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Ethikunterricht. Ein adäquater Ersatz für den Religionsunterricht oder Feigenblattfunktion?

Eine Auseinandersetzung mit den Gedanken und Zielen des Ethikunterrichts in Theorie und Praxis

Titel: Ethikunterricht. Ein adäquater Ersatz für den Religionsunterricht oder Feigenblattfunktion?

Fachbuch , 2015 , 385 Seiten

Autor:in: Religionspädagoge Günter-Manfred Pracher (Autor:in)

Didaktik - Theologie, Religionspädagogik
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Wie in so vielen anderen problemorientierten Fragenkreisen auch, herrscht auch im Bereich Religionsunterricht oder lieber doch Ethikunterricht Redebedarf. Lösungen können aber nur dann gefunden werden, wenn miteinander gesprochen und nicht pauschal verurteilt oder über die Köpfe anderer hinweg entschieden wird.

Eine Problemlösung ist aus ihrer Sicht in zwei Richtungen denkbar: 1. eine Grundgesetzänderung oder 2. der christliche Religionsunterricht wird, auch mit dem Blick auf die Religionsmündigkeit als freiwilliges Fach in den Fächerkanon aufgenommen, steht also „gleichberechtigt“ neben Ethik; diese Kombination würde letztlich eine „uferlose und unüberschaubare“ Diskussion mit weiteren Religionsstunden anderer Religionen ausschließen.

Ethikunterricht oder Religionsunterricht, dass ist die Frage, mit der sich dieses Buch auseinandersetzen will und wird; Lebensgestaltung und Religionskunde oder konkrete Auseinandersetzung mit der Gottesfrage.

Siegfried Macht lässt Gott in der tiefgründigen Legende „Überflutung“ eine Handvoll Buchstaben unter die Menschen werfen. Der dahinter stehende Sinn oder auf Aufgabe: Die Menschen sind aufgefordert daraus ein neues und gutes Wort zu bilden, ein Wort, das sie in ihrem Leben voranbringt. Er beschreibt, dass die Menschen mit den wenigen Buchstaben nicht klar kamen. Es wurden immer wieder Buchstaben so zu neuen Wörtern zusammengefügt, die in ihrer Bedeutung Angst bei den Menschen auslöste.

Ein einziger Mensch entdeckte den rettenden Hinweis in Gottes Buchstaben; dieses Buchstabenspiel erinnert an den Psalm 119, dessen Schreiber eine Lobeshymne auf Gott verfasste, indem er ganz präzise den Buchstaben des hebräischen Alphabetes entlang ging.

Die Bannbreite der Überlegungen und der Theorien darüber, wie alles richtig gemacht werden kann ist vielfältig und kann nur noch mit einem Beispiel beschrieben werden: In einer Erzählung von Wolfgang Altendorf „Wortloser Anstoß“ beschreibt er das Nachdenken darüber, ob der Mensch in seinem ganz alltäglichen Leben wirklich nur von Zufällen geleitet wird, oder ob es doch so etwas ähnliches wie einen wortlosen Anruf Gottes gibt; eine inzwischen von mir verstorbene Kollegin hat das so ausgedrückt: „Es ist von Gott zugefallen“!

Gottes Segen, gute Gedanken und viel Freude beim Lesen

Günter-Manfred Pracher

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Kapitel 1 Religionsunterricht

Die Unterrichtssituation in Deutschland

Rechtsgrundlagen

Ausnahmeregelungen im Bezug auf Artikel 7 im Grundgesetz

Die Bremer Klausel, Artikel 141

Die Landesverfassung in Bremen sagt dazu

Ethik, Religion in anderen Bundesgebieten

Das Berliner Schulmodell

Das erweiterte Modell der Berliner Schule

Kirchenvertragliche Vereinbarung

Die allgemeinen Prinzipien

Die variierende Einzelausgestaltung

Probleme im Blick auf den zu erteilenden Religionsunterricht

Volksabstimmung in Berlin – das Ergebnis

Brandenburg

Neuer Erlass zum Religionsunterricht in Hessen

Kapitel 2 Ethikunterricht

Eine Definition von Ethik

Was versteht man unter dem Begriff Ethik?

