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Anforderungen an Person und Kompetenz eines Religionslehrers

Title: Anforderungen an Person und Kompetenz eines Religionslehrers

Term Paper (Advanced seminar) , 2004 , 27 Pages , Grade: 2

Autor:in: Sabrina Hetjans (Author)

Didactics - Theology, Religion Pedagogy
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Die besten methodischen und medientechnischen Mittel im Unterricht können eines nicht ersetzen und zwar die lebendige, engagierte und informierte Vermittlung durch den Lehrer. Dieses gilt besonders in einem Fach wie Religion. Hier ist nicht nur die Motivationskraft gefragt, sondern auch ein bewußtes Glaubenszeugnis spielt eine große Rolle. Der Beruf Religionslehrer 1 bedeutet auf der einen Seite, dass man ständig an der eigenen Person und auf der anderen Seite an der Sache und der Methode arbeiten muss. 2 Der Religionslehrer steht ständig im Spannungsfeld zwischen Staat, Kirche, Schule und Gesellschaft. Die einzelnen Erwartungen, die diese Gruppen an die Person des Religionslehrers stellen, sind sehr hoch und teilweise aufgrund ihrer Unterschiedlichkeit schwer zu bewältigen. In unserer heutigen Gesellschaft gibt es ein bestimmtes Images von Religion. Der Religionslehrer und das Fach das er vertritt, wird ständig von Schülern, Eltern und Kollegen in Frage gestellt. Fragen wie z.B. ist der Religionsunterricht an staatlichen Schulen nötig oder wie fromm muß ein Religionslehrer sein, stehen an der Tagesordnung. Es stellt sich daher die Frage:

„Welche Anforderungen werden in unserem heutigen Schulwesen an Person und Kompetenz eines Religionslehrers gestellt?“

In meiner Hausarbeit erläutere ich daher als erstes die Begrifflichkeiten Lehrer und Religionslehrer und beschäftige mich weiter mit den wichtigsten Bestimmungen des Grundgesetzes, wobei ich Punkte wie z.B. die Freiheit des Religionslehrers und Religionsunterricht als ordentliches Lehrfach anspreche. Anschließend setze ich mich mit dem Religionslehrer unter dem öffentlichen Anspruch auseinander. Hier wird näher auf die einzelnen Erwartungen von Staat, Kirche und Gesellschaft eingegangen. Um mich mit dem zweiten Teil meiner Fragestellung beschäftigen zu können, beginne ich daher mit der Definition des Begriffes Kompetenz. Im Anschluss werden die einzelnen Kompetenzen von mir aufgeführt, wobei Punkte wie z.B. Konfliktbewältigungen, verschiedener Unterrichtsmodelle und Unterrichtsformen zur Sprache kommen, bevor ich dann mit meinem Fazit die Hausarbeit abschließe.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Zu den Begrifflichkeiten „Lehrer“ und „Religionslehrer“

3. Wichtigste Bestimmungen des Grundgesetzes

3.1 Religionsunterricht als „ordentliches Lehrfach“

3.2 Religionsunterricht unter staatlicher Aufsicht

3.3 Freiheit des Religionslehrers

3.4 Abmeldung vom Religionsunterricht

3.5 Sondergenehmigungen

4. Religionslehrer unter dem öffentlichen Anspruch

4.1 Die Erwartungen des Staates an den Religionslehrer

4.2 Die Erwartungen der Kirche an den Religionslehrer

4.3 Die Erwartungen der Gesellschaft an den Religionslehrer

5. Zum Begriff Kompetenz

6. Kompetenz

6.1 Didaktische Kompetenz

6.2 Leistungskompetenz

6.3 Soziale Kompetenz

6.4 Theologische Kompetenz

6.5 Religionsdidaktische Kompetenz

6.6 Personale Kompetenz

7. Fazit

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit analysiert die vielfältigen und teils widersprüchlichen Anforderungen, die durch Staat, Kirche und Gesellschaft an das Berufsbild und die Kompetenzen eines Religionslehrers im heutigen Schulwesen gestellt werden, um aufzuzeigen, wie sich diese Faktoren auf die Lehrpersönlichkeit auswirken.

  • Rechtlicher Rahmen des Religionsunterrichts durch das Grundgesetz
  • Erwartungshaltungen von Staat, Kirche und gesellschaftlichen Gruppen
  • Differenzierung verschiedener beruflicher Kompetenzbereiche (didaktisch, theologisch, sozial, personal)
  • Einfluss von Konflikten und Belastungssituationen auf den Berufsalltag

