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Untersuchung der bildkünstlerischen Arbeiten von Barbara Beisinghoff zu Christa Wolfs Erzählung "Kassandra"

Title: Untersuchung der bildkünstlerischen Arbeiten von Barbara Beisinghoff zu Christa Wolfs Erzählung "Kassandra"

Scientific Study , 2015 , 35 Pages

Autor:in: Dr. Elke Riemer-Buddecke (Author)

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Der Aufsatz untersucht die bildkünstlerischen Arbeiten von Barbara Beisinghoff zu Christa Wolfs Erzählung "Kassandra", versucht die Beziehung zwischen Bild und Text zu erkennen und sowohl den Text Christa Wolfs als auch die bildnerische Umsetzung des Textes durch die überregional bekannte Künstlerin Barbara Beisinghoff zu deuten. Die Fotografien nach den Originalen aus Barbara Beisinghofs Künstlerbuch zu Christa Wolf sind dem Text beigegeben.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Barbara Beisinghoff (geb. 1945) und Christa Wolf (1929-2011)

Literarische Prägung?

Christa Wolfs politische Rolle

Unterschiedliche Biografien

Christa Wolf und die DDR – Kassandra als Schlüsselerzählung

Christa Wolf: Feminismus – die Rolle der Frau

Mögliche Berührungspunkte zwischen Wolf und Beisinghoff

Das Künstlerbuch: Farben sah ich (2005)

Epilog

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die tiefgreifende künstlerische Auseinandersetzung der Künstlerin Barbara Beisinghoff mit dem literarischen Werk der Schriftstellerin Christa Wolf, insbesondere mit der Erzählung „Kassandra“. Ziel ist es, die ästhetischen Parallelen, die Bedeutung von Materialität und Schriftbildern in Beisinghoffs Künstlerbüchern sowie die gemeinsamen thematischen Bezugspunkte beider Frauen hinsichtlich der politischen Rolle, der Selbstfindung und des Feminismus zu analysieren.

  • Analyse der Interaktion zwischen Literatur und bildender Kunst am Beispiel von Künstlerbüchern.
  • Untersuchung der Rezeption von Christa Wolfs „Kassandra“ durch Barbara Beisinghoff.
  • Betrachtung von Materialität, Wasserzeichentechnik und Schrift als künstlerische Ausdrucksmittel.
  • Diskussion politischer und feministischer Diskurse im Werk beider Protagonistinnen.
  • Erforschung der Konzepte von Selbstfindung und der Suche nach Identität.

Auszug aus dem Buch

Das 1. Blatt: Das Mädchen

Wenn ich mich heute an dem Faden meines Lebens zurücktaste, der in in mir aufgerollt ist, den Krieg überspringe, ein schwarzer Block; langsam, sehnsuchtsvoll in die Vorkriegsjahre zurückgelange, die Zeit als Priesterin, ein weißer Block; weiter zurück: das Mädchen – dann bleibe ich an dem Wort schon hängen, das Mädchen, und um wie viel mehr noch hänge ich erst an seiner Gestalt. An dem schönen Bild. Ich habe immer mehr an Bildern gehangen als an Worten … Das letzte wird ein Bild sein, kein Wort. Vor den Bildern sterben die Wörter.

Der Kontext zu dieser Textstelle: Kassandra hat gerade am Berg Ida, zu dem Marpessa sie nachts führte, eine sie tief beunruhigende und auch abstoßende Form von entfesselter Ekstase bei vielen Frauen, darunter auch Sklavinnen, erlebt und dazu am nächsten Tag den Kontrast, die Wirklichkeit ihrer Welt, der Palastwelt in Troja mit ihren glatten Gesichtern, in der sie groß geworden ist und die sie bisher für die einzige gehalten hatte. Mit diesem Widerspruch wird sie nicht fertig. Sie fühlt sich, als sei ihr der Boden unter den Füßen gezogen worden. Ihre bange Frage: Wer setzte die Grenze fest zwischen Sichtbarem und Unsichtbarem. Und wer ließ nun zu , daß der Boden, auf dem ich so sicher gegangen war, erschüttert wurde, leitet Kassandras zunehmende Zweifel an ihrer früheren Wirklichkeitswahrnehmung der ihr durch das Elternhaus und die Welt Trojas verordneten Wirklichkeitswahrnehmung ein.

Zusammenfassung der Kapitel

Barbara Beisinghoff (geb. 1945) und Christa Wolf (1929-2011): Der Artikel führt in die persönliche und künstlerische Verbindung zwischen der Künstlerin Barbara Beisinghoff und der Schriftstellerin Christa Wolf ein, die durch Beisinghoffs Auseinandersetzung mit Wolfs Werk „Kassandra“ begründet wurde.

Literarische Prägung?: Dieses Kapitel beleuchtet, wie Beisinghoff durch Christa Wolfs Poetik-Vorlesungen zur intensiven, jedoch selektiven Beschäftigung mit einzelnen Textstellen angeregt wurde.

