Frauen in der Divina Commedia. Am Beispiel von Francesca, Pia und Piccarda


Hausarbeit (Hauptseminar), 2013
26 Seiten, Note: 1,0

Leseprobe

1. Einleitung

„Ehret die Frauen! Sie flechten und weben Himmlische Rosen ins irdische Leben, Flechten der Liebe beglückendes Band, Und in der Grazie züchtigem Schleier Nähren sie wachsam das ewige Feuer Schöner Gefühle mit heiliger Hand.“ (V.1-6)

So wie es Schiller mehr als 400 Jahre später in seinem Gedicht „Würde der Frauen“ (SCHILLER 1796: 186ff.) beschreibt, so spricht sich bereits Dante für die Ehrung der Frauen aus. Seine gesamte Divina Commedia ist einer Frau gewidmet, seiner Jugendliebe Beatrice. Man mag sich an dieser Stelle vielleicht wundern - Lebte Dante nicht in der Zeit des Mittelalters, in einer patriarchalischen Gesellschaft, in der Frauen wenig Einfluss hatten? Dieser Frage wollen wir im Folgenden nachgehen. Hierfür müssen wir uns zunächst einen Überblick über die verschiedenen Frauen in der Literatur zu Zeiten Dantes schaffen. Daraufhin werden wir ein Blick auf die Frauen in Dantes Divina Commedia werfen um schließlich drei Frauen eingehender zu behandeln: Francesca, Pia und Piccarda. Alle drei Frauen haben wirklich gelebt, ihre Leben sind historisch nachweisbar.

Doch warum sind diese drei Frauen repräsentativ für die Divina Commedia? Welche sind die Gemeinsamkeiten zwischen ihnen?

Mit der Analyse dieser drei Frauen lässt sich erkennen, dass Dante nicht nur der Autor eines großartigen Werkes ist, sondern auch als Chronist seiner Zeit fungiert.

„In allen [Episoden] spiegelt sich und ist in das lebendige Licht der Dichtung verwandelt der eine oder andere Aspekt der Seele Dantes. Neigungen, Erinnerungen, Kultur, Meditation, mit einem Wort: seine gesamte und vielschichtige innere Gefühls- und Verstandeswelt läßt er in diesem Werk zusammenströmen [«]“ (BARBI 1955: 476f.)

Dante schrieb sein Werk in Erinnerung an Beatrice, seine erste Liebe. Die Commedia hingegen ist eine Jenseitsreise. Irdische Liebe und göttliche Liebe, wie geht dies Hand in Hand? Was verrät uns die Commedia über Dantes Gefühlswelt, über seine Sicht auf die Figur und Rolle der Frau?

2. Frauen in der Literatur zu Zeiten Dantes

Eine der bemerkenswertesten Eigenschaften der Literatur des 12. Jahrhunderts sind die weiblichen Charaktere. Frauen werden nicht als wahre Personen mit humanen Problemen dargestellt, sondern sind Symbole und Aspekte philosophischer und psychologischer Probleme, die die männliche Welt bewegen und oftmals durcheinanderbringen. In latinischen Allegorien personifizieren Frauen kosmologische Kräfte, die das Leben der Männer bestimmen. In Lyrik und Ritterromanen repräsentieren sie die Ideale des Mannes, seine Hoffnung und sein Streben, die Werte seiner Gesellschaft. Die Verkörperung dieser Kräfte und Werte in Frauenfiguren ist aussagekräftig für das Frauenbild der damaligen Zeit.

Biblische Frauen repräsentieren, sofern sie voller Güte sind, die Kirche. Sind sie hingegen bösartig, so stehen sie für niedere und schwächere Teile des Menschen, für fleischliche Lust oder Unbeständigkeit des Geistes. Die Frau als offensichtliches Objekt der Begierde verkörpert Lust und wird dafür verantwortlich gemacht: Das Objekt der Versuchung wird zu seiner Ursache. Da Frauen die Männer mit oberflächlicher Schönheit anziehen, werden sie auch mit Ketzerei identifiziert. „[I]ndeed, the love of woman can itself be idolatry.” (FERRANTE 1975: 2).

