Innerhalb der Ausbildung zum Sänger kommt dem Stimmtraining eine bedeutende Rolle zu. Abgesehen von künstlerischem Ausdrucksvermögen und allgemeiner Musikalität scheint auch
die Anwendung einer gewissen „Technik“ von Nöten, um richtig singen zu können. Diese Technik beruht vor allem auf physiologischen Grundlagen und es sollte zunächst davon ausgegangen werden, dass sie, wie jede andere Technik auch, grundsätzlich erlernbar ist. Ich möchte in dieser Arbeit den Blick hinter die fertig ausgebildete Sängerstimme werfen, indem ich die Entwicklung, welche die Stimme während der Ausbildung vollziehen sollte, näher skizziere.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1. Kurze allgemeine Darlegung zur Themenwahl / Bedeutung des Stimmtrainings für die Gesangsausbildung
1.2. Thematisierungsabfolge des Hauptteils
2. Hauptteil–Stimmtraining in der Gesangsausbildung
2.1. Kurze, allgemeine Bestimmung der Stimme
2.2. Voraussetzungen und Grundlagen für das Singen
2.3. Stimmtraining in der Gesangsausbildung
2.3.1 Einführung und die Kennzeichen der Sängerstimme
2.3.2 Atemübungen – Tiefenatmung und Zwerchfellübungen
2.3.3 Resonanzübungen
2.3.4 Tonale Vokalübungen
2.4. Weiterentwicklung – Das Singen von Gesangsstücken
2.5. Kritische Stellungnahme zum Stimmtraining in der Gesangsausbilung
3. Schluss / Resümierendes Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Studienarbeit untersucht die Bedeutung und Praxis des Stimmtrainings innerhalb der klassischen Gesangsausbildung, mit dem Ziel, die physiologischen und technischen Grundlagen der Sängerstimme transparent zu machen.
- Anatomische und physikalische Grundlagen der Stimme
- Die Rolle der Atemtechnik (Tiefenatmung) als Basis
- Methoden des Stimmtrainings und Resonanzübungen
- Integration von Technik und Ausdruck bei Gesangsstücken
- Kritische Reflexion über die Anforderungen an professionelle Stimmbildung
Auszug aus dem Buch
2.3.2 Atemübungen – Tiefenatmung und Zwerchfellübungen
Die Stimme benötigt eine Basis, auf die sie sich stützen kann. „Eine gesunde Atemführung ist die Voraussetzung für eine gesunde Stimmgebung“ (Alavi Kia 2007 S.92 oben). Der Hauptatemmuskel ist das Zwerchfell. Es bildet somit die Grundlage.
Im Alltag wird oft eine falsche Atmung, eine Brustatmung, praktiziert. Das ist darauf zurückzuführen, dass sich der Atem bei Stress und Hektik verkürzt und dann nicht mehr frei fließt. Außerdem fehlt es oft an Bewusstsein zur richtigen Atmung.
Eine gute Atmung, wie sie für das Singen von Nöten ist, herrscht meist beim Schlaf. Hier ist das Zwerchfell natürlich entspannt, der Atem ist tiefer und gleichmäßiger, als bei Aufregungen, die während des Tages auftreten können. Ziel ist es, diese Tiefenatmung bewusst in den Alltag hin hinein zu überführen, denn die Stimme „entsteht aus dem Atem heraus“(vgl. Alavi Kavi 2007, S.94 oben).
Ist der Atem zu flach, fällt auch schnell die Stimme weg. Sie sollte aber bewusst vom Atem getragen und gezielt geführt werden können (auch für eine längere Zeit). Erreichen kann man dieses bewusste „richtige“ Atmen, indem man die Konzentration auf die Ausatmung legt.
Beim Ausatmen entspannt sich das Zwerchfell und wird so erst funktionsfähig. Der Atem soll hierbei leicht (und nicht gepresst) langsam ausströmen, die Einatmung anschließend, lediglich als Reflex, erfolgen. Am besten lässt sich diese Atemübung auf einem f Konsonanten ausführen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Der Autor erläutert die Motivation für die Studienarbeit und grenzt den thematischen Fokus auf das Stimmtraining in der klassischen Gesangsausbildung ein.
2. Hauptteil–Stimmtraining in der Gesangsausbildung: Dieses Kapitel behandelt die physiologischen Grundlagen, Atemtechniken, Resonanzübungen und die praktische Anwendung beim Singen von Stücken.
3. Schluss / Resümierendes Fazit: Die Arbeit fasst die gewonnenen Erkenntnisse zusammen und reflektiert über den persönlichen Lernzuwachs in Bezug auf die Komplexität des Stimmvorgangs.
Schlüsselwörter
Stimmtraining, Gesangsausbildung, Sängerstimme, Atemtechnik, Zwerchfell, Resonanz, Stimmapparat, Vokalübungen, klassischer Gesang, Stütze, Physiologie, Stimmbildung, Gesangstechnik, Atemführung, Körperarbeit.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit den Grundlagen, Techniken und Herausforderungen des professionellen Stimmtrainings in der klassischen Gesangsausbildung.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder umfassen die anatomisch-physikalischen Grundlagen der Stimme, die Bedeutung der korrekten Atemführung sowie Übungsmethoden zur Resonanz- und Vokalbildung.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, den "Blick hinter die fertig ausgebildete Sängerstimme" zu werfen und die notwendigen Entwicklungsschritte sowie die Techniken zur Erarbeitung einer tragfähigen Stimme aufzuzeigen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Studienarbeit, die sich auf fachwissenschaftliche Literatur zur Stimmphysiologie und Gesangspädagogik stützt.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition der Stimme, die Grundlagen des Singens, spezifische Trainingsübungen (Atem, Resonanz, Vokale) und die Anwendung dieser Techniken bei der Interpretation von Gesangsstücken.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den prägenden Begriffen gehören Stimmtraining, Gesangsausbildung, Atemtechnik, Stütze, Resonanz und Stimmphysiologie.
Warum ist das Zwerchfell für den Sänger so bedeutsam?
Das Zwerchfell ist der Hauptatemmuskel; eine korrekte Nutzung ermöglicht die notwendige Tiefenatmung, die als gesundes Fundament für die Stimmgebung dient.
Was genau bedeutet der Fachbegriff "Stütze" im Kontext dieser Arbeit?
Die Stütze bezeichnet das Zusammenspiel der gesamten Körpermuskulatur, um die Stimme stabil zu führen und sie tragfähig sowie körperlos erklingen zu lassen.
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- Lotte Virnich (Author), 2012, Stimmtraining in der klassischen Gesangsausbildung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/293716