Noch heute übt das Mittelalter eine hohe Anziehungskraft auf Menschen aus. Es werden mittelalterliche Märkte, Rittermahl und das mittelalterliche Leben nachgespielt. Viele Spiele sind im mittelalterlichen Stil aufgebaut. Zu manchen Festen kommen die Kinder als Ritter oder Burgdamen verkleidet. Außerdem sieht man in vielen Städten noch die Reste einer mittelalterlichen Mauer, mittelalterliche Häuser, die noch heute bewohnt und genutzt werden, und erhaltene Burgen oder Burgruinen, welche zu einem Museum oder als Herberge umgewandelt wurden. Die Schüler werden durch die Medien, durch Geschichten und durch ihre eigene Stadt mit Elementen aus dem Mittelalter konfrontiert.
Deswegen geht es in dieser Hausarbeit um die Zeit des Mittelalters im Hinblick auf den Lebensraum „Stadt“ und ihre Bewohner. Außerdem wird im Anschluss zum dem Thema „Mittelalter“ ein Projekt nach Frey geplant und die verschiedenen Phasen des Projekts beschrieben.
Aber bevor man ein Projekt in der Schule durchführen kann, muss man sich zuerst selber über das Thema informieren. Deswegen wird in folgenden Punkten auf einige Komponenten der Epoche „Mittelalter“ eingegangen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Mittelalter
2.1. Einordnung des Mittelalters
2.2. Entwicklung
3. Die Stadt als Lebensraum
3.1. Die Stadt im Mittelalter
a) Entstehung einer Stadt im Mittelalter
b) Charakteristische Merkmale einer mittelalterlichen Stadt
4. Die Bewohner einer Stadt
5. Politische Entwicklung
6. Schule, Bildung
7. Schattenseiten einer Stadt
8. Das Projekt nach Frey zu dem Thema Mittelalter
8.1. Projektmethode nach Frey
8.2. Bildungsplan und Perspektivrahmen
8.3. Das Projekt Mittelalter: Ablauf
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Hausarbeit befasst sich mit der Epoche des Mittelalters, wobei der Fokus gezielt auf dem Lebensraum „Stadt“ und deren Bewohnern liegt. Ziel ist es, durch die Vermittlung historischen Fachwissens eine fundierte Basis für die Planung eines schulischen Projekts nach der Methode von Karl Frey zu schaffen.
- Historische Einordnung und Merkmale mittelalterlicher Städte
- Soziale Schichtung und das Leben der Stadtbewohner
- Politische Strukturen und städtische Selbstverwaltung
- Entwicklung des Schulwesens und der Bildung im Mittelalter
- Didaktische Projektplanung nach Karl Frey
Auszug aus dem Buch
a) Entstehung einer Stadt im Mittelalter
Als Grundlage für die mittelalterlichen Städte waren die Überreste von römischen Städten und kirchlichen Institutionen wichtig. Die Städte bildeten sich wieder, wenn bestimmte Faktoren auf den Ort zutrafen. Die drei wichtigsten waren herrschaftliche, wirtschaftliche und kirchliche Faktoren. Bei dem herrschaftlichen Faktor wurde die Stadt an einem strategisch günstigen Ort gegründet. So eine Stadt lag an einer Burg und wurde zum Mittelpunkt der „regionaler Administration“. Das heißt, dass der Stadtherr oder auch die Kirche einen Standpunkt hatte, von dem aus das Umland gut überwacht und kontrolliert werden konnte.
Wenn die Stadt an einer Handlungsroute, welche sich zu dem Stadtmarkt entwickelte, errichtet wurde, wurde der wirtschaftliche Faktor gedeckt. So konnten Händler, die ihre Waren importierten, an bestimmten Tagen auf dem Markt der Stadt, welcher den Sammelpunkt bildete, verkaufen oder umtauschen.
Bei dem kirchlichen Faktor handelte es sich um einen Ort, an dem sich die Stadt an einem Klöster oder einer Bischofskirche entwickelte.
Meistens trafen mehrere Faktoren auf den Ort zu, an dem sich die Stadt entwickelte. So entstanden die mittelalterlichen Städte gebunden an Bischofssitze, Pfalzen, Burgen und Klöster dort, wo die „Absatzmöglichkeiten, Rohstoffe und günstige Verkehrslage die Warenproduktion förderten“.
