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Einführung in die Ethik im Ausgang von der „Nikomachischen Ethik“ des Aristoteles

Titel: Einführung in die Ethik im Ausgang von der 
„Nikomachischen Ethik“ des Aristoteles

Seminararbeit , 2006 , 14 Seiten

Autor:in: Karl Hofbauer (Autor:in)

Philosophie - Philosophie der Antike
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Seit Kant unterscheiden wir zwischen der Sittlichkeit - der Moralität einer Handlung und der Gesetzeskonformität derselben, der Legalität.
Aristoteles sagt im ersten Kapitel des ersten Buches der EN, daß alle möglichen Handlungsformen des Menschen nach einem Gut streben - das wirft die Frage auf, ob es etwas spezifisch menschlich Gutes gibt. Es geht um die Frage nach der Verbindlichkeit - es geht auch um das Handeln in der Gemeinschaft, es geht um die Frage, wie ich in entsprechenden Situationen ein Wissen dergestalt anwende, daß etwas Gutes „wird“ - es geht um die Frage, wie der Mensch als Mensch existieren kann.
Das Wort Ethos - ἠθος - lat. mos, Adj. Êthikos / ethisch; lat. moralis, bedeutet Aufenthaltsort, Wohnsitz, Weideplatz, Standort (bei der Sonne) daraus leitete sich Gewohnheit, Sitte, ab - daraus kommt dann das Wort „Charakter“, das von Theophrast geprägt wurde - (ursprünglich die Prägung einer Münze). Ethos bedeutet ursprünglich: Ein Platz, mit dem man vertraut ist - Sitten, mit denen man vertraut ist.

Leseprobe


Gliederung der Arbeit

1. Aristoteles - Lebensdaten

2. Überblick über das Werk des Aristoteles

3. Vorfragen zum Thema Ethik

4. Vorbemerkungen zur Nikomachischen Ethik und ihrer Bedeutung

5. Gliederung und Abstract des Inhaltes der Nikomachischen Ethik

6. Tugend und Glück als Zentralthema der Nikomachischen Ethik mit den Unterkapiteln

6.1 Höchstes Gut und Glück

6.2 Begriff der Tugend

6.3 Entscheidungen und Freiwilligkeit von Handlungen

7. Zusammenfassung und Folgerung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit verfolgt das Ziel, eine grundlegende Einführung in die Ethik des Aristoteles zu geben, wobei der Fokus primär auf der "Nikomachischen Ethik" liegt. Dabei wird untersucht, wie Aristoteles das menschliche Handeln im Kontext eines gelingenden Lebens analysiert und welche Rolle dabei die Tugend sowie die Einbindung des Einzelnen in die Gemeinschaft (Polis) spielen.

  • Biografische Einordnung des Lebens von Aristoteles.
  • Systematische Einordnung und Charakterisierung der aristotelischen Schriften.
  • Begriffsanalyse zentraler ethischer Termini (Ethos, Tugend, Glück, Handeln).
  • Detaillierte inhaltliche Analyse der zentralen Bücher der Nikomachischen Ethik.
  • Die Beziehung zwischen Ethik und Politik als notwendige Gemeinschaftsbildung.

Auszug aus dem Buch

Begriff der Tugend

Der Begriff der Tugend - άρετή - lat. virtus, ist nicht im Sinne von „Moralität“ in unserem Sprachgebrauch zu verstehen, sondern bedeutet sittliche Vollkommenheit. Es gibt bei den Griechen auch einen tugendhaften Baumeister oder ein tugendhaftes Pferd (ein Pferd, das seine Aufgabe als Zugtier eines Streitwagens trefflich vollführt).

Aristoteles unterteilt die Tugend in Verstandestugenden und sittliche Tugenden Während die Verstandestugenden (dianoetische Tugenden) durch Belehrung erfahren werden, erwirbt man die sittlichen (ethischen) Tugenden durch Gewöhnung.

Nach Meinung des Stageiriten ist eine dem „sittlichen Bereich angehörende Handlung“ nicht schon „dann eine Handlung der Gerechtigkeit und Mäßigkeit, wenn sie selbst eine bestimmte Beschaffenheit hat, sondern erst dann, wenn auch der Handelnde bei der Handlung gewisse Bedingungen erfüllt, wenn er erstens wissentlich, wenn er zweitens mit Vorsatz, und zwar mit einem einzig auf die sittliche Handlung gerichteten Vorsatz, und wenn er drittens fest und ohne Schwanken handelt. Für die Künste zählen diese Bedingungen nicht mit, da es bei ihnen nur auf das Wissen und Können ankommt. Für die Tugend aber bedeutet das Wissen wenig oder nichts, das andere dagegen, was nur durch fortgesetzte Übung der Gerechtigkeit und Mäßigkeit erworben wird, bedeutet nicht wenig, sondern alles.“

Zusammenfassung der Kapitel

Aristoteles - Lebensdaten: Der Abschnitt bietet einen Abriss über die Biografie des Aristoteles, von seiner Geburt in Stageira über seine Zeit in der Akademie Platons bis hin zu seiner Tätigkeit als Lehrer Alexanders des Großen.

