Energiegewinnung in China

China als neuer Ökostrom-Spitzenreiter


Hausarbeit, 2015
21 Seiten, Note: 2,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Energieverbrauch

3 Fossile Energieträger
3.1 Erdöl
3.2 Erdgas
3.3 Kohle

4 Kernenergie

5 Erneuerbare Energieträger
5.1 Windenergie
5.2 Solarenergie
5.3 Wasserkraft
5. 4 Biogas

6 Energieunternehmen
6.1 Hanergy
6.2 China Shenhua Energy

7 Fazit

Literaturverzeichnis

1 Einleitung

Aufgrund der Knappheit und der Endlichkeit der fossilen Energieträger wird die Gewinnung von Energie aus erneuerbaren Energien immer bedeutender.

Die fossilen Energieträger werden in der Zukunft irgendwann aufgebraucht sein. Erdöl und Erdgas werden Schätzungen zufolge in einigen Jahrzenten verbraucht sein. Die Gewinnung aus Kohle und Uran ist wohl noch mehrere Jahrhunderte gesichert.1

Der Klimawandel wird immer gravierender. Der Energiesektor macht ca. 45% an den Treibhausgasemissionen aus.2

China ist seit 2010 das Land mit dem höchsten Energieverbrauch. Gerade deshalb ist es wichtig, dass China vermehrt auf erneuerbare Energien setzt. Um den Klimawandel zu reduzieren ist es also unbedingt notwendig, auf erneuerbare Energien zurückzugreifen.3

In China kommt es zurzeit oft zu Smogalarm. Im Februar 2014 wurde die Warnstufe Orange ausgerufen. Die zulässigen Werte überstiegen dabei den zulässigen Bereich teilweise um das 12-fache.4

In dieser Hausarbeit werde ich zuerst allgemein den Energieverbrauch und die Veränderung des Energieverbrauchs in China darstellen. Anschließend werde ich die verschiedenen fossilen Energieträger vorstellen, die in China gefördert werden und welchen Beitrag diese zum Energieverbrauch von China leisten. Die Frage ist, ob es überhaupt möglich ist in naher Zukunft komplett auf Energie aus fossilen Energieträgern zu verzichten. Anschließend werde ich die Nutzung von Kernenergie vorstellen. Darauf folgend werde ich die erneuerbaren Energien vorstellen und darstellen in welcher Weise sie in China genutzt werden. Können die erneuerbaren Energien irgendwann die vollständige Energiegewinnung leisten? Zuletzt werde ich zwei Energieunternehmen aus China vorstellen. Und die Auswirkungen von der immer größer werdenden Nutzung von erneuerbaren Energien auf diese Unternehmen zeigen.

2 Energieverbrauch

Seit dem Jahr 2010 ist China der größte Energieverbraucher der Welt. Gerade deshalb werden erneuerbare Energien in diesem Land immer bedeutender.5 Ein Grund für den stark steigenden Energieverbrauch von China ist die drastisch steigende Bevölkerungszahl. Im Jahr 2000 betrug die Bevölkerung 1.263.000 Tsd. Einwohner. Im Jahr 2013 betrug die Bevölkerung in China bereits 1.357.380 Tsd.6

Ein weiterer Grund ist das starke Wirtschaftswachstum in China. Das Bruttoinlandsprodukt belief sich im Jahr 2000 auf etwa 1.588 Mrd. US-Dollar.7 Innerhalb von 13 Jahren ist das BIP auf etwa 9.020 Milliarden US-Dollar(2013) gestiegen.8 Dies ist ein Anstieg von circa 468%.

Im Jahr 1978 war die Produktion von Energie in China folgendermaßen zusammengesetzt: 70,3% Kohle, 23,7% Öl, 2,9% Gas und 3,1% erneuerbare Energien. Die erneuerbaren Energien haben sich um ein vielfaches gesteigert. Im Jahr 2012 war es folgendermaßen zusammengesetzt: 76,5% Kohle, 8,9% Öl, 4,3% Gas und 10,3% erneuerbare Energien. Der Anteil der erneuerbaren Energien hat sich in diesen 34 Jahren also um 7,2% erhöht.9