Es gab aber auch Städte, die ohne bereits vorhandene Grundlage gegründet wurden. Diese nannte man Städte „aus wilder Wurzel“.
Die Menschen zog es in die Städte, da sie dort Arbeit, bessere Lebenssituation und Freiheit erhofften. Sie verließen das Land und zogen in die Stadt. Besonders im 13. und 14. Jahrhundert übten die Städte eine große Anziehungskraft auf die Menschen aus. Deswegen wurden diese schnell zu klein und mussten erweitert werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Arbeit thematisiert die Anziehungskraft des Mittelalters und leitet in die Untersuchung des Lebensraums „Stadt“ sowie die Planung eines schulischen Projekts ein.
2. Mittelalter: Dieses Kapitel definiert den zeitlichen Rahmen des Mittelalters sowie die grundlegende Feudalstruktur und deren Wandel ab dem 12. Jahrhundert.
3. Die Stadt als Lebensraum: Hier wird die Definition der Stadt erörtert, ihre Entstehung sowie die prägenden Merkmale wie Stadtmauer und Markt beschrieben.
4. Die Bewohner einer Stadt: Es wird die soziale Hierarchie der Stadtbevölkerung von Patriziern über Handwerker bis hin zu den Tagelöhnern und rechtlosen Gruppen dargestellt.
5. Politische Entwicklung: Dieses Kapitel erläutert den Kampf der Stadtbewohner um Selbstverwaltung und die Ablösung von adligen Stadtherren.
6. Schule, Bildung: Die Entwicklung des Schulwesens von einer kirchlichen Ausbildung hin zur allgemeinen Bildung für Bürgerkinder wird nachgezeichnet.
7. Schattenseiten einer Stadt: Die negativen Aspekte wie hygienische Missstände, Krankheiten und Gefahren durch Brände werden beleuchtet.
8. Das Projekt nach Frey zu dem Thema Mittelalter: Das abschließende Kapitel stellt die Projektmethode nach Karl Frey theoretisch vor und wendet diese beispielhaft auf die Planung eines Mittelalter-Projekts für die Schule an.
Schlüsselwörter
Mittelalter, Stadtentwicklung, Feudalismus, Stadtmauer, Zünfte, Soziale Schichten, Stadtherr, Marktrecht, Schulwesen, Bildung, Projektmethode, Karl Frey, Mittelalter-Projekt, Lebensraum Stadt, Bürgertum
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die historischen Strukturen und das Alltagsleben in der mittelalterlichen Stadt sowie die didaktische Übertragung dieses Themas in den Schulunterricht.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die Schwerpunkte liegen auf der Stadtentstehung, der sozialen Gliederung, den politischen und bildungspolitischen Entwicklungen sowie der praktischen Anwendung der Projektmethode nach Karl Frey.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, ein Verständnis für das Leben im Mittelalter zu schaffen, das als inhaltliche Grundlage für ein schulisches Projekt genutzt werden kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die historische Sachverhalte aufarbeitet und diese mit der didaktischen Projektmethode nach Karl Frey verknüpft.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die historischen Abschnitte über das Mittelalter, die Stadt als Lebensraum, die Bewohner und deren politische sowie schulische Entwicklung, gefolgt von einer detaillierten Projektplanung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Mittelalter, Stadtentwicklung, Soziale Schichten, Bildung und Projektmethode nach Karl Frey zusammenfassen.
Warum war der Feudalismus ein wichtiger Faktor für die mittelalterliche Stadt?
Der Feudalismus bildete die ursprüngliche soziale und wirtschaftliche Ordnung, von der sich die Städte durch ihre Entwicklung hin zu einer eigenen Rechtsstruktur und Unabhängigkeit sukzessive befreiten.
Wie wird das "Projekt Mittelalter" nach Frey strukturiert?
Das Projekt umfasst sieben Komponenten, angefangen bei der Projektinitiative über die Auseinandersetzung und gemeinsame Entwicklung eines Projektplans bis hin zur Durchführung, Fixpunkten und dem abschließenden Ergebnis.
- Quote paper
- Julia Ungefug (Author), 2014, Die Stadt im Mittelalter und die Planung eines Projekts nach Frey, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/294466