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Zur Entwicklung kindlicher Fähigkeitsselbstkonzepte im Kontext der Grundschule

Einflussfaktoren erkennen, Grundschulkinder stärken

Title: Zur Entwicklung kindlicher Fähigkeitsselbstkonzepte im Kontext der Grundschule

Bachelor Thesis , 2015 , 83 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Holle Börnsen (Author)

Social Work
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Kindliche Fähigkeitsselbstkonzepte haben in der pädagogisch-psychologischen Forschung in den letzten Jahren weiter an Bedeutung gewonnen. Ihre Relevanz für kindliche Bildungs‐ und Lernprozesse ist gut belegt, ebenso immer mehr das Potenzial ihrer gezielten Förderung im schulischen Kontext (etwa auch durch Schulsozialarbeit). Frau Börnsen geht in ihrer Abschlussarbeit der Frage nach, „welche Einflussfaktoren auf die kindliche Fähigkeitsselbstkonzeptentwicklung sich im Kontext der Grundschule ergeben“ (S. 3). Dazu gibt sie zunächst einen Überblick über Konstrukt und Konzept des Fähigkeitsselbstkonzeptes und theoretisch verwandte Zugänge. In Bezugnahme auf klassische Entwicklungstheorien (Freud, Piaget, Erikson) zeigt sie relevante Bereiche der psychosozialen und kognitiven Entwicklung und der Entwicklung des Fähigkeitsselbstkonzeptes im Grundschulalter auf. Weiterhin fasst Frau Börnsen dann Einflüsse auf diese Entwicklung auf unterschiedlichen Ebenen zusammen (Persönlichkeit des Kindes, Schule/Unterricht, Familie, Gleichaltrige). Im abschließenden Kapitel werden Ansätze, Strategien und Interventionen zur Förderung des Fähigkeitsselbstkonzeptes vorgestellt, wiederum unter Berücksichtigung verschiedener Bereiche und Zugänge (systematische Programme für das Kind, Lehrer/innen, Eltern, Bildungspolitik).

Die Ausführungen zum spannenden Ansatz des Fähigkeitsselbstkonzeptes und ihrer verschiedenen Einflüsse und Fördermöglichkeiten sind sehr präzise und fundiert. Relevante Grundlagen, wie die berücksichtigen sozialkognitiven Theorien und Entwicklungstheorien, werden in den ersten beiden Kap. differenziert dargestellt. Im 3. Kap. werden relevante, aktuelle empirische Befunde und spezifische theoretische Zugänge gehaltvoll zusammen gestellt. Kap. 4 zeigt relevante praktische Zugänge. Die Autorin vermittelt einen sehr gelungenen und informativen Überblick, der neben den individuellen Faktoren stets auch weitere soziale und gesellschaftliche Bezugsgrößen und Einflussebenen berücksichtigt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1 Theoretische Auseinandersetzung mit dem Konstrukt des Fähigkeitsselbstkonzepts

1.1 Selbstwirksamkeitserwartung

1.2 Attributionsstil

1.3 Bezugsnormorientierung

1.4 Handlungsmotivation

2 Fähigkeitsselbstkonzepte in der Entwicklungsphase Grundschulkind

2.1 Das Kind auf der Konkret-Operationalen Stufe nach Jean Piaget

2.2 Das Kind in der Latenzphase nach Sigmund Freud

2.3 Das Kind im Konflikt zwischen Werksinn und Minderwertigkeitsgefühl nach Erik H. Erikson

2.4 Die Relevanz des Grundschulalters für die Fähigkeitsselbstkonzeptentwicklung

3 Einflussfaktoren auf die Fähigkeitsselbstkonzeptentwicklung im Kontext der Grundschule

3.1 Einflussebenen

3.1.1 Das Kind als Subjekt

3.1.2 Die Bezugsgruppe und soziale Vergleiche

3.1.3 Die Lehrkraft und der Unterricht

3.1.4 Die elterliche Interaktion und familiäre Lebenslage

3.1.5 Die Schule als Institution

3.2 Positive und negative Einflussfaktoren

3.3 Mögliche Folgen niedriger Fähigkeitsselbstkonzepte von Grundschulkindern

4 Grundschulkinder stärken – Intervention auf verschiedenen Ebenen

4.1 Das Münchner Motivationstraining

4.2 LehrerInnenarbeit

4. 3 Einbeziehung der Eltern

4.4 Bildungspolitische Initiative

Schlussfolgerung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Faktoren, welche die Entwicklung kindlicher Fähigkeitsselbstkonzepte im Kontext der Grundschule beeinflussen. Ziel ist es, hemmende und fördernde Bedingungen zu differenzieren, um Kinder in ihrer Selbstkonzeptentwicklung gezielt unterstützen und stärken zu können, insbesondere jene, die von negativen Entwicklungen bedroht sind.

  • Sozial-kognitive Mechanismen der Selbstkonzeptentwicklung
  • Entwicklungspsychologische Aspekte des Grundschulkindes
  • Einflussebenen durch Lehrkräfte, Bezugsgruppen und Elternhaus
  • Strategien zur Intervention und Stärkung im Schulkontext
  • Systemische Aspekte und bildungspolitische Einflüsse

Auszug aus dem Buch

1.1 Selbstwirksamkeitserwartung

Die Selbstwirksamkeitserwartung als Konzept nach Albert Bandura beschreibt die Erwartung, aufgrund von eigenen Fähigkeiten Situationen bewältigen zu können. Ist eine Person der Überzeugung, eine Situation durch ihr Handeln in ihrem Sinne beeinflussen zu können, wird nach Bandura von einer hohen Selbstwirksamkeitserwartung gesprochen. Bei einer niedrigen Selbstwirksamkeitserwartung glaubt die Person sich Geschehnissen gegenüber ausgeliefert (vgl. Bandura 1997, 36f.).

