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Exegese der neutestamentlichen Bibelstelle Mk 7,31-37

Title: Exegese der neutestamentlichen Bibelstelle Mk 7,31-37

Term Paper , 2014 , 22 Pages

Autor:in: Sabrina Vogelsang (Author)

Theology - Biblical Theology
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Die Ihnen vorliegende Hausarbeit beschäftigt sich mit der exegetischen Analyse der neutestamentlichen Bibelstelle Mk 7, 31-37. Zunächst stelle ich die Vorgehensweise und die einzelnen Analyseschritte vor.

Begonnen wird mit der Einordnung und Gliederung in den Kontext. Hierbei wird die Struktur, der Rahmen und das Zentrum des Textes erörtert: „An welcher Stelle finde ich den Text?“ oder „Gibt es Bezüge?“ (etc.), werden die Leitfragen sein. Hierauf folgt die linguistische Textanalyse von Mk 7, 31-37, in der syntaktische, semantische, pragmatische und narrative Besonderheiten auf der Wort-, Satz- und Textebene herausgearbeitet werden. Diese können dann für weitere Analyseschritte Verwendung finden.

Anschließend beschäftigt sich die Hausarbeit mit der Literarkritik. Ziel hierbei ist es literarische Schichten aufzudecken und literarische Formen voneinander zu unterscheiden. Man untersucht den Text zum Beispiel auf Doppelungen und Wiederholungen, oder auch auf Spannungen und Widersprüche (etc.).

Im Rahmen der Formkritik werden dann zwei Themen unterschieden. Zum einen die Gattungskritik, in der versucht wird, der Bibelstelle ein bestimmtes Schema zuzuordnen. Und zum anderen den Sitz im Leben. Bei dieser Art der Untersuchung soll herausgefunden werden, in welcher historischen Situation der Text geschrieben wurde.
Anschließend soll die Traditionskritik dabei helfen zu verstehen, in welchem Maß der Autor auf geprägtes Gut (Zitate, Motive, etc.) zurückgreift.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Gliederung und Einordnung in den Kontext

2.1. Stellung im Kontext

2.2. Gliederung

3. Linguistik

3.1. Syntaktische Analyse

3.2. Semantische Analyse

3.3. Pragmatische Analyse

3.4. Narrative Analyse

4. Literarkritik

5. Formkritik

5.1. Gattung

5.2. Sitz im Leben

6. Traditionskritik

7. Redaktionskritik

8. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, die biblische Erzählung der Heilung eines Taubstummen durch Jesus (Mk 7, 31-37) mittels verschiedener exegetischer Methoden wissenschaftlich zu analysieren, um ihre Struktur, Intention und Bedeutung im Kontext des Markusevangeliums zu ergründen.

  • Exegetische Textanalyse der Perikope Mk 7, 31-37
  • Untersuchung der sprachlichen Struktur (Linguistik)
  • Literarkritische und formgeschichtliche Einordnung
  • Traditions- und redaktionskritische Analyse der Heidenmission
  • Deutung der Heilungswunder im Kontext des Sitzes im Leben

Auszug aus dem Buch

3.1. Syntaktische Analyse

Zu aller erst befasst man sich mit den Wortarten, damit man eventuelle Auffälligkeiten erkennen kann.

In Mk 7 lassen sich 25 Substantive vermerken. Auffällig hierbei ist, dass die Wörter „Tauben“, „Ohren“ und „Zunge“ je zweimal vorkommen. Dabei wirkt das Substantiv des Tauben, wie eine Umklammerung, denn es findet sich zu Anfang des Textes (V. 32a) und am Ende (V. 37c). Die Wortgruppe der Verben findet sich ebenfalls 25-mal im Text wieder. Bedeutsam an den Verben ist, dass sie entweder mit Kommunikation (Beispiel: Vers 36a-37e) in Verbindung stehen, oder aber mit Berührung (Beispiel: Vers 32a-33b) oder Bewegung (Beispiel: Vers 31 a-c). Fast alle Verben stehen in ihrer finiten Form, was die Erzähldynamik steigert. Des Weiteren finden sich im Text lediglich zwei Adjektive wieder (richtig, wohlgemacht). Dies könnte bedeuten, dass der Text auf die Handlung aufmerksam machen will, denn sie stehen mit der Heilung in Verbindung. Es geht nicht um das „wie“ in der Handlung, sondern um das „was“. Pronomina lassen sich elfmal auf Jesus beziehen, sechsmal auf die Volksmenge und zehnmal auf den tauben Menschen. Hierbei wird deutlich, dass Jesus der Hauptcharakter der Erzählung ist, dicht gefolgt von dem zu heilenden Menschen und zum Schluss der Volksmenge, die aber nur eine Randfunktion besitzt. Adverbien lassen sich kaum feststellen. Man findet nur welche, als Jesus der Menge sagt, dass sie das Geschehene nicht weiter erzählen sollen. Dort dienen sie gewissermaßen der Verstärkung des Gesagten. Konjunktionen wie „sogleich“ oder „und“ verknüpfen die Sätze miteinander. Blickt man nun auf die Verwendung der Zeiten, lässt sich sagen, dass die gesamte Bibelstelle im Präteritum geschrieben ist, außer der wörtlichen Rede, auf die ich nun eingehen werde. Zwei Mal kommt die wörtliche Rede vor. Zum einen in Vers 34b/c und in Vers 37b/c. Ansonsten überwiegt die indirekte Rede. Sie ist im Präsens verfasst und nicht in Anführungsstrichen gehalten. Dadurch, dass der Text vom Imperfekt ins Präsens springt, wirkt er für den Leser etwas lebhafter.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung des exegetischen Vorgehens und der methodischen Schritte zur Analyse der Perikope Mk 7, 31-37.

