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Zwangsstörungen. Auswirkungen elterlicher Erziehung und traumatischer Ereignisse in der Kindheit

Titel: Zwangsstörungen. Auswirkungen elterlicher Erziehung und traumatischer Ereignisse in der Kindheit

Hausarbeit , 2014 , 18 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Psychologie - Klinische Psychologie, Psychopathologie, Prävention
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Zusammenfassung Leseprobe Details

„Habe ich auch wirklich das Bügeleisen ausgesteckt?“ oder „Ist das Auto auch wirklich abgeschlossen?“ Das sind Fragen, die sich wahrscheinlich fast tagtäglich jeder von uns schon einmal stellt. Völlig human und auch durchaus sinnvoll, denn ein abgebranntes Haus oder ein gestohlenes Fahrzeug kann niemand gebrauchen. Doch bei einigen Menschen ist der noch zu legitimierende Punkt der ganz natürlichen Kontrolle deutlich überschritten und man befindet sich in einer Situation, in der Gedanken und nicht zu unterlassende Handlungen das eigene Leben durch und durch bestimmen. Die Rede ist von Patienten mit einer psychischen Störung, den sogenannten Zwangserkrankungen.
Ziel dieser Arbeit ist es, der Fragestellung auf den Grund zu gehen, ob elterliche Erziehung oder traumatische Ereignisse im Kindesalter einen Einfluss auf die Entwicklung und den Verlauf späterer Zwangserkrankungen haben.
Vorerst werde ich verschiedene Arten von Zwangsstörungen auflisten, dazu zählt die Differenzierung von Zwangsgedanken, -impulsen und -handlungen. Nach einer kompakten Erfassung von Definitionen, der Symptomatik, sowie der Krankheitsverläufe und der Therapiemöglichkeiten folgt auf Grundlage der Dissertation von Sandra Köhler (2008) der eigentliche Hauptteil der Arbeit. Neben der Erläuterung, wie viele der aus einer Stichprobe untersuchten Zwangsstörungspatienten in ihrer Kindheit unter einer traumatischen Erfahrung leiden mussten, wird aufgeführt, ob sich der Krankheitsverlauf bei Patienten mit kindlichen, interpersonalen Traumatisierungen von derer ohne diese unterscheidet. Darüber hinaus wird der Frage auf den Grund gegangen, in welchem Zusammenhang frühere, interpersonale Traumatisierungen und der bei den Erkrankten zum Einsatz gekommene elterliche Erziehungsstil stehen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Zwangsstörungen

2.1 Epidemologie

2.2 Symptomatik

2.3 Historisches

2.4 Ätiopathogenese

2.5 Diagnostik

2.6 Verlauf und Behandlung

2.7 Prognose

3 Dissertation

3.1 Aktueller Forschungsstand

3.2 Hypothesen

3.3 Methodik

3.4 Ergebnisse

3.5 Diskussion

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, den Einfluss von elterlichem Erziehungsverhalten sowie traumatischen Ereignissen im Kindesalter auf die Entwicklung und den Krankheitsverlauf von Zwangsstörungen zu untersuchen, wobei als wissenschaftliche Grundlage die Dissertation von Sandra Köhler (2008) dient.

  • Grundlagen und Symptomatik von Zwangsstörungen
  • Pathogenese und diagnostische Abgrenzung
  • Kausale Zusammenhänge zwischen Kindheitstraumata und Zwangserkrankungen
  • Analyse des elterlichen Erziehungsstils bei Zwangspatienten
  • Kritische Diskussion der Forschungsmethodik und Ergebnisse

Auszug aus dem Buch

3.3 Methodik

Die Autorin hat zur Erhebung ihrer Studie ein „klinisches, retrospektives Querschnittsdesign“ mit einem „prospektiven Längsschnittansatz“ (S. 36) verwendet. Es handelte sich um eine Stichprobe mit dem Umfang von 41 Patienten der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf im Zeitraum vom September 2004 bis zum Mai 2006. Um an der Studie teilnehmen zu dürfen, mussten die Erkrankten mindestens 18 Jahre alt sein und gute Deutschkenntnisse besitzen, um die Fragebögen wahrheitsgemäß und valide ausfüllen zu können. Die Untersuchung war in eine Eingangsuntersuchung, eine Hauptuntersuchung und ein Abschlussgespräch aufgeteilt. Die Eingangsuntersuchung wurde meist in der ersten Woche nach der Aufnahme in die Klinik durchgeführt. Die Teilnehmer wurden ausführlich über die Inhalte und Ziele der Studie aufgeklärt, unterschrieben eine Einverständniserklärung und konnten diverse Fragen stellen.