Der Sinn von Ethikunterricht in Deutschland vor 1990

Ethische Grundbegriffe in ihrem Zusammenhang (Grafik)

Die Situation nach 1990 – grundsätzliche rechtliche Regelungen

Ethikunterricht erste Beschlüsse und ihre Umsetzung

Auflistung in Prozent bei Wahlpflichtfach praktische Philosophie

Zusammenfassung der Länder mit Ethikunterricht

Bezeichnung und Status des Ethikunterrichtes

Ethikunterricht als Ersatzfach für den Religionsunterricht

Das Fach Ethik – ein neues Wahl – oder Ersatzpflichtfach

Ethik und das Selbstverständnis des Faches

Beitrag des Faches zur Bildung und Persönlichkeitsbildung

Moralisches Lernen und motiviertes Lernen

Fazit: Inhalte und Ziele

Wahrnehmung, Entscheidung, Handlung

Fächerübergreifende Zusammenarbeit

Besonderheiten in der Umsetzung in den einzelnen Bundesländern

Beispiel Bremen und Brandenburg

Die Situation 2013

Kapitel 3 Religionsunterricht

Grundsätzliche, rechtliche Aussagen zum Religionsunterricht

Verfassungsrechtliche Bestimmungen zum Religionsunterricht – Grundgesetz Artikel 7

Wer ist berechtigt Religionsunterricht zu erteilen – Vokatio

Landessynode der evangelischen Pfälzischen Landeskirche

Landessynode der evangelischen lutherischen Landeskirche

Landessynode der Evangelischen Landeskirche Baden

Der Weg dahin Religionslehrerin/Religionslehrer zu werden

Teilnahmepflicht am Religionsunterricht

Die volle Religionsmündigkeit mit 14 Jahren

Stellenwert des Fachs bei den Schülerinnen und Schülern

Inhalte – Curriculum – eines kompetenzorientierten Religionsunterrichtes

Das Ziel der Religionslehrer

Wie erleben, beziehungsweise haben junge Menschen den Religionsunterricht empfunden?

Umfrage zum Religionsunterricht – Stimmen aus dem Internet

Empfindungen zum Religionsunterricht von Jürgen Rüttgers

Link zum Kienbaumgutachten (Spiegel)

Gedanken von Ursula Becker

Die Ablehnung des Religionsunterrichtes

Grafik zum Religionsunterricht

Abmeldemöglichkeit aus dem Religionsunterricht, Gewissensgründe

Beispiel Nordrhein – Westfalen

Beispiel Niedersachsen

Zur Geschichte und Vorgeschichte des Religionsunterrichtes

Die Zeit der Weimarer Republik

Im Dritten Reich; 1933 – 1945

Das Reichskonkordat – 1933 – 1945

Die Zeit nach 1945

Ein Blick in die ehemalige Deutsche Demokratische Republik

Nach 1990

Die Bedingungen des Religionsunterrichtes in ihrer geschichtlichen Situation

Zur Entwicklungsgeschichte des mit dem Ethikunterricht korrespondierenden Religionsunterricht die Situation im Jahr 2013

Grundsätzliche Gedanken zu Religion und Schule

Kooperationen

Kapitel 4 Ethikunterricht

Wie gehen Schulen und Lehrer im Alltag mit Ethikunterricht um?

Ein Sportlehrer, der Ethik fachfremd unterrichtet

Das unterschiedliche Verständnis der Lehrer zur Sinnhaftigkeit und Erteilung von Religionsunterricht

Stellungnahme einer Lehrerin zum Ethikunterricht und Religionsunterricht an Schulen

Religionsunterricht, Ethikunterricht und Präventionsarbeit an Schulen aus der Sicht der GL und Deutschlehrer

Die Folge: Statt Ethikunterricht Klassenlehrerstunden, Planungsstunden

Lehrer, die an unterschiedlichen Schulen in Hessen fassen zusammen

Ethikunterricht beinhaltet auch Präventionsgedanken

Ethikunterricht aus der Sichtweise von Schülern

Adem Karacan

Schülerin einer Gesamtschule in Mittelhessen

Schüler einer 9. Klasse, an einer IGS in Mittelhessen

Beispiele aus der Praxis Hessischer Schulen

Ethik – Projekt – Beispiel Weltreligionen (mit Klassenarbeit)

GL – Lehrer in Mittelhessen

Ethikunterricht zum Thema Verantwortung Tod – Sterben – Sterbehilfe

Kapitel 5 Religionsunterricht

Wo sehen Religionslehrer ihre Ziele und den Sinn des Religionsunterrichtes?

Die religiöse Dimension des Erziehungsprozesses

Rahmenvorgaben

Inhaltliche Ziele im Religionsunterricht

Ziele und Grundintentionen

Theologie und christliches Wissen strukturiert vermitteln

Religionsunterricht will Neues wagen

Der Rahmen heißt: Neues wagen

Negativaussage: Chance verpassen

Der kreative Aspekt

Der kommunikative Aspekt – die Planungsfähigkeit

Der didaktische – methodische Aspekt

Organisationsfähigkeit

Integrationsfähigkeit

Religionsunterricht ist kein Integrationshindernis

Ergebnisse im Religionsunterricht im Zusammenhang mit der Lehrkraft

Ziele und Sinn des Religionsunterrichtes begreifen

Das Problem der Benotung

Anthropogene Faktoren

Soziale – kulturelle Voraussetzungen

Gedanken und Prioritäten in der Zielsetzung der Religionslehrer

Religionsdidaktik und ihr wissenschaftliches Selbstverständnis

Die Hermeneutik

Die Empirie

Die Ideologiekritik

Die Geschichte der Religionsdidaktik

Das Verhältnis der Religionsdidaktik zu anderen Wissenschaften der Theologie

Die historische Theologie

Die systematische Theologie

Die Humanwissenschaften

Das disziplinäre Verhältnis der Religionsdidaktik

Das didaktische Dreieck

Was macht eine/n guten Religionslehrer/in aus?

Angestrebte Ziele im Religionsunterricht

Weitere angestrebte Ziele und Inhalte im Religionsunterricht können sein

Die Problematik in der konfessionellen Unterrichtung

Pro und Kontra in der Notengebung

Die Frage nach den Beurteilungskriterien

Wie sehen Schülerinnen und Schüler das Problem

Probleme mit der Erteilung von Religionsunterricht

Der Begriff Religionskunde

Der hohe Stellenwert des Religionsunterrichtes

Anlaufstelle Religionsunterricht

Das unterschiedliche Verständnis Kollegien zur Sinnhaftigkeit und Erteilung von Religionsunterricht

Beispiel aus der Praxis, so können Unterrichtsstunden im Fach Religion aussehen

Unterrichtsstunde zum Thema Schöpfung

Unterrichtsstunde zum Thema Martin Luther

Unterrichtsstunde zum Thema Sankt Martin

Ethikunterricht und Präventionsarbeit an Schulen

Ziele und Grundintentionen im Religionsunterricht

Lernziele Weltreligionen

Weitere Beispiele aus der Praxis Schüler gestalten einen Gottesdienst für die (Schul)Gemeinde

Kapitel 6 Religionsunterricht und Ethikunterricht im Vergleich

Religionsunterricht und Ethikunterricht.

Inhalte und Ziele die für den Ethikunterricht sprechen

Die Entwicklung von Toleranz durch Gemeinschaft

Werteorientierung

Fundamentalistische Tendenzen vorbeugen

Ethische Grundbildung

Wahrnehmung, Entscheidung und Handlung

Aufgaben des Ethikunterrichtes

Lehrplan Ethik

Erkenntnistheoretische Positionen, Tabelle

Ordnungsbegriffe, Tabelle

Die beiden Fächer in ihrer jeweiligen Besonderheit nebeneinander dargestellt

Die beiden Unterrichtsangebote gegeneinander abwägen, Argumente

Warum denn überhaupt Religionsunterricht in den Schulen?

Elternbrief als exemplarisches Beispiel

Religionsunterricht: Kreuz und Koran

Religionsunterricht macht stark

Die Schulen sollten nach Möglichkeit

Schwänzen des Religionsunterrichtes

Fünf Argumente für den Religionsunterricht an öffentlichen Schulen

Das Fachprofil des Religionsunterrichtes

So versteht sich Religionsunterricht mit Kompetenzen

Beitrag des Faches zur Bildung und Persönlichkeitsbildung

Religiöse Kompetenzen, Aufzählung

Wichtige Bereiche der religiösen Kompetenz

Fachübergreifende Kompetenzen

Zusammenarbeit mit anderen Fächern

Der interdisziplinäre, interkulturelle und interreligiöse Dialog

Ziel und Inhalte und deren Ausrichtung

Fächerbindendes Lern – und Orientierungswissen

Schulpastorale und außerschulische Lernorte

Ziele, Inhalte und deren Ausrichtung im Religionsunterricht

Informieren und Orientieren

Fragen und Antworten

Lebenshilfe

Wege zum Glauben

Übergreifende Lernbereiche und Zuordnung von Themenkreisen

Lernen entlang der Biografie

Pluralität der Methoden und Selbsttätigkeit der Schüler

Religiöse Grundbildung

Religionsunterricht und Lebenszeugnis (Kompetenz)

