Diese Arbeit bietet einen Überblick zum Asperger Syndrom bei Kindern und Jugendlichen. Neben einer kurzen Einführung in die Geschichte und die Ursachen des Asperger Syndroms, werden seine typischen Merkmale und die Möglichkeiten zur Integration von Kindern mit Asperger Syndrom in die Schule erläutert.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Definition
3. Autismus ist nicht gleich Autismus
4. Hauptteil
4.1 Entdeckung des Asperger Syndrom
4.2 Ursachen
4.3 Häufigkeit
4.4 Typische Merkmale
4.4.1 Soziale Beeinträchtigung
4.4.2 Eingegrenzte Interessen
4.4.3 Repetitive Routine
4.4.4 Besonderheiten der Sprache
4.4.5 Non – verbale Kommunikationsprobleme
4.4.6 Motorische Unbeholfenheit
4.5 Förderung und Therapie
5. Integration in der Schule
6. Persönliche Meinung
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit verfolgt das Ziel, das Asperger-Syndrom als neurologische Entwicklungsstörung zu charakterisieren und die komplexen Herausforderungen der schulischen Integration betroffener Kinder und Jugendlicher kritisch zu beleuchten.
- Grundlegende Definition und Differenzierung innerhalb des Autismus-Spektrums
- Historische Entdeckung und wissenschaftlich anerkannte Ursachenfaktoren
- Klinische Symptomatik und Verhaltensmerkmale bei Betroffenen
- Therapeutische Ansätze zur Förderung der sozialen Kompetenzen
- Debatte um die Vor- und Nachteile von Regelschulen gegenüber Sonderschulen
Auszug aus dem Buch
Typische Merkmale
Für Aussenstehende ist das Asperger Syndrom auf den ersten Blick nicht erkennbar. Betroffene sehen normal aus, verhalten sich jedoch sonderbar. Folgende Merkmale respektive Beeinträchtigungen treten bei den meisten Betroffenen auf und zeigen sich in unterschiedlicher Ausprägung:
Soziale Beeinträchtigung: Eines der auffälligsten Merkmale ist die soziale Beeinträchtigung. Kinder mit AS wirken durch fehlenden Blickkontakt meist desinteressiert und vermitteln ihrem Gegenüber, dass sie lieber alleine währen. Ausserdem haben AS Kinder Schwierigkeiten, mit anderen zu interagieren und laden durch ihr isolierendes Verhalten andere auch nicht zur Interaktion ein. Vor allem in der Gruppe fällt es ihnen schwer, sich zu integrieren beziehungsweise integriert zu werden. Ebenso fehlt AS Kindern das Verständnis für soziale Regeln im Umgang mit anderen Menschen.
Eingegrenzte Interessen: Die meisten Menschen mit Aspergersyndrom haben ein Spezialinteresse: das kann beispielsweise Lesen, Zeichnen oder Schreiben sein. In diesem Gebiet fühlen sie sich besonders sicher und wirken damit wie Experten. AS Betroffenen ist es sehr wichtig, nicht dumm oder unfähig zu scheinen. Für viele ist ihr Spezialgebiet ein Mittel zur Entspannung, sie ziehen sich deshalb gerne damit zurück.
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Die Arbeit führt in das Krankheitsbild ein und verdeutlicht anhand einer Fallgeschichte die sozialen Schwierigkeiten von Kindern mit Asperger-Syndrom.
Definition: Das Kapitel definiert Asperger als Kontakt- und Kommunikationsstörung, die mit Auffälligkeiten in Mimik und Sprache einhergeht.
Autismus ist nicht gleich Autismus: Hier erfolgt eine tabellarische Abgrenzung zwischen frühkindlichem Autismus und dem Asperger-Syndrom.
Hauptteil: Dieser Abschnitt behandelt die Entdeckung durch Hans Asperger, mögliche genetische Ursachen, statistische Häufigkeiten sowie spezifische Verhaltensmerkmale und Fördermöglichkeiten.
Integration in der Schule: Es werden notwendige strukturelle Anpassungen diskutiert, um Kindern mit Asperger-Syndrom eine Teilhabe im Schulalltag zu ermöglichen.
Persönliche Meinung: Die Autorin wägt die Chancen und Risiken einer Regelschule ab und plädiert abschließend für eine spezialisierte Betreuung in Sonderschulen.
Schlüsselwörter
Asperger-Syndrom, Autismus, soziale Beeinträchtigung, Spezialinteressen, schwache zentrale Kohärenz, Inklusion, Regelschule, Sonderschule, Fördertherapie, Entwicklungsstörung, Kommunikation, motorische Unbeholfenheit, Schulintegration, Spiegelneuronen, Verhaltensauffälligkeiten.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die Symptomatik, die Ursachen und die Herausforderungen der schulischen Integration von Kindern mit Asperger-Syndrom.
Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?
Die zentralen Felder sind die medizinische Definition, die Abgrenzung zum frühkindlichen Autismus, die spezifischen Verhaltensmerkmale und die schulische sowie therapeutische Förderung.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, ein Verständnis für das Asperger-Syndrom zu schaffen und zu diskutieren, welches schulische Umfeld für die Entwicklung der Betroffenen am besten geeignet ist.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die auf wissenschaftlichen Publikationen, Internetquellen sowie persönlichen Erfahrungen im Rahmen einer Praxisarbeit basiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die historische Entdeckung, biologische Ursachenforschung, die Beschreibung der Symptome sowie Konzepte für Therapie und Schule.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit fokussiert sich insbesondere auf Asperger-Syndrom, soziale Interaktion, Spezialinteressen und die Frage der schulischen Integration.
Warum fällt Kindern mit Asperger die Interaktion in der Gruppe so schwer?
Aufgrund fehlender intuitiver Verständnisse für soziale Regeln und erschwertem Blickkontakt wirken sie oft desinteressiert, was eine soziale Integration innerhalb einer Gruppe behindert.
Warum empfiehlt die Autorin tendenziell eine Sonderschule?
Die Autorin argumentiert, dass speziell ausgebildetes Personal und eine auf die Bedürfnisse der Kinder abgestimmte Struktur dort leichter umsetzbar sind als in einer Regelschule.
Welche Rolle spielen Spezialinteressen bei Asperger-Betroffenen?
Spezialinteressen dienen den Kindern als Rückzugsort und Mittel zur Entspannung, in dem sie sich kompetent fühlen und Sicherheit gewinnen.
- Quote paper
- Seraina Mueller (Author), 2014, Das Asperger Syndrom bei Kindern und Jugendlichen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/294232