Die Energie, die 1978 in China verbraucht wurde, bestand zu 70,7% aus Kohle, 22,7% aus Öl, 3,2% aus Gas und zu 3,4% aus erneuerbaren Energien. Auch im Energieverbrauch hat sich der Anteil der erneuerbaren Energien stark erhöht. Der Verbrauch bestand 2012 nur noch zu 66,6% aus Kohle, 18,6% aus Öl, 5,2% aus Gas und zu 9,4% aus erneuerbaren Energien.10

Im Jahr 2000 lag der Primärenergieverbrauch von China bei etwa 1.038,21 Millionen Tonnen Öläquivalent. Bis 2013 stieg er bis auf 2.852,4 Millionen Tonnen Öläquivalent. Was einen Anstieg von etwa 174% in nur 13 Jahren ausmacht.11

3 Fossile Energieträger

„Unter fossilen Energieträgern versteht man Braun- und Steinkohle, Mineralöl und Erdgas.“12 Fossil steht in diesem Fall dafür, dass die Energieträger in einem Prozess entstanden sind, die mehrere Jahrmillionen andauerten.13

3.1 Erdöl

China verfügt im Vergleich zu den weiteren asiatischen Ländern über sehr große Ölvorkommen. In Asien hat es einen Anteil von etwa 45% der Ölvorkommen. Weltweit sind es jedoch nur etwa 1,1%. Die bewiesenen Ölreserven in China belaufen sich auf etwa 2,5 Milliarden Tonnen.14

Die Produktion von China lag weltweit etwa im Mittelfeld. Im Jahr 2003 betrug die Produktionsmenge 169,6 Millionen Tonnen. Bis 2013 ist die Produktionsmenge auf 208,1 Millionen Tonnen gestiegen.15

„China ist nach den USA der zweitgrößte Ölverbraucher und der größte CO2-Emittent weltweit.“16 Aufgrund des immer weiter steigenden Energiebedarfs hat China jedoch das Potential die USA in den kommenden Jahrzehnten abzulösen. Im Jahr 2013 lag der Ölverbrauch von den USA bei etwa 2.587 Tausend Tonnen pro Tag. Der Ölverbrauch von China bei etwa 1.473 Tausend Tonnen pro Tag.17 In den letzten 10 Jahren hat sich der Ölverbrauch von China fast verdoppelt. 2003 lag der Ölverbrauch bei 271,7 Millionen Tonnen. Bis zum Jahr 2013 stieg er auf 507,4 Millionen Tonnen.18 China hat also im Jahr 2013 mehr als doppelt so viel Erdöl verbraucht, als es selbst produziert hat.

Aufgrund des enormen Verbrauchs von Erdöl und der geringen Ölproduktion ist China darauf angewiesen, große Mengen von Erdöl zu importieren. Das ist der Grund, dass China mittlerweile der größte Erdöl Importeur weltweit ist.19 Im Jahr 2002 hat China etwa 330 Tausend Tonnen Erdöl pro Tag importiert. Die Importwerte haben sich innerhalb von 7 Jahren mehr als verdoppelt. 2009 betrug der Import bereits 651 Tausend Tonnen pro Tag. Aufgrund des hohen Erdöl-Importes ist China überaus abhängig von den Lieferantenländern. Daraus folgt, dass sich China strategisch angreifbar macht. 20

Die Erdölreserven könnten in absehbarer Zukunft aufgebraucht werden. Schätzungen zufolge wird bis 2040 etwa die Hälfte der weltweiten Erdölreserven verbraucht sein.21

China exportiert nur eine sehr geringe Menge. Auch das Wachstum von den Erdölexporten ist gering. Im Jahr 2002 betrug der Export von Erdöl etwa 59 Tausend Tonnen pro Tag. Bis 2009 stiegen die Exporte lediglich auf etwa 66 Tausend Tonnen pro Tag.22 Ein Grund für Exporte, obwohl die Länder das Erdöl selber brauchen ist, dass das eigene Erdöl teurer verkauft werden kann und aus dem Ausland günstiger Erdöl importiert werden kann.

