Implizite Theorien zur Kreativität. Kreative Wertschätzung, angeborene Kreativität, Kreativitätstraining, kreative Selbstwirksamkeit und Kreativitätsniveau

Eine Befragung


Studienarbeit, 2015
22 Seiten, Note: 1,7

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

1. Abstract

2. Einleitung
2.1. Theoretischer Hintergrund
2.1.1. Kreative Problemlösung (CPS-Model)
2.1.2. Das 4-C-Modell der Kreativität
2.2. Forschungsfragestellungen und Hypothesen

3. Methode
3.1. Stichprobe
3.2. Untersuchungsdesign / Vorgehen
3.3. Instrumente
3.4. Gewählte statistische Verfahren

4. Ergebnisse
4.1. Häufigkeitsverteilung und Deskriptives Ergebnis (inklusive Reliabilität testen)
4.2. Ergebnisse bzgl. der Hypothesen mit Korrelationsanalyse
4.3. Ergebnisse bzgl. der Hypothesen mit Regressionsanalyse
4.4. Ergebnisse bzgl. der Hypothesen mit t-Test
4.5. Ergebnisse bzgl. der Hypothesen mit nominalen Variablen / Chi²

5. Diskussion
5.1. Interpretation der Ergebnisse
5.2. Implikation der Ergebnisse
5.3. Limitationen und zukünftige Forschungen

6. Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: „Modellübersicht Regressionsanalyse KSW-Küben“

Abbildung 2: „ANOVA Regressionsanalyse KSW-Küben“

Abbildung 3: „Koeffizienten Regressionsanalyse KSW-Küben“

Abbildung 4: „Modellübersicht Regressionsanalyse Kreativität-Kgen“

Abbildung 5: „ANOVA Regressionsanalyse Kreativität-Kgen“

Abbildung 6: „Koeffizienten Regressionsanalyse Kreativität-Kgen“

Abbildung 7: „Kreuztabelle Geschlecht-Henne-Kuh-Gras“

Abbildung 8: „Chi-Quadrat-Test“

Tabellenverzeichnis

Tabelle 1: „Standarddeskriptivtabelle“

Tabelle 2: „t-Testtabelle“

1. Abstract

Die Grundlage der folgenden Arbeit bildet die länderübergreifende EMCI 2014 Umfrage des Erasmus IP Projektes der Hochschule für angewandtes Management in Erding. Das Thema dieser Umfrage lautet wie folgt: „Implizite Theorien zur Kreativität: Die deutsche Perspektive.“ Frau Prof. Dr. Lisa Min Tang hat dafür selbst einen Fragebogen entwickelt. Teilnahmeberechtigt für diese Studie waren demnach alle deutschen Staatsbürger, die mindestens 18 Jahre alt sind und mindestens 20 Stunden pro Woche arbeiten. Ziel der Studie ist es herauszufinden, welche typischen Wahrnehmungen und Theorien über Kreativität deutsche Arbeitnehmer haben. Dazu wurden Zusammenhänge zwischen dem Geschlecht, dem Alter, der kreativen Wertschätzung, der angeborenen Kreativität sowie dem Kreativitätstraining der befragten Personen untersucht und auf die Vorhersage ihrer kreativen Selbstwirksamkeit und ihres Kreativitätniveaus überprüft. Des Weiteren sollen mögliche Unterschiede zwischen Männern und Frauen herausgefunden werden. Anhand von ausgewählten statistischen Verfahren werden diese Forschungsfragestellungen und die daraus abgeleiteten Hypothesen in der nachfolgenden Arbeit überprüft.

The basis for the following assignment is formed by the transnational EMCI 2014 survey of the Erasmus IP Project of the University of Applied Management in Erding. The issue of this survey is called: „Implicit theories of creativity: the german perspective.“ Mrs. Prof. Dr. Lisa Min Tang therefore developed a servey on her own. Eligible for this study was every german citizen, who was at least 18 years old and worked a minimum of 20 hours per week. The goal of this study ist to find out, which typical perceptions and theories german employees have about creativity. Therefore relations between sex, age, creative appreciation, inherent creativity and creative training of the interviewed persons were analysed and tested about the prediction of creative self-efficacy and niveau of creativity. Furthermore possible differences between men and women should also be found out. With the help of elected statistic methods these research questions and the consequential derivated hypotheses will be tested in the following assignment.

2. Einleitung

Im Folgenden sollen zunächst theoretische Grundlagen und Hintergründe erläutert werden. Es wird auf das 4-C-Modell der Kreativität sowie auf das Kreative Problemlösungsmodel (CPS) eingegangen. Anhand dieser Modelle soll ein besseres Verständnis der vorliegenden Arbeit ermöglicht werden. Ebenso werden die Forschungsfragestellungen mit den daraus abgeleiteten Hypothesen vorgestellt.

