Der Forschungsgegenstand dieser Arbeit, das journalistische Feld der Modeberichterstattung und die Relevanz von Modeblogs werden durch diese Untersuchung und das erhobene Material der Experteninterviews näher präzisiert.
Zunächst konnte verifiziert werden, dass es sich bei der Modeberichterstattung um ein weiteres Themenfeld des Journalismus handelte. Der Modejournalismus wird an den gleichen Qualitätskriterien, wie der Journalismus allgemein, gemessen. Faktizität, Aktualität und Relevanz stellen dabei die zentralen Faktoren dar. Daraus begründet sich die Tatsache, dass die Informationsbeschaffung einen der wichtigsten Prozesse im Modejournalismus sowie im Journalismus allgemein abbildet.
Es ist zu vermuten, dass die Anzahl der Modeblogs aufgrund der Popularität und dem gegenwärtigen Hype um die Modebranche an sich, stetig wächst. Es werden sich jedoch nur diejenigen Modeblogs etablieren, die eine Konstanz aufweisen und journalistische Qualitätskriterien erfüllen. Diejenigen Modeblogger, die diesen Kriterien nachkommen, könnten sich im Modejournalismus etablieren. So lange Modejournalisten über die gleichen Informationsmöglichkeiten wie Modeblogger verfügen, werden sie die etablierte Art der odeberichterstattung sein. Es ist jedoch davon auszugehen, dass renommierte Modemagazine zunehmend einen journalistischen Modeblog in ihre Berichterstattung integrieren. Dass Modeblogs sich in Zukunft als Informationsquelle für Modejournalisten etablieren, wird nicht vermutet.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Weblogs
2.1 Definition von Weblogs und ihre Bedeutung in der Modebranche
3. Empirischer Teil
3.1 Forschungsstand
3.2 Forschungsleitende Frage und theoretische Vorüberlegungen
3.3 Darstellung der Methodenauswahl: Experteninterviews
3.4 Entwicklung des Interviewleitfadens
3.5 Rahmenbedingungen der Experteninterviews
3.6 Auswertung
4. Forschungsergebnisse
4.1 Darstellung der Forschungsergebnisse
4.2 Interpretation
4.3 Zusammenfassung der Forschungsergebnisse
4.4 Abschließender Interviewbericht
5. Fazit und Ausblick
6. Anhang
7. Literaturverzeichnis und weiterführende Literatur
Zielsetzung & Themen
Diese wissenschaftliche Arbeit untersucht den Wandel im Modejournalismus durch den Einfluss von Weblogs und die Digitalisierung. Ziel ist es zu analysieren, welche Rolle Modeblogs als Informationsquelle für Modejournalisten spielen und wie sich journalistische Arbeitsweisen im Zeitalter des Web2.0 verändert haben.
- Journalismus im Wandel durch das Web2.0
- Die Rolle und Relevanz von Modeblogs im professionellen Modejournalismus
- Methoden der Informationsbeschaffung und Recherche im Modebereich
- Vergleich der Arbeitsweisen von Modejournalisten und Modebloggern
- Empirische Untersuchung mittels Experteninterviews
Auszug aus dem Buch
3.1 Forschungsstand
Die Definition des Journalismus in Kapitel 2.1 hat aufgezeigt, was Journalismus eigentlich ist. Die Verantwortung die dem Journalismus obliegt, zur Meinungsbildung der Gesellschaft beizutragen und eine Öffentlichkeit zu bilden, gilt in jedem Themenbereich des Journalismus. Aufgrund dieser Verantwortung sind die Qualitätskriterien der Aktualität, Faktizität und Realität, journalistische Standards, die ganz gleich in welchem Themenbereich einzuhalten sind. Einer der wichtigsten Prozesse im Journalismus stellt daher die Recherche dar, die in Kapitel 2.3 auf ihre Bedeutung im Zeitalter des Web2.0 untersucht wurde.
Zunächst liegt die Aufgabe des Journalisten darin, geeignete Informationsquellen zu kennen. Jede zu verwendende Nachricht muss auf ihre Faktizität, Relevanz und Aktualität hin geprüft werden. Die Onlinerecherche ergänzt seit dem Aufkommen des Internets die klassische Recherche und stellt neue Anforderungen an den Rechercheur. Während die Kontaktaufnahme durch Email, Chat und Internettelefonie vereinfacht wurde, bringt die neue Informationsflut Herausforderungen mit sich. Durch Manipulation, Betrug und Fehlinformationen müssen jedwede Informationen des Internets doppelt geprüft und auf ihre Glaubwürdigkeit hin untersucht werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Wandel der Modeberichterstattung durch das Web2.0 und die Herausforderungen für den traditionellen Journalismus.
2. Weblogs: Dieses Kapitel definiert das Medium Weblog, seine Entstehung sowie seine wachsende Bedeutung als Teil des Mitmachnetzes und der Modebranche.
3. Empirischer Teil: Hier wird der bisherige Forschungsstand analysiert, die forschungsleitende Frage formuliert und die Methodik der Experteninterviews detailliert begründet.
4. Forschungsergebnisse: Das Hauptkapitel präsentiert und interpretiert die erhobenen Daten aus den Experteninterviews zur Arbeitsweise und Informationsrecherche im Modejournalismus.
5. Fazit und Ausblick: Der abschließende Teil fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und diskutiert die zukünftige Entwicklung des Modejournalismus im Verhältnis zu Modeblogs.
6. Anhang: Enthält den verwendeten Interviewleitfaden der durchgeführten Expertenbefragung.
7. Literaturverzeichnis und weiterführende Literatur: Umfasst das vollständige Verzeichnis der verwendeten Quellen und weiterführende Literaturempfehlungen.
Schlüsselwörter
Modejournalismus, Weblogs, Modeblogs, Web2.0, Online-Journalismus, Recherche, Medienwandel, Journalistische Standards, Partizipativer Journalismus, Informationsbeschaffung, Experteninterviews, Blogosphäre, Printmedien, Onlinemedien, Modeberichterstattung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?
Die Arbeit analysiert den Wandel der Modeberichterstattung durch den Aufstieg des Web2.0 und untersucht, welche Relevanz Modeblogs für den professionellen Modