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Die Bilanzierung langfristiger Fertigungsaufträge nach IAS/IFRS

Title: Die Bilanzierung langfristiger Fertigungsaufträge nach IAS/IFRS

Seminar Paper , 2004 , 27 Pages , Grade: 2,7

Autor:in: Robert Hartung (Author)

Business economics - Controlling
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Die Bilanzierung nach den International Accounting Standards (IAS), die für kapitalmarktorientierte Gesellschaften ab 2005 in der EU Pflicht ist, wird vermutlich auch zunehmend von nichtkapitalmarktorientierten Unternehmen genutzt werden. Bei einer von der Wirtschaftsprüfung Ernst&Young im Herbst 2003 durchgeführten Befragung von 176 deutschen Unternehmungen, sahen 43% der Befragten die Umstellung auf IAS/IFRS als große Chance, welches nach Angaben in hohem Maße auf die erhöhte internationale Transparenz zurückzuführen ist. Ferner ergab die Studie, dass Banken Kredite an Unternehmen mit HGB-Abschluss zu schlechteren Konditionen vergeben, als an vergleichbare Unternehmen mit IAS/IFRS-Abschluss. Jedes vierte Unternehmen, das nach IAS abschließt, habe bereits positive Erfahrungen mit Finanzierungen gemacht. Inhaltlich unterscheiden sich die IAS vom Handelsrecht durch eine geringere Bedeutung des Vorsichtsprinzips, eine stärkere Orientierung an Stichtagszeitwerten, die Ersetzung von Aktivierungswahlrechten durch Aktivierungsgebote, Einschränkungen von Passivierungs- wahlrechten und eine frühere Gewinnrealisation in bestimmten Fällen. Bilanzpolitisch werden auf diese Weise Eigenkapitalquoten gehoben und Gewinne verstetigt, was bspw. für das Rating des Bilanzierenden gegenüber Kreditgebern erhebliche Vorteile mit sich bringen kann. Die Bilanzvorschriften des HGB sind auf kurzfristige Fertigungen zugeschnitten, so dass sich bei Unternehmen, deren Geschäfte sich hauptsächlich aus mehrperiodigen Projekten zusammensetzen, Probleme bei der Zurechnung von Einnahmen und Ausgaben auf die einzelnen Perioden der Herstellung und Lieferung ergeben, da der Zeitraum der Auf- Die Bilanzierung langfristiger Fertigungsaufträge nach IAS/IFRS tragsabwicklung nicht mit den im Handels- oder Steuerrecht vorgeschriebenen Intervallen übereinstimmt.

Die Problematik hieraus ergibt sich aus der Frage, in welchen Perioden der Gewinn zu realisieren sei. Gerade bei Unternehmen, bei denen sich die Fertigstellung von mehrperiodigen Aufträgen in einer Periode häuft und dafür in anderen Perioden ausbleibt, besteht die Gefahr, dass im Zeitablauf erhebliche Schwankungen bezüglich des ausgewiesenen Unternehmenserfolges und damit eine Verzerrung der Bilanz auftritt, was wiederum eine Erschwerung der Vergleichbarkeit der Perioden und verschiedener Unternehmen untereinander verursacht.

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Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Problemstellung

1.2 Gang der Untersuchung

2 Grundsätzliches zu langfristigen Fertigungsaufträgen

2.1 Der Begriff „construction contracts“

2.2 Merkmale und Risiken mehrperiodiger Auftragsfertigung

2.3 Vertragstypen der Auftragsfertigung

3 Teilgewinnrealisierung

3.1 Behandlung nach HGB

3.2 IAS 11: Gewinnrealisierung nach dem Leistungsfortschritt

3.2.1 Die percentage of completion-Methode

3.2.2 Bestimmung der Auftragserlöse

3.2.3 Die aktivierungsfähigen Kosten

3.2.4 Ermittlung des Fertigstellungsgrades

3.3 Die Auswirkungen in Bilanz und GuV

3.3.1 Auswirkungen bei Anwendung der completed contract method

3.3.2 Auswirkungen bei Anwendung der percentage of completion method

4 Kritische Würdigung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit untersucht die bilanzielle Behandlung von langfristigen Fertigungsaufträgen nach internationalen Rechnungslegungsstandards (IAS/IFRS) im Vergleich zum deutschen Handelsrecht. Ziel ist es, dem Leser einen Einblick in die Problematik des Bilanzierungssonderfalls sowie die Auswirkungen verschiedener Gewinnrealisierungsmethoden auf die Darstellung der Unternehmensperformance zu geben.

  • Grundlagen und Definitionen langfristiger Fertigungsaufträge (construction contracts).
  • Analyse der Risiken und Merkmale mehrperiodiger Auftragsfertigung.
  • Gegenüberstellung von Completed Contract Method und Percentage of Completion Method.
  • Bilanzielle Auswirkungen und deren Bedeutung für die Kommunikation mit Kapitalgebern.