2.1. Theoretischer Hintergrund

Der Begriff der Kreativität ist sehr weitreichend und komplex. Es verwundert daher also nicht, dass es zahlreiche Definitionen von Kreativität gibt. Nach Steiner ist Kreativität die systemspezifische Fähigkeit eines Individuums oder eines kollaborativen Systems, etwa einer Gruppe, originäre Leistungen zu erbringen.1 Sehr ähnlich definiert Csikszentmihalyi den Begriff der Kreativität. Für ihn ist diese jede Handlung, Idee oder Sache, die eine bestehende Domäne verändert oder in eine neue Domäne verwandelt.2 Nachfolgend werden zwei Kreativitätsmodelle näher betrachtet. Diese sollen einen kurzen Einblick in die vielschichtige Thematik der Kreativität ermöglichen und für ein besseres Verständnis dieser Forschung dienen.

2.1.1. Kreative Problemlösung (CPS-Model)

Für viele Gelehrte der Kreativität ist der Zweck ihrer Forschung, ein besseres Verständnis für die Kreativität zu ermöglichen, so dass diese Erkenntnisse zur leichteren Nutzung kreativen Denkens genutzt werden können. Angesichts des anwendungsorientierten Charakters der Kreativität ist es nicht verwunderlich, dass Individuen Modelle des kreativen Prozesses geschaffen haben, die dazu bestimmt sind, kreative Lösungen für ein Problem zu finden. Das Creative Problem Solving Model (CPS-Model) wurde ursprünglich von Alex Osborn entwickelt und soll die Essenz des kreativen Prozesses erfassen. Durch diesen Ansatz kann kreatives Denken gezielt angewendet werden, um Probleme zu lösen. Viele Schriftsteller waren der Meinung, dass die Kreativität der Mitarbeiter eines Unternehmens entscheidend für die unternehmerische Innovation ist und dass die Innovation wiederum elementär für den Unternehmenserfolg ist. Daher waren große Unternehmen die wichtigsten Anwendungsbereiche des CPS-Models. Eine Befragung von Ekvall bestätigt diese Wichtigkeit. 85% der von ihm interviewten Ingenieure berichteten, dass Kreativitätsmethoden wie das CPS-Model einen stark positiven Einfluss auf ihre Kreativität hatten. Das CPS-Model wird als eine strukturierte Methode dargestellt, die verwendet wird, um kreatives Denken bei Einzelpersonen sowie Teams zu verbessern. Osborn beschrieb CPS als einen Prozess, bestehend aus drei aufeinander aufbauenden Phasen.

(1) Fact-Finding (2) Idea-Finding (3) Solution-Finding

Diese drei Phasen müssen während eines kreativen Prozesses immer absolviert werden. Zudem ist Brainstorming eines von vielen Werkzeugen, die im Prozess des CPS-Models enthalten sind. Durch Brainstorming wird speziell divergentes Denken in Gruppen verbessert. Obwohl verschiedene Autoren das CPS-Model unterschiedlich beschrieben haben, gibt es zwei grundlegende Merkmale, die in allen Ansätzen gleichermaßen existieren.

Erstens: Der CPS Prozess besteht aus mehreren Schritten, die die elementären Schritte, welche mit dem kreativen Akt in Verbindung gebracht werden, festhalten. Dazu zählt die Notwendigkeit Probleme zu definieren, Ideen zu generieren, Ideen in Lösungen umzuwandeln und daraus Aktionspläne zu konstruieren.

Zweitens: Alle CPS-Models besitzen ein Gleichgewicht zwischen divergentem (Ideenfindung) und konvergentem (Ideenauswahl) Denken in jedem Schritt des Prozesses. Dieses dynamische Gleichgewicht ist das Markenzeichen des CPS-Models.3

2.1.2. Das 4-C-Modell der Kreativität

Das 4-C-Modell wurde von James C. Kaufman und Ronald A. Beghetto entwickelt. Es soll zum einen helfen, umstrittene Fragen über die Natur der Kreativität zu beantworten. Zum anderen soll es ebenso dabei helfen, die Natur der Kreativität besser artikulieren zu können. Die meisten Untersuchungen der Kreativität nehmen traditionell eine von zwei möglichen Richtungen an. Die erste Richtung ist fokussiert auf eine bedeutende, besondere Kreativität. Die Ziele dabei sind, etwas über kreative Genies zu lernen und diskutieren zu können, welche kreativen Werke möglicherweise für immer bestehen bleiben. Die kreative Größe kann studiert werden, indem die Lebensinhalte von bekannten kreativen Personen analysiert werden oder auch durch das interviewen von namhaften Individuen. Diese Arten von Studien und Theorien werden typischerweise als Studium der Big-C Kreativität bezeichnet. Die zweite vorherrschende Richtung hat ihren Fokus auf der alltäglichen Kreativität, also auf solchen Aktivitäten, die eine durchschnittliche Person im täglichen Leben zu absolvieren hat. Oft werden für solche Studien der alltäglichen Kreativität Studenten oder Kinder analysiert. Diese Studien und Theorien werden als Studium der little-c Kreativität bezeichnet. Um der breiteren Masse an Interessenten gerecht zu werden, wurden zwei weitere Komponenten eingeführt. Der mini-c Ansatz und der pro-c Ansatz. Dadurch gab es nun zwei Möglichkeiten mehr, für die Einordnung in eine bestimmte Komponente. Die Wahrscheinlichkeit einer falschen Einordnung in den Big-C oder little-c Ansatz wurde somit deutlich reduziert.