Überblick über das Werk des Aristoteles: Hier wird das Schrifttum des Aristoteles klassifiziert, wobei zwischen exoterischen, esoterischen Schriften und Forschungsmaterialien unterschieden und deren Bedeutung erläutert wird.

Vorfragen zum Thema Ethik: Dieses Kapitel erläutert die etymologischen Wurzeln ethischer Begriffe und führt die grundlegende Unterscheidung zwischen ethischen und dianoetischen Tugenden ein.

Vorbemerkungen zur Nikomachischen Ethik und ihrer Bedeutung: Der Text reflektiert die Zeitlosigkeit der aristotelischen Fragen und die Notwendigkeit, sich in die Lebenswelt des Autors zu versetzen, um den Text heute verstehen zu können.

Gliederung und Abstract des Inhaltes der Nikomachischen Ethik: Dieser Teil gibt eine systematische Übersicht über die inhaltliche Struktur der zehn Bücher der Nikomachischen Ethik.

Tugend und Glück als Zentralthema der Nikomachischen Ethik mit den Unterkapiteln: Das Hauptkapitel vertieft das Verständnis des höchsten Gutes, der Tugend als Habitus und der Bedingungen für freiwilliges Handeln.

Zusammenfassung und Folgerung: Der Abschluss rekapituliert die Bedeutung der praktischen Philosophie des Aristoteles und betont die Einbettung des Menschen in die Polis.

Schlüsselwörter

Aristoteles, Nikomachische Ethik, Tugend, Glück, Eudaimonia, Handeln, Ethos, Polis, Verstandestugenden, Charaktertugenden, Mitte, Freiwilligkeit, Praxis, Philosophie, Lebenswelt.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit im Kern?

Die Arbeit dient als Einführung in die praktische Philosophie des Aristoteles, insbesondere in seine "Nikomachische Ethik", um das Verständnis für sein Tugendkonzept zu fördern.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen umfassen das höchste Gut (Glück), die Unterscheidung zwischen ethischen und dianoetischen Tugenden, die Rolle der Vernunft und die Notwendigkeit der Gemeinschaft für das gute Leben.

Welches primäre Ziel verfolgt der Autor mit dieser Arbeit?

Das Ziel ist es, die philosophische Untersuchung der praktischen Wissenschaft bei Aristoteles darzulegen und aufzuzeigen, wie das Streben nach Glück durch tugendhaftes Handeln in der Gemeinschaft erreicht werden kann.

Welche methodische Vorgehensweise liegt der Arbeit zugrunde?

Die Arbeit nutzt eine philologisch-interpretative Methode, die den Originaltext der "Nikomachischen Ethik" in den Kontext der antiken Lebenswelt stellt und mit modernen philosophischen Kommentaren abgleicht.

Was wird im umfangreichen Hauptteil der Arbeit detailliert behandelt?

Der Hauptteil analysiert schrittweise die Bücher der Nikomachischen Ethik, wobei insbesondere das Konzept der "Mitte" (Mesotes), die Freiwilligkeit von Handlungen und die politische Dimension des Menschen erörtert werden.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am stärksten?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Eudaimonia (Glück), Arete (Tugend), Phronesis (praktische Klugheit) und das Zoon Politikon (politisches Lebewesen) geprägt.

Wie definiert Aristoteles nach dieser Arbeit das Glück des Menschen?

Glück ist für Aristoteles nicht bloßes Vergnügen, sondern eine der Tugend gemäße Tätigkeit der Seele, die über ein ganzes Leben hinweg Beständigkeit und innere Festigkeit erfordert.

Welche Rolle spielt die "Mitte" bei der Ausbildung von Tugenden?

Die Mitte ist laut Aristoteles kein starres mathematisches Maß, sondern eine situationsabhängige Entscheidung, die das richtige Augenmaß erfordert, um Extreme wie Feigheit oder Tollkühnheit zu vermeiden.

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Details

Titel
Einführung in die Ethik im Ausgang von der „Nikomachischen Ethik“ des Aristoteles
Autor
Karl Hofbauer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2006
Seiten
14
Katalognummer
V295001
ISBN (eBook)
9783656926788
ISBN (Buch)
9783656926795
Sprache
Deutsch
Schlagworte
einführung ethik ausgang nikomachischen aristoteles
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Karl Hofbauer (Autor:in), 2006, Einführung in die Ethik im Ausgang von der „Nikomachischen Ethik“ des Aristoteles, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/295001
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Leseprobe aus  14  Seiten
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