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Unterhaltungsgebäude in der Antike. Baupolitische Maßnahmen zur Schaffung von Arbeitsplätzen oder Generierung von Prestige?

Titel: Unterhaltungsgebäude in der Antike. Baupolitische Maßnahmen zur Schaffung von Arbeitsplätzen oder Generierung von Prestige?

Referat (Ausarbeitung) , 2014 , 8 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Robin Kramme (Autor:in)

Weltgeschichte - Frühgeschichte, Antike
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Lange war die Forschungssicht der Wirtschaft des antiken Roms von dem „Dogma[en] […] der ‚Primitivität" geprägt. Doch diese Debatte gewann in den letzten Jahren neue Fahrt und bewegt die Forschung, ihr vorherrschendes Bild der antiken Wirtschaft zumindest zu modifizieren. Diese Arbeit setzt sich das Ziel einen Überblick über die Intention kaiserlicher Baupolitik darzulegen. Der Fokus hierbei liegt darauf, ob die kaiserlichen Bauten maßgeblich dem Prestige dienlich sein sollten oder ob ein aktiver Eingriff in den Arbeitsmarkt, also eine Sicherung und Schaffung von Arbeitsplätzen, sichergestellt werden sollte. Beispielhaft rücken Gebäude der Unterhaltungsindustrie in die nähere Betrachtung dieser Arbeit.

Es wird zunächst knapp ein Überblick über den Forschungsstand zum Eingreifen der Politik des alten Roms in Wirtschaftsabläufe und die Arbeitsmarktsituation geliefert. Anschließend werden exemplarisch der Circus Maximus und das Kolosseum als Bauwerke der Unterhaltungsindustrie vorgestellt und daraufhin untersucht, ob sie vornehmlich der Gewinnung von Prestige dienten oder Arbeitsplätze geschaffen werden sollten. Den Abschluss der Arbeit bildet ein Forschungsausblick mit einer kleinen Quellenbeschreibung Suetons, der den Ansatz für weitere Forschung bietet. Zudem folgt ein Fazit, das die in der Arbeit zutage geförderten Aspekte zusammenfasst.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Forschungsstand

3. Unterhaltungsgebäude - Circus Maximus und Kolosseum

4. Baupolitik

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Intention kaiserlicher Baupolitik im antiken Rom mit Fokus auf die Frage, ob monumentale Bauten primär der Repräsentation und dem Prestige dienten oder gezielt als Instrument zur Schaffung von Arbeitsplätzen eingesetzt wurden.

  • Wirtschaftshistorische Debatte zwischen Primitivisten und Modernisten
  • Analyse der Funktion öffentlicher Unterhaltungsbauten
  • Rolle des Prestiges bei kaiserlichen Bauvorhaben
  • Einfluss staatlicher Baumaßnahmen auf den Arbeitsmarkt
  • Vergleich antiker Strukturen mit modernen gesellschaftlichen Phänomenen

Auszug aus dem Buch

3. Unterhaltungsgebäude - Circus Maximus und Kolosseum

Nachdem in dem vorangegangenem Kapitel die vermutlich eher untergeordnete Rolle der Arbeitsplätze bei der Vergabe von Bauprojekten geschildert wurde, sollen nun die Unterhaltungsgebäude mit einem fokussierten Blick auf ihren Nutzen bezüglich des Prestiges für Bauherr und die Besucher analysiert werden. Hierfür werden die beiden womöglich bekanntesten Gebäude der Unterhaltungsindustrie Roms in den Fokus gerückt: Der Circus Maximus und das Kolosseum.

Der Circus Maximus bot Platz für annähernd 150 000 Zuschauer und war ein Paradebeispiel für Roms heilige Traditionen, städtischen Glanz und der globalen Ambitionen. Neben Pferderennen wurden verschiedenste Arten von Spielen veranstaltet; als prestigeträchtig gedeutet werden könnten hier vor allem die Militärtriümphe, Kaisergeburtstage und –beerdigungen, sowie Regierungsjubiläen. Auch bei den Arten der Spiele gab es große Parallelen bei den Veranstaltungen von Kolosseum und Circus Maximus.

Letzteres geht einher mit der Lage des Circus Maximus. Zwischen Palatin und Aventin in Tallage gelegen, kann man „vermuten, daß die kaiserliche Domus sich auch auf den Abhang zum Circus Maximus erstreckte“, denn in einigen Quellen wird davon berichtet, dass „Octavian den Spielen im Circus manchmal vom Haus von Freunden oder Freigelassenen aus beigewohnt hat, manchmal vom Pulvinar aus, das er ad Circum Maximum gebaut habe.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Forschungsdebatte zur antiken römischen Wirtschaft ein und definiert das Ziel der Untersuchung, die Intention kaiserlicher Baupolitik kritisch zu hinterfragen.

