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Bildung im Alter. Bildungseinrichtungen und Bildungsinhalte

Titel: Bildung im Alter. Bildungseinrichtungen und Bildungsinhalte

Hausarbeit , 2014 , 25 Seiten

Autor:in: Victoria Bock (Autor:in)

Pädagogik - Erwachsenenbildung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

„Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr“. Die Grundaussage dieser Redensart ist klar: Was man in jungen Jahren nicht gelernt hat, kann man im Alter nicht mehr nachholen. Dieses Defizitmodell des Alters hat sich lange in den Köpfen der Menschen gehalten. Es geht von der Annahme aus, dass es im Alterungsprozess eines jeden Menschen zu einem nicht auszuhaltenden Abbau von körperlichen und geistigen Fähigkeiten und Persönlichkeitsmerkmalen kommt.

Heute gilt dieses Modell wissenschaftlich als widerlegt, denn Studien haben bewiesen, dass lernen auch im Alter noch möglich und auch notwendig ist. Einen großen Teil dazu beigetragen hat die Geragogik, die eine vergleichsweise junge Wissenschaft ist. Definiert wird sie als „Pädagogik des alternden und alten Menschen“ (Bubolz-Lutz 2010, S.11). Das Aufgabenfeld dieser Disziplin ist die Ausgestaltung von Bildungs- und Lernprozessen im Alter. Dabei betrachtet sie notwendigerweise zwei Perspektiven: die des älteren Lerners selbst und die der Personen, die mit den Älteren zusammen arbeiten, lernen oder leben. „So geht es in der Geragogik um beides: Durch Lernen und Bildung das eigenen Altern reflektierend zu gestalten wie auch darum, Lern- und Bildungsprozesse gezielt zu ermöglichen, d.h. zu initiieren und zu begleiten.“ (Bubolz-Lutz 2010, S.12).

Dass Bildung im Alter nicht nur möglich sondern auch nötig ist, zeigt sich in der demografischen Entwicklung, die sich in Deutschland und Europa vollzieht. Der Lebensstandard hat sich in den letzten einhundert Jahren erheblich verbessert, sodass bedingt durch diesen Umstand die Menschen immer älter werden und immer länger leben. Diese gesellschaftlichen Entwicklungen und ihre möglichen Konsequenzen sind, gerade durch die Medien, sehr präsent. Darum stellte sich mir als Studentin eines pädagogischen Studiengangs die Frage, wie die Pädagogik auf diese Entwicklung reagieren kann. Was kann und soll die Geragogik leisten um ältere Menschen nach dem Austritt aus dem Berufsleben aufzufangen?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Demografischer Wandel in Deutschland

2. Alter und Bildung - Begriffsannäherungen

2.1 Alter

2.2 Bildung

3. Traditionelle und informelle Lernorte der Bildung im Alter

3.1 Traditionelle Bildungsorte

3.1.1 Kirchliche Träger, Seniorenstudium und -akademie

3.1.2 Volkshochschulen

4. Inhalte und Ziele der Bildungsarbeit für und mit älteren Menschen

4.1 Was soll Geragogik leisten?

4.2 Ausgewählte Themenschwerpunkte geragogischer Bildungsarbeit

4.2.1 Biografiearbeit und Identitätsentwicklung

4.2.2 Gesundheitsförderung und -bildung

4.2.3 Medienbildung

5. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung von Bildungsangeboten für ältere Menschen angesichts des demografischen Wandels in Deutschland. Das primäre Ziel ist es zu analysieren, wie die Geragogik als wissenschaftliche Disziplin dazu beitragen kann, den nachberuflichen Lebensabschnitt durch gezielte Lernprozesse sinnvoll zu gestalten und älteren Menschen eine aktive Teilhabe an der Gesellschaft zu ermöglichen.

  • Analyse des demografischen Wandels und seiner Folgen für die Gesellschaft.
  • Begriffsbestimmung von "Alter" und "Bildung" im geragogischen Kontext.
  • Untersuchung traditioneller und informeller Lernorte für Senioren.
  • Evaluierung geragogischer Themenschwerpunkte wie Biografiearbeit, Gesundheitsförderung und Medienkompetenz.

Auszug aus dem Buch

4.2.1 Biografiearbeit und Identitätsentwicklung

Identitätsentwicklung und die Arbeit an und mit der eigenen Biografie hängen in der institutionalisierten Bildungsarbeit stark voneinander hab. Durch biografisches Lernen in Gruppen kann die (Weiter-) Entwicklung des Einzelnen angeregt und gefördert werden (vgl. Bubolz-Lutz u.a. 2010, S.163). Diese Form der Bildungsangebote ist ganz auf Selbstreflexion angelegt, d.h. es geht dabei nicht um Wissensvermittlung, sondern um den Blick auf sich selbst und das eigene Leben. Dennoch werden diese Angebote statt in Einzelsitzungen in Gruppen durchgeführt da der Vergleich mit Anderen ein entscheidender Teil der Biografiearbeit ist. „Die Auseinandersetzung mit der eigenen Lebensgeschichte kann nur gelingen in der Auseinandersetzung mit den Lebensgeschichten anderer Menschen.“ (Bubolz-Lutz u.a. 2010, S.164) Dabei werden beispielsweise prägende kollektive Ereignisse, die Einfluss auf den Lebensverlauf genommen haben, untersucht und gemeinsam besprochen. Menschen gleicher Kohorten haben oft ähnliches erlebt (z.B. Kriege), und dennoch hat jeder individuelle Erinnerungen aus diesen vergangenen Zeiten und nicht alle haben diese Erlebnisse auf die gleiche Weise geprägt. Außerdem vermittelt die Arbeit in Gruppen den Teilnehmern ein Gefühl der Zugehörigkeit und der Teilhabe und kann es vielen erleichtern mit dem eigenen Altwerden besser umzugehen.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung erläutert die Abkehr vom Defizitmodell des Alterns und führt in das Aufgabenfeld der Geragogik ein, Bildungsprozesse im Alter zu ermöglichen.

