Das Gemälde Komposition IV von Wassily Kandinsky wird einer Analyse unterzogen, deren Einzelheiten für die Sythese und die Interpretation verwendet werden.
Inhaltsverzeichnis
Bildanalyse
Bildgeschichte
Vorstudien und Variationen
Deutung an Hand von Kandinskys „nachträglichem Definieren“
Referenzen
Literaturverzeichnis
Nachwort
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht das Gemälde „Komposition IV“ von Wassily Kandinsky aus dem Jahr 1911 mit dem Ziel, den Übergang des Künstlers von der gegenständlichen zur abstrakten Malerei zu analysieren und Kandinskys eigene Definitionen und Deutungen des Werkes kunsthistorisch einzuordnen.
- Detaillierte formale Bildanalyse der Komposition IV
- Historische Einordnung des Werkes im Kontext der künstlerischen Entwicklung
- Vergleichende Betrachtung von Vorstudien, Aquarellen und verwandten Motiven
- Analyse der „nachträglichen Definitionen“ Kandinskys zum Werk
- Untersuchung des Spannungsfeldes zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion
Auszug aus dem Buch
BILDANALYSE
Die Komposition IV von Kandinsky ist 160 x 250 cm groß, ein Breitformat in Öl auf Leinwand gemalt. In der linken unteren Ecke trägt das Bild die Signatur „Kandinsky 1911“. Das Werk befindet sich in Düsseldorf in der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen im Schloss Jägerhof.
Dargestellt ist eine Komposition aus Linien, Formen und Farben. Der diagonale Bildaufbau ruft den Eindruck der Bewegung von links unten nach rechts oben hervor. Wird dieser diagonale Sog am Anfang noch durch Gegenbewegungen gehemmt, so werden diese seltener, je mehr sich Formen, Farben und Linien der rechten oberen Bildecke nähern.
Versucht der Betrachter das Bild von links nach rechts zu lesen, so wird ihm dies durch diagonale Gegenbewegungen von Linien und Farben erschwert. Wie Stacheln anmutende vertikale Striche versuchen ihm den Zugang zu versperren. Versucht er nun das Bild vom Mittelpunkt ausgehend zu erfassen, so erschweren ihm zwei baumstammartige breite, vertikal aufsteigende Linien, die den oberen und unteren Bildrand anschneiden, den Zutritt.
Diese, wie Repoussoirs wirkenden breiten, schwarzen, sich nach oben verjüngenden Linien verlaufen wenig links von der senkrechten Mittelachse. Sie teilen das Bild in eine linke bewegtere und eine rechte ruhigere Hälfte.
Zusammenfassung der Kapitel
Bildanalyse: Dieses Kapitel untersucht die formale Gestaltung, den Bildaufbau, die Farbgebung sowie die räumliche Perspektive von Kandinskys „Komposition IV“.
Bildgeschichte: Hier wird der Entstehungskontext des Werkes im Jahr 1911 beleuchtet und Kandinskys Verständnis des Begriffs „Komposition“ im Kontext seiner künstlerischen Entwicklung diskutiert.
Vorstudien und Variationen: Dieses Kapitel analysiert verschiedene bekannte Entwürfe, Aquarelle und verwandte Werke wie „Kleine Freuden“, um die Entwicklung und formale Verwandtschaft zur finalen Komposition aufzuzeigen.
Deutung an Hand von Kandinskys „nachträglichem Definieren“: Eine eingehende Auseinandersetzung mit Kandinskys eigenen schriftlichen Reflexionen zu seinem Werk, um seine theoretischen Ansätze zur Abstraktion nachzuvollziehen.
Referenzen: Auflistung der im Text verwendeten Quellen und Zitate.
Literaturverzeichnis: Umfassendes Verzeichnis der weiterführenden wissenschaftlichen Literatur zum Thema.
Nachwort: Eine abschließende Einordnung des Referats in den wissenschaftlichen Kontext des kunsthistorischen Seminars.
Schlüsselwörter
Wassily Kandinsky, Komposition IV, Abstrakte Malerei, Bildanalyse, Blaue Reiter, Kunstgeschichte, Vorstudien, Bildaufbau, Farbtheorie, Abstraktion, Gegenständlichkeit, Ästhetik, Moderne Kunst, Linienführung, Maltechnik
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit einer kunsthistorischen Analyse des Gemäldes „Komposition IV“ von Wassily Kandinsky aus dem Jahr 1911.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Zentral sind die formale Bildanalyse, die Entstehungsgeschichte des Werkes, der Vergleich mit Vorstudien sowie die Interpretation durch Kandinskys eigene theoretische Schriften.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, den Weg Kandinskys zur Abstraktion anhand dieses konkreten Werkes nachzuzeichnen und zu verstehen, wie er das Spannungsfeld zwischen gegenständlichen Motiven und abstrakter Komposition handhabte.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine kunsthistorische Analyse angewandt, die formale Bildbeschreibung mit biographischen Daten, Quellenstudium und kunsttheoretischen Reflexionen des Künstlers kombiniert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte formale Betrachtung, die Untersuchung der Werkgenese (Vorstudien) und die kritische Auseinandersetzung mit Kandinskys eigenen Definitionen und Kommentaren zum Bild.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Abstraktion, Komposition, Linienführung, Farbklang und das Verhältnis von Gegenstand zu Form charakterisiert.
Welche Rolle spielen die Vorstudien bei der Untersuchung?
Die Vorstudien, wie Aquarelle und Zeichnungen, dienen als Vergleichsmaterial, um die künstlerische Entscheidungsfindung und die schrittweise Abstraktion einzelner Motive zu verdeutlichen.
Wie deutet Kandinsky selbst sein Werk „Komposition IV“?
Kandinsky deutet das Werk als eine innerlich-zweckmäßige Unterordnung von Elementen und Kontrasten, wie etwa das Spannungsverhältnis zwischen „hellen, süßen Farben“ und „spitz-bewegten“ Linien.
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- Dr. Lieselotte Benedict (Author), 2015, Komposition IV von Wassily Kandinsky. Bildanalyse, Geschichte und Deutung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/294320