In dieser Sitzung führten wir an, dass nach Thomas Hobbes jeder Mensch im Naturzustand zunächst das Recht auf alles hat, da es allen gleichermaßen angehört. Von seiner Freiheit kann der Mensch allerdings nur Gebrauch machen, wenn ihm etwas allein eigentümlich ist.
Im weiteren Verlauf haben wir die sich daraus ergebene Paradoxie des Naturzustandes behandelt.
Inhaltsverzeichnis
- Naturzustand
- Recht auf alles
- Paradoxie des Naturzustandes
- Kriegszustand
- Recht auf Herrschaft
- Kontraktualismus
- Vertrag
- Naturzustand und Vertrag
- Vernunft und Recht
- Recht auf Selbsterhaltung
- Frieden und Recht
- Recht auf Verträge
- Übertragung von Rechten
- Verzicht auf das Recht auf alles
- Rechtssicherheit
- Übereinkommen
- Vertrag als Übereinkommen
- Übergang zum status civiles
- Rechtlicher Frieden
- Faktische Sicherheit
- Vertragsbruch
- Bürgerlicher Zustand
- Rationale Herleitung des Staates
- Fazit
- Literaturverzeichnis
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Das Protokoll der Sitzung vom 09.06.2011 im Seminar "Einführung in die Rechts- und Sozialphilosophie" befasst sich mit der Philosophie von Thomas Hobbes und seiner Theorie des Naturzustandes. Das Protokoll analysiert Hobbes' Argumentation, wie der Mensch aus dem Naturzustand in einen bürgerlichen Zustand übergeht, um Frieden und Rechtssicherheit zu gewährleisten.
- Naturzustand und seine Paradoxien
- Recht auf alles und das Recht auf Selbsterhaltung
- Die Rolle des Vertrags im Übergang zum bürgerlichen Zustand
- Die Bedeutung von Vernunft und Recht für die Sicherung des Friedens
- Die Notwendigkeit des Verzichts auf das Recht auf alles für die Errichtung eines stabilen Staates
Zusammenfassung der Kapitel
Die Sitzung beginnt mit der Vorstellung des Naturzustandes nach Hobbes, in dem jeder Mensch das Recht auf alles hat. Diese Freiheit führt jedoch zu einer Paradoxie, da es zu Konflikten und Unsicherheit führt. Hobbes argumentiert, dass der Mensch aus diesem Zustand durch einen Vertrag herausfinden muss, um Frieden und Rechtssicherheit zu gewährleisten. Der Vertrag beinhaltet den Verzicht auf das Recht auf alles und die Übertragung von Rechten an einen Souverän, der die Einhaltung des Vertrags durchsetzt. Die Sitzung beleuchtet die Bedeutung von Vernunft und Recht für die Sicherung des Friedens und die Notwendigkeit des Übergangs zum bürgerlichen Zustand, um die Rechte des Einzelnen zu schützen.
Schlüsselwörter
Die Schlüsselwörter und Schwerpunktthemen des Textes umfassen den Naturzustand, das Recht auf alles, die Paradoxie des Naturzustandes, den Kriegszustand, das Recht auf Herrschaft, den Kontraktualismus, den Vertrag, den Übergang zum bürgerlichen Zustand, Vernunft und Recht, das Recht auf Selbsterhaltung, Frieden und Rechtssicherheit, den Verzicht auf das Recht auf alles und die Notwendigkeit eines Souveräns.
Häufig gestellte Fragen
Was meint Thomas Hobbes mit dem „Naturzustand“?
Der Naturzustand beschreibt ein hypothetisches Szenario ohne staatliche Ordnung, in dem jeder Mensch das Recht auf alles hat, was zu einem „Krieg aller gegen alle“ führt.
Warum ist der Naturzustand paradox?
Obwohl jeder die absolute Freiheit besitzt, kann niemand diese Freiheit sicher genießen, da jeder ständig durch die Freiheit der anderen bedroht ist.
Was ist die Grundlage des Gesellschaftsvertrages?
Die Grundlage ist der freiwillige Verzicht jedes Einzelnen auf sein Recht auf alles und die Übertragung dieses Rechts auf einen Souverän, um Frieden und Sicherheit zu erhalten.
Welche Rolle spielt die Vernunft bei Hobbes?
Die Vernunft gebietet dem Menschen, den Naturzustand zu verlassen und Frieden zu suchen, da das Überleben im Kriegszustand nicht garantiert werden kann.
Was versteht man unter Kontraktualismus?
Kontraktualismus ist die philosophische Lehre, die die Legitimität staatlicher Herrschaft auf einen (gedanklichen) Vertrag zwischen freien Individuen zurückführt.
- Quote paper
- Arlind Oseku (Author), 2011, Einführung in die Rechts- und Sozialphilosophie. Der Naturzustand nach Thomas Hobbes, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/293775