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Die Inszenierung des Waldes in Ronja Räubertochter

Titel: Die Inszenierung des Waldes in Ronja Räubertochter

Hausarbeit , 2014 , 19 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Clarissa Frenken (Autor:in)

Didaktik für das Fach Deutsch - Literatur, Werke
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Das Buch, Ronja Räubertochter, erschienen 1981, verfasst von der schwedischen Autorin Astrid Lindgren, erzählt von Ronja und Birk, die trotz der Zugehörigkeit von verfeindeten Räuberbanden die besten Freunde werden. Eine zentrale Rolle spielt in der Geschichte der Wald, in welchem sich Ronja und Birk nahezu pausenlos aufhalten. Der Wald und seine Bedeutung werden in dieser Hausarbeit anhand verschiedener Aspekte dargestellt und analysiert.
Zwei Jahre nach der Veröffentlichung des Buches erschien der gleichnamige Film. Bei diesem war die Buchautorin Astrid Lindgren auch als Drehbuchautorin tätig, Tage Danielsson als Regisseur.
In der folgenden Hausarbeit soll ein besonderes Augenmerk auf die Frage nach der Inszenierung des Waldes gelegt werden. Dabei werden sowohl Buch, als auch Film zurate gezogen. Einen detailierten Vergleich zwischen Buch und Film wird es nicht geben, da die beiden Medien inhaltlich kaum Unterschiede aufweisen.
Im ersten Kapitel „Ronja Räubertochter im Medienwechsel“, wird jedoch ein Überblick über die wenigen Unterschiede zwischen Buch und Film gegeben. Es folgt eine Erläuterung einiger romantischer Aspekte des Waldes bei Ronja Räubertochter. Anschließend wird der Wald hinsichtlich seiner Funktion als Distanzierungs-möglichkeit für Ronja und Birk von den Räubern untersucht. Der Wald erlaubt es den Kindern, sich vom Räuberleben ihrer Eltern abzugrenzen. Der Frage, weshalb sich die Kinder von ihren Familien abgrenzen, wird nachgegangen.
Der Wald als Lebensraum beschreibt die Bedeutung des Waldes für die Kinder, der mehr ist, als ein bloßer Aufenthaltsort, vielmehr bietet er ihnen ein Zuhause. Der autonome Kindheitsraum stellt das nächste Kapitel dar. Warum stellt der Wald einen Kindheitsraum dar? Im Wald reifen Ronja und Birk zu jungen Erwachsenen, wobei die Eltern den Wald so gut wie nie betreten. Mithilfe der exemplarischen Szenenanalyse werden die Kinder im Einklang mit der Natur dargestellt. Während dieser Szene leben die Räuberkinder in der Bärenhöhle...

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Ronja Räubertochter im Medienwechsel

3. Die romantische Inszenierung des Waldes

4. Der Wald als Ronjas und Birks Distanzierungsmöglichkeit von den Räubern

5. Der Wald als Lebensraum

5.1 Der Wald als autonomer Kindheitsraum

6. Exemplarische Szenenanalyse: Die Darstellung der Kinder in Einklang mit der Natur

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung und Inszenierung des Waldes als zentralen Kindheitsraum in Astrid Lindgrens „Ronja Räubertochter“. Dabei wird analysiert, wie der Wald sowohl im Buch als auch im Film als Rückzugsort dient, der Ronja und Birk eine Identitätsbildung außerhalb der elterlichen Räuberstrukturen ermöglicht und ihre Entwicklung hin zur Selbstständigkeit fördert.

  • Vergleichende Betrachtung von Buch und Film
  • Romantische Motive und Naturverherrlichung im Wald
  • Der Wald als moralischer und räumlicher Distanzierungsraum vom Räuberleben
  • Entwicklungspsychologische Bedeutung des Waldlebens für die Protagonisten
  • Analogie zwischen den Kindern und der Natur am Beispiel einer Filmszenenanalyse

Auszug aus dem Buch

6. Exemplarische Szenenanalyse: Die Darstellung der Kinder in Einklang mit der Natur

Im Folgenden werde ich exemplarisch eine Szene aus dem Film Ronja Räubertochter analysieren. Analysiert wird die Sequenz in Hinblick auf die Einstellungsgröße der Kamera, die Kameraperspektive, den Schnitt, die Kamerabewegung und auf die Musik. Ein besonderes Augenmerk liegt hier auf der Darstellung des Lebens im Wald bzw. der Bärenhöhle.

Während der Wald den Räuber ausschließlich zum Rauben dient, bietet er Ronja einen Lebensraum. Besonders wichtig wird dieser Lebensraum, als sie nach der Auseinandersetzung mit Mattis gemeinsam mit Birk in den Wald zieht und fortan in der Bärenhöhle lebt. Nun ist sie auf den Wald als Lebensraum angewiesen, sie sieht keine Möglichkeit, auf die Mattisburg zurück zu kehren. Jetzt ist der Wald ihr zuhause.

