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Der Begriff der Aufklärung. Vom Erhellen zum Betrug der Massen

Titel: Der Begriff der Aufklärung. Vom Erhellen zum Betrug der Massen

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2013 , 22 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Käthe März (Autor:in)

Philosophie - Praktische (Ethik, Ästhetik, Kultur, Natur, Recht, ...)
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Der Begriff und das Zeitalter der Aufklärung sind ein fester Bestandteil des Bildungsplanes.
Nahezu jeder bringt den Begriff der Aufklärung mit Kant und einer Hell-und-Dunkel-Metaphorik in Verbindung. Doch in der Dialektik der Aufklärung wird der Aufklärungsbegriff auf ein Neues erörtert und vor allem auf die heutige Zeit angewendet und nicht als historisch-vergangen betrachtet.

Diese Arbeit beschäftigt sich mit dem Begriff der Aufklärung, wie er allgemein bekannt ist und verwendet wird, und mit der Erörterung des Aufklärungsbegriffs nach dem ersten Kapitel der Dialektik der Aufklärung. Auf den weiteren Text wird nicht eingegangen, da vor allem das erste Kapitel für den Zweck dieser Arbeit den Aufklärungsbegriff darzustellen am wichtigsten ist.
Zunächst wird hierfür die allgemein bekannte Verwendung und Definition des Aufklärungsbegriffs dargestellt.
Anschließend soll an Kants Text in der "Berlinische[n] Monatsschrift" der Aufklärungsbegriff dargelegt werden und gezeigt, wie Kant zu seiner Definition von Aufklärung kommt.

Hierbei wird auch die Notwendigkeit einer Aufklärung genauer betrachtet, da hier der Ursprung des Aufklärungsgedanken liegt. Abschließend wird für das zweite Kapitel noch eine chronologische Entwicklung und Verwendung des Aufklärungsbegriffs aufgezeigt, um zu zeigen, dass Aufklärung nicht nur für Kant ein bedeutendes Thema war, sondern auch vor und nach ihm Andere sich mit dem Thema auseinandergesetzt haben. Im dritten Kapitel wird dann das erste Kapitel der Dialektik der Aufklärung bearbeitet, wobei mit Hilfe von drei Unterkapiteln aufgezeigt wird, wie die Autoren zu der These gelangen, dass „(…) die Menschheit, anstatt in einen wahrhaft menschlichen Zustand einzutreten, in eine neue Art von Barbarei versinkt.“
Dafür wird zuerst auf den Mythos eingegangen, da dieser der Beginn des Kreislaufs ist, indem sich die Aufklärung laut den Autoren bewegt. Bedeutung und Gefahren des Mythos legen die Grundlage für eine Argumentation gegen die positive Definition von Aufklärung. Im Unterkapitel der Aufklärung selbst wird der Begriff der Aufklärung nach Horkheimer und Adorno erörtert und deren Unterstellungen und Forderungen an die Aufklärung dargelegt. Im Anschluss werden die Ansichten der Autoren gegenüber der Gesellschaft aufgezeigt. Dabei stehen die Gegensätze elitäre Gruppen und Masse im Vordergrund. Abschließend wird im letzten Kapitel der eigenen Reflektionen aufgezeigt, wohin das Denken der Dialektik der Aufklärung führt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriff der Aufklärung

2.1 Der allgemeine Begriff der Aufklärung und die Verwendung des Aufklärungsbegriffs

2.2 Kants Begriff der Aufklärung

2.3 Die chronische Entwicklung des Begriffes der Aufklärung

3. Begriff der Aufklärung in der Dialektik der Aufklärung

3.1 Der Mythos

3.2 Die Aufklärung

3.3 Der Mensch und die Gesellschaft

4. Eigene Reflektionen

6. Quellen

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht den Aufklärungsbegriff ausgehend von seinem traditionellen Verständnis bei Immanuel Kant bis hin zur kritischen Dekonstruktion durch Max Horkheimer und Theodor W. Adorno in der Dialektik der Aufklärung, um aufzuzeigen, wie Aufklärung von einem Emanzipationsinstrument zum Mechanismus der Massensteuerung und Unterdrückung transformiert wurde.

  • Traditionelles Begriffsverständnis und Kants Unmündigkeitskonzept
  • Historische Entwicklung und Wandlung des Aufklärungsbegriffs
  • Mythos und Aufklärung als dialektischer Kreislauf
  • Strukturen von Herrschaft, Arbeit und Medien in der modernen Gesellschaft
  • Kritische Analyse der heutigen Wahrnehmung von Aufklärung

Auszug aus dem Buch

3.2 Die Aufklärung

Bereits am Anfang der Dialektik der Aufklärung wird von der „(…) rastlose[n] selbstzerstörung der Aufklärung (…)“ gesprochen. Diese These entstand aus der eigenen Ratlosigkeit der Autoren in der Bearbeitung des Themas Aufklärung. Die Aufklärung ist nach ihrer Definition die „(…) wirkliche Bewegung der bürgerlichen Gesellschaft als ganzer unter dem Aspekt ihrer Personen und Institutionen verkörperten Idee.“ Das Wichtigste an dieser Definition ist die Aufforderung „als ganzer“, weil sie impliziert, dass nicht einzelne Gruppen oder Personen von der Aufklärung profitieren, sondern, dass eine einheitliche Aufklärung stattfindet.

