Es wird in folgender Hausarbeit untersucht, ob Arbeitslose in dieser Gesellschaft diskriminiert werden und wenn ja, zu analysieren welche Faktoren als Grund für die Diskriminierung festgemacht werden können.
Hierbei wird vorerst untersucht, welche Bedeutung die in der Arbeitsgesellschaft vorherrschenden Wertvorstellungen in Bezug auf die Diskriminierung von Erwerbslosen haben. Genauer wird analysiert ob das moderne Wertesystem durch wirtschaftliche Kalküle geprägt ist und inwiefern ein Eindringen von ökonomischen Denkweisen in das Wertesystem der Menschen, die Beurteilung von Arbeitslosen beeinflusst. Dazu wird besonders die Theorie der „Ökonomisierung des Sozialen“ von Wilhelm Heitmeyer zur Erklärung herangezogen. Daraufhin werden noch weitere ergänzende Faktoren untersucht, welche die Diskriminierung von Arbeitslosen beeinflussen könnten. Zum einen wird die zentrale Funktion von Erwerbsarbeit als Quelle für soziale Anerkennung betrachtet, um herauszufinden welche Auswirkungen Erwerbslosigkeit auf den sozialen Status hat. Zum anderen wird überprüft, ob ein nicht gerecht werden von gesellschaftlichen Normen zu einer Abwertung von Erwerbslosen führen kann.
Letztlich wird im Fazit die Problematik noch einmal zusammengefasst und in einem Ausblick über die potentielle, zukünftige Relevanz der Thematik diskutiert.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Abwertung von Arbeitslosen nach Wilhelm Heitmeyer
- „Ökonomisierung des Sozialen“
- Bindungslose Flexibilität
- Ökonomistische Einstellungen
- Verbreitung von Vorurteilen gegenüber Langzeitarbeitslosen
- Auswirkungen der „Ökonomisierung des Sozialen“ für die Gruppe der Arbeitslosen
- „Ökonomisierung des Sozialen“
- Ursprung der Abwertung/Diskriminierung - Arbeitsethos früher und heute
- Zentrale Funktion von Erwerbstätigkeit für den sozialen Status
- Rolle von gesellschaftlichen Werten und Normen
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Hausarbeit untersucht die Diskriminierung von Erwerbslosen und ihre Ursachen. Im Zentrum steht die Frage, wie sich die vorherrschenden Wertvorstellungen in der Arbeitsgesellschaft auf die Bewertung von Arbeitslosen auswirken. Besonders die Theorie der „Ökonomisierung des Sozialen“ von Wilhelm Heitmeyer wird dabei herangezogen. Darüber hinaus werden die Bedeutung von Erwerbsarbeit für den sozialen Status und die Rolle von gesellschaftlichen Normen und Wertvorstellungen analysiert.
- Einfluss der „Ökonomisierung des Sozialen“ auf die Abwertung von Arbeitslosen
- Zentrale Funktion von Erwerbstätigkeit für den sozialen Status und ihre Auswirkungen auf Arbeitslose
- Rolle von gesellschaftlichen Normen und Wertvorstellungen bei der Diskriminierung von Arbeitslosen
- Verbreitung von Vorurteilen gegenüber Langzeitarbeitslosen
- Potenzielle zukünftige Entwicklung der Arbeitsgesellschaft und ihre Auswirkungen auf die Rolle von Arbeit und Arbeitslosen
Zusammenfassung der Kapitel
Im ersten Kapitel wird die Problematik der Diskriminierung von Arbeitslosen in den Kontext der Arbeitslosenforschung gestellt und der Fokus auf die Bedeutung externer Faktoren gelegt. Das zweite Kapitel beleuchtet die Theorie der „Ökonomisierung des Sozialen“ von Wilhelm Heitmeyer, die die Abwertung von Arbeitslosen durch das Eindringen wirtschaftlicher Denkweisen in das soziale Zusammenleben erklärt. Heitmeyer stützt seine Theorie auf empirische Daten aus dem „Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit – Survey“. In Kapitel drei werden die zentrale Funktion von Erwerbstätigkeit für den sozialen Status und die Rolle von gesellschaftlichen Normen und Wertvorstellungen als weitere Faktoren zur Erklärung der Diskriminierung von Arbeitslosen analysiert.
Schlüsselwörter
Diskriminierung, Arbeitslose, Ökonomisierung des Sozialen, Arbeitsethos, gesellschaftliche Werte, soziale Normen, soziale Anerkennung, Erwerbsarbeit, Langzeitarbeitslosigkeit, Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit, Wilhelm Heitmeyer, Produktivitätsdrosslung, Dienstleistungsgesellschaft.
Häufig gestellte Fragen
Werden Arbeitslose in Deutschland diskriminiert?
Die Hausarbeit untersucht diese Frage und stellt fest, dass Arbeitslose aufgrund vorherrschender Wertvorstellungen und ökonomisierter Denkweisen oft Abwertung erfahren.
Was bedeutet „Ökonomisierung des Sozialen“ nach Wilhelm Heitmeyer?
Dieser Begriff beschreibt das Eindringen wirtschaftlicher Kalküle in das Wertesystem der Menschen, wodurch soziale Gruppen wie Arbeitslose primär nach ihrer ökonomischen Nützlichkeit beurteilt werden.
Warum ist Erwerbsarbeit so wichtig für den sozialen Status?
In der modernen Arbeitsgesellschaft dient Erwerbsarbeit als zentrale Quelle für soziale Anerkennung. Wer keine Arbeit hat, verliert oft an Status und Zugehörigkeitsgefühl.
Welche Vorurteile bestehen gegenüber Langzeitarbeitslosen?
Die Arbeit analysiert, wie Vorurteile durch die Verknüpfung von Produktivität und moralischem Wert entstehen, was oft zu einer Stigmatisierung als „leistungsschwach“ führt.
Wie beeinflussen gesellschaftliche Normen die Wahrnehmung von Arbeitslosigkeit?
Wenn Menschen gesellschaftlichen Normen der Selbstständigkeit und Produktivität nicht gerecht werden können, führt dies laut der Untersuchung häufig zu einer sozialen Abwertung.
Was war das „Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit – Survey“?
Es handelt sich um eine Studie, auf die Heitmeyer seine Theorie stützt, um empirisch nachzuweisen, wie weit verbreitet Abwertungen gegenüber bestimmten sozialen Gruppen sind.
- Quote paper
- Ude Eilers (Author), 2013, Die Diskriminierung von Erwerbslosen und deren Ursprung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/295047