Die Szene, die Ronjas und Birks Leben in der Bärenhöhle zeigt, beginnt ab Minute 01:18:31. In der Nacht zuvor zogen die Kinder in der Bärenhöhle ein, nun ist der erste Morgen angebrochen. Beginnend wird in Großaufnahme ein Wassereimer gezeigt, dessen Oberfläche vereist ist. Durch das Eis, das dem Betrachter sofort ins Auge springt wird die Kälte in der Höhle offenbar. Birk muss erst mit einem harten Gegenstand die Eisoberfläche zerschlagen, um an das Wasser zu gelangen. Die Kameraperspektive ist die Obersicht, auch Aufsicht genannt. Ohne diese könnte der Zuschauer das Eis im Eimer nicht sehen und der Effekt, die Kälte der Höhle zu demonstrieren, wäre hinfällig.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik der Waldinszenierung in Ronja Räubertochter ein und definiert das Ziel, die Funktion des Waldes als Lebens- und Entwicklungsraum anhand von Buch und Film zu untersuchen.

2. Ronja Räubertochter im Medienwechsel: In diesem Kapitel wird aufgezeigt, wie originalgetreu der Film das Buch umsetzt, wobei minimale Unterschiede in der Dramaturgie und Charakterdarstellung durch die filmische Verharmlosung hervorgehoben werden.

3. Die romantische Inszenierung des Waldes: Der Abschnitt arbeitet die Bezüge zur Literaturepoche der Romantik heraus, insbesondere die Naturverherrlichung, die Personalisierung des Waldes und die intensive Gefühlswelt der Protagonisten.

4. Der Wald als Ronjas und Birks Distanzierungsmöglichkeit von den Räubern: Hier wird erläutert, wie der Wald als moralischer Gegenentwurf zur elterlichen Räuberburg fungiert und den Kindern einen friedlichen, eigenständigen Lebensweg abseits von Raubzügen ermöglicht.

5. Der Wald als Lebensraum: Das Kapitel analysiert den Wald als komplexen, phantastischen Lebensraum, der trotz saisonaler Gefahren für die Kinder eine notwendige Zuflucht und einen Ort für ihre Reifeprozesse darstellt.

5.1 Der Wald als autonomer Kindheitsraum: Hier wird der Wald als exklusives Territorium der Kinder definiert, das den Erwachsenen als Lebensraum verschlossen bleibt und somit die Ablösung vom Elternhaus fördert.

6. Exemplarische Szenenanalyse: Die Darstellung der Kinder in Einklang mit der Natur: Diese methodische Analyse untersucht mittels filmischer Parameter wie Kameraeinstellung und Schnitt, wie die Analogie zwischen den Kindern und der Natur visuell konstruiert wird.

7. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt, dass der Wald weit über eine bloße Kulisse hinausgeht und als zentrales Element für die Entwicklung, Freiheit und moralische Positionierung von Ronja und Birk fungiert.

Schlüsselwörter

Ronja Räubertochter, Astrid Lindgren, Waldinszenierung, Kindheitsraum, Romantik, Naturverbundenheit, Medienvergleich, Bärenhöhle, Entwicklungsraum, Distanzierung, Szenenanalyse, Filmanalyse, Freiheit, Lebensraum, Emanzipation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert, wie Astrid Lindgrens „Ronja Räubertochter“ den Wald als zentralen Handlungsort nutzt und diesen als Lebens- und Entwicklungsraum für die beiden Protagonisten inszeniert.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Schwerpunkte liegen auf dem Vergleich zwischen Buch und Film, der romantischen Darstellung der Natur, der Funktion des Waldes als Distanzierungsraum von elterlichen Räuberstrukturen sowie der filmischen Analyse der Naturverbundenheit der Kinder.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie der Wald durch seine Inszenierung als „autonomer Kindheitsraum“ zur Identitätsfindung und Reifung von Ronja und Birk beiträgt und eine Abkehr vom Räuberleben ermöglicht.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Untersuchung basiert auf einer literaturwissenschaftlichen Analyse der Buchvorlage sowie einer exemplarischen filmwissenschaftlichen Szenenanalyse unter Berücksichtigung von Kameraeinstellungen, Perspektiven und Montage.

Was steht im Hauptteil im Fokus?

Der Hauptteil gliedert sich in eine medienvergleichende Einordnung, eine theoretische Herleitung der Wald-Inszenierung (Romantik), die Untersuchung des Waldes als sozialen Rückzugsraum sowie eine detaillierte technische Filmanalyse einer Schlüsselszene.

Welche Keywords charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Ronja Räubertochter, Waldinszenierung, Naturverbundenheit, Medienvergleich, Entwicklungsraum und Szenenanalyse.

Wie unterscheidet sich die Darstellung des Waldes zwischen Sommer und Winter?

Der Sommerwald wird als schützender und lebensbejahender Raum dargestellt, während der Winterwald als lebensbedrohlicher Feind fungiert, der Ronja und Birk sogar physisch voneinander trennt.

Warum spielt die Analogie zu Vögeln in der Filmanalyse eine so große Rolle?

Die Vögel dienen im Film als visuelle Metaphern für Freiheit und Nestbau. Durch die Montage wird diese Freiheit auf die Kinder übertragen, um ihre Unabhängigkeit und ihren Einklang mit der Natur für den Zuschauer greifbar zu machen.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Inszenierung des Waldes in Ronja Räubertochter
Note
1,7
Autor
Clarissa Frenken (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
19
Katalognummer
V294278
ISBN (eBook)
9783656919490
ISBN (Buch)
9783656919506
Sprache
Deutsch
Schlagworte
inszenierung waldes ronja räubertochter
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Clarissa Frenken (Autor:in), 2014, Die Inszenierung des Waldes in Ronja Räubertochter, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/294278
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Leseprobe aus  19  Seiten
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