3.2 Erdgas

In China wurden in den vergangenen Jahren immer mehr Erdgasreserven nachgewiesen. Ende 1993 wurden Reserven in Höhe von 1,7 Billion Kubikmeter nachgewiesen. Am Ende des Jahres 2013 betrugen die nachgewiesenen Reserven bereits 3,3 Billionen Kubikmeter. Damit verfügte China über etwa 22% der Erdgasreserven im asiatischen Raum. Weltweit sind es nur 1,8% der Erdgasreserven.23

Die Produktion von Erdgas in China hat sich in den letzten zehn Jahren mehr als verdreifacht. 2003 betrug die Produktion 35 Milliarden Kubikmeter. Im Jahr 2013 betrug die Produktion bereits 117,1 Milliarden Kubikmeter.24

„Aus globaler Sicht fällt der chinesische Erdgasverbrauch relativ moderat aus. Im Vergleich mit den Vereinigten Staaten, in denen im Jahr 2006 619,7 Mrd. m³ Erdgas konsumiert wurden, steckt Chinas Erdgasmarkt noch in den Kinderschuhen.“25 Der Verbrauch von Erdgas ist in den vergangenen Jahren aufgrund des enormen Wachstums von China drastisch gestiegen. Dies ist jedoch nicht der einzige Grund. Der Hauptgrund, dass der Erdgasbedarf in China immer weiter steigt, liegt daran, dass die chinesische Regierung mit der derzeitigen Energiegewinnung aufgrund der großen Abhängigkeit nicht zufrieden ist.26 Der Verbrauch lag im Jahr 2003 noch bei 33,9 Milliarden Kubikmeter. 2013 lag der Verbrauch bereits bei 161,6 Milliarden Kubikmeter. Alleine im Jahr 2013 lag der steigende Verbrauch zum Vorjahr bei 10,8%. Weltweit verbrauchte China mit diesen Werten 4,8% des Erdgasverbrauches.27 Aus Sicht von Experten sind für die nächsten Jahrzehnte noch ausreichend Erdgas Ressourcen vorhanden.28

Die Importwerte von Erdgas steigen ebenfalls sehr stark an. Im Jahr 2012 importierte China insgesamt 41,4 Milliarden Kubikmeter Erdgas, jeweils etwa zur Hälfte über Pipelines und Flüssiggas. Die Importe stiegen innerhalb eines Jahres auf 51,9 Milliarden Kubikmeter.29

Auch im Bereich von Erdgas fallen die Exporte von China sehr gering aus. 2012 betrug der Export lediglich 2,8 Milliarden Kubikmeter. Diese Exporte wurden nur über Pipelines durchgeführt. Im Jahr 2013 hat sich dieser Wert nicht geändert, auch hier wurden 2,8 Milliarden Kubikmeter exportiert.30 Fraglich ist, ob China in naher Zukunft komplett auf den Export verzichten wird, aufgrund des Versuches sich mehr auf die Energiegewinnung durch Erdgas zu konzentrieren.

3.3 Kohle

„Kohle ist aufgrund der bei weitem größten globalen Gesamtressourcen (Reserven plus Ressourcen) unter den fossilen Energierohstoffen weiterhin der bedeutendste Energierohstoff.“31 China verfügt im asiatischen Raum über die größten Kohlevorkommen.32 Es sind etwa 40% der Reserven im asiatischen Raum. Die nachgewiesenen Reserven von Kohle betrugen Ende des Jahres 2013 114.500 Millionen Tonnen. Weltweit macht das 12,8 % der Kohle Reserven aus.33

„China ist der größte Kohleproduzent und –Verbraucher.“34 Die Produktion von Kohle in China hat sich in den letzten zehn Jahren mehr als verdoppelt. 2003 betrug die Produktionsmenge 917,4 Millionen Tonnen Öläquivalent. Im Jahr 2013 betrug sie bereits 1840 Millionen Tonnen Öläquivalent. Im asiatischen Raum macht das einen Anteil von etwa 67% aus. Weltweit sind es 47,4%. Damit produziert China mehr als dreimal so viel Kohle, wie ganz Nord Amerika.35

„Die Abhängigkeit der chinesischen Energiewirtschaft von der Kohle, ist in China selbst Ursache einer Vielzahl von Problemen: zunächst ist zu bemerken, dass die in China geförderte Kohle eine im internationalen Vergleich niedrige Energieeffizienz hat und zusätzlich der Schwefelanteil extrem hoch ist; damit geht einher ein hoher Grad an Umweltverschmutzung; zuletzt hat das auf Kohle basierende Stromnetz seine Grenzen längst erreicht. Besonders in den Sommermonaten, wenn überall in den Städten die Klimaanlagen auf Hochtouren laufen, fällt der Strom in den Fabriken in den Boomregionen an der Küste, zum Beispiel Shanghai häufig aus.“36