Christa Wolfs politische Rolle: Hier wird der kritische Umgang Christa Wolfs mit der DDR-Kulturpolitik sowie ihre eigene Stasi-Vergangenheit und deren Verarbeitung in ihren literarischen Werken diskutiert.

Unterschiedliche Biografien: Der Text stellt die verschiedenen Lebenswege beider Frauen gegenüber – von der ostdeutschen Schriftstellerin und Feministin bis zur westdeutschen Künstlerin mit einer eher unpolitischen Biografie.

Christa Wolf und die DDR – Kassandra als Schlüsselerzählung: Es wird analysiert, wie Wolf in „Kassandra“ durch das Mittel der Verkleidung aktuelle politische und gesellschaftliche Zustände ihrer Zeit metaphorisch verarbeitet.

Christa Wolf: Feminismus – die Rolle der Frau: Die Untersuchung der Kassandra-Figur als tragische Prophetin, die sich den patriarchalischen Strukturen widersetzt und einen eigenen Weg wählt.

Mögliche Berührungspunkte zwischen Wolf und Beisinghoff: Dieser Abschnitt erörtert die gemeinsame Reflexion über die Bedingungen künstlerischen und weiblichen Schaffens sowie das Interesse an Themen wie Identitätskrise und Selbstfindung.

Das Künstlerbuch: Farben sah ich (2005): Eine detaillierte Betrachtung des Künstlerbuchs, das durch die Integration von Zitaten und komplexen Wasserzeichenbildern die Verbindung von Wort und Bild exploriert.

Epilog: Die abschließende Reflexion betont, dass Beisinghoffs Arbeiten keine bloße Illustration literarischer Vorlagen sind, sondern einen eigenständigen künstlerischen Dialog zwischen Wort und Bild darstellen.

Schlüsselwörter

Barbara Beisinghoff, Christa Wolf, Kassandra, Künstlerbuch, Wasserzeichen, Bild-Text-Beziehung, Feminismus, DDR-Literatur, Identitätskrise, Selbstfindung, politische Kunst, literarische Vorlage, Symbolismus, Selbstreflexion, künstlerische Inspiration.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die künstlerische Rezeption von Christa Wolfs Werk „Kassandra“ durch die Künstlerin Barbara Beisinghoff und untersucht das Zusammenspiel von Literatur und bildender Kunst in deren Künstlerbüchern.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die visuelle Umsetzung literarischer Texte, die Bedeutung der Materialität (insbesondere Papier und Wasserzeichen), feministische Perspektiven auf den Kassandra-Mythos sowie die Identitätsfindung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie Beisinghoff durch ihre künstlerische Arbeit (Installation, Künstlerbücher) einen eigenständigen Dialog zu den Texten von Christa Wolf herstellt, anstatt diese nur oberflächlich zu illustrieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor nutzt eine kombinierte Methode aus Werk- und Inhaltsanalyse, indem Bildbeschreibungen der Künstlerbücher mit Kontextualisierungen der literarischen Vorlagen (speziell „Kassandra“ und Poetik-Vorlesungen) verknüpft werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert sukzessive verschiedene Blätter aus den Künstlerbüchern, zitiert Textstellen und setzt diese in Bezug zu Beisinghoffs ästhetischen Entscheidungen sowie zur biografischen Situation von Christa Wolf.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Bild-Text-Beziehung, Wasserzeichen-Kunst, interdisziplinärer Dialog zwischen Literatur und bildender Kunst, feministischer Diskurs und Rezeptionsästhetik charakterisiert.

Welche Bedeutung kommt dem Papier bei Beisinghoff zu?

Für Beisinghoff ist Papier nicht nur ein Malgrund, sondern ein räumlicher Körper, dessen Schöpfungsprozess selbst bereits den künstlerischen Dialog einleitet und Inspiration für die bildnerische Gestaltung bietet.

Wie geht Beisinghoff mit dem Begriff der "Illustration" um?

Die Künstlerin vermeidet den Begriff der Illustration bewusst, da sie eine untergeordnete, rein abbildende Funktion ablehnt und stattdessen eine parallele, gleichwertige Gegenüberstellung von Bild und Wort anstrebt.

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Details

Title
Untersuchung der bildkünstlerischen Arbeiten von Barbara Beisinghoff zu Christa Wolfs Erzählung "Kassandra"
Author
Dr. Elke Riemer-Buddecke (Author)
Publication Year
2015
Pages
35
Catalog Number
V294439
ISBN (eBook)
9783656922438
ISBN (Book)
9783656922445
Language
German
Tags
untersuchung arbeiten barbara beisinghoff christa wolfs erzählung kassandra
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dr. Elke Riemer-Buddecke (Author), 2015, Untersuchung der bildkünstlerischen Arbeiten von Barbara Beisinghoff zu Christa Wolfs Erzählung "Kassandra", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/294439
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