In der allegorischen Tradition werden die Frauen höher geschätzt: Die neo-platonischen Beschreibungen der Schöpfung als die Union gegensätzlicher Elemente (männlich und weiblich) führt zu einem positiveren Bild von Hochzeit und von Frauen im Allgemeinen. Diese positivere Sicht ist auf zwei Stränge zurückzuführen: den philosophischen und den rhetorischen. Jene doppelte Sicht auf die Dinge spiegelt sich auch im höfischen Roman wider. Hier werden die menschlichen Emotionen und Impulse näher untersucht. Hierbei repräsentiert die Dame die Kraft der Liebe, wird sogar manchmal mit der Liebe an sich verwechselt, vor allem in der Lyrik.

„Love awakens man to a new sense of himself, to higher aspirations, but sometimes he is drawn away from his love by worldly desires, which, in romance, are often represented by other women. When and if he overcomes his lower impulses, he is reunited with the woman he loves and that union signifies the harmony he has achieved within himself and with his world.” (FERRANTE 1975: 3)

Dante nimmt die Stränge aller vorheriger Traditionen (die positiven und negativen Symbole, die historischen Figuren, die personifizierten Abstraktionen, die Liebe zwischen Mann und Frau stellvertretend für den Weg zur Union zwischen Mensch und Gott) auf und bringt sie zusammen auf einen Punkt:

“[H]e yearns for harmony, and the harmony he presents as the ideal for himself and all mankind is possible only through women. [«] [H]e can even see a feminine side of God, in the trinity of Mary, Beatrice and Lucy, and in the identification of Beatrice with Christ.“1 (FERRANTE 1975: 3)

Doch werfen wir zunächst einen allgemeinen Blick auf die in der Commedia vorkommenden Frauen.2

3. Die Frauen in der Divina Commedia

Frauen in der Divina Commedia - kommen viele darin vor? Und wenn ja, spielen sie eine wichtige Rolle? Frauen sind in der Commedia von Beginn an recht zentral im Geschehen. Hauptsächlich gibt es natürlich Dantes Beatrice, das wird jedem, der die Divina Commedia auch nur entfernt kennt, bekannt sein. Doch es gibt tatsächlich noch viele andere Frauen: Francesca, Matelda, Pia, Piccarda und Lucy, desweiteren, bei genauerer Lektüre, Namen wie Giovanna, Costanza, Leah, Rachel, Anna und viele weitere. Wenn man sie alle zählt, so kommt man auf beinahe 300 andere Frauen als Beatrice, die in der Divina Commedia vorkommen. Sie spielen natürlich nicht alle eine tragende Rolle, einige werden nur kurz erwähnt um etwas zu erläutern oder zu kontrastieren, hinzu kommen mehr als 100 Frauen, die der klassischen Mythologie oder anderen literarischen Quellen zuzuordnen sind. Es kommen verschiedenste Arten von Frauen vor: „innocent maids, holy women, housewives, queens, peasant women, women in love, jealous women, proud women, cruel women, amazons, female warriors - even female beasts who lead astray and destroy human beings.” (PAOLUCCI 2005: 12). Dante versucht die Details äußerlichen Aussehens hintan zu stellen, um den Charakter oder die Persönlichkeit hervorzuheben.

„[The poet] pursue[s] the love of beauty to a height far above this world’s confusion of good and evil, of hopes and fears, of appearance and reality. At that hight - according to a tradition of poetic inspiration at least as old as Plato - all differences are confounded, the many are gathered into the one.” (PAOLUCCI 2005: 188)

Er bedient sich realer Persönlichkeiten, die, wie beispielsweise Francesca und Piccarda, als universelle, transparente Symbole für Sünde und Gutes stehen. Neben wirklichen Namen gibt es unzählige indirekte Referenzen und Umschreibungen, oftmals werden die Frauen von anderen charakterisiert und erscheinen nicht selbst. Die verbreitete, oberflächliche Annahme, dass es in der Commedia nur eine Handvoll Frauen gibt ist also irreführend und schlichtweg falsch.3

Eine weitere wichtige Figur darf man auf keinen Fall vergessen: die Jungfrau Maria, “a glorious Queen who holds together the scattered figures of the narrative and furnishes the principle of action” (PAOLUCCI 2005: 13). Die Fürsprache der Jungfrau Maria ist wahrlich die Beruhigung und die Bestätigung, dass Dante niemals wieder umherirren und vom rechten Weg abweichen wird (vgl.Inf I, 3). Seine Rettung ist also eine gottgegebene Gewissheit.

