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Was trägt der Konstruktivismus zur Erklärung des Konflikts in Syrien bei?

Title: Was trägt der Konstruktivismus zur Erklärung des Konflikts in Syrien bei?

Research Paper (undergraduate) , 2014 , 38 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Michael Nimmrichter (Author)

Politics - Topic: Peace and Conflict, Security
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Summary Excerpt Details

Die Art von Konflikten wie sie im Zuge der Arabischen Revolution und dem speziellen Fallbeispiel Syriens zu beobachten sind, läuten die Ära eines neuen Kriegstypus ein, der das klassische Bild zwischenstaatlicher Kriege, also der militärischen Auseinandersetzung zwischen Nationalstaaten, ablöst. Es sind immer häufiger sogenannte „neue Kriege“, also innerstaatliche, bewaffnete Konflikte, welche unter zwei oder auch mehreren Konfliktparteien, die sich meist aus der Bevölkerung, aufständischen Gruppen (Rebellen) und der Regierung zusammensetzen, ausgefochten werden, welche die Weltöffentlichkeit in den letzten Jahren in Atem halten und die Staatengemeinschaft vor völlig neue Aufgaben stellen.

Bei dieser Art von Konflikt laufen die Grenzen von Freund und Feind oft fließend ineinander. Da die meisten klassischen Theorien der Internationalen Beziehungen ihren Schwerpunkt auf der Erklärung von Konflikten zwischen einzelnen Akteuren auf der internationalen Ebene, also meist Nationalstaaten, haben, können sie das Szenario eines innerstaatlichen Konfliktes, ohne Blick auf innerstaatliche und kulturelle Faktoren, nur unzureichend erklären.

Viel geeigneter hierfür erscheint daher die Theoriefamilie des Konstruktivismus, welche eben nicht nur die Handlungen und Mechanismen von Akteuren und Konflikten auf internationaler Ebene erklärt, sondern sich auch sehr gut als Instrument zur Betrachtung und Beleuchtung von Konflikten auf der innerstaatlichen Ebene eignet und deshalb das theoretische Fundament dieser Untersuchung legt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1. Ausblick über die Hausarbeit

2. Der Konstruktivismus

2.1. Was können wir wissen?

2.1.1. Immanuel Kant

2.1.2. Das Konstrukt der gesellschaftlichen Wirklichkeit

2.1.3. Zwischenfazit

2.2. Was sollen wir tun?

2.2.1. Normative Werte der Gesellschaft

2.2.2. Kultur

2.2.3. Kommunikation von Kultur

2.2.4. Zwischenfazit

2.3. Was dürfen wir hoffen?

2.3.1. Kulturelle Globalisierung

2.3.2. Die Homogenisierung

2.3.3. Die Hybridisierung

2.3.4. Zwischenfazit

2.4. Wer ist eigentlich „Wir“?

2.4.1. Das Dilemma des Gemeinschaftsgefühls

2.4.2. Zwischenfazit

3. Der Konstruktivismus in den Internationalen Beziehungen (IB)

3.1. Alexander Wendt

3.2. Frank Schimmelfennig

4. Zusammenfassung des Konstruktivismus

4.1. Hypothesen zur Analyse des Fallbeispiels

5. Analyse des Fallbeispiels – Der Konflikt in Syrien

5.1. Der Typus der – Neuen Kriege –

5.2. Charakterisierung des Konflikts

5.3. Anwendung der Hypothesen

5.3.1. Hypothese 1

5.3.2. Hypothese 2

5.3.3. Hypothese 3

6. Fazit der Hausarbeit

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, den konstruktivistischen Ansatz der Internationalen Beziehungen auf den Konflikt in Syrien anzuwenden, um zu untersuchen, was diese theoretische Perspektive zur Erklärung des Krieges beitragen kann und warum bisherige Ansätze zur Konfliktlösung scheitern.

  • Grundlagen des Konstruktivismus als interdisziplinäre Epistemologie
  • Soziale Konstruktion von Identitäten und Interessen
  • Konstruktivistische Hypothesen zu Kooperation und Frieden
  • Analyse des syrischen Bürgerkriegs als "Neuer Krieg"
  • Einfluss ideeller Faktoren auf internationale Konfliktlinien

Auszug aus dem Buch

2.1.2. DAS KONSTRUKT DER GESELLSCHAFTLICHEN WIRKLICHKEIT

Der konstruktivistische Kanon geht grundlegend davon aus, dass unsere Vorstellung der Wirklichkeit – somit auch der gesellschaftlichen Wirklichkeit – kein exaktes Abbild der Wirklichkeit darstellt, wie sie außerhalb unseres Geistes existiert.

Wo Kant den Menschen isoliert als erkennendes Subjekt skizziert, dass die objektive Wirklichkeit nur mittels seiner Sinneswahrnehmung erfasst, welche unabänderlich durch ihre eigene Konstitution determiniert ist, und somit nur Wissen über seine eigene „subjektive“ Wirklichkeit haben kann, widmet sich der sozialwissenschaftliche Konstruktivismus nun der Wirklichkeit, welche durch die Interaktion vieler Menschen innerhalb sozialer Strukturen der Gesellschaft konstruiert wird.

Das nun folgende Kapitel beschäftigt sich mit eben diesen Fragen nach der Konstitution unserer gesellschaftlichen Wirklichkeit.