Auch der Verbrauch hat sich in den letzten zehn Jahren mehr als verdoppelt. 2003 betrug der Verbrauch von Kohle noch 868,2 Millionen Tonnen Öläquivalent. Innerhalb von zehn Jahren stieg dieser Wert auf 1925,3 Millionen Tonnen Öläquivalent an. Das sind 50,3% der weltweit verbrauchten Kohle.37 Zurzeit besteht die Energiegewinnung in China zu 65% aus dem Verbrauch von Kohle.38

Im Jahr 2003 war China noch in der Lage seinen Verbrauch von Kohle selbst zu decken. Mittlerweile ist es notwendig auf Kohle durch Importe zurückzugreifen. China muss immer größere Mengen von Kohle importieren. 2009 lag die Menge des Importes noch bei 125,84 Millionen Tonnen. Innerhalb von nur drei Jahren hat sich dieser Wert mehr als verdoppelt und lag 2012 bereits bei 288,41 Millionen Tonnen.39

Die Exporte von Kohle haben sich immer weiter verringert. Die Exportmenge betrug 2003 94 Millionen Tonnen. 2006 waren es nur noch 63 Millionen Tonnen. Das macht einen Rückgang von etwa 33% in nur 3 Jahren aus.40

Die Energiegewinnung aus Kohle ist jedoch noch über einen langen Zeitraum sichergestellt.41

4 Kernenergie

Kernenergie wird durch Kernspaltung oder Kernfusion hergestellt. Unter Kernfusion versteht man das Verschmelzen von Atomkernen. Bei diesem Vorgang werden große Mengen Energie freigesetzt.42

„Kernspaltung bezeichnet einen Prozess der Kernphysik, bei dem ein Atomkern unter Energiefreisetzung in zwei oder mehr Bestandteile zerlegt wird. Seltener wird die Kernspaltung auch als Kernfission (v. lat. fissio das Spalten) bezeichnet.“43

Der Anteil der Kernenergie am gesamten Verbrauch der Energie in China ist sehr gering. 2001 betrug der Anteil nur 1,11%. Bis 2011 ist der Anteil lediglich auf 1,8% gestiegen. Die Höchstwerte lagen in 2003 und 2008 mit 2,2%.44

In China besteht große Angst davor, dass es zu ähnlichen Unfällen wie in Fukushima kommen kann. China will deshalb alle im Bau und in Planung befindlichen Atomkraftwerke auf ihre Sicherheit überprüfen. Es sollen auch neue Sicherheitsvorschriften eingeführt werden.45 Bis 2020 sollen insgesamt 71 Atomkraftwerke in China im Betrieb sein.46

Der Verbrauch von Kernenergie in China hat sich zwar in den vergangenen Jahren mehr als verdoppelt, jedoch ist er im weltweiten Vergleich immer noch ziemlich gering. Im Jahr 2003 wurden 9,8 Millionen Tonnen Öläquivalent verbraucht. Dieser Wert stieg bis 2013 auf 25 Millionen Tonnen Öläquivalent. Im Jahr 2013 verbrauchte China damit weltweit nur einen Anteil von 4,4% des gesamten Verbrauchs. Was im Vergleich zu den weiteren Energieträgern sehr gering ist.47

Vorteile von Kernkraftwerken sind vor allem, dass keine fossilen Brennstoffe verwendet werden. Hinzu kommt, dass im Betrieb von Kernkraftwerken nur wenig CO2 Emissionen entstehen. Außerdem kann durch sehr kleine Mengen von Kernbrennstoffen eine große Menge an elektrischer Energie gewonnen werden.48 Des Weiteren sind Brennstoffe, die bei der Kernfusion verwendet werden sehr billig. Sie sind nicht nur in großen Teilen in wenigen Ländern verteilt, sondern relativ gleichmäßig über die ganze Welt. So entsteht keine Abhängigkeit von anderen Ländern.49

Ein großer Nachteil an Kernenergie ist, dass die Entsorgung der radioaktiven Abfälle sehr kompliziert ist. Die Abfälle müssen irgendwo sicher gelagert werden. Es dauert viele Jahre bis die Abfälle nicht mehr gefährlich sind. Hinzu kommt, dass Kernkraftwerke oft ins Visier von terroristischen Organisationen rücken.50