Auszug aus dem Buch

Die gesellschaftliche Gruppe der Schüler

Jeder einzelne Schüler, aber auch der Klassenverband bildet eine Bezugsgruppe mit ganz unterschiedlichen Erwartungen. Im Synodenbeschluss wird in diesen Fall eine Unterteilung zwischen den jüngeren und älteren Schülern vorgenommen. Die jüngeren Schüler sind noch nicht in der Lage ihr Unbehagen zu artikulieren. Sie erleben den Religionsunterricht oft als „Muss“. Die älteren Schüler, sind dagegen wohl in der Lage ihr Interesse, Kritik, Interessenlosigkeit oder Gleichgültigkeit auszudrücken. Die Schüler äußern aber auch ihre Wünsche nach Information, existentieller Auseinandersetzung und persönlichen Zeugnis des Religionslehrers:

• „Die Information soll sachlich sein und eigene aber auch abweichende Stellungnahmen ermöglichen;

• Die existentielle Auseinandersetzung soll sich auf das gesellschaftliche und persönliche Leben beziehen und zu glaubwürdigen Antworten führen;

• Das persönliche Zeugnis des Religionslehrer soll dem Schüler Orientierungshilfe sein, ohne die persönliche Freiheit zu beeinträchtigen.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Hinführung zur Fragestellung über die Anforderungen an Religionslehrer im Spannungsfeld zwischen Staat, Kirche und Gesellschaft.

2. Zu den Begrifflichkeiten „Lehrer“ und „Religionslehrer“: Differenzierung der Begriffe und Herausarbeitung der Komplexität, die durch individuelle Profile und den Wandel zur Akademisierung entsteht.

3. Wichtigste Bestimmungen des Grundgesetzes: Darstellung der verfassungsrechtlichen Grundlagen, die den Status des Religionsunterrichts und die Rolle der Lehrkraft definieren.

4. Religionslehrer unter dem öffentlichen Anspruch: Analyse der spezifischen Erwartungshaltungen von staatlichen, kirchlichen und gesellschaftlichen Akteuren an die Lehrkraft.

5. Zum Begriff Kompetenz: Etymologische und pädagogische Herleitung des Begriffs Kompetenz als Basis für berufliches Handeln.

6. Kompetenz: Eingehende Untersuchung verschiedener Kompetenzbereiche, wie der didaktischen, sozialen, theologischen und personalen Kompetenz, im Kontext des Religionsunterrichts.

7. Fazit: Zusammenfassende Beantwortung der Ausgangsfrage zur Doppelrolle des Religionslehrers und den daraus resultierenden Chancen sowie Belastungen.

Schlüsselwörter

Religionslehrer, Religionsunterricht, Grundgesetz, Kompetenz, Erwartungshaltung, Didaktik, Theologie, Kirchlichkeit, Schülerorientierung, Schulleben, Berufsrolle, Konfliktmanagement, Lehrpersönlichkeit, Synodenbeschluss, Bildungsauftrag

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das komplexe Anforderungsprofil, dem Religionslehrkräfte im modernen Schulalltag gegenüberstehen, und wie sie versuchen, diesen Erwartungen gerecht zu werden.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Schwerpunkten zählen die rechtliche Verankerung des Religionsunterrichts, die Erwartungen von Staat und Kirche sowie die verschiedenen Kompetenzen, die für den Unterricht erforderlich sind.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, welche spezifischen Anforderungen an die Person und die beruflichen Kompetenzen eines Religionslehrers in der heutigen Gesellschaft gestellt werden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine Literatur- und Diskursanalyse, um verschiedene pädagogische, theologische und rechtliche Konzepte zum Religionsunterricht in Beziehung zu setzen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in rechtliche Grundlagen, gesellschaftliche Erwartungshaltungen und eine detaillierte Auseinandersetzung mit verschiedenen Lehrerkompetenzen wie didaktische, soziale oder theologische Fähigkeiten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Religionslehrer, Kompetenz, Grundgesetz, Erwartungshaltung, Schülerorientierung und das Spannungsfeld zwischen den Institutionen Schule und Kirche.

Wie wirken sich die Ansprüche der Kirche auf die Lehrkraft aus?

Der Text zeigt auf, dass Religionslehrer oft unter Druck stehen, da sie als Repräsentanten des Glaubens auch in ihrem Privatleben bestimmte Standards erfüllen sollen, was zu Konflikten und Resignation führen kann.

Was bedeutet der „korrelative Religionsunterricht“ im Kontext der Arbeit?

Er beschreibt ein Modell, das versucht, Glaubenswirklichkeit und Lebenswirklichkeit der Schüler zu verknüpfen, um den Unterricht pädagogisch und theologisch gleichermaßen zu legitimieren.

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Details

Title
Anforderungen an Person und Kompetenz eines Religionslehrers
College
University of Osnabrück  (Katholische Theologie)
Course
Praktische Theologie
Grade
2
Author
Sabrina Hetjans (Author)
Publication Year
2004
Pages
27
Catalog Number
V29382
ISBN (eBook)
9783638309011
Language
German
Tags
Anforderungen Person Kompetenz Religionslehrers Praktische Theologie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sabrina Hetjans (Author), 2004, Anforderungen an Person und Kompetenz eines Religionslehrers, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/29382
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