Big-C Ansatz: Nach Kaufman und Beghetto besteht die Big-C Kreativität aus klaren, herausragenden kreativen Beiträgen. Darunter zählen zum Beispiel klassische Opernkomponisten, deren Werke über Jahrhunderte bestehen blieben oder auch Gewinner von prestigeträchtigen Auszeichnungen für ihre kreative Leistungen. Sie waren jedoch der Meinung, dass diese Art von Kreativität eher durch intensives bewusstes Training als durch eine besondere Begabung beeinflusst wird.

Little-C Ansatz: Der little-C Ansatz ist das Gegenstück zum Big-C Ansatz und beschäftigt sich mit den alltäglichen Aktivitäten normaler Menschen. Jeder kennt solche Situationen im Leben, in denen er zum Beispiel aus einem Blatt Papier etwas kreatives bastelt oder eine kreative Lösung für ein tägliches Problem findet. Die alltägliche Kreativität tritt nahezu jeden Tag auf und betrifft jeden gleichermaßen.

Mini-C Ansatz: Der mini-c Ansatz wird als neue und persönlich sinnvolle Interpretation von Erfahrungen, Aktionen und Veranstaltungen definiert. Diese Kategorie wurde eingeführt, um die Kreativität, welche in einem Lernprozess vorgegeben ist, zu erfassen. Durch dieses neue Kreativitätsniveau werden Verluste oder Vernachlässigungen des kreativen Potenzials geschützt.

Pro-C Ansatz: Diese Kategorie beinhaltet alle Personen, die eine gewisse Professionalität an den Tag legen und alle Voraussetzungen für eine geniale Kreativität besitzen, jedoch bis jetzt keine herausragenden Ergebnisse erzielen konnten. Ein Beispiel hierfür ist ein professioneller Koch, der seinen Lebensunterhalt mit kochen verdient, den Beruf aber nicht revolutioniert hat.4

2.2. Forschungsfragestellungen und Hypothesen

Nun werden die Forschungsfragestellungen im Einzelnen vorgestellt und entsprechende Hypothesen daraus abgeleitet. In der Forschung wurde nach der Meinung der Befragten zu folgenden Themen gefragt:

1. Muss die kreative Leistung groß genug sein, damit man die wertschätzen kann?
2. Ist Kreativität möglich für normale Menschen, oder ist sie die besondere Begabung einiger weniger Genies?
3. Kann man durch Training kreativ werden?
4. In welchem Ausmaß eignen sich die Aussagen der Befragten zu diesen Fragenfeldern zur Vorhersage ihrer kreativen Selbstwirksamkeit und ihres Kreativitätsniveaus?
5. In wie weit treten hier Unterschiede zwischen Männern und Frauen auf?5

Aus diesen Forschungsfragestellungen werden drei Hypothesen abgeleitet, welche später anhand verschiedener Methoden überprüft werden. Die drei Hypothesen sind nachfolgend aufgelistet:

1. Je mehr man denkt, dass die Kreativität eine besondere Begabung einiger weniger Genies ist, desto weniger kreativ ist man selbst!
2. Wenn man denkt, dass man durch Training kreativ werden kann, dann bestitzt man eine höhere kreative Selbstwirksamkeit!
3. Männer denken mehr als Frauen, dass die kreative Leistung groß genug sein muss, damit man sie wertschätzen kann!

3. Methode

Im Methodenteil wird zunächst der Stichprobenrahmen beschrieben und anschließend das Untersuchungsdesign sowie das Vorgehen erläutert. Zudem wird auf die verwendeten Forschungsinstrumente näher eingegangen und die gewählten statistischen Verfahren werden im Einzelnen vorgestellt.

[...]


1 Steiner, Gerald 2011, S. 12f.

2 Csikszentmihalyi, Mihaly1999, S. 27.

3 Puccio, Gerard J. / Firestine Roger L. / Coyle, Christina / Masucci, Cristina 2006, S. 19ff.

4 Kaufman, James C. / Beghetto, Ronald A. 2009, S. 1ff.

5 Hochschule für angewandtes Management 2015, S. 2.

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten

Details

Titel
Implizite Theorien zur Kreativität. Kreative Wertschätzung, angeborene Kreativität, Kreativitätstraining, kreative Selbstwirksamkeit und Kreativitätsniveau
Untertitel
Eine Befragung
Hochschule
Hochschule für angewandtes Management GmbH
Note
1,7
Autor
Jahr
2015
Seiten
22
Katalognummer
V294165
ISBN (eBook)
9783656919575
ISBN (Buch)
9783656919582
Dateigröße
831 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kreativität, Theorien, Implizite Theorien, Deutschland, deutsche Perspektive, kreative Wertschätzung, Kreativitätstraining, angeborene Kreativität, Genies, Selbstwirksamkeit, Kreativitätsniveau
Arbeit zitieren
Stefan Still (Autor), 2015, Implizite Theorien zur Kreativität. Kreative Wertschätzung, angeborene Kreativität, Kreativitätstraining, kreative Selbstwirksamkeit und Kreativitätsniveau, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/294165

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