Die Selbstwirksamkeitserwartung spielt eine zentrale Rolle für die menschliche Motivation. Das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten zur Bewältigung einer Aufgabe ist von wesentlicher Notwenigkeit, um die erforderliche Anstrengungsbereitschaft und Ausdauer zu zeigen. Erst dadurch kann Kompetenz erworben, Leistung erbracht werden und schließlich ein positives Konzept der eigenen Fähigkeiten entstehen. Der Zweifel an oder die Verneinung der eigenen Fähigkeiten können hier zur Sich-selbst-erfüllenden Prophezeiung werden (vgl. Hannover/ Kessels/Wolter 2011, 120).

„Skills can be easily overuled by self-doupts, so that even highly talented individuals make poor use of their capabilities under circumstances that undermine their beliefs in themeselves.“ (Bandura 1997, 37)

Zusammenfassung der Kapitel

1 Theoretische Auseinandersetzung mit dem Konstrukt des Fähigkeitsselbstkonzepts: Dieses Kapitel erläutert kognitive Schlüsselvariablen wie Selbstwirksamkeitserwartung, Attributionsstil, Bezugsnormorientierung und Handlungsmotivation, die maßgeblich zur Ausformung des Fähigkeitsselbstkonzepts beitragen.

2 Fähigkeitsselbstkonzepte in der Entwicklungsphase Grundschulkind: Anhand entwicklungspsychologischer Klassiker wird der kognitive und emotionale Stand von Grundschulkindern analysiert, um die Bedeutung dieser Lebensphase für das Selbstkonzept zu verdeutlichen.

3 Einflussfaktoren auf die Fähigkeitsselbstkonzeptentwicklung im Kontext der Grundschule: Hier werden die verschiedenen Einflussebenen wie das Kind selbst, die Mitschüler, die Lehrkraft, das Elternhaus und die Schule als Institution auf ihre Wirkung auf das Fähigkeitsselbstkonzept hin untersucht.

4 Grundschulkinder stärken – Intervention auf verschiedenen Ebenen: Das Kapitel stellt Interventionsmöglichkeiten vor, insbesondere das Münchner Motivationstraining, sowie Ansätze für die Arbeit mit Lehrkräften und Eltern zur Förderung positiver Selbstkonzepte.

Schlüsselwörter

Fähigkeitsselbstkonzept, Grundschule, Selbstwirksamkeitserwartung, Attributionsstil, Bezugsnormorientierung, Leistungsmotivation, Entwicklungspsychologie, Sozialer Vergleich, Intervention, Münchner Motivationstraining, Elternarbeit, LehrerInnenarbeit, Schulisches Lernen, Bildungspolitik, Resilienz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Entstehung und Beeinflussung kindlicher Fähigkeitsselbstkonzepte im Grundschulalter, um förderliche Bedingungen für die Entwicklung zu identifizieren.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Felder sind kognitive Verarbeitungsweisen, entwicklungspsychologische Stufen des Kindes, schulische und familiäre Einflussebenen sowie Interventionsmöglichkeiten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, Wege aufzuzeigen, wie Kinder in der Grundschule durch ein förderliches Umfeld in ihrem Selbstvertrauen und ihrer Einschätzung eigener Fähigkeiten gestärkt werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse entwicklungspsychologischer Theorien sowie aktueller Studien zur Lern- und Persönlichkeitsentwicklung im Grundschulkontext.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert die verschiedenen Einflussfaktoren – vom Kind selbst über die soziale Bezugsgruppe und Lehrkraft bis hin zu institutionellen Rahmenbedingungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den Kernbegriffen zählen Fähigkeitsselbstkonzept, Selbstwirksamkeit, Bezugsnormorientierung, Leistungsmotivation und Intervention.

Wie beeinflusst die Lehrkraft das Fähigkeitsselbstkonzept?

Durch ihr Rückmeldeverhalten und die gewählte Bezugsnormorientierung (sozial vs. individuell) kann die Lehrkraft das Kind entweder bestärken oder durch Vergleiche und Stigmatisierung hemmen.

Was ist die Rolle des Elternhauses laut der Arbeit?

Eltern beeinflussen das Fähigkeitsselbstkonzept maßgeblich durch ihre eigene kindbezogene Kompetenzüberzeugung und die Art, wie sie Leistungen und Anstrengungen des Kindes loben oder bewerten.

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Details

Title
Zur Entwicklung kindlicher Fähigkeitsselbstkonzepte im Kontext der Grundschule
Subtitle
Einflussfaktoren erkennen, Grundschulkinder stärken
College
Hamburg University of Applied Sciences
Grade
1,3
Author
Holle Börnsen (Author)
Publication Year
2015
Pages
83
Catalog Number
V295169
ISBN (eBook)
9783656929680
ISBN (Book)
9783656929697
Language
German
Tags
Fähigkeitsselbstkonzept kindliche Entwicklung Piaget Freud Erikson Grundschule Einflussfaktoren Attribution Bezugsnorm Selbstwirksamkeit Motivation Konkret-Operationale Stufe Latenzphase Konflikt zwischen Werksinn und Minderwertigkeit Bezugsgruppe
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Holle Börnsen (Author), 2015, Zur Entwicklung kindlicher Fähigkeitsselbstkonzepte im Kontext der Grundschule, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/295169
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