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Paris, die Hauptstadt des 19. Jahrhunderts. Die Transformation der Stadt als Notwendigkeit zur Genese des Flaneurs

Titel: Paris, die Hauptstadt des 19. Jahrhunderts. Die Transformation der Stadt als Notwendigkeit zur Genese des Flaneurs

Essay , 2014 , 8 Seiten , Note: unbenotet

Autor:in: Bachelor of Arts Nicole Heubach (Autor:in)

Kulturwissenschaften - Europa
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Die vorliegende Arbeit möchte aufzeigen, welche Entwicklungen nötig waren, um eine für das 19. Jahrhundert typische Kulturfigur wie den Flaneur auf den Plan zu rufen. Dabei bezieht sie sich vor allem auf Walter Benjamins Passagenwerk sowie Texte von Charles Baudelaire, um diese Entwicklungen und gesellschaftlichen Veränderungen an Beispielen festzumachen. Die "Haussmannisierung" der Stadt Paris und die darauf folgende Möblierung der Stadt schufen den notwendigen Platz und das Ambiente für diesen sozialen Charakter.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Paris, die Hauptstadt des 19. Jahrhunderts: Die Transformation der Stadt als Notwendigkeit zur Genese des Flaneurs

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Diese Arbeit untersucht die Entstehung und Bedeutung der Figur des Flaneurs im Kontext der radikalen städtebaulichen und gesellschaftlichen Transformation von Paris im 19. Jahrhundert. Im Zentrum steht dabei die Frage, wie die Modernisierung der urbanen Infrastruktur, die Entstehung der Moderne und der ständige Wandel der Großstadt als notwendige Voraussetzungen für das Aufkommen und die Lebensphilosophie des Flaneurs fungierten.

  • Wechselwirkung zwischen Industrialisierung, Moderne und dem Entstehen der Großstadt
  • Der Flaneur als kulturelles Phänomen, Beobachter und Symbol der urbanen Lebensweise
  • Die Rolle der Passagen und Boulevards als neue soziale Räume und Bühnen
  • Die "Hausmannisierung" von Paris und deren Auswirkungen auf das soziale Gefüge
  • Vergleich und Übertragung des Phänomens auf andere Metropolen wie Berlin

Auszug aus dem Buch

Paris, die Hauptstadt des 19. Jahrhunderts: Die Transformation der Stadt als Notwendigkeit zur Genese des Flaneurs

Das 19. Jahrhundert ist eng verknüpft mit der Entstehung zweier Größen, die untrennbar miteinander verbunden sind: Die Großstadt und die Moderne. Das moderne Lebenskonzept ist ohne die Großstadt nicht denkbar, es ist fest im urbanen Lebensraum verankert. Industrialisierung und zunehmende Landflucht – die Fabriken der Stadt boten der ärmlichen Landbevölkerung Arbeit und das Versprechen eines besseren und freieren Lebens – liessen die Städte in rasendem Tempo wachsen. Der Bau von Eisenbahnen erhöhte die Mobilität und beschleunigte den Lebensrhythmus ebenso wie die zur Arbeitserleichterung und Produktionsverbeserung gebauten Maschinen. Der Bewohner dieser sich ständig weiter entwickelnden und immer schneller werdenden frühen Metropolen sieht sich einer Flut neuer Reize und Informationen ausgesetzt, die ihn gefordert und in vieler Hinsicht auch überfordert haben müssen, wie die ab der Mitte des 19. Jahrhunderts als Nebenprodukt des städtischen Lebens auftretenden Nervenkrankheiten beweisen.

Die Figur des Flaneurs ist ein Phänomen dieser Zeit, dass es ohne die Genese der Großstadt vermutlich so nie gegeben hätte.

