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Der Glücksbegriff bei Aristoteles und Epikur. Ein Vergleich

Titel: Der Glücksbegriff bei Aristoteles und Epikur. Ein Vergleich

Hausarbeit , 2014 , 12 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Nora Wagner (Autor:in)

Philosophie - Philosophie der Antike
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Was ist Glück und ist es Zufall, dass manche Menschen trotz schlechter Lebensumstände glücklicher sind als die, die im Überfluss zu leben scheinen? Das Streben nach Glück ist so alt wie die Menschheit selbst. Früher wie auch heute ist es das höchste Ziel des Menschen ein glückliches Leben zu führen. Doch was genau ist Glück und woher kommt es? In unserem Sprachgebrauch wird der Begriff des Glückes meist dazu verwendet um positive Emotionen auszudrücken. Doch im Grunde genommen wird der Begriff des Glücks subjektiv gemessen und bedeutet für jeden etwas anderes. Während der eine mit Reichtum wahres Glück assoziiert, ist es für den nächsten die Freiheit tun und machen zu können was er möchte. Für den Kranken ist das Glück die Gesundheit und für den Gefangenen die Freiheit. Unbestreitbar jedoch ist: ,,Alle Menschen wollen glücklich sein.“ Bereits in der Antike beschäftigten sich die Philosophen mit Fragen wie, was Glückseligkeit überhaupt sei und wie man diese erlangen konnte. Aristoteles greift einige Positionen seiner Vorgänger wie Platon und Euklid auf. Mit seiner Nikomachischen Ethik gelingt ihm ein Leitfaden, der dabei helfen soll sich auf die wahren Werte zu konzentrieren. Seine Schrift ist einen Wegweiser, der vor dem falschen Eifer schützen und veranschaulichen soll, wie zu Handeln sei um ein guter Mensch zu werden und ein glückliches Leben zu führen. Auch Epikur liefert eine Beschreibung des Glücks. Im Gegensatz zu Aristoteles liegt das Glück bei ihm jedoch nicht in der Handlung selbst sondern in der Lust.

In dieser Arbeit wird ein Vergleich zwischen dem Verhältnis von Glück und Lust bei Aristoteles und Epikur angestellt. Zunächst soll genauer betrachtet werden, inwiefern Aristoteles eine Theorie liefert um Glückseligkeit zu erlangen und was genau er unter ,,eudaimonia“ versteht. Da jedes menschliche Handeln auf etwas zielt, es also verschiedene erstrebte Güter gibt, werde ich zunächst den Unterschied zwischen diesen individuellen Gütern und dem höchsten Gut erläutern. Im weiteren Verlauf der Arbeit werde ich mich mit der Lust und Tugend bei Aristoteles befassen und untersuchen was diese beiden Komponenten für Epikur bedeuten. Anschließend werde ich die Glücksethiken der beiden Autoren vergleichen. Im Laufe dieses Vergleiches werden die Parallelen der beiden Denker prägnant sein.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Glückseligkeit in der Nikomachischen Ethik:

2.1. Glück als höchstes Gut

2.2. Handlungen und Güter:

2.3. Lust bei Aristoteles:

2.4. Das Ergon-Argument

3. Die Definition des Glücksbegriffes nach Epikur

3.1. Lust und Unlust

3.2. Tugend und Eudaimonia

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit verfolgt das Ziel, die unterschiedlichen Glückskonzepte von Aristoteles und Epikur zu vergleichen, um zu analysieren, wie der Zustand der Eudaimonia erreicht und dauerhaft bewahrt werden kann. Dabei wird insbesondere das Verhältnis zwischen Tugend, Lust und rationaler Lebensführung untersucht.