2. Gliederung und Einordnung in den Kontext: Einordnung der Heilungserzählung in den Rahmen des markinischen Wirken Jesu in heidnischen Gebieten und strukturelle Gliederung der Verse.

3. Linguistik: Detaillierte Untersuchung von Wortwahl, Grammatik, Stilmitteln und Erzählstruktur des Textes.

4. Literarkritik: Suche nach literarischen Dubletten, Ungereimtheiten und Überarbeitungen im Textverlauf.

5. Formkritik: Bestimmung der Gattung als Wundergeschichte und Analyse des „Sitz im Leben“ für die urchristliche Gemeinde.

6. Traditionskritik: Untersuchung der Begriffsgeschichte und der Bedeutung der Orte im Kontext der Heidenmission.

7. Redaktionskritik: Analyse des markinischen Beitrags und der bewussten theologischen Platzierung der Erzählung im Evangelium.

8. Fazit: Zusammenfassende Reflexion der gewonnenen Erkenntnisse und Bedeutung der Exegese für das Verständnis der neutestamentlichen Texte.

Schlüsselwörter

Mk 7, 31-37, Exegese, Wundererzählung, Jesus, Heilung, Taubstummer, Heidenmission, Markusevangelium, Literarkritik, Formkritik, Redaktionskritik, Sitz im Leben, Sprachanalyse, Bibelwissenschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit bietet eine exegetische Analyse der neutestamentlichen Erzählung von der Heilung eines Taubstummen durch Jesus (Markus 7, 31-37).

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Schwerpunkte liegen auf der strukturellen, linguistischen, literarkritischen und formgeschichtlichen Untersuchung sowie der Einordnung in den Kontext der Heidenmission des Markusevangeliums.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Absicht des Evangelisten Markus zu verstehen, wie er durch die Erzählung das Wirken Jesu im heidnischen Gebiet darstellt und für das Reich Gottes wirbt.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es wird die historisch-kritische Methode angewandt, unterteilt in linguistische Analyse, Literarkritik, Formkritik, Traditionskritik und Redaktionskritik.

Was behandelt der Hauptteil der Arbeit?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des Kontextes, die sprachliche Detailanalyse, die Gattungsbestimmung als Wundergeschichte sowie die redaktionelle Bearbeitung durch den Evangelisten.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Wundergeschichte, Taubstummer, Heidenmission, Sitz im Leben, markinische Redaktion und die exegetische Analyse.

Warum spielt das "Geheimhaltungsgebot" eine Rolle?

Das Geheimhaltungsgebot wird in der Arbeit als redaktioneller Eingriff des Markus gedeutet, der die Spannung der Erzählung erhöht und eine theologische Steuerung bewirkt.

Welche Rolle spielt der "Sitz im Leben" für die Deutung?

Der Sitz im Leben erklärt, dass die Wundergeschichte primär als Werbung für den Glauben und als identitätsstiftendes Element für die urchristliche Gemeinde fungierte.

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Details

Title
Exegese der neutestamentlichen Bibelstelle Mk 7,31-37
College
University of Paderborn
Author
Sabrina Vogelsang (Author)
Publication Year
2014
Pages
22
Catalog Number
V294561
ISBN (eBook)
9783656923367
ISBN (Book)
9783656923374
Language
German
Tags
exegese bibelstelle
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sabrina Vogelsang (Author), 2014, Exegese der neutestamentlichen Bibelstelle Mk 7,31-37, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/294561
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