Auszug aus dem Buch

2.1 Der Begriff „construction contracts“

Das IASC fasst in IAS 11 unter dem Begriff „construction contracts“ spezifisch ausgehandelte Verträge über die Fertigung einzelner Vermögensgegenstände oder einer Gruppe (combination) von Vermögensgegenständen zusammen, die sich aufgrund einer funktionalen, technologischen oder gestalterischen Verknüpfung wechselseitig bedingen. Langfristfertigungsaufträge sind meist in der Bauwirtschaft sowie im Schiffs-, Flugzeug- und Anlagenbau, aber auch bei Dienstleistungen, wie bei Architekten- oder Ingenieuraufträgen, die mit den zuvor genannten langfristigen Fertigungsaufträgen in Verbindung stehen, zu finden. Ferner werden im Sinne des Standards von IAS 11 auch Verträge über den Abriss oder die Restaurierung von Vermögenswerten und die Wiederherstellung der Umwelt nach dem Abriss der Vermögenswerte als Fertigungsaufträge verstanden. Projekte in diesen Branchen erstrecken sich in der Regel über mehrere Jahre und unterscheiden sich im Wesentlichen durch ihren Zeitanspruch von der Serienfertigung. Wegen der Erstreckung derartiger Aufträge über mehrere Berichts- oder Geschäftsperioden fallen Vertragsabschluss und Fertigstellung des Projekts periodisch auseinander. („because of the nature of the activity undertaken in construction contracts, the date at which the contract activity is entered into and the date when the activity is completed usually fall into different accounting periods”).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz der IAS/IFRS-Rechnungslegung ein und erläutert die Problematik der Gewinnrealisierung bei langjährigen Projekten.

2 Grundsätzliches zu langfristigen Fertigungsaufträgen: Hier werden der Begriff der Auftragsfertigung, spezifische Risiken und verschiedene Vertragstypen definiert.

3 Teilgewinnrealisierung: Dieses Kapitel vergleicht die handelsrechtliche Behandlung nach HGB mit dem IAS 11-Standard und analysiert die Ermittlung von Erlösen, Kosten und Fertigstellungsgraden.

4 Kritische Würdigung: Das Fazit stellt die Vorteile der wirtschaftlichen Betrachtungsweise durch die Percentage of Completion Method heraus.

Schlüsselwörter

Langfristfertigung, Fertigungsaufträge, IAS 11, IFRS, Gewinnrealisierung, Percentage of Completion Method, Completed Contract Method, Leistungsfortschritt, Bauwirtschaft, Anlagenbau, Bilanzierung, Projektmanagement, Erlösermittlung, Fertigstellungsgrad, Risikomanagement.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Seminararbeit behandelt die spezifischen Herausforderungen und Methoden zur Bilanzierung langfristiger Fertigungsaufträge unter Anwendung der IAS/IFRS-Richtlinien.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen die Abgrenzung von Fertigungsaufträgen, die Identifikation von Projektrisiken sowie die zwei gängigen Methoden zur Gewinnrealisierung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel besteht darin, die Auswirkungen unterschiedlicher Buchungsmethoden (HGB vs. IAS/IFRS) auf das Unternehmensergebnis und die Bilanzstruktur aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor stützt sich auf eine theoretische Analyse der Rechnungslegungsstandards, ergänzt durch anschauliche Fallbeispiele und graphische Gegenüberstellungen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Definition von Verträgen, die Ermittlung von Auftragserlösen und Kosten sowie die detaillierte Darstellung der Auswirkungen in Bilanz und Gewinn-und-Verlustrechnung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Neben Begriffen wie Langfristfertigung und IAS 11 sind Bilanzierung, Gewinnrealisierung und Projektmanagement die entscheidenden Kernbegriffe.

Wie unterscheidet sich die "Completed Contract Method" von der "Percentage of Completion Method"?

Die "Completed Contract Method" erfasst den Gewinn erst bei Fertigstellung, während die "Percentage of Completion Method" eine kontinuierliche, anteilige Gewinnrealisierung über den gesamten Leistungszeitraum ermöglicht.

Warum ist die Wahl der Bilanzierungsmethode für Kreditgeber relevant?

Die Methode beeinflusst die Volatilität der ausgewiesenen Gewinne; eine stetige Erfolgsdarstellung nach IAS/IFRS kann die Einschätzung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit durch Kreditgeber positiv beeinflussen.

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Details

Title
Die Bilanzierung langfristiger Fertigungsaufträge nach IAS/IFRS
College
University of Dortmund
Grade
2,7
Author
Robert Hartung (Author)
Publication Year
2004
Pages
27
Catalog Number
V29515
ISBN (eBook)
9783638310048
Language
German
Tags
Bilanzierung Fertigungsaufträge IAS/IFRS
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Robert Hartung (Author), 2004, Die Bilanzierung langfristiger Fertigungsaufträge nach IAS/IFRS, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/29515
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