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Finanzierungseffekte im Konzern

Titel: Finanzierungseffekte im Konzern

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2002 , 46 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Elena Malykhina (Autor:in)

BWL - Bank, Börse, Versicherung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Konzerne sind in vielfacher Hinsicht Gegenstand betriebswirtschaftlicher Forschung. Renta-bilitäts- und Risikoeffekte laufen in anderen Formen und damit mit anderer Wirkung ab, als dies im Einzelunternehmen der Fall ist. Vor allem ist es die Struktur des Unternehmensver-bundes, die den Komplexitätsgrad der finanzwirtschaftlichen Wirkungsbeziehungen determi-niert. Hierbei steht zunächst die Frage der finanzwirtschaftlichen Hebelwirkung und des hiermit in engem Zusammenhang stehenden Kapitalstrukturrisikos im Mittelpunkt der Be-trachtungen. Da bestimmten Konzernstrukturen regelmäßig gewählte und somit zweckmäßige Organisationsformen zugrunde liegen, stellt denen das finanzwirtschaftliche Spezifikum zu-gleich ein bedeutendes Handlungspotential zielgerichteter Unternehmenspolitik dar. Diese Fragen werden auf der Grundlage des finanzwirtschaftlichen Leverage-Effekts untersucht. Dieses Gestaltungspotential zu erfassen, analytisch aufzubereiten und damit transparent zu machen, ist die Aufgabe und Ziel der Arbeit.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Finanzierungseffekte im verschachtelten Konzern

2.1 Der verschachtelte Konzern

2.1.1 Begriff des Konzerns

2.1.2 Formen und Gründen der Verschachtelung

2.1.3 Eigenkapital im Konzern: originär und derivativ

2.1.4 Die Entstehung von derivativem Eigenkapital und ihre Folgen

2.2 Pyramiden-Effekt im verschachtelten Konzern

2.2.1 Der verschachtelungsspezifische Umsatzmultiplikator

2.2.2 Der verschachtelungsspezifische Leverage-Effekt

2.2.2.1 Grundlagen des Leverage-Effekts

2.2.2.2 Der Zusammenhang zwischen Leverage- und Pyramiden-Effekten

2.3 Pyramiden-Effekt am Beispiel

2.3.1 Prämissen und Ausgangsdaten

2.3.2 Der Umsatzmultiplikator anhand des Beispiels

2.3.3 Verschachtelungsspezifische Rentabilitäts- und Risikokomponente

2.3.4 Interpretation der Ergebnisse

3 Finanzierungseffekte im Bankenkonzern

3.1 Aspekte des Aufbaus von Kreditpyramiden im Bankenkonzern

3.1.1 Die Bestimmungen von Institutsgruppen

3.1.2 Begriffsbestimmungen von Beteiligungen

3.1.2.1 Definition von Bankbeteiligungen und Bankenkonzern

3.1.2.2 Begriffsbestimmungen nach § 12 KWG

3.1.2.2.1 Beteiligung an Unternehmen außerhalb des Finanzsektors

3.1.2.2.2 Bedeutende Beteiligungen

3.1.2.3 Dauerhafter Besitz

3.1.2.3 Quantitative Normen

3.1.3 Eigenkapital im Konzern

3.1.3.1 Eigenkapital nach KWG und HGB

3.1.3.2 Originäres und Derivatives Eigenkapital im Bankenkonzern

3.2 Der Leverage-Effekt im Bankenkonzern

3.2.1 Bankkonzernspezifischer Kreditmultiplikator und seine Determinanten

3.2.2 Der Zusammenhang zwischen dem Leverage- und Kreditpyramiden-Effekt

3.2.3 Der konzernspezifischer Rentabilitäts- und Risikohebel des Kreditmultiplikators

3.3 Kreditpyramiden-Effekt am Beispiel

3.3.1 Ausgangsdaten und Prämissen

3.3.2 Die Verfahren zur Ermittlung des effektiven Kreditmultiplikators

3.3.3 Der Rentabilitätshebel an einem Beispiel

3.3.4 Das Leverage-Risiko am Beispiel

4 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die finanzwirtschaftlichen Auswirkungen von Konzernstrukturen, insbesondere den sogenannten Pyramiden-Effekt, auf die Rentabilität und das Risikoprofil von Unternehmen. Ein zentrales Ziel ist es, aufzuzeigen, wie durch mehrstufige Beteiligungen und derivatives Eigenkapital eine Hebelwirkung auf den Umsatz sowie die Eigenkapitalrentabilität erzielt wird, und welche besonderen Problematiken sich dabei im Bankensektor im Kontext von Kreditpyramiden und aufsichtsrechtlichen Vorgaben ergeben.

  • Analyse des Leverage-Effekts in verschachtelten Konzernstrukturen.
  • Untersuchung der Entstehung und Wirkung von derivativem Eigenkapital.
  • Evaluierung des Kreditpyramiden-Effekts im spezifischen regulatorischen Kontext von Banken.
  • Vergleich verschiedener Konsolidierungsverfahren zur Messung von Kreditmultiplikatoren.
  • Bewertung von Rentabilitäts- und Risikohebeln bei der Beteiligungssteuerung.

Auszug aus dem Buch

2.2.2.2 Der Zusammenhang zwischen dem Leverage- und Pyramiden-Effekt

Der Zusammenhang zwischen dem Leverage- und Pyramiden–Effekt ergibt sich aus der Überlegung, dass die Bestandteile des Pyramiden-Effekts durch die gezielte Anwendung des Verschachtelungsprinzips indirekt auch den Verschuldungsgrad des Konzerns determiniert. Die Hauptdeterminanten, die den verschachtelungsspezifischen Rentabilitäts- und Risikohebel bestimmen, kann man im folgenden auf einem mathematischen Ansatz vorstellen.