Die Straßen durchstreifend, jagte der Flaneur durch die Stadt auf der Suche nach Eindrücken, immer isoliert und doch mittendrin, als Beobachter und Beobachteter. Der Schnelllebigkeit der anbrechenden Moderne setzte er eine fast schildkrötenhafte bewußte Langsamkeit entgegen, die auf den gehetzten Städter eine nahezu provozierende Wirkung gehabt haben muss, signalisierte sie doch ein Übermaß an Zeit, die dieser Lebemann in den Müßiggang investieren konnte, während der Normalbürger zwischen Arbeit und Privatem hin- und herhetzte.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Paris, die Hauptstadt des 19. Jahrhunderts: Die Transformation der Stadt als Notwendigkeit zur Genese des Flaneurs: Dieses Kapitel beleuchtet die Entstehung der modernen Metropole im 19. Jahrhundert und analysiert, wie die rasanten sozialen und infrastrukturellen Veränderungen in Paris die spezifische Figur des Flaneurs als Beobachter und Konsument urbaner Räume hervorbrachten.

Schlüsselwörter

Flaneur, Paris, Moderne, Großstadt, Urbanität, Industrialisierung, Walter Benjamin, Flanerie, Stadtplanung, Haussmann, Bourgeoisie, Konsum, Stadtraum, Beobachtung, Zeitgeist

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit primär?

Die Arbeit untersucht die Entstehung und Bedeutung des Flaneurs als kulturelle Figur im Paris des 19. Jahrhunderts unter dem Einfluss der aufkommenden Moderne.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Themenfelder umfassen die Urbanisierung, die architektonische Umgestaltung durch Haussmann, die Soziologie des öffentlichen Raums und die Rolle des Flaneurs als distanzierter Beobachter.

Was ist die zentrale Forschungsfrage der Untersuchung?

Die Arbeit fragt nach den notwendigen Bedingungen – insbesondere der städtischen Transformation –, die zur Genese des Flaneurs führten und wie dieser auf die Moderne reagierte.

Welche methodische Herangehensweise wird verfolgt?

Es handelt sich um eine kulturwissenschaftliche Analyse, die primär literarische Quellen und theoretische Schriften (wie die von Walter Benjamin oder Baudelaire) nutzt.

Was wird im inhaltlichen Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die räumlichen Veränderungen durch Passagen und Boulevards sowie den Wandel der sozialen Identität des Flaneurs von einem aristokratischen Müßiggänger zu einem bürgerlichen Beobachter.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Zentrale Begriffe sind neben dem Flaneur vor allem die Modernité, die Großstadt als Lebensraum, die Konsumkultur und der städtische Strukturwandel.

Wie bewertet die Autorin die Rolle von Haussmanns Umbau für den Flaneur?

Der Umbau wird als notwendiger Einschnitt verstanden, der das mittelalterliche Labyrinth durch großzügige Boulevards ersetzte, was neue Möglichkeiten für das Beobachten und "Gesehenwerden" bot.

Warum wird Berlin im Text als Vergleich angeführt?

Berlin dient als Beispiel für eine andere Stadt im Umbruch, um zu verdeutlichen, dass das Phänomen des Flaneurs nicht exklusiv an Paris gebunden war, sondern überall dort auftrat, wo sich moderne Strukturen rasch entwickelten.

Ende der Leseprobe aus 8 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Paris, die Hauptstadt des 19. Jahrhunderts. Die Transformation der Stadt als Notwendigkeit zur Genese des Flaneurs
Hochschule
Universität des Saarlandes
Veranstaltung
Kulturtheorie
Note
unbenotet
Autor
Bachelor of Arts Nicole Heubach (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
8
Katalognummer
V294086
ISBN (eBook)
9783656917533
ISBN (Buch)
9783656917540
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Flaneur Paris Haussmann Boulevard Passagen Großstadt Lebenskonzept Victor Hugo Walter Benjamin Charles Baudelaire Typus Kulturfiguren Sozialcharaktere
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Bachelor of Arts Nicole Heubach (Autor:in), 2014, Paris, die Hauptstadt des 19. Jahrhunderts. Die Transformation der Stadt als Notwendigkeit zur Genese des Flaneurs, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/294086
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Leseprobe aus  8  Seiten
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