Terrorismus ist eine Bezeichnung für die strategische und planmäßige, politisch motivierte Gewalt durch radikale Gruppen. Sie hat das Ziel der Destabilisierung des politischen Systems durch die Verbreitung von Angst und Schrecken. Der Freiheitskämpfer wird von seinen Anhängern jedoch als Held gesehen, selbst wenn er Gewalt anwendet, wohingegen die andere Konfliktpartei ihn als Mörder, Unruhestifter oder Terrorist sieht.
Dies ist sehr gut am Beispiel Staufenbergs zu erklären, für die Nazis war Staufenberg ein Terrorist, da er einen Anschlag auf Hitler verübte. Doch für die gesamte freie Weltbevölkerung war er ein Freiheitskämpfer, der sich gegen das Nationalsozialistische Regime auflehnt.
Überspitzt und vereinfacht ausgedrückt liegt die Definition von Terrorismus/Freiheitskämpfer im Auge des Betrachters. Wenn der Freiheitskämpfer den Kampf gegen das Regime verliert ist er ein Terrorist, wenn er gewinnt ist er ein Befreier und wird gefeiert.
Inhaltsverzeichnis
1. Terrorismus
1.1. Terrorist oder Freiheitskämpfer (allgemein)
1.2. Terrorismus, Definition in der Bundesrepublik Deutschland
1.3. Wie entsteht Terrorismus
1.4. Was will Terrorismus bewirken
2. Was bedeutet „rechts“ und „rechtsextrem
2.1. Begriff „politisch rechts“
2.2. Faschismus und Nationalismus
2.3. „politisch rechts“, Besonderheit in Deutschland
2.4. Rechte Parteien und Gruppierungen in Deutschland
3. Rechtsterrorismus
3.1. „Deutsche Aktionsgruppen“
3.2. „Hepp-Kexel-Gruppe“
3.3. Oktoberfest Attentat
3.4. Roststock, 1992
3.5. Mölln, 1992
3.6. Solingen, 1993
3.7. 2003 und 2004 „Freikorps Havelland“
3.8. 2003 „Schutzgruppe“
3.9. Morde des Nationalsozialistischen Untergrundes, der NSU 2000-2007
4. Diskussion um Polizei und Verfassungsschutz
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die historische Entwicklung und Erscheinungsformen des Rechtsterrorismus in Deutschland. Dabei wird insbesondere analysiert, wie sich der Begriff des Terrorismus definiert, welche Merkmale rechtsextreme Ideologien prägen und welche konkreten terroristischen Gruppierungen und Anschläge seit den 1960er Jahren die deutsche Geschichte beeinflusst haben.
- Begriffsbestimmung von Terrorismus und Abgrenzung zum Freiheitskämpfer
- Historische Einordnung des „politisch rechten“ Spektrums in Deutschland
- Analyse von rechtsextremen Parteien, Kameradschaften und Wehrsportgruppen
- Dokumentation rechtsterroristischer Anschläge von den 1960er Jahren bis zum NSU
- Diskussion über die Rolle und Effektivität von Polizei und Verfassungsschutz
Auszug aus dem Buch
3.3. Oktoberfest Attentat
Der Mordanschlag beim Oktoberfest 1980 war ein Bombenattentat, die „Nagelbomben“ die sich in einem Feuerlöscher Befand war als Rohrbombe gebaut. Es gab 13 Tote, 211 Schwerstverletzte und mehrere Menschen mit Beinamputationen und/oder schwersten Behinderungen. Es gilt als ein Terroranschlag der „rechten“ Szene, wobei sich mehrere dazu bekannten. Aus ermittlungskreisen kam hervor das es sich Um einen Einzeltäter handle, der bei der Explosion getötet wurde. Er konnte nur anhand seines Personalausweises identifiziert werden, er galt als „Rechtsradikaler“ verbitterter und Isolierter Mitmensch. Es bekannten sich doch noch mehrere andere „Rechtsradikale“ zu diesem Anschlag. Ein V-Mann des Verfassungsschutzes, soll in Anwesenheit des Gründers der „Wehrsportgruppe“ Hoffman ein Geständnis abgelegt haben mit den Worten „Ich kann nicht nach Deutschland zurück, wir waren es.“ Ein anderer soll es nach einem Amoklauf Geiseln gestanden haben, nachdem er sich dann Suizid beging.26
Zusammenfassung der Kapitel
1. Terrorismus: Dieses Kapitel definiert den Begriff Terrorismus, grenzt ihn vom Freiheitskampf ab und beleuchtet die Entstehung sowie die Ziele terroristischer Gewalt.