Das Kirchenjahr – Verknüpfung mit Themenkreisen

Der kirchliche Festkalender und die Firmung

Der Weihnachtsfestkreis

Der Osterfestkreis

Feste im Jahreskreis

Feier der Firmung

Die Entwicklung der Eigenschaften von Religionslehrern, Grafik

Die 10 Thesen der EKD zum Sinn des Religionsunterrichtes

Weitere Gründe für den Religionsunterricht

Zwölf weitere Gründe für den Religionsunterricht

Verteilung der beiden Konfessionen auf die Bundesländer

Das abschließende Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Publikation untersucht die aktuelle Situation und die konzeptionelle Ausrichtung des Religions- und Ethikunterrichts an öffentlichen Schulen in Deutschland. Im Zentrum steht die kritische Analyse, ob der Ethikunterricht lediglich eine Kompensationsfunktion erfüllt oder einen eigenständigen, pädagogisch wertvollen Beitrag zur Wertebildung leisten kann, wobei besonders die rechtlichen Rahmenbedingungen und die Rolle der Kirchen beleuchtet werden.

  • Rechtliche Grundlagen und verfassungsrechtlicher Status des Religionsunterrichts in verschiedenen Bundesländern.
  • Vergleichende Analyse von Religions- und Ethikunterricht hinsichtlich ihrer didaktischen Ziele und Inhalte.
  • Herausforderungen in der Unterrichtspraxis, einschließlich der Lehrerausbildung und fachfremden Erteilung.
  • Bedeutung der religiösen Bildung und interreligiöser Kompetenz in einer pluralistischen Gesellschaft.
  • Praxisbeispiele zur Gestaltung von Unterrichtseinheiten zu Themen wie Schöpfung, Tod, Sterbehilfe und Organspende.

Auszug aus dem Buch

Einführende Gedanken

Wie in so vielen anderen problemorientierten Fragenkreisen auch, herrscht auch im Bereich Religionsunterricht oder lieber doch Ethikunterricht Redebedarf. Lösungen können aber nur dann gefunden werden, wenn miteinander gesprochen und nicht pauschal verurteilt oder über die Köpfe anderer hinweg entschieden wird.

In einer südhessischen Schule hatte ich in dieser Richtung zwei interessante Gespräche, die mich einerseits nachdenklich gemacht haben, mir aber andererseits – seits viel Respekt und Hochachtung vor den Kolleginnen abverlangt haben. So machte mir eine katholische Kollegin deutlich, dass Religionsunterricht an unseren Schulen sicher ein sinnvolles Angebot ist, aber die aktuelle Diskussion durch diese Gesetzregelung doch auch ihre Berechtigung habe. Eine Problemlösung aus ihrer Sicht in zwei Richtungen denkbar: 1. eine Gesetzänderung oder 2. der christliche Religionsunterricht wird, auch mit dem Blick auf die Religionsmündigkeit als freiwilliges Fach in den Fächerkanon aufgenommen, steht also „gleichberechtigt“ neben Ethik; diese Kombination würde letztlich eine „uferlose und unüberschaubare“ Diskussion mit weiteren Religionsstunden anderer Religionen ausschließen.

Die andere Kollegin, sie erteilt evangelische Religion, stellte mir bedingungslos ihre Unterrichtsstunde zur Verfügung, damit ich für dieses Buch eine bisher unberücksichtigte Schüler – und Altergruppe einbinden kann.

Zusammenfassung der Kapitel

Kapitel 1 Religionsunterricht: Dieses Kapitel behandelt die verfassungsrechtlichen Grundlagen und die variierende Organisation des Religionsunterrichts in den deutschen Bundesländern sowie spezifische Modellentwicklungen.

Kapitel 2 Ethikunterricht: Hier wird der Ethikunterricht definiert, seine historische Entwicklung sowie seine Rolle als Ersatzfach in verschiedenen deutschen Bundesländern analysiert.

