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Von der Konfirmation zur Jugendweihe. Die freireligiöse Bewegung in ihrer anfänglichen Entwicklung

Titel: Von der Konfirmation zur Jugendweihe. Die freireligiöse Bewegung in ihrer anfänglichen Entwicklung

Hausarbeit , 2013 , 12 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Trine Wenzel (Autor:in)

Theologie - Systematische Theologie
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

1 Einleitung 3

2 Historischer Kontext der Konfirmation 3-4

3 Freireligiöse Bewegung 4-9

3.1 Entstehung und Inhalte 4-5
3.2 Jugendweiheentwicklung 5-7
3.3 Humanistische Werte der Jugendweihe 7-8
3.4 Proletarische Jugendweihe und ihre weitere Entwicklung 8-9
4 Fazit 9-10
5 Literaturverzeichnis 11

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Historischer Kontext der Konfirmation

3 Freireligiöse Jugendweihebewegung

3.1 Entstehung und Inhalte

3.2 Jugendweiheentwicklung

3.3 Humanistische Werte der Jugendweihe

3.4 Proletarische Jugendweihe und ihre weitere Entwicklung

4 Fazit

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die historische Entwicklung und die ideologische Genese der Jugendweihe als weltliches Gegenstück zur christlichen Konfirmation, mit einem besonderen Fokus auf die freireligiöse Bewegung. Dabei steht die Frage im Zentrum, wie sich dieses Übergangsritual von seinen anfänglichen aufklärerischen und humanistischen Wurzeln hin zu seiner heutigen Form entwickelt hat.

  • Historische Einordnung der christlichen Konfirmation
  • Ursprung und Motive der freireligiösen Jugendweihebewegung
  • Vermittlung humanistischer Werte im Rahmen der Jugendweihe
  • Politisierung der Jugendweihe im proletarischen Kontext
  • Vergleich und Abgrenzung zwischen kirchlichen und weltlichen Feierformen

Auszug aus dem Buch

3.1 Entstehung und Inhalte

Am Ende des 18. und zu Beginn des 19. Jahrhunderts hielten die neuzeitliche Wissenschaft und Technik und die damit einhergehende europäische Aufklärung ihren Siegeszug. Hartmut Griese schreibt in seinen Ausführungen, dass die aufklärerischen Inhalte, wie beispielsweise sein Leben im Einklang mit der Vernunft und zum Wohle der Menschheit selbstbestimmt zu gestalten, ein tiefer Einschnitt in das gesellschaftliche Geistesleben waren. Die Dominanz der Kirche wurde zunehmend in Frage gestellt. (vgl.2)

Die freireligiösen Bewegungen waren eine Folge dieses aufklärerischen Umschwungs. Sie entstanden unter der Führung des Katholischen Priesters Ronge. Er hatte diese „[…] Bewegung durch sein offenes Sendeschreiben von […] 1844, indem er gegen die Ausstellung der Tuni[k]a Christi […] protestierte, ins Leben gerufen.“3 Ronge schrieb diesen offenen Brief an den Bischof von Trier, Wilhelm Arnoldi und prangerte dabei die Ausstellung dieser Reliquie als ein Götzenfest an. Der Brief wurde vervielfacht und verbreitet. Infolgedessen gründeten kritische Geistige der evangelischen, aber auch der katholischen Kirche, „freie Gemeinden“. Die Bewegung der Freireligiösen breitete sich in ganz Deutschland aus. Des Weiteren schlossen sich nach Aussagen u. A. von Thomas Gandow alle 70 Gemeinden der protestantischen „Lichtfreunde“ sowie viele Anhänger der „Deutschkatholiken“ an. (vgl.4)

Die Freireligiösen machten auf das Missverhältnis zwischen der Kirche als Institution und der Religion aufmerksam. Sie vertraten den Grundsatz von der völligen geistigen Freiheit statt Bindung an Dogmen; weltanschauliche Toleranz sowie Selbstbestimmung in Glaubenssachen. Diese Bewegung lehnte den Machtanspruch der Kirchen sowie deren Prunk und Reichtum ab. Sie billigten dem Einzelnen und der Natur höchste Autorität und traten für Gleichberechtigung, Lehrfreiheit und gegen staatliche Übergriffe ein. Außerdem wählten diese Gemeinden ihre Prediger selbst und bestanden auf ein Wahlrecht für Frauen (vgl.5)

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Bedeutung von Übergangsritualen ein und stellt die Absicht der Arbeit dar, die Entwicklung der Jugendweihe ausgehend vom historischen Kontext der Konfirmation zu beleuchten.

2 Historischer Kontext der Konfirmation: Dieses Kapitel erläutert die Ursprünge der Konfirmation, insbesondere die reformatorische Umdeutung der Firmung durch Martin Luther und die Institutionalisierung des Konfirmationsunterrichts durch Martin Bucer.

