledonien und der Frage, inwiefern selbiges von der im Mutterland üblichen Sprache differiert. Da Neukaledonien erst vor relativ kurzer Zeit von Europäern entdeckt und besiedelt wurde(1) , sind auch die dortige Sprachvarietät sowie die sich mit diesem befassende Sprachwissenschaft noch jung. Deshalb ist die Quellenlage zu diesem Thema zum ersten recht eingeschränkt, zum zweiten in den Berliner Bibliotheken größtenteils (noch) nicht präsent.
Da es mir leider nicht möglich ist, französische Muttersprachler aus Neukaledonien zu interviewen, werde ich mich vornehmlich nach den Werken von Chris Corne und Jim Hollyman richten.
Ziel dieser Arbeit ist es, einen Überblick über die Unterschiede zwischen dem in Neukaledonien und dem in Frankreich gesprochenen Französisch darzustellen. Zu diesem Zweck wird zunächst auf die Geschichte Neukaledoniens eingegangen werden (insofern diese für die sprachliche Entwicklung des Französischen relevant ist), bevor die sprachlichen Unterschiede selbst beschrieben werden. Leider kann sich diese Arbeit nicht auf einen in der neukaledonischen Varietät verfassten Quellentext beziehen, weshalb an manchen Stellen dem Wunsch nach einer größeren Anzahl von Beispielen nicht nachgekommen werden konnte.
[...]
______
(1) 1774 legte James Cook dort an, und vor etwa 150 Jahren wanderten die ersten Europäer ein.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1. Zur Geschichte Neukaledoniens

2. Sprachliche Besonderheiten

2.1. Phonetik und Phonologie

2.1.1. Diachron

2.1.2. Synchron

2.1.2.1. Nasale

2.1.2.2. Konsonanten

2.1.2.3. Vokale

2.2. Syntax

2.2.1. Stellung der Fragepronomen

2.2.1. 2. Que und quoi

2.2.1.3. Qui

2.2.1.4. Indirekte Frage

2.3. Lexikalische Unterschiede

2.3.1. Sprachintern

2.3.2. Sprachextern

2.3.3. Bedeutungswandel

3. Abschlussbemerkung

Zielsetzung und Themen

Diese Arbeit verfolgt das Ziel, einen Überblick über die sprachlichen Unterschiede zwischen dem Französisch in Neukaledonien und dem Standardfranzösisch des französischen Mutterlandes zu geben. Dabei wird untersucht, wie sich historische und geografische Faktoren auf die Sprachvarietät ausgewirkt haben.

  • Historische Entwicklung des Französischen in Neukaledonien
  • Phonetische und phonologische Besonderheiten der Varietät
  • Syntaktische Eigenheiten, insbesondere bei Fragepronomen
  • Lexikalische Einflüsse durch Argot, Seefahrt und andere Sprachen
  • Prozesse des Bedeutungswandels in einem neuen soziokulturellen Umfeld

Auszug aus dem Buch

2.1.2.3. Vokale

Das heutige System der oralen Vokale in Neukaledonien ist nach Hollyman im Vergleich zum metropolitanischen Französisch reduziert, denn: L’opposition fonctionnelle de deux timbres pour chacune des voyelles moyennes est remplacée par des variantes combinatoires ou positionnelles pour chaque voyelle moyenne;11 .

Leider wird nicht weiter ausgeführt, welche der mittleren Vokale durch welche Varianten ersetzt werden. Des Weiteren unterscheide der neukaledonische Französischsprecher nicht mehr zwischen /a/ und /a/. Stattdessen werde ausschließlich ein hinteres /a/ verwendet. Dementsprechend hört man bei einem neukaledonischen Sprecher keinen Unterschied zwischen <Anne>, das im hexagonalen Französisch [an] klingt, und <âne>, in Frankreich [an] ausgesprochen.