Dante bewegt sich vom Realen zum Symbolischen, vom Einzelfall zur Allgemeinheit, vom

Individuum zum Typus. Er hat hierbei ein großes und reiches Spektrum an Material zur Verfügung: Zusätzlich zur reichen Mythologie und religiösen Tradition von Heiligen und Märtyrern zeichnet er seine Frauen nach antiker Geschichte, zeitgenössischen Geschehnissen, Bibelgeschichten und -figuren, persönlichen Freunden und Feinden, Helden aus der Folklore, bekannte und weniger bekannte Persönlichkeiten - er bedient sich der ganzen Welt der Vergangenheit und der Gegenwart. Die Frauen der Commedia haben entweder wirklich existiert, sind Zeitgenossen des Dante oder altbekannte mythologische oder historische Figuren. Um diese zu beschreiben und zu charakterisieren bedient er sich besonders schöner Sprache:

„Dante [...] seem[s] to reserve the richest displays of metaphorical language for the divinely beautiful women, especially at those moments when human beauty and virtue are about to be transformed into something more than human.“ (PAOLUCCI 2005: 185)

3.1 Welche Rolle spielen die Frauen?

Die weibliche Figur erscheint in vielen Gesichtern, in unterschiedlichen Formen und ist keinesfalls homogen: sie symbolisiert gleichzeitig die tiefste Tiefe und Bestialität und den höchsten Ausdruck von Selbstlosigkeit und Güte. „She is an inspiration and a snare“ (PAOLUCCI 2005: 12).

Im Purgatorium spürt man den weiblichen Einfluss durchweg. Das Licht der Venus scheint auf den Berg des Purgatoriums im Canto I und von da an spürt man die Kraft der Liebe. Liebe ist die Basis des Seelenheils und der Erlösung im Purgatorium. Liebe heißt für Dante Frauen und diese Frauen herrschen hier vor und bringen die Erlösung der Männer durch gute Vorbilder oder Gebete voran.

„They are present in various ways: as the illustrations of the virtues and vices that enclose each level; as the relatives whose prayers are sought by the souls; as the three heavenly women who guide Dante’s journey; or as the symbolic figures he meets in the Earthly Paradise, Matelda and the nymphs. Woman’s love binds man not only through sexual ties but through family ties, and the family is also an important element in Purgatory. Men look to their wives or daughters for the prayers that will help pay the dept incurred by their sins.” (FERRANTE 1975: 147)

In der Commedia kommen beinahe alle Gebete von Frauen. Frauen sind Instrumente des Guten, da sie die Fähigkeit besitzen, Wünsche und Hoffnungen in Gebeten für das Wohlsein von anderen zu formulieren.

Familienbanden verbinden die Seelen mit der Erde und schaffen auch Verbindungen innerhalb der drei Reiche: Forese, im Purgatorium, hat einen Bruder, der dazu bestimmt ist in die Hölle zu kommen (Purg. XXIV 82ff.), eine Schwester, Piccarda4, die im Paradies ist und eine gute Ehefrau auf Erden.

Die Rolle der Frauen ist ohne Zweifel die der Lehrerinnen, Kommentatorinnen und Führerinnen. Sie dienen als moralische Führer (Una, Beatrice), als politische Personen, die die Geschichte und das Gemeinwohl kommentieren (Beatrice im irdischen Paradies) und als Kommentatorinnen von Grundprinzipien (Beatrice und die Jungfrau Maria im Paradies). „Each draws the independent moments of the poem over which she presides into a meaningful perspective“ (PAOLUCCI 2005: 186).

Wenn es um spezifische Sünden oder Werte geht, so ist Dante in der Hölle konventioneller als in den anderen Bereichen.5 Dort assoziiert er Frauen primär mit Lust und Täuschung und den Sünden, die in der religiösen Tradition mit Frauen in Verbindung gebracht werden. Lust ist eine Sünde, die Männer weibisch macht, indem sie ihn dazu ermuntert, seiner Wünsche oder Gelüste auf Kosten seiner Pflichten zu frönen. Dante zeigt dies im Canto V, in dem er zahlreiche Königinnen oder Herrscherinnen erscheinen lässt (Dido, Kleopatra, Elena usw.), die ihre öffentliche Verantwortung aufgegeben haben, um ihre Leidenschaften auszuleben. Dante tritt mit diesem Frauenbild in die Fußstapfen seiner Zeitgenossen, die Frauen lediglich mit Lust, Verführung und Täuschung verbinden.