2. Was bedeutet „rechts“ und „rechtsextrem: Hier werden die ideologischen Grundlagen des rechten politischen Spektrums sowie dessen Besonderheiten und historische Prägung in Deutschland erläutert.
3. Rechtsterrorismus: Dieser Hauptteil bietet eine chronologische Übersicht rechtsterroristischer Aktivitäten, von Gruppierungen wie der Wehrsportgruppe Hoffmann bis hin zu den Morden des NSU.
4. Diskussion um Polizei und Verfassungsschutz: Das abschließende Kapitel behandelt die Herausforderungen und Kontroversen in der Zusammenarbeit der deutschen Sicherheitsbehörden und geht auf die Kritik an deren Wirksamkeit ein.
Schlüsselwörter
Rechtsterrorismus, Deutschland, Extremismus, NSU, Terrorismus, Wehrsportgruppe, Radikalisierung, Verfassungsschutz, politische Gewalt, Neonazismus, Oktoberfest Attentat, Gruppierungen, Sicherheitsbehörden, Ideologie, Geschichte
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit bietet eine historische Übersicht über die Entwicklung des Rechtsterrorismus in Deutschland und analysiert dessen ideologische Hintergründe sowie die betroffenen Gruppierungen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der Definition von Terrorismus, der ideologischen Einordnung von „rechts“ und „rechtsextrem“ in Deutschland sowie der Dokumentation rechtsterroristischer Straftaten seit 1960.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, ein Verständnis für die Ursachen von rechtsterroristischer Gewalt zu schaffen und die historische Entwicklung der entsprechenden Szene transparent darzustellen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit stützt sich primär auf die Auswertung und Synthese existierender Quellen, Berichte und Informationen aus Lexika und Internetquellen, um einen historischen Abriss zu erstellen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil befasst sich detailliert mit verschiedenen Gruppierungen und Einzelanschlägen, die das Spektrum des Rechtsterrorismus in Deutschland über mehrere Jahrzehnte hinweg prägen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind Rechtsterrorismus, NSU, Extremismus, Sicherheitsbehörden und politische Gewalt.
Was zeichnet die „Hepp-Kexel-Gruppe“ besonders aus?
Sie gilt als bedeutendes Beispiel der Hochphase des rechtsorientierten Terrorismus und zeichnete sich durch eine explizite Ablehnung des Hitlerismus aus, da sie eine Verherrlichung Hitlers als schädlich für die eigene Ideologie betrachtete.
Wie bewertet der Autor die NSU-Morde im Kontext seiner Definition von Terrorismus?
Der Autor hinterfragt, inwiefern die NSU-Morde klassisch als Terrorzelle zu definieren sind, da diese im Untergrund operierten und ihr Handeln nicht mit der im Text geforderten medialen Präsenz zur Verfolgung politischer Ziele einherging.
Wie beurteilt der Autor die Kritik der „Blindheit auf dem rechten Auge“ beim Verfassungsschutz?
Er weist darauf hin, dass es für eine gesamtheitliche „Blindheit“ keine harten Beweise gibt und solche Behauptungen oft auf Unterstellungen beruhen, obwohl die öffentliche Diskussion über die Arbeit der Sicherheitsbehörden sehr kontrovers geführt wird.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2013, Rechtsterrorismus in Deutschland, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/294690