3 Freireligiöse Jugendweihebewegung: Dieser Abschnitt beschreibt die Entstehung der freireligiösen Bewegung als Reaktion auf kirchliche Dogmen und untersucht die Entwicklung der Jugendweihe von einer humanistischen Feier hin zu einer politisch beeinflussten Bewegung.

3.1 Entstehung und Inhalte: Hier wird der aufklärerische Hintergrund der freireligiösen Bewegung unter Führung von Ronge und der Grundsatz der geistigen Freiheit behandelt.

3.2 Jugendweiheentwicklung: Das Kapitel thematisiert die Etablierung der Jugendweihe durch Eduard Baltzer und die Ausweitung der Feierlichkeiten zu einer festen Tradition im 19. und frühen 20. Jahrhundert.

3.3 Humanistische Werte der Jugendweihe: Fokus auf die humanistische Prägung des Jugendweiheunterrichts, der auf Selbstbestimmung und Toleranz abzielt.

3.4 Proletarische Jugendweihe und ihre weitere Entwicklung: Analyse der Transformation der Jugendweihe durch proletarische Einflüsse sowie deren Unterdrückung im Nationalsozialismus und die Instrumentalisierung in der DDR.

4 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und reflektiert kritisch über die heutige Bedeutung und die oft beiläufige Wahrnehmung der Jugendweihe im Vergleich zur Konfirmation.

Schlüsselwörter

Jugendweihe, Konfirmation, Freireligiöse Bewegung, Aufklärung, Humanismus, Martin Bucer, Eduard Baltzer, Übergangsrituale, Selbstbestimmung, Glaubensbekenntnis, Proletarische Jugendweihe, Religionsfreiheit, Weltanschauung, Schulentlassungsfeiern, Konfession

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Entstehung und Entwicklung der Jugendweihe als weltliches Übergangsritual und setzt diese in Bezug zum historischen Kontext der kirchlichen Konfirmation.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Themen sind der aufklärerische Einfluss auf Religionsgemeinschaften, die Geschichte der Jugendweihe, die Vermittlung humanistischer Werte und die politische Vereinnahmung des Rituals im Zeitverlauf.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die freireligiöse Jugendweihebewegung in ihrer anfänglichen Entwicklung historisch einzuordnen und die Transformation von einem christlich geprägten Jugendritual zu einer eigenständigen, weltlichen Feier aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer literaturgestützten, historischen Analyse der Entstehungsgeschichte von Ritualen und der Auswertung religionswissenschaftlicher und historischer Quellen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des historischen Kontexts der Konfirmation, die Genese der freireligiösen Bewegung, die Entwicklung des Jugendweihe-Rituals sowie die Analyse humanistischer und politischer Zielsetzungen innerhalb dieser Bewegung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie Jugendweihe, Konfirmation, freireligiöse Bewegung, Humanismus und Säkularisierung charakterisieren.

Welche Rolle spielt Martin Bucer in dieser Untersuchung?

Martin Bucer ist als zentraler Reformator bedeutsam, da er durch die Entwicklung der „Ziegenhainer Zucht- und Ältestenordnung“ maßgeblich zur Etablierung des Konfirmationsunterrichts beigetragen hat.

Wie unterscheidet sich die „proletarische Jugendweihe“ von der ursprünglichen Form?

Während die ursprüngliche Form stark von humanistischen und aufklärerischen Werten geprägt war, legte die proletarische Jugendweihe den Fokus stärker auf Klassenkampf, kollektive Arbeit und die Unterstützung der Arbeiterbewegung.

Welche Bedeutung hat das Jahr 1844 für die freireligiöse Bewegung?

Im Jahr 1844 veröffentlichte der katholische Priester Johannes Ronge sein offenes Sendeschreiben, das sich gegen die Ausstellung der „Tunika Christi“ richtete und damit den Ausgangspunkt für die Gründung „freier Gemeinden“ in Deutschland markierte.

Warum spielt das „Glaubensbekenntnis“ eine so zentrale Rolle?

Das öffentliche Glaubensbekenntnis bei der Jugendweihe war ein zentraler Akt, um sich nach außen hin bewusst zur „freien Religion“ und zu humanistischer Selbstbestimmung zu bekennen, was eine klare Abgrenzung zum kirchlichen Bekenntnis darstellte.

Ende der Leseprobe aus 12 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Von der Konfirmation zur Jugendweihe. Die freireligiöse Bewegung in ihrer anfänglichen Entwicklung
Hochschule
Universität Erfurt  (Martin- Luther- Institut)
Veranstaltung
Vertiefung systematische Theologie
Note
1,7
Autor
Trine Wenzel (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
12
Katalognummer
V294671
ISBN (eBook)
9783656924647
ISBN (Buch)
9783656924654
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Jugendweihe Konfirmation freireligiös humanistische Werte proletarische Jugendweihe
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Trine Wenzel (Autor:in), 2013, Von der Konfirmation zur Jugendweihe. Die freireligiöse Bewegung in ihrer anfänglichen Entwicklung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/294671
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  12  Seiten
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