2. Forschungsstand: Dieses Kapitel stellt die kontroversen Ansätze der "Primitivisten" und "Modernisten" hinsichtlich der wirtschaftlichen Rationalität und der kaiserlichen Investitionsstrategien im antiken Rom gegenüber.

3. Unterhaltungsgebäude - Circus Maximus und Kolosseum: Der Abschnitt analysiert beispielhaft an diesen beiden Bauwerken, inwieweit Unterhaltungsstätten primär der Prestige- und Selbstdarstellung des Kaisers sowie der sozialen Kontrolle dienten.

4. Baupolitik: Hier wird diskutiert, ob kaiserliche Baumaßnahmen tatsächlich als konjunkturpolitische Instrumente zur Bekämpfung von Arbeitslosigkeit fungierten oder ob sie hinter dem übergeordneten Bedarf nach Repräsentation zurückblieben.

5. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die Prestige-Funktion bei den Bauvorhaben überwog und die Arbeitsplatzschaffung lediglich einen nachgeordneten Effekt darstellte, wobei ein Mangel an Quellen eine endgültige Klärung der Debatte erschwert.

Schlüsselwörter

Antikes Rom, Wirtschaft, Baupolitik, Prestige, Primitivismus, Modernismus, Circus Maximus, Kolosseum, Arbeitsmarkt, Unterhaltungsindustrie, Repräsentation, Augustus, Kaiserzeit, Arbeitsplätze, Soziale Struktur

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die kaiserliche Baupolitik im antiken Rom und stellt die Frage, ob diese primär wirtschaftlich motiviert war (Arbeitsplatzsicherung) oder vor allem der Repräsentation diente.

Welche zentralen Themenfelder werden in der Untersuchung abgedeckt?

Die zentralen Felder sind die antike Wirtschaftsgeschichte, die Analyse kaiserlicher Repräsentationsbauten sowie der Vergleich historischer Quellen mit den Thesen moderner Forschung.

Was ist das primäre Forschungsziel?

Das Ziel ist es, ein differenziertes Bild der Intentionen hinter den massiven Bauvorhaben der römischen Kaiserzeit zu zeichnen und die Relevanz der "Primitivismus-Debatte" zu beleuchten.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt eine historisch-analytische Methode, basierend auf der Auswertung relevanter Fachliteratur und antiker Quellen (wie Sueton oder Ovid).

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Darstellung des Forschungsstandes, eine Fallanalyse des Circus Maximus und des Kolosseums sowie eine übergreifende Untersuchung der römischen Baupolitik.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich vor allem über Begriffe wie antike Wirtschaft, Baupolitik, Prestige, Arbeitsmarkt und die Dichotomie zwischen Primitivisten und Modernisten definieren.

Wie bewertet der Autor die Rolle von Unterhaltungsgebäuden?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass diese Gebäude maßgeblich der Selbstdarstellung des Kaisers und der sozialen Hierarchisierung der Zuschauer dienten, statt primär wirtschaftlichen Zwecken.

Welches Fazit zieht die Arbeit hinsichtlich der Arbeitsmarktpolitik?

Die Arbeit kommt zu dem Ergebnis, dass die Schaffung von Arbeitsplätzen durch Baumaßnahmen zwar stattfand, jedoch nicht als zielgerichtete konjunkturelle Maßnahme zur Vollbeschäftigung gewertet werden kann.

Ende der Leseprobe aus 8 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Unterhaltungsgebäude in der Antike. Baupolitische Maßnahmen zur Schaffung von Arbeitsplätzen oder Generierung von Prestige?
Hochschule
Ruhr-Universität Bochum  (Geschichte)
Veranstaltung
Archaischer Tauschhandel oder Marktwirtschaft? Das römische Wirtschaftssystem in der hohen Kaiserzeit
Note
1,7
Autor
Robin Kramme (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
8
Katalognummer
V294662
ISBN (eBook)
9783656924586
ISBN (Buch)
9783656924593
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Unterhaltung Gebäude Colosseum Kolosseum Circus Maximus Rom Spiele Ädil Prestige Ruhm Ansehen Werbung Wahlkampf Cursus Honorum
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Robin Kramme (Autor:in), 2014, Unterhaltungsgebäude in der Antike. Baupolitische Maßnahmen zur Schaffung von Arbeitsplätzen oder Generierung von Prestige?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/294662
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  8  Seiten
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