Die Beispiele für Tugenden und Laster, die der antiken oder biblischen Tradition folgen, werden in zahlreichen Teilen der Commedia für Aug und Ohr aufgezeigt. Es gibt ein Gleichgewicht von Frauen und Männern in Gut und Böse, wobei Maria wird als Beispiel einer jeden Tugend angegeben wird. Die Laster werden in zahlreichen Beispielen gezeigt, sowohl bei Männern, als auch bei Frauen, wobei die Männer aber vorherrschend sind. Doch es ist Marias Präsenz als Beispiel jeder Tugend, die den stärksten Eindruck weiblicher Inspiration des Guten kreiert. Dies wird im irdischen Paradies durch die sieben Nymphen, die die sieben Tugenden repräsentieren, herausgestellt.

Wie man gesehen hat, führt Dante diese Einstellung keinesfalls während der gesamten Commedia fort. Bereits in der „Vita Nuova“ konnte man sein avantgardistisches Denken erahnen:

“When Dante says, at the end of the Vita Nuova, ‘io spero dicer di lei quello che ai non fue detto d’alcuna’ [«] , he means the glorification of Beatrice as the reflection of God, but in fact he does something even more unusual for the dignity of women by presenting them as human beings.” (FERRANTE 1975: 133)6

3.2 Die Rolle der Beatrice

Beatrice ist Dantes Führerin für den letzten Teil der Commedia, im Paradies. Auf dem Weg erklärt sie Dante Vieles: Sie spricht von Gott, von Erkenntnis, von Moral, sie erklärt ihm wie das Jenseitsreich funktioniert, ermahnt ihn, wenn nötig, und führt ihn wieder auf den richtigen Weg. Doch vor allem steht sie natürlich für die Liebe - seine Jugendliebe Beatrice, von der er, so versprach er es uns Lesern in der „Vita nova“, zu späterem Zeitpunkt gebührend sprechen wollte.

Paolucci bezeichnet Beatrice während der Reise durch das irdische Paradies als politische Historikerin („political historian“ PAOLUCCI 2005: 149), die gleichzeitig die moralische Allegorie der ersten beiden Canti zusammenfasst. Während der Reise durch den Himmel wird sie zur Lehrerin und erklärt Dante philosophische und theologische Wahrheiten. So begleitet und erhebt sie Dante zu Verständnis und Erkenntnis, „not of the ethical and political principles that ought to govern personal and public conduct, but of the ultimate cause of causes, the source of all being, beauty, truth, and goodness“ (PAOLUCCI 2005: 149).

Beatrice erklärt Dante auf der Spitze des Purgatoriums, weshalb er diese lange und beschwerliche Reise auf sich nehmen musste, anstatt den direkten Weg zu gehen. Niemand, so erklärt Beatrice, wird jemals den direkten Weg zum Berg der Erkenntnis gehen können, solange der Herrscher nicht an seinem ihm angestammten Platz ist und Frieden in der Welt schafft und beibehält.

Beatrice kommt die wichtigste Bedeutung in der Commedia zu: Ihr Name ist die Inspiration und der stetige Motor, der ihm hilft, diese Reise zu bewältigen. Nur seine Liebe für sie gibt ihm den Willen und die Kraft sich zu bewegen. Aber sie zwingt ihn auch, sich selbst so zu sehen, wie er ist und Verantwortung für das zu übernehmen, was er getan hat. Sie bewegt seinen Geist um ihr zu Gott zu folgen, hebt ihn zu seinen Kräften und lässt ihn diese übertreffen. Sie ist die kontinuierliche Quelle seiner Kraft und es ist durch ihre Augen, dass er das Licht Gottes erhält, welches ihn aufwärts führt.