Kapitel 3 Religionsunterricht: Dieses umfangreiche Kapitel widmet sich der rechtlichen Absicherung, der kirchlichen Mitbestimmung und der inhaltlichen Ausrichtung des Religionsunterrichts sowie dessen Geschichte und gesellschaftlicher Bedeutung.

Kapitel 4 Ethikunterricht: Der Fokus liegt auf der alltäglichen Unterrichtspraxis, der Problematik der fachfremden Erteilung und der Bedeutung von Präventionsarbeit in Schule und Unterricht.

Kapitel 5 Religionsunterricht: Es werden die didaktischen und inhaltlichen Ziele des Religionsunterrichts, das Selbstverständnis der Religionspädagogik und die Praxis der Lehrkräfte detailliert erörtert.

Kapitel 6 Religionsunterricht und Ethikunterricht im Vergleich: Dieses Kapitel stellt beide Fächer gegenüber, vergleicht ihre Profile, Argumente für ihre jeweilige Existenzberechtigung und diskutiert die Möglichkeiten der Kooperation.

Schlüsselwörter

Religionsunterricht, Ethikunterricht, Grundgesetz, Religionsmündigkeit, Schöpfung, Ethik, Pädagogik, Didaktik, Interreligiöser Dialog, Wertebildung, Konfession, Religionsdidaktik, Schulen, Lehrerbildung, Präventionsarbeit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Publikation primär?

Das Buch analysiert die Entwicklung, den rechtlichen Status und die didaktische Praxis von Religions- und Ethikunterricht an deutschen Schulen und beleuchtet das Spannungsfeld zwischen staatlichem Bildungsauftrag und kirchlicher Mitwirkung.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Zu den zentralen Themen gehören verfassungsrechtliche Rahmenbedingungen, die Konkurrenz oder Kooperation von Religions- und Ethikunterricht, die Lehrerausbildung und die didaktische Gestaltung konkreter Unterrichtseinheiten.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, eine sachliche Grundlage für die Diskussion um die Sinnhaftigkeit und Ausgestaltung dieser Fächer in der modernen Schule zu bieten, ohne pauschale Verurteilungen auszusprechen.

Welche wissenschaftliche Methodik kommt zum Einsatz?

Der Autor nutzt eine Kombination aus rechtlicher Analyse, historischem Rückblick, empirischen Einblicken in die Schulpraxis sowie didaktischen Reflexionen und Unterrichtsbeispielen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Auseinandersetzung mit der Situation des Religions- und Ethikunterrichts, vergleicht deren Ansätze und präsentiert konkrete Praxisbeispiele zur Unterrichtsgestaltung.

Welche Schlüsselbegriffe prägen die Arbeit?

Begriffe wie Religionsmündigkeit, Konfessionalität, interreligiöser Dialog, Werteorientierung und schulpädagogische Verantwortung sind zentral für das Verständnis der Argumentation.

Wie bewertet der Autor die Rolle des Ethikunterrichts?

Der Autor hinterfragt, ob Ethikunterricht lediglich eine Notlösung für vom Religionsunterricht abgemeldete Schüler ist, oder ob er als gleichberechtigtes, kompetenzorientiertes Fach zu verstehen ist.

Welchen Stellenwert nimmt die konfessionelle Kooperation ein?

Die Kooperation zwischen den Konfessionen sowie zwischen Religions- und Ethikunterricht wird als produktive Möglichkeit diskutiert, um den Bildungsauftrag der Schule in einer pluralistischen Gesellschaft zu erfüllen.

Ende der Leseprobe aus 385 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Ethikunterricht. Ein adäquater Ersatz für den Religionsunterricht oder Feigenblattfunktion?
Untertitel
Eine Auseinandersetzung mit den Gedanken und Zielen des Ethikunterrichts in Theorie und Praxis
Veranstaltung
Evangelische Theologie
Autor
Religionspädagoge Günter-Manfred Pracher (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
385
Katalognummer
V294020
ISBN (eBook)
9783656918806
ISBN (Buch)
9783656918813
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Religion Ethik Verantwortung Lehrplan Gesetzeslage Unterrichtsmodelle Rechte Kirchengesetze Freiwilligkeit
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Religionspädagoge Günter-Manfred Pracher (Autor:in), 2015, Ethikunterricht. Ein adäquater Ersatz für den Religionsunterricht oder Feigenblattfunktion?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/294020
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