Fachkräftemangel der Medizinisch-Technischen Radiologieassistenten (MTRA). Ursachen und berufspolitische Strategien


Studienarbeit, 2015
22 Seiten, Note: 1,3

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis 3

1. Einleitung 4

2. Beschäftigungsstruktur in Krankenhäusern 5

3. Medizinisch-Technischer Radiologieassistent (MTRA) 5
3.1. Berufsgruppe der MTRA 6
3.2. Aufgaben der MTRA 6
3.3. MTRA’s als integraler Bestandteil der medizinischen Versorgung 7
3.4. Entwicklung der Personalzahlen bei MTRA 7

4. Ursachen des Fachkräftemangels 8
4.1. Externe Bedingungen als Ursachen des Fachkräftemangels 8
4.1.1. Politik 8
4.1.2. Demografischer Wandel 9
4.1.3. Finanzierung 9
4.1.4. Ausbildungssituation 10
4.2. Interne Bedingungen als Ursachen des Fachkräftemangels 11
4.2.1. Krankenhausstruktur 11
4.2.2. Personalstruktur 12
4.2.3. Patientenstruktur 13

5. Strategien und Maßnahmen gegen den Fachkräftemangel 13
5.1. Politische Strategien 13
5.2. Betriebliche Strategien 14
5.3. Aus- und Weiterbildung 15
5.4. Ältere Mitarbeiter 15
5.5. Personalbeschaffung 15
5.6. Personalbindung 16
5.6.1. Materielle Anreize 16
5.6.2. Immaterielle Anreize 16

6. Zusammenfassung 17

7. Literaturverzeichnis 19

8. Abbildungsverzeichnis 21

1. Einleitung

Das deutsche Gesundheitssystem gilt international als vorbildlich und einzigartig. In den zurückliegenden Jahren hat sich das Gesundheitswesen als eine der wichtigsten Branchen des deutschen Wirtschaftsstandorts etabliert. Dabei spielt die Gesundheitswirtschaft für die Entwicklung unserer deutschen Volkswirtschaft eine bedeutende Rolle: überdurchschnittliche Wachstumsraten als Wachstums- und Beschäftigungstreiber gegenüber der Gesamtwirtschaft [1] - rund zweieinhalb Arbeitsplätze in anderen Wirtschaftsbereichen werden durch einen Arbeitsplatz im Gesundheitssektor erzeugt.[2] Im Jahr 2012 überstiegen nach Angabe des Statistischen Bundesamtes (Destatis) die jährlichen Ausgaben für Gesundheit erstmals die 300 Milliarden Euro Marke. Damit entsprechen die Gesundheitsausgaben 11,2% des Bruttoinlandproduktes Deutschlands.[3] In Deutschland sind 5,2 Millionen Menschen und damit etwa jeder achte Beschäftigte im Gesundheitswesen tätig. Auf die Gesamtwirtschaft bezogen wuchs die Zahl der Arbeitsplätze im Gesundheitswesen somit dreimal so stark. [4] Betrachtet man diese Fakten, könnte man denken, dass das Gesundheitswesen ein ‚immer blühendes‘ Wirtschaftswunder sei, doch viele Arbeitsplätze bleiben unbesetzt und der Fachkräftemangel im Gesundheitswesen ist permanent spürbar.

Aufgrund meiner dreizehnjährigen Berufstätigkeit im Gesundheitswesen im Fachbereich der Radiologie als Medizinisch-Technischer Radiologieassistent (MTRA) ist die Auseinandersetzungen mit dem Thema Fachkräftemangel regelmäßiger Bestandteil meiner Arbeit geworden. Sowohl in der beruflichen Tätigkeit in leitender Position u.a. zuständig für die Personalakquisition, als auch in der Arbeit des Berufsverbandes Vereinigung der Medizinisch-Technischen Berufe in der Deutschen Röntgengesellschaft (VMTB), ist der Fachkräftemangel in der Berufsgruppe der MTRA eine erstzunehmende Gefahr geworden und fordert Handlungsinitiative.

Diese Arbeit versteht sich als komprimierter Versuch, die Ursachen des Fachkräftemangels bei den MTRA aufzuzeigen. Im Folgenden werde ich die Frage: „Welche berufspolitischen Strategien sind wirksam um dem Fachkräftemangel der MTRA entgegenzuwirken?“ bearbeiten. Dabei werde ich berufspolitische Strategien näher beleuchten und mögliche Lösungswege für das Entgegenwirken des Fachkräftemangels finden. Die Grundlage dieser Arbeit bildet die Berufsgruppe der MTRA in Krankenhäusern, da es nur belegbare Zahlen für diese Berufsgruppe gibt.