Maria Selig und Trudel Meisenburg weisen in ihrer Einführung „Phonetik und Phonologie des Französischen“ darauf hin, dass „Viele Sprecher des Französischen [ ] nicht zwischen diesen beiden tiefen Oralvokalen [unterscheiden], sondern [ ] stets ein mittleres [a] [verwenden].12 Dementsprechend handelt es sich bei dem neukaledonischen Wandel zum /a/ hin um eine zum hexagonalen Französisch gegenläufige Entwicklung.

Eine weitere Besonderheit gegenüber der Sprache im Mutterland finde sich bei den im Norden üblichen familiären Sprechweisen [mer] und [per], die ihren Niederschlag wohl auch in der Orthographie als mére und pére gefunden haben.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung erläutert den Fokus der Arbeit auf das neukaledonische Französisch und skizziert die historische sowie quellenkritische Ausgangslage.

2. Sprachliche Besonderheiten: Das Hauptkapitel untersucht die phonetischen, syntaktischen und lexikalischen Unterschiede des Französischen in Neukaledonien im Vergleich zum Standardfranzösisch.

3. Abschlussbemerkung: Dieses Kapitel resümiert, dass das neukaledonische Französisch trotz der Distanz zum Mutterland nur moderat vom Standard abweicht und regt weitere Forschung zu syntaktischen Strukturen an.

Schlüsselwörter

Neukaledonien, Französisch, Sprachvarietät, Phonetik, Phonologie, Syntax, Fragepronomen, Lexik, Bedeutungswandel, Sprachkontakt, Linguistik, Frankophonie, Sprachwandel, Melanesien, Sprachgeschichte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit untersucht die sprachlichen Besonderheiten des Französischen, wie es in Neukaledonien gesprochen wird, und vergleicht diese mit dem Standardfranzösisch aus Frankreich.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Analyse konzentriert sich auf die drei Bereiche Phonetik/Phonologie, Syntax (insbesondere der Gebrauch von Fragepronomen) sowie lexikalische Unterschiede, die durch historische und kulturelle Einflüsse geprägt wurden.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, einen fundierten Überblick über die sprachliche Differenzierung und die Ursachen für die Entstehung der neukaledonischen Varietät zu geben.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, wobei sie sich primär auf die Werke von Sprachwissenschaftlern wie Chris Corne und Jim Hollyman stützt.

Was umfasst der Hauptteil der Arbeit?

Im Hauptteil werden neben den lautlichen Aspekten auch die variierende Stellung von Fragepronomen sowie Entlehnungen aus dem Argot und anderen Sprachen wie dem Bichelamar oder melanesischen Idiomen detailliert betrachtet.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Neukaledonien, Sprachvarietät, Sprachkontakt, Syntax, Lexik und Bedeutungswandel.

Warum wird die Stellung der Fragepronomen so intensiv diskutiert?

Die Arbeit identifiziert eine Tendenz zur finalen Stellung von Fragepronomen im neukaledonischen Französisch und diskutiert, ob dies ein Anzeichen für einen substratischen Einfluss lokaler Sprachen oder eine allgemeine Entwicklung ist.

Welche Rolle spielt die Vergangenheit als Strafkolonie für die Sprache?

Die historische Nutzung Neukaledoniens als Strafkolonie hat dazu geführt, dass sich der Argot sowohl der Häftlinge als auch der Militärangehörigen in der lokalen Lexik festsetzen konnte und die Sprache bis heute beeinflusst.

Excerpt out of 15 pages  - scroll top

Details

Title
Die Varietät des Französischen in Neukaledonien
College
Humboldt-University of Berlin  (Institut für Romanistik)
Course
PS: Varietätenlinguistik
Grade
2,0
Author
Erika von Bassewitz (Author)
Publication Year
2004
Pages
15
Catalog Number
V29362
ISBN (eBook)
9783638308854
ISBN (Book)
9783640861804
Language
German
Tags
Varietät Französischen Neukaledonien Varietätenlinguistik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Erika von Bassewitz (Author), 2004, Die Varietät des Französischen in Neukaledonien, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/29362
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  15  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint