Unterrichtsbesuch im Bereich Raufen, Ringen und Kämpfen


Unterrichtsentwurf, 2011

11 Seiten, Note: 1,7


Leseprobe

Inhalt

1. Stundenziele

2. Didaktisch-methodischer Kommentar
2.1. Didaktisch-methodischer Kommentar zum Unterrichtsvorhaben
2.2. Didaktisch-methodischer Kommentar zur Unterrichtsstunde

3. Literaturangaben

4. Anhang

Thema des Unterrichtsvorhabens:

„Gemeinsam Wettkämpfen und sich verständigen.“ - Erprobung und Reflexion von Zweikampfsituationen unter besonderer Berücksichtigung des verantwortungsvollen Umgangs miteinander.

Thema der Unterrichtsstunde (5. Std. in der Reihe):

„Wie komme ich hier bloß heraus?“ – Eigenständige Erarbeitung, Präsentation und Reflexion von Befreiungsmöglichkeiten aus dem Haltegriff Kesa Gatame beim Judo.

Thema der vorhergehenden Stunde:

„Hier kommst du nicht mehr heraus!“ - Die Einführung des Haltegriffs „Kesa Gatame“ mit Hilfe einer Checkliste zur korrekten technischen Bewegungsausführung.

Thema der nächsten Stunde:

„Auf in den fairen Kampf!“ - Die Erprobung des Kesa Gatame und der erarbeiteten Befreiungstechniken in verschiedenen Übungskampfsituationen unter Berücksichtigung aller erlernten Sicherheitsregeln.

1. Stundenziele

Zentrales Stundenziel:

Die SuS gelangen zu einem begründeten Urteil bezogen auf die Effektivität von Befreiungsmöglichkeiten aus dem Haltegriff „Kesa Gatame“, indem sie während eines Stationslernens unterschiedliche Möglichkeiten der Befreiung selbstständig erarbeiten, erproben und reflektieren.

Teillernziele

Die SuS…

a) Motorische Lernziele:

erweitern ihre Bewegungserfahrungen, indem sie Befreiungsmöglichkeiten aus dem Kesa Gatame selbstständig erproben.

lernen ihre Kraft bewusst und dosiert einzusetzen, indem sie während des Kampfes mit dem Partner interagieren.

vertiefen ihre judospezifischen Fähigkeiten, bezogen auf den Einsatz von Kraft und Schnelligkeit beim Bodenkampf.

b) Kognitive Lernziele:

vertiefen die Grundprinzipien der Haltegriffe beim Judo, indem sie erneut wichtige Merkmale des Kesa Gatame benennen.

erlangen Grundkenntnisse über die Befreiungstechniken aus dem Haltegriff „Kesa Gatame“

vertiefen Grundlagen des fairen Kämpfens, indem kampfsportspezifische Regeln erneut reaktiviert werden.

c) Sozial-affektive Lernziele:

festigen ihr gegenseitiges Vertrauen, indem sie zusammenarbeiten und verantwortungs-bewusst miteinander umgehen.

festigen ihre Sozialkompetenz, indem sie in der Gruppe Absprachen treffen und die Gefühlslage des Partners berücksichtigen.

2. Didaktisch-methodischer Kommentar

2.1. Didaktisch-methodischer Kommentar zum Unterrichtsvorhaben

Bezogen auf den Doppelauftrag des Sportunterrichts (Entwicklungsförderung durch Bewegung, Spiel und Sport, sowie die Erschließung der Bewegungs-, Spiel- und Sportkultur) ist der Bereich Zweikampfsport ein ausgesprochen sinnvoller Unterrichtsgegenstand. Eine Erschließung der Bewegungs- und Sportkultur offenbart sich insbesondere im Bereich der selbstständigen, kooperativen und eigenverantwortlichen Durchdringung einer, auf Fairness und Respekt beruhenden Zweikampfkultur. Der Zweikampfsport bietet aber auch (hinsichtlich der Entwicklungsförderung) die Möglichkeit, koordinative Fähigkeiten und Fertigkeiten auszubilden (Lange & Sinning, 2008).

Das von mir geplante Unterrichtsvorhaben „Gemeinsam Wettkämpfen und sich verständigen - Erprobung und Reflexion von Zweikampfsituationen unter besonderer Berücksichtigung des verantwortungsvollen Umgangs miteinander.“ ist Teil des Inhaltsbereichs „Ringen und Kämpfen – Zweikampfsport“ und für die Sekundarstufe 2 ein obligatorischer Unterrichtsgegenstand. Das Unterrichtsvorhaben umfasst insgesamt 5 Doppelstunden (großes UV) und dient als Weiterführung der Kraft- und Geschicklichkeitserprobung in kultivierten Zweikampfsituationen der Sekundarstufe 1 (vgl. Richtlinien und Lehrpläne Sport, S. 18). Das Unterrichtsvorhaben ist sehr eng an die pädagogische Perspektive E (Kooperieren, Wettkämpfen und sich verständigen) gekoppelt, wobei die pädagogische Perspektive A (Wahrnehmungsfähigkeit verbessern, Bewegungserfahrungen erweitern) für die meisten SuS in diesem Inhaltsbereich ebenfalls handlungsleitend sein kann (LSB, Sportjugend, 2008).

Zu Beginn des Unterrichtsvorhabens standen die Anbahnung von Körperkontakt und die Vermittlung von Regeln des fairen Kämpfens im Vordergrund. Durch Spiel- und Übungsformen mit indirektem Körperkontakt sollten Berührungsängste langsam abgebaut werden. Bevor die SuS jedoch den direkten Körperkontakt in differenzierten Kampfsituationen erprobten, wurden verbindliche Regeln festgelegt, die im Laufe der gesamten Unterrichtsreihe ständig wieder aufgegriffen und erweitert wurden. Der Stopp-Regel wurde besondere Bedeutung beigemessen. Gekämpft wurde während des gesamten Unterrichtsvorhabens ausschließlich am Boden, was eine Fallschule redundant machte. Verschiedene Formen des Bodenrandories, Kämpfe um Gegenstände sowie Zug- und Schiebekämpfe bildeten den inhaltlichen Schwerpunkt der durchgeführten Kampfsituationen. Neben den kämpferischen Inhalten sollen aber auch technische Grundfertigkeiten aus dem Judo vermittelt werden. Ziel war die oberstufengemäße Vermittlung von judospezifischen Haltegriffen und Befreiungen.

Das Ringen und Kämpfen ist auf der sozial-affektiven Ebene für die SuS von besonderer Bedeutung. Das Spüren von Emotionen der Partner/innen fördert die Empathie in hohem Maße. Durch die ständigen Zweikämpfe werden Berührungsängste abgebaut und die Akzeptanz des eigenen Körpers gefördert (Vgl. Ringen und Kämpfen – Zweikampfsport, S. 11)

Das Unterrichtsvorhaben wird von mir in der Jahrgangsstufe Q1 meines angeleiteten Unterrichts durchgeführt. Der Kurs hat sich zu Beginn des Schuljahres im August 2012 neu formiert. Obwohl sich viele der SuS bereits aus der Einführungsphase kennen, war mir eine behutsame Anbahnung von Körperkontakt, im Sinne der Neuformierung, besonders wichtig.

Der Kurs besteht insgesamt aus 20 Schülerinnen und einem Schüler. Der männliche Teilnehmer ist gut in die Gruppe integriert, so dass es keinerlei Berührungsängste mit den weiblichen Teilnehmern gibt. Trotz der Tatsache, dass keiner der Kursteilnehmer Vorerfahrungen im Kampfsport vorweisen kann, ist die Leistungsheterogenität der Gruppe enorm hoch. Zu Beginn der Unterrichtsreihe erfolgte daher eine innere Differenzierung. Da eine Einteilung in Gewichtsklassen als Differenzierungskriterium ausschied, wurde die Gruppe der Körpergröße bzw. der Armlänge nach in Dreiergruppen eingeteilt. Die Einteilung in Dreiergruppen erfolgte zum einen, damit wechselnde Kampfpaarungen entstehen konnten, zum anderen aus der Notwenigkeit eines benötigten Schiedsrichters bzw. Zeitnehmers in Zweikampfsituationen.

[...]

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Details

Titel
Unterrichtsbesuch im Bereich Raufen, Ringen und Kämpfen
Note
1,7
Autor
Jahr
2011
Seiten
11
Katalognummer
V293656
ISBN (eBook)
9783656915232
ISBN (Buch)
9783656915249
Dateigröße
580 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
unterrichtsbesuch, bereich, raufen, ringen, kämpfen
Arbeit zitieren
Andreas Bonß (Autor), 2011, Unterrichtsbesuch im Bereich Raufen, Ringen und Kämpfen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/293656

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