Im ersten Teil dieser Arbeit werde ich einen allgemeinen Überblick über die Tätigkeiten und Arbeitsbereiche von MTRA und die aktuelle Situation geben. Im Hauptteil wird auf die unterschiedlichen Ursachen des Fachkräftemangels eingegangen und es werden Strategien und Maßnahmen zum Entgegenwirken dessen aufgezeigt. Im Schlussteil folgt eine Zusammenfassung der Ergebnisse und ein kurzer Ausblick in die Zukunft.

2. Beschäftigungsstruktur in Krankenhäusern

Die Beschäftigungsstruktur in Krankenhäusern sieht wie folgt aus: neben der Verwaltung und dem Top Management, teilt sie sich in ärztliches Personal und nicht-ärztliches Personal. Definitorisch lassen sich die technischen Assistenzberufe[5] als nicht-ärztliche Gesundheitsberufe einordnen, da sie unter intensivem und extensivem Einsatz von Medizintechnik, Krankheiten oder gesundheitliche Beeinträchtigungen zu diagnostizieren, zu heilen, zu lindern oder zu verhüten suchen.[6]

3. Medizinisch-Technischer Radiologieassistent (MTRA)

Medizinisch-technischer Assistent (MTA) ist die Sammelbezeichnung für die vier Berufsbilder der technischen Assistenten in derMedizin undTiermedizin im deutschen Gesundheitswesen. Sie umfasst im Einzelnen die Ausbildungsberufe:

- Medizinisch-technischer Assistent – Funktionsdiagnostik (MTAF)
- Medizinisch-technischer Laboratoriumsassistent (MTLA oder MTA-L)
- Medizinisch-technischer Radiologieassistent (MTRA oder MTA-R)
- Veterinärmedizinisch -technischer Assistent (VMTA)

Untersuchungsgegenstand dieser Arbeit ist die Berufsgruppe der MTRA, andere Berufsgruppen finden in dieser Arbeit keine Beachtung.

3.1. Berufsgruppe der MTRA

Die Berufsbezeichnung MTRA taucht in der Gesetzgebung auf, da es Tätigkeiten gibt, die dem MTRA vorbehalten sind. Als MTRA werden alle Fachkräfte bezeichnet, die eine dreijährige Ausbildung nach dem Gesetz über technische Assistenten in der Medizin (MTA-Gesetz – MTAG) absolviert haben. Wer als MTRA arbeiten und die Berufsbezeichnung der MTRA führen will bedarf einer Erlaubnis.[7]

Weder präzise noch unstrittig ist der Begriff der Assistenz. So haben sich die MTRA eigenständige Aufgaben- und Berufsprofile entwickelt, die sich nicht (ausschließlich) auf assistierende Tätigkeiten für die Ärzteschaft reduzieren lassen. Die einhergehende hierarchische Position der Ärzteschaft im deutschen Gesundheitssystem impliziert durch die Begrifflichkeit, steht einem modernen auf Kooperation begründeten Verständnis von Zusammenarbeit der Gesundheitsberufe im Wege.[8]

[...]


[1] Vgl. Ostwald, D., Wachstums- und Beschäftigungseffekte der Gesundheitswirtschaft in Deutschland, 2009, S. 214.

[2] Vgl. Kartte, J./Neumann, K., Weltweite Gesundheitswirtschaft – Chancen für Deutschland , 2011, S. 5.

[3] Vgl. Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 126, 07.04.2014.

[4] Vgl. Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 075, 05.03.2014.

[5] Bei der Formulierung des Textes hat der Autor zur Erleichterung des Leseflusses die männliche Sprachform gewählt. Implizit ist die weibliche Form jeweils mit einbezogen.

[6] Vgl. Sachverständigenrat zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen , 2007, Drucksache 16/6339.

[7] Vgl. MTA-Gesetz vom 2. August 1993 (BGB l. I S. 1402).

[8] Vgl. Blum, K., Weiterentwicklung der nicht-ärztlichen Heilberufe am Beispiel der technischen Assistenzberufe im Gesundheitswesen , 2009, S.7-12.

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten

Details

Titel
Fachkräftemangel der Medizinisch-Technischen Radiologieassistenten (MTRA). Ursachen und berufspolitische Strategien
Hochschule
DIPLOMA Fachhochschule Nordhessen; Zentrale
Note
1,3
Autor
Jahr
2015
Seiten
22
Katalognummer
V293836
ISBN (eBook)
9783656915997
ISBN (Buch)
9783656916000
Dateigröße
409 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Fachkräftemangel, MTRA, Berufspolitische Strategien, Gesundheitsversorgung, medizinische Versorgung, Radiologie, Personalmanagement
Arbeit zitieren
Marcel Apel (Autor), 2015, Fachkräftemangel der Medizinisch-Technischen Radiologieassistenten (MTRA). Ursachen und berufspolitische Strategien, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/293836

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