5 Erneuerbare Energieträger

Unter erneuerbaren Energieträgern versteht man Energieträger, die keine CO2 Emissionen verursachen und auch in Zukunft dauerhaft vorhanden sein werden. Es umfasst Windkraft, Sonnenenergie, Wasserkraft, Geothermie und Biomasse.51

China hat 2005 einige Gesetze im Hinblick auf die erneuerbaren Energien verabschiedet. Es wurde beschlossen, die Marktentwicklung von erneuerbaren Energien zu vereinfachen. Des Weiteren sollte ein Marktraum geschaffen werden. Außerdem sollte die Finanzierung der Entwicklung garantiert werden.52

5.1 Windenergie

„Die Zukunft der Energiebedarfsdeckung der Menschheit liegt in den Erneuerbaren. Und Windenergie ist dabei die treibende Kraft.“53

„Unter Windenergie versteht man die Bewegungsenergie (kinetische Energie) der Luftströmung. Sie ist eine indirekte Form der Sonnenenergie und gehört damit zu den erneuerbaren Energien. Sie wird heute nahezu ausschließlich über Windkraftanlagen (auch Windkonverter genannt) genutzt. Dabei wird ein Rotor durch die Luftströmung in Drehung versetzt, der wiederum mittels Drehachse einen Stromgenerator antreibt.“54

China begann 2005 mit der Errichtung von Windparks. Die Kapazität betrug 1,3 GW.55

Darauf folgte ein enormer Ausbau der Windparks, die entlang der langen Küste installiert wurden. Das führte dazu, dass China mittlerweile auch bei Windenergie der Weltmarktführer ist.56 Ende 2010 betrug die Kapazität der Windparks bereits etwa 45 GW. Innerhalb von etwa zweieinhalb Jahren hat China die Kapazität fast verdoppelt. Im Juni 2013 betrug die Kapazität fast 81 GW.57

Es gibt sowohl Vorteile als auch Nachteile für die Nutzung von Windkraft. Abgesehen davon, dass Windenergie regenerativ ist, weil die Sonne immer scheinen wird, weist sie auch eine positive CO2 Bilanz auf. Lediglich bei der Herstellung von Windrädern entstehen Treibhausgasemissionen, während des Betriebes an sich ist das jedoch nicht der Fall. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Windenergie unabhängig von anderen Ländern ist. Gerade für China ist das ein wichtiger Grund für die Nutzung von Windparks, da China unabhängiger werden will. Es erfolgt also eine Abkopplung von den Importen von fossilen Energieträgern. Hinzu kommt das Schaffen von Arbeitsplätzen.58 Nachteile sind, dass die Windenergie nur schwierig kalkulierbar ist. Es ist nicht immer sichergestellt, dass genau dann, wenn Energie benötigt wird auch der Wind weht.59 Außerdem ist es nicht möglich ist die Windenergie zu speichern. Es gibt grundsätzlich Möglichkeiten die Energie zu speichern. Ein Beispiel dafür ist das Pumpspeicherkraftwerk.60

„Ein Pumpspeicherkraftwerk (oder Pumpspeicherwerk) ist ein Wasser-Speicherkraftwerk (eine Art Wasserkraftwerk), bei dem das obere Wasserreservoir unter Aufwand elektrischer Energie mit Pumpen wieder aufgefüllt werden kann. Der verwendete Pumpstrom wird in Zeiten geringer Netzbelastung zu niedrigen Preisen bezogen. Wenn dann später ein hoher Leistungsbedarf entsteht, wird das gespeicherte Wasser wieder turbiniert, d. h. es wird wieder elektrische Energie gewonnen. Der gewonnene Spitzenlast-Strom kann dann oft zu viel höheren Preisen wieder verkauft werden. Allerdings geht durch diverse Verluste in den Pumpen, Turbinen und Wasserleitungen (nur zum geringsten Teil in Generator und Pumpenmotor) ein Teil der gespeicherten Energie verloren.“61

Aufgrund des Verlustes von Energie bei der Nutzung ist es jedoch nicht sehr effizient. Außerdem sind sie nicht sehr weit verbreitet. Wenn viel Wind weht kann es also sein das viel Energie verloren geht, weil diese zu dieser Zeit einfach nicht verbraucht werden kann. Ein weiterer Nachteil ist, dass Lebensräume von Tieren beeinträchtigt oder zerstört werden.62

5.2 Solarenergie

„Die Sonne ist unsere größte, unerschöpfliche Energiequelle. Die einwirkende Energiestrahlung ist 10.000 Mal höher als der gesamte Energiebedarf der Welt. Aber es muss beachtet werden, dass diese nicht immer und überall zur Verfügung steht.“63

[...]