Das Grundproblem, dass die Dialektik der Aufklärung in ihrer Diskussion über die Aufklärung aufzeigt, ist, dass in Wahrheit nur ein kleiner Teil der Menschen tatsächlich aufgeklärt ist und diesen Vorsprung zur Machtausübung und Unterdrückung ausnutzt. Hierbei kommen diesen zum Beispiel die Mythen zu Gute, da durch diese, wie bereits erwähnt, die Menschen gebannt werden können. Demnach muss ein Programmpunkt der Aufklärung die Entzauberung der Welt, die Auflösung von Mythen und die Stürzung von Einbildung durch Wissen sein. Mit der Entzauberung der Welt ist die Auslöschung des Animismus gemeint, also der Glaube, dass die Dinge der Natur beseelt sind oder Wohnsitz von Geistern darstellen. Damit beharrt die Aufklärung zwar auf eine Zerstörung von Göttern und Qualitäten, aber es ist notwendig, da sonst der eigene Aberglaube im Weg zur Freiheit der Gesellschaft steht.

Auch wenn der Aufklärungsbegriff etwas vermeintlich positives vermitteln soll, birgt er nach der Dialektik der Aufklärung viele Gefahren. Einerseits soll Aufklärung zu einer Freiheit der Gesellschaft führen, andererseits aber verhält sich „(…) die Aufklärung zu den Dingen wie der Diktator zu den Menschen." Solange die Aufklärung ihren Gegenstand kennt, kann sie ihn beherrschen, sobald aber Unbekanntes in ihren Weg tritt bereitet sie den Weg für den Mythos, der im Grunde Rückschritt oder Stillstand bedeutet.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung umreißt die Relevanz des Aufklärungsbegriffs und legt den Fokus der Arbeit auf den Vergleich zwischen Kants Aufklärungsauffassung und der kritischen Sichtweise von Horkheimer und Adorno.

2. Begriff der Aufklärung: Dieses Kapitel definiert den Aufklärungsbegriff durch eine historische Betrachtung, mit besonderem Schwerpunkt auf Kants Theorie der selbstverschuldeten Unmündigkeit und der chronologischen Entwicklung des Begriffs.

3. Begriff der Aufklärung in der Dialektik der Aufklärung: Hier wird der Dialektik-Ansatz von Horkheimer und Adorno analysiert, wobei der Fokus auf dem Kreislauf von Mythos, Herrschaft und der vermeintlichen Aufklärung als Mittel zur Massensteuerung liegt.

4. Eigene Reflektionen: Die Autorin reflektiert die Aussichtslosigkeit des in der Dialektik der Aufklärung beschriebenen Kreislaufs und stellt einen kritischen Bezug zur heutigen Wahrnehmung von Aufklärung her.

6. Quellen: Auflistung der im Text verwendeten wissenschaftlichen Literatur und Primärquellen.

Schlüsselwörter

Aufklärung, Kant, Horkheimer, Adorno, Dialektik, Mythos, Unmündigkeit, Herrschaft, Masse, Vernunft, Emanzipation, Entzauberung, Gesellschaft, Medien, Selbsterhaltung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den Wandel des Aufklärungsbegriffs von der emanzipatorischen Vision Kants hin zur kritischen Theorie von Horkheimer und Adorno, die Aufklärung als einen Prozess entlarven, der in einen neuen Mythos zurückfällt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Rolle der Vernunft, die Dialektik zwischen Aufklärung und Mythos, die Mechanismen gesellschaftlicher Herrschaft sowie die Entfremdung des Individuums.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie das ursprünglich befreiende Ideal der Aufklärung in moderne Strukturen von Unterdrückung und Massenmanipulation umgeschlagen ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine literaturgestützte, philosophiehistorische Analyse, die zentrale Texte der Aufklärung mit den philosophischen Fragmenten der Dialektik der Aufklärung kontrastiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil wird zunächst Kants Definition von Aufklärung als Ausgang aus der Unmündigkeit dargestellt, gefolgt von der Analyse, wie Horkheimer und Adorno Aufklärung als totale Herrschaft und Mythos-Reproduktion kritisieren.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Dialektik, Aufklärungskritik, Herrschaftsanalyse, Mündigkeit und Massenkultur beschreiben.

Wie bewertet die Autorin die Aussicht auf eine echte Aufklärung heute?

Die Autorin äußert sich skeptisch und sieht einen „totalen Betrug der Massen“, da der Kreislauf aus Mythos und Herrschaft eine tatsächliche Befreiung in der modernen Gesellschaft nahezu unmöglich erscheinen lässt.

Was bedeutet nach Kant der „Ausgang aus der selbstverschuldeten Unmündigkeit“?

Es bezeichnet das Überwinden der bequemen Haltung, sich seines eigenen Verstandes nicht ohne die Anleitung anderer zu bedienen; Kant fordert den Mut, eigenständig zu denken.

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der Begriff der Aufklärung. Vom Erhellen zum Betrug der Massen
Hochschule
Eberhard-Karls-Universität Tübingen
Veranstaltung
Dialektik der Aufklärung
Note
2,0
Autor
Käthe März (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
22
Katalognummer
V293905
ISBN (eBook)
9783656914761
ISBN (Buch)
9783656914778
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Horkheimer Adorno Aufklärung Kant
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Käthe März (Autor:in), 2013, Der Begriff der Aufklärung. Vom Erhellen zum Betrug der Massen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/293905
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Leseprobe aus  22  Seiten
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