1. Demografischer Wandel in Deutschland: Dieses Kapitel beschreibt die alternde Bevölkerungsstruktur Deutschlands durch sinkende Geburtenraten und steigende Lebenserwartung sowie deren sozioökonomische Konsequenzen.

2. Alter und Bildung - Begriffsannäherungen: Hier werden die Begriffe Alter und Bildung theoretisch reflektiert, wobei Alter als gesellschaftliche Zuschreibung und Bildung als lebenslanger Selbstbildungsprozess definiert werden.

3. Traditionelle und informelle Lernorte der Bildung im Alter: Das Kapitel differenziert zwischen institutionalisierten Lernorten wie Hochschulen und Volkshochschulen sowie informellen, alltagsnahen Lernformen.

4. Inhalte und Ziele der Bildungsarbeit für und mit älteren Menschen: Dieser Teil beleuchtet die konkreten Handlungsfelder der Geragogik, insbesondere Biografiearbeit, Gesundheitsbildung und den Umgang mit neuen Medien.

5. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst zusammen, dass Bildung im Alter wesentlich zur Lebensqualität und gesellschaftlichen Teilhabe beiträgt und identifiziert zukünftige Herausforderungen wie die Schaffung interkultureller und niederschwelliger Angebote.

Schlüsselwörter

Geragogik, Bildung im Alter, demografischer Wandel, lebenslanges Lernen, Biografiearbeit, Identitätsentwicklung, Gesundheitsförderung, Medienbildung, Alter, Altern, Volkshochschulen, Seniorenstudium, soziale Partizipation, Generationenverhältnis, nachberufliche Lebensphase.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Bedeutung von Bildungsprozessen für ältere Menschen und der Rolle der Geragogik als Disziplin, die den Alterungsprozess durch Lernangebote aktiv begleitet.

Welches sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Schwerpunkten zählen der demografische Wandel, die Definition von Alter und Bildung, die Analyse verschiedener Lernorte sowie die praktische Bildungsarbeit in Bereichen wie Gesundheit und Medien.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie Bildung dazu beitragen kann, den Ruhestand sinnvoll zu gestalten, Potenziale zu fördern und eine selbstständige Lebensführung älterer Menschen zu unterstützen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer umfassenden Literaturanalyse aktueller gerontologischer und geragogischer Fachliteratur basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die gesellschaftliche Ausgangslage, definiert grundlegende Begriffe, vergleicht traditionelle mit informellen Lernorten und stellt spezifische Themenschwerpunkte wie Biografiearbeit vor.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind Geragogik, lebenslanges Lernen, demografischer Wandel, Biografiearbeit und soziale Partizipation.

Warum ist die Medienbildung für ältere Menschen so wichtig?

Medienkompetenz hilft dabei, den Anschluss an eine digitalisierte Welt nicht zu verlieren, soziale Kontakte zu pflegen und im Alltag (z.B. durch Internetnutzung) selbstständig zu bleiben.

Was ist das Hauptproblem, das die Geragogik laut Autorin adressieren sollte?

Die Geragogik sollte insbesondere "bildungsferne" Gruppen erreichen, die bisher kaum institutionelle Angebote nutzen, um soziale Exklusion zu vermeiden.

Welche Rolle spielt die Biografiearbeit im Alter?

Sie dient der Reflexion des eigenen Lebensweges, hilft bei der Sinnstiftung und ermöglicht einen besseren Umgang mit dem Älterwerden durch den Austausch in der Gruppe.

Gibt es spezifische Herausforderungen für die Zukunft?

Ja, die Arbeit nennt die Notwendigkeit, interkulturelle Bildungsangebote zu schaffen und die Zugänglichkeit für Menschen in ländlichen Regionen oder mit geringem Bildungszugang zu verbessern.

Ende der Leseprobe aus 25 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Bildung im Alter. Bildungseinrichtungen und Bildungsinhalte
Hochschule
Friedrich-Schiller-Universität Jena
Autor
Victoria Bock (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
25
Katalognummer
V295122
ISBN (eBook)
9783656929369
ISBN (Buch)
9783656929376
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Bildung Alter Seniorenstudium
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Victoria Bock (Autor:in), 2014, Bildung im Alter. Bildungseinrichtungen und Bildungsinhalte, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/295122
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  25  Seiten
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