  • Vergleich der aristotelischen Eudaimonia-Lehre mit der epikureischen Hedonik
  • Die Rolle der Vernunft und tugendhaften Tätigkeit bei Aristoteles
  • Bedeutung der Abwesenheit von Schmerz (Aponia) und Seelenruhe (Ataraxia) bei Epikur
  • Abgrenzung zwischen unmittelbarem Lustgewinn und dauerhaften Lustzuständen

Auszug aus dem Buch

2.4. Das Ergon-Argument

Um zu bestimmen was das Glück für den Menschen ist und was das wahre Menschliche ausmacht, benutzt Aristoteles das Ergon-Argument. Durch dieses Argument soll der Gehalt des höchsten Guten genauer definiert werden. Ergon bedeutet nichts anderes als die Aufgabe oder Tugend einer bestimmten Sache. Für den Flötenspieler ist das Ergon das Flöte spielen, für das Messer das Schneiden. Das Ergon des Menschen wird also bestimmt durch seine Tätigkeit. Das höchste Gut liegt somit nicht in einem Habitus, sondern in der Tätigkeit selbst. Ohne Ausbildung unserer Tugenden ist laut Aristoteles kein glückliches Leben möglich. Diese müssen entwickelt und gefestigt werden. Die Vernunft spielt dabei eine große Rolle. So behauptet Aristoteles, dass das Ergon der Menschen in der Vernunft läge. Der gute Mensch jedoch handle stets in guter Vernunft. (1098 a 7). Wir können vernünftig handeln, indem wir unser Handeln zielgerichtet bestimmen und im Wohle Aller agieren. Vernunft oder auch Tugend (arete) im Sinne von Tauglichkeit ist somit die Tätigkeit der Seele unseren Anlagen entsprechend.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die historische und philosophische Relevanz der Glücksfrage ein und skizziert den geplanten Vergleich zwischen Aristoteles und Epikur.

2. Glückseligkeit in der Nikomachischen Ethik: Dieses Kapitel erläutert Aristoteles' Verständnis von Eudaimonia als höchstes, durch tugendhafte Tätigkeit erreichbares Gut und analysiert die Rolle von Handlungen, Gütern und der Lust.

3. Die Definition des Glücksbegriffes nach Epikur: Der Fokus liegt hier auf dem epikureischen Hedonismus, wobei Lust als Abwesenheit von Schmerz definiert und die Bedeutung von Einsicht und Seelenruhe hervorgehoben wird.

4. Fazit: Die Arbeit fasst die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der beiden Positionen zusammen und reflektiert, dass Glück eine aktive und bewusste Entscheidung des Individuums darstellt.

Schlüsselwörter

Glück, Eudaimonia, Aristoteles, Epikur, Ethik, Lust, Hedonismus, Tugend, Vernunft, Aponia, Ataraxia, Nikomachische Ethik, Lebensführung, Handeln, Philosophie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit behandelt das antike Glücksverständnis durch einen vergleichenden Blick auf die philosophischen Ansätze von Aristoteles und Epikur.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind das Streben nach dem höchsten Gut, die Bedeutung von Tugend und Lust sowie die Rolle der Vernunft für ein gelingendes Leben.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Konzepte von Eudaimonia bei beiden Denkern herauszuarbeiten und zu untersuchen, wie ein dauerhafter Zustand des Glücks erlangt werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine komparative Analyse, bei der zentrale Begriffe und Thesen aus den Primär- und Sekundärquellen gegenübergestellt werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Analyse der aristotelischen Ethik, insbesondere des Ergon-Arguments, und die epikureische Definition von Glück durch Lust und Seelenruhe.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Glück, Eudaimonia, Tugendethik, Hedonismus, Vernunft und Lebenskunst definiert.

Wie unterscheidet sich Aristoteles' Verständnis von Lust von dem Epikurs?

Bei Aristoteles ist Lust eine Begleiterscheinung tugendhaften Handelns, während sie bei Epikur das oberste Ziel (Telos) und die Freiheit von Unlust darstellt.

Was bedeutet das "Ergon-Argument" im Kontext der Arbeit?

Es dient dazu, die spezifische Funktion bzw. Aufgabe des Menschen in der Vernunft zu verorten, wodurch das höchste Gut als eine Tätigkeit gemäß der Tugend bestimmt wird.

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Details

Titel
Der Glücksbegriff bei Aristoteles und Epikur. Ein Vergleich
Hochschule
Ruhr-Universität Bochum
Note
1,0
Autor
Nora Wagner (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
12
Katalognummer
V293660
ISBN (eBook)
9783668142473
ISBN (Buch)
9783668142480
Sprache
Deutsch
Schlagworte
glücksbegriff aristoteles epikur vergleich
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Nora Wagner (Autor:in), 2014, Der Glücksbegriff bei Aristoteles und Epikur. Ein Vergleich, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/293660
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Leseprobe aus  12  Seiten
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