Durchschnittlich 10,4 Tage nach der Aufnahme in das Klinikum wurde die Hauptuntersuchung durchgeführt. Voraussetzung dafür war, dass die Patienten zu diesem Zeitpunkt emotional stabil waren und ein gutes Verhältnis zu ihrer behandelnden Person hatten, sodass sie bei plötzlich auftretenden Schwierigkeiten während der Befragungen beruhigende Unterstützung erhalten konnten. Bis auf wenige Ausnahmen sind die Erhebungen ohne Komplikationen abgelaufen. Eine Patientin, die während ihrer Kindheit sowohl körperlich als auch physisch von ihrem Vater misshandelt worden war, ihre Mutter im Alter von sechs Jahren am Suizid verloren hatte und auch im Erwachsenenalter noch häufiger das Opfer von sexuellen und gewaltvollen Übergriffen geworden war, hatte nach Beendigung der Befragung dissoziative Symptome. Jedoch waren diese bereits aus der Vergangenheit bekannt und klangen zeitnah wieder ab.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in das Störungsbild der Zwangserkrankungen ein und erläutert die zentrale Fragestellung bezüglich der Auswirkungen früher Traumatisierungen und elterlicher Erziehung auf den Krankheitsverlauf.

2 Zwangsstörungen: Dieses Kapitel definiert Zwangsstörungen, erläutert die Epidemiologie, Symptomatik, historische Hintergründe, Ätiopathogenese, Diagnostik sowie gängige Behandlungsansätze und die Prognose.

3 Dissertation: Dieser Hauptteil analysiert die Studie von Sandra Köhler (2008), indem er den Forschungsstand, Hypothesen, die methodische Vorgehensweise, die Ergebnisse und eine kritische Diskussion der Arbeit darlegt.

Schlüsselwörter

Zwangsstörungen, Zwangserkrankungen, Kindheitstraumata, elterliche Erziehung, Traumatisierung, Psychopathologie, Verhaltenstherapie, Symptomatik, Suizidalität, klinische Studie, Forschung, Patienten, Diagnostik, Erziehungsstil, Interpersonale Traumata.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den psychologischen Ursachen und Einflüssen von Zwangsstörungen, insbesondere mit der Korrelation zwischen Kindheitstraumata und elterlichem Erziehungsverhalten.

Welche zentralen Themenfelder werden in der Arbeit behandelt?

Die zentralen Themen sind die Symptomatik von Zwangsstörungen, die theoretischen Hintergründe ihrer Entstehung und die empirische Untersuchung von traumatischen Kindheitserfahrungen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu ergründen, ob und wie traumatische Kindheitsereignisse sowie bestimmte Erziehungsstile der Eltern die Entstehung und den Verlauf von Zwangsstörungen beeinflussen.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Erhebung verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer klinischen, retrospektiven Querschnittsstudie mit prospektivem Längsschnittansatz, wobei standardisierte Selbstbeurteilungsbögen und strukturierte Interviews eingesetzt wurden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit analysiert?

Der Hauptteil befasst sich detailliert mit der Dissertation von Sandra Köhler (2008), inklusive deren aktueller Forschungslage, Hypothesenbildung, Methodik und Auswertung der empirischen Daten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Zwangsstörungen, Kindheitstraumata, elterliche Erziehung, Psychopathologie und klinische Diagnostik.

Welche Rolle spielt die Suizidanamnese in den Ergebnissen?

Es wurde festgestellt, dass traumatisierte Patienten deutlich häufiger Suizidgedanken äußerten oder Suizidversuche unternahmen als die Vergleichsgruppe.

Was sind die zentralen methodischen Einschränkungen der untersuchten Studie?

Die Ergebnisse werden durch die akute Symptomatik der Patienten während der Befragung beeinflusst und die retrospektive Natur der Erinnerungen an Kindheitsereignisse ist kritisch zu hinterfragen.

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Zwangsstörungen. Auswirkungen elterlicher Erziehung und traumatischer Ereignisse in der Kindheit
Hochschule
Rheinische Fachhochschule Köln
Veranstaltung
Wissenschaftliches Arbeiten
Note
1,3
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
18
Katalognummer
V294527
ISBN (eBook)
9783656922643
ISBN (Buch)
9783656922650
Sprache
Deutsch
Schlagworte
zwangsstörungen auswirkungen erziehung ereignisse kindheit
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2014, Zwangsstörungen. Auswirkungen elterlicher Erziehung und traumatischer Ereignisse in der Kindheit, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/294527
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Leseprobe aus  18  Seiten
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