Ausgehend von den selben Annahmen wie die kantsche Philosophie, d.h. der Annahme, dass „Raum“ und „Zeit“ lediglich intellektuelle Instrumente des Menschen darstellen, welche er in diese Welt projiziert, trifft die wissenssoziologische Theorie von Perter L. Berger und Thomas Luckmann, Aussagen über ein Phänomen, welches vom Titel ihres Werkes um „Die gesellschaftliche Konstruktion der Wirklichkeit“ treffend beschrieben wird. Der Sozialkonstruktivismus vollzieht den Übergang von Kants, doch eher philosophietheoretischem Betrachtungsstandpunkt der Begriffe „Wissen“ und „Wirklichkeit“, hinüber zu einem sozialwissenschaftlichen Blickwinkel auf den Konstruktivismus.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in den syrischen Konflikt und die Relevanz des Konstruktivismus für dessen Analyse.

1.1. Ausblick über die Hausarbeit: Erläuterung der methodischen Vorgehensweise und der Zielsetzung der Untersuchung.

2. Der Konstruktivismus: Theoretische Einführung in die Grundlagen des Konstruktivismus unter Einbezug philosophischer Aspekte.

2.1. Was können wir wissen?: Darstellung der erkenntnistheoretischen Grundlagen von Immanuel Kant bis zur sozialen Konstruktion.

2.2. Was sollen wir tun?: Erörterung der Entstehung von Normen, Werten und Kultur durch soziale Interaktion.

2.3. Was dürfen wir hoffen?: Untersuchung von kultureller Globalisierung und den Idealzuständen einer Gesellschaft.

2.4. Wer ist eigentlich „Wir“?: Analyse von Identitätsbildung sowie Inklusions- und Exklusionsmechanismen.

3. Der Konstruktivismus in den Internationalen Beziehungen (IB): Adaption der Theorie auf die internationale Ebene durch Vertreter wie Alexander Wendt.

4. Zusammenfassung des Konstruktivismus: Synthese der Erkenntnisse und Ableitung konkreter Hypothesen für das Fallbeispiel.

5. Analyse des Fallbeispiels – Der Konflikt in Syrien: Empirische Anwendung der Hypothesen auf den aktuellen Syrien-Konflikt.

6. Fazit der Hausarbeit: Zusammenführende Bewertung der Erklärungsleistung des Konstruktivismus für den untersuchten Fall.

Schlüsselwörter

Konstruktivismus, Internationale Beziehungen, Syrien-Konflikt, Neue Kriege, Soziale Konstruktion, Identität, Normen, Werte, Intersubjektivität, Vereinte Nationen, Kooperation, Weltbilder, Bürgerkrieg, Sicherheit, Kommunikation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht den Konflikt in Syrien aus der Perspektive des Konstruktivismus, um zu verstehen, wie soziale Konstruktionen, Identitäten und ideelle Faktoren diesen Konflikt prägen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die philosophischen Grundlagen des Konstruktivismus, die soziale Konstruktion von Wirklichkeit, die Bedeutung von Kultur und Identität sowie die Dynamik von "Neuen Kriegen" in den Internationalen Beziehungen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Die Forschungsfrage lautet: Was trägt der Konstruktivismus zur Erklärung des Konflikts in Syrien bei?

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die theoretischen Konzepte des Konstruktivismus, um daraus Hypothesen abzuleiten, die anschließend anhand einer Fallanalyse auf den Syrien-Konflikt angewendet werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung (Kant, Berger/Luckmann, Wendt, Schimmelfennig) und die anschließende empirische Untersuchung des Syrien-Konflikts im Kontext der "Neuen Kriege".

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Konstruktivismus, Syrien-Konflikt, Identitätsbildung, Soziale Wirklichkeit und Internationale Beziehungen charakterisieren.

Inwiefern unterscheidet sich der Syrien-Konflikt laut der Arbeit von klassischen Kriegen?

Er wird als "Neuer Krieg" klassifiziert, da er hybride Formen aufweist, durch extreme Brutalität gegenüber der Zivilbevölkerung geprägt ist und sich durch ein Fehlen klarer staatlicher Fronten auszeichnet.

Welche Rolle spielen die Vereinten Nationen laut der Analyse?

Die Arbeit diagnostiziert ein Versagen der UN im Fall Syrien aufgrund von Interessenkonflikten der Vetomächte im Sicherheitsrat, die eine effektive Kommunikation und Kooperation verhindern.

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Details

Title
Was trägt der Konstruktivismus zur Erklärung des Konflikts in Syrien bei?
College
Technical University of Darmstadt  (Institut für Politikwissenschaft)
Course
Proseminar - Einführung in die Internationalen Beziehungen
Grade
1,7
Author
Michael Nimmrichter (Author)
Publication Year
2014
Pages
38
Catalog Number
V293821
ISBN (eBook)
9783656914600
ISBN (Book)
9783656914617
Language
German
Tags
Konstruktivismus Syrien Konflikt; Syrienkonflikt; Arabischer Frühling Sozialkonstruktivismus
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Michael Nimmrichter (Author), 2014, Was trägt der Konstruktivismus zur Erklärung des Konflikts in Syrien bei?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/293821
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