Hintergrund: Demenz ist ein ernst zunehmendes Problem des Gesundheitswesens. Weltweit sind ca. 35 Millionen Menschen davon betroffen und die Anzahl der Erkrankten soll sich bis zum Jahre 2050 verdoppelt haben. Schmerzen, Schluckstörungen und Angst sind nur ein Auszug an Beschwerden, die diese fortschreitende Erkrankung mit sich bringt. Palliative Care ist hierbei ein Ansatz zur Verbesserung der Lebensqualität.
Das Ziel dieser Literaturarbeit ist es, auf die Herausforderungen, denen sich Pflegende in der Palliative Care bei der Betreuung von Menschen mit dementieller Erkrankung und deren Angehörigen stellen, aufmerksam zu machen.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Methodik
2.1 Forschungsfrage
2.2 Literaturrecherche
3 Ergebnisse
3.1 Tabellarische Darstellung der Studien
3.2 Synthese der einbezogenen Studien
3.2.1 Demenz – eine terminale Erkrankung
3.2.2 Kommunikation mit Patienten und deren Angehörigen
3.2.3 Prognose, Assessment und Symptommanagement
3.2.4 Schmerz
3.2.5 Essen, Trinken und Schlucken
3.2.6 Medizinische Interventionen bei Infektionen
3.2.7 Moralische und ethische Herausforderungen
3.3 Zusammenfassung der Ergebnisse
4 Diskussion
4.1 Prognose, Assessment und Symptommanagement
4.2 Ethische und moralische Herausforderungen
4.3 Limitationen
4.4 Relevanz für die Pflegepraxis
4.5 Relevanz für die Pflegeforschung
Zielsetzung & Themen
Das primäre Ziel dieser Arbeit ist es, die spezifischen Herausforderungen zu identifizieren und zu beleuchten, mit denen Pflegepersonen in der Palliative Care bei der Betreuung von Menschen mit dementieller Erkrankung konfrontiert sind, um hierfür ein größeres Bewusstsein zu schaffen.
- Herausforderungen in der Kommunikation mit Patienten und Angehörigen
- Prognosefindung und Symptommanagement bei Demenz
- Ethische und moralische Aspekte in der palliativen Pflege
- Wissensdefizite und Notwendigkeit der professionellen Ausbildung
- Integration von Instrumenten wie Patientenverfügungen und Behandlungsplänen
Auszug aus dem Buch
3.2.1 Demenz – eine terminale Erkrankung
Aus den Ergebnissen aller verwendeten Studien dieser Arbeit (Johnson et al., 2009; Chang et al., 2009; Lawrence et al., 2011; Birch, Draper, 2008; Sampson, 2010; Ouldred, Bryant, 2008; Gerhard, Bollig, 2007; Barber, Murphy, 2011; Sachs et al., 2004; Peacock, 2008) ist deutlich zu vernehmen, dass Demenz nicht als terminale Erkrankung angesehen wird. Birch, Draper (2004) und Sachs et al. (2004) sehen einen Grund hierfür, dass die Zeitspanne zwischen Diagnose und Tod normalerweise länger ist, als wie vergleichsweise bei Krebspatienten. Sachs et al. (2004) berichten in ihrer Studie darüber, dass der Zeitraum zwischen Diagnose und Tod meistens vier bis neun Jahre beträgt. Weiters schreiben die Autoren, dass wenn Demenz im Anfangsstadium oder im Mild cognitive impairment state diagnostiziert wird, diese Spanne noch größer wird und es so für Angehörige und Personen in Gesundheitsberufen noch schwieriger ist, Demenz als eine Erkrankung anzusehen, an der man stirbt.
Einen weiteren Grund warum Demenz nicht als terminale Erkrankung angesehen wird, sehen Sachs et al. (2004) darin, dass obwohl das Verständnis gegeben ist, dass Demenz eine fortschreitende, unheilbare Erkrankung ist, viele diese nicht als Todesursache sehen. Häufig sterben Menschen mit Demenz an Erkrankungen wie Pneumonie, koronare Herzkrankheiten oder Harnwegsinfekten. Vielen ist dabei nicht bewusst, dass Demenz die eigentliche Ursache für den Tod ist (Sachs et al., 2004).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einführung thematisiert die demografische Alterung und die damit verbundene steigende Relevanz der Demenzproblematik im Gesundheitswesen.
2 Methodik: Hier wird die systematische Literaturrecherche erläutert, die als methodische Grundlage zur Beantwortung der Forschungsfrage dient.
3 Ergebnisse: Dieses Kapitel stellt die identifizierten Studien dar, synthetisiert deren Erkenntnisse zu Themen wie Symptommanagement und Ethik und fasst diese zusammen.
4 Diskussion: Die Ergebnisse werden kritisch hinterfragt, deren Relevanz für die Praxis und Forschung dargelegt sowie Limitationen der Arbeit aufgezeigt.
Schlüsselwörter
Palliative Care, Demenz, Herausforderungen, Pflege, Symptommanagement, Kommunikation, Ethik, Patientenverfügung, Ausbildung, Lebensqualität, Prognose, Pflegepraxis, Pflegeforschung, terminale Erkrankung, interprofessionelle Zusammenarbeit
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Bachelorarbeit untersucht die Herausforderungen, denen sich Pflegepersonal in der palliativen Betreuung von Menschen mit fortgeschrittener Demenz stellen muss.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die Arbeit behandelt unter anderem die Kommunikation mit Patienten und Angehörigen, das Symptom- und Schmerzmanagement, ethische Dilemmata sowie die Bedeutung von Patientenverfügungen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, auf Basis einer systematischen Literaturrecherche ein Bewusstsein für die spezifischen Probleme und Anforderungen in der Palliativpflege bei Demenz zu schaffen.
Welche wissenschaftliche Methode wurde angewandt?
Es wurde eine systematische Literaturrecherche durchgeführt, bei der zehn relevante Studien aus verschiedenen Datenbanken ausgewählt, bewertet und analysiert wurden.
Welche Inhalte werden im Hauptteil fokussiert?
Der Hauptteil gliedert sich in eine tabellarische Darstellung und eine inhaltliche Synthese der Studien zu Themen wie Prognosestellung, Schmerzassessment und medizinischen Interventionen.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Zentrale Begriffe sind Palliative Care, Demenz, Herausforderungen, Symptommanagement und pflegerische Kompetenz.
Warum wird Demenz laut der Arbeit oft nicht als terminale Erkrankung wahrgenommen?
Dies liegt primär an der langen Zeitspanne zwischen Diagnose und Tod sowie an unregelmäßigen Krankheitsverläufen im Vergleich zu onkologischen Erkrankungen.
Welche Rolle spielt die Kommunikation in der palliativen Demenzbetreuung?
Da die Kommunikationsfähigkeit der Patienten mit fortschreitender Demenz abnimmt, entstehen erhebliche Barrieren für das Assessment von Schmerzen und Bedürfnissen, was das Pflegepersonal stark fordert.
Was ist die Kernforderung in Bezug auf die Ausbildung?
Die Autorin fordert eine Vertiefung der Ausbildungsinhalte bezüglich Demenz und Palliative Care, um Pflegekräften mehr Sicherheit und Autonomie im Umgang mit ethisch schwierigen Situationen zu geben.
- Quote paper
- Lisa Sandgruber (Author), 2015, Palliative Care bei Menschen mit dementieller Erkrankung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/294114