1 Vgl. Quaschning 2013, S.23 f.

2 Vgl. Markewitz/Matthes 2008, S.65.

3 Vgl. Dapd 2011, o.S.

4 Vgl. Zeit 2014, o.S.

5 Vgl. Dapd 2011, o.S.

6 Vgl. Statistisches Bundesamt 2014, S.2 f.

7 Vgl. Bundeszentrale für politische Bildung 2012, o.S.

8 Vgl. Statista [o.J.a], o.S.

9 Vgl. China Statistical Yearbook 2013, Kap.8-1.

10 Vgl. China Statistical Yearbook 2013, Kap.8-2.

11 Vgl. Statista [o.J.b], o.S.

12 Jochem [o.J.], o.S.

13 Vgl. ebd.

14 Vgl. BP 2014, S.6.

15 Vgl. BP 2014, S.10.

16 Türk 2014, S.10.

17 Vgl. Statista [o.J.c], o.S.

18 Vgl. BP 2014, S.11.

19 Vgl. Zand 2013, o.S.

20 Vgl. Welt auf einen Blick [2011a], o.S.

21 Vgl. BGR 2013, S.49.

22 Vgl. Welt auf einen Blick [2011b], o.S.

23 Vgl. BP 2014, S.20.

24 Vgl. BP 2014, S.22.

25 Gu 2007, S.42.

26 Vgl. ebd.

27 Vgl. BP 2014, S.23.

28 Vgl. BGR 2013, S.11.

29 Vgl. BP 2014, S.29.

30 Vgl. ebd.

31 BGR 2013, S.27.

32 Vgl. Pechar 2013, S.228.

33 Vgl. BP 2014, S.30.

34 Yu 2009, S.21.

35 Vgl. BP 2014, S.32.

36 Yu 2009, S.21.

37 Vgl. BP 2014, S.33.

38 Vgl. Auswärtiges Amt 2014, o.S.

39 Vgl. Statista [o.J.d], o.S.

40 Vgl. Ritschel 2007, S.73.

41 Vgl. Crastan 2009, S.9.

42 Vgl. MPI [o.J.], o.S.

43 Chemie [o.J.], o.S.

44 Vgl. Statista [o.J.e], o.S.

45 Vgl. Neles 2012, S.221.

46 Vgl. Mayer-Kuckuk 2013, o.S.

47 Vgl. BP 2014, S.35.

48 Vgl. Boehme [o.J.], o.S.

49 Vgl. MPI [o.J.], o.S.

50 Vgl. Kernenergie [o.J.], o.S.

51 Vgl. Kandert [o.J.], S.19.

52 Vgl. intec [o.J.], S.3.

53 Böttcher 2012, S.4.

54 Umweltdatenbank [o.J.], o.S.

55 Vgl. GIZ [o.J.], o.S.

56 Vgl. Odrich 2013, o.S.

57 Vgl. WWEA 2013, S.4.

58 Vgl. Regenerative-Energie-Quellen [o.J.], o.S.

59 Vgl. ebd.

60 Vgl. Alternative Stromerzeuger 2013, o.S.

61 R-P-Energie-Lexikon [o.J.], o.S.

62 Vgl. Alternative Stromerzeuger 2013, o.S.

63 Erneuerbare Energien [o.J.], o.S.

Ende der Leseprobe aus 21 Seiten

Details

Titel
Energiegewinnung in China
Untertitel
China als neuer Ökostrom-Spitzenreiter
Hochschule
Hochschule Fresenius; Köln
Veranstaltung
Wissenschaftliches Arbeiten
Note
2,0
Autor
Jahr
2015
Seiten
21
Katalognummer
V294895
ISBN (eBook)
9783656926382
ISBN (Buch)
9783656926399
Dateigröße
485 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
energiegewinnung, china, ökostrom-spitzenreiter
Arbeit zitieren
Lucas D'hein (Autor), 2015, Energiegewinnung in China, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/294895

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