Beatrice ist die wichtigste Frau des Gedichts, diejenige, die am direktesten mit Dantes Erlösung in Verbindung steht. Doch sie arbeitet für und mit der Jungfrau Maria. Die Commedia beginnt und endet mit ihr, sie ist der Vermittler zwischen Mensch und Gott. „She is both the model to follow in virtue and the source of mercy in sin“ (FERRANTE 1975: 140). Maria ist das Gegenstück Gottes des Vaters, sie ist Gott in seiner Kraft und Gnade und bildet eine weibliche Trinität mit Beatrice (Christ und Wissen) und Lucy (der Heilige Geist und Liebe). Diese Trinität führt Ferrante (1975) zu einem beeindruckenden und sehr modernen Ergebnis: Gott hat eine weibliche Seite.

„[T]here is nothing to compare with Dante’s concept of trinity of female figures who effect his salvation, all historical women - the mother of Christ, the third-century martyr, and the thirteen-century Florentine woman. What Dante says with this trinity is that man learns to know God through a woman, that his desire to become one with her can lead him to union with God, and that it is the female side of God’s nature that allows man to be saved. [«] This goes far beyond the inspiration to good deeds and virtue that woman can be in courtly poetry; indeed it solves the problem of secular limitations that such poetry raises by making human love an essential step towards divine love and by making the woman he loves a reflection of God. And it suggests that in His mercy and love - traits associated with women in the Bible and in secular literature - God has a female side.” (FERRANTE 1975: 141)

Im Paradies hängt das Geschlecht der Seele davon ab, ob sie “luce“ (f.) oder “lume” (m.), „anima” (f.) oder „spirito“ (m.) genannt wird, wobei dies anscheinend willkürlich geschieht und zeigt, dass Geschlecht in diesem Gottesreich wenig ausmacht. „The ambiguous use of pronouns is one of the most striking ways Dante shows the fusion of male and female elements“(FERRANTE 1975:144).

4. Francesca, Pia und Piccarda

4.1 In der Divina Commedia

Francesca ist sicherlich die bekannteste der drei hier näher vorgestellten Figuren. Dante begegnet ihr im fünften Canto des Inferno, lauscht ihrer Geschichte - und fällt in Ohnmacht vor Mitgefühl („Io venni men cosu com’io morisse/ E caddi come corpo morto cade.“ Inferno V, 141f.).

Dante und Vergil sind im zweiten Höllenkreise angelangt, in dem die Wollüstigen büßen, indem der Höllensturm sie wie Vogelschwärme umherjagt. Dante wünscht sich, mit einem Paar in Besonderem zu sprechen: Paolo Malatesta und Francesca von Rimini, die Gattin seines Bruders. Diese erzählt ihm ihre Geschichte: Sie und Paolo verliebten sich ineinander, während sie beide verheiratet waren:

„Amor, ch’a nullo amato amar perdona, mi prese del costui piacer si forte, che, come vedi, ancor non m’abbandona.” (Inferno V. 103-106)

[...]


1 Näheres zur Trinität Maria, Lucy, Beatrice siehe Kapitel 3.2

2 Vgl. FERRANTE, J. (1975): Woman as image in medieval literature 2

3 Vgl. PAOLUCCI, A. (2005): The women in Dante’s Divine Comedy and Spensers’s Faerie Queene 3

4 Siehe Kapitel 4.1 und 4.1.3

5 Vgl. Kapitel 7: Kurzer Einblick in die Rechtsmetaphysik der Commedia anhand dieser drei Frauen

6 Es soll hier nur eine sehr kleine Einführung zu Dantes Beatrice entstehen. Für nähere Informationen über Beatrice siehe beispielsweise: SIMONELLI (1994): Beatrice nell’opera di Dante e nella memoria europea. 1290- 1990.

Ende der Leseprobe aus 26 Seiten

Details

Titel
Frauen in der Divina Commedia. Am Beispiel von Francesca, Pia und Piccarda
Hochschule
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg  (Romanisches Seminar)
Veranstaltung
Hauptseminar Italienisch
Note
1,0
Autor
Jahr
2013
Seiten
26
Katalognummer
V294874
ISBN (eBook)
9783656926702
ISBN (Buch)
9783656926719
Dateigröße
776 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Italienisch, Dante, Divina Commedia, Literaturwissenschaft, Frauenbild
Arbeit zitieren
Lisa Husson (Autor), 2013, Frauen in der Divina Commedia. Am Beispiel von Francesca, Pia und Piccarda, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/294874

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