Unter den Annahmen: streng hierarchischer, linearer Beteiligungsbeziehungen sowie voller Gewinnausschüttung bei den Beteiligungsgesellschaften (ohne Steuerabzug und ohne zeitliche Verzögerung des Gewinntransfers nach oben) lässt sich der Gewinn der Obergesellschaft (G H ) darstellen als:

G H = r UK1 · UK1 − i FK · FK1 + B2 · (r UK2 · UK2 − i FK2 · FK2 ) + B2 · B3 · (r UK3 · UK3 − i FK3 · FK3 )

Allgemein gilt entsprechend: G 1 = n i=1 ( ∏ i j=1 B j(i) ) × (r UKi · UKi − i FKi · FKi )

Dabei ist i der Index der hierarchisch verschachtelten Unternehmen, j der Laufindex und B die Beteiligungsquote. Aus formellen Gründen entspricht B dem Wert 1,0, da die Konzernobergesellschaft ja „zu 100 % an sich selbst beteiligt ist“. Hinter dem Term ∏ i j=1 B i(j) verbirgt sich allgemein die Beteiligungsquote der Obergesellschaft an der Beteiligungsunternehmung i. Sie errechnet sich bei mehrstufigen Beteiligungsbeziehungen durch multiplikative Verknüpfung der Beteiligungsquoten. Das kann man an einem Beispiel verdeutlichen. In einem streng hierarchisch gegliederten Konzern hält die Konzernobergesellschaft A 51 % an B, B wiederum 80 % an C, C hält wiederum 30 % an D. Die Konzerngesellschaft A ist also an der Gesellschaft D zu 12 % beteiligt (0,12=1x0,51x0,8x0,3).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Forschungsfrage der finanzwirtschaftlichen Hebelwirkung innerhalb von Konzernstrukturen ein und erläutert die Relevanz der Kreditpyramidenproblematik im Banksektor.

2 Finanzierungseffekte im verschachtelten Konzern: Dieses Kapitel definiert den verschachtelten Konzern und analysiert den Pyramiden-Effekt als Instrument zur Steigerung von Umsatz und Rentabilität durch derivatives Eigenkapital.

3 Finanzierungseffekte im Bankenkonzern: Hier werden die regulatorischen Aspekte, wie die Institutsgruppenbildung nach KWG, sowie die speziellen Mechanismen von Kreditpyramiden und deren Risiken im Bankwesen detailliert untersucht.

4 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass zwar finanzwirtschaftliche Vorteile durch den Pyramiden-Effekt existieren, diese jedoch eine komplexe Risikosituation schaffen, die eine adäquate bankaufsichtliche Erfassung erfordert.

Schlüsselwörter

Finanzierungseffekte, Konzernstruktur, Pyramiden-Effekt, Leverage-Effekt, derivatives Eigenkapital, Bankenkonzern, Kreditpyramiden, Rentabilitätshebel, Risikohebel, KWG, Konsolidierung, Beteiligungsquote, Eigenkapitalrentabilität, Verschuldungsgrad, Bankbeteiligungen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, wie Konzernstrukturen genutzt werden, um durch Verschachtelung und Beteiligungen finanzielle Effekte wie Rentabilitätssteigerungen und Umsatzmultiplikationen zu erzielen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Konzernfinanzierung, den Leverage-Effekt, das Konzept des derivativen Eigenkapitals sowie spezifische bankaufsichtsrechtliche Fragestellungen bei Beteiligungsstrukturen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, das finanzwirtschaftliche Gestaltungspotenzial der Verschachtelung analytisch aufzubereiten und transparent zu machen, besonders in Hinblick auf das durch Mehrfachnutzung von Eigenkapital entstehende Risiko.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt theoretische Herleitungen, mathematische Ansätze zur Rentabilitäts- und Risikoanalyse sowie fallbasierte Simulationen und Vergleiche verschiedener Konsolidierungsmethoden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Finanzierungseffekten in allgemeinen verschachtelten Konzernen und die spezifische Anwendung auf den Bankenkonzern unter Berücksichtigung des KWG.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Pyramiden-Effekt, Leverage-Effekt, Kreditpyramiden, derivatives Eigenkapital und Bankenkonzern.

Wie unterscheidet sich originäres von derivativem Eigenkapital?

Originäres Eigenkapital stellt das tatsächliche Kapital der Unternehmenseigner dar, während derivatives Eigenkapital durch die wirtschaftliche Einheit des Konzerns lediglich buchmäßigen Charakter annimmt, wenn Konzerngesellschaften gegenseitig Anteile halten.

Warum ist eine quotenkonsolidierte Konzernbilanz zur Risikoanalyse wichtig?

Die Analyse zeigt, dass nur die Quotenkonsolidierung das durch Kreditpyramiden von der Obergesellschaft übernommene Kapitalstrukturrisiko hinreichend widerspiegelt, während andere Verfahren dieses Risiko teilweise verdecken.

Ende der Leseprobe aus 46 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Finanzierungseffekte im Konzern
Hochschule
Universität Hohenheim  (Lehrstuhl für Bankwirtschaft und Finanzdienstleistungen)
Note
2,0
Autor
Elena Malykhina (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2002
Seiten
46
Katalognummer
V29500
ISBN (eBook)
9783638309936
ISBN (Buch)
9783638736053
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Finanzierungseffekte Konzern
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Elena Malykhina (Autor:in), 2002, Finanzierungseffekte im Konzern, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/29500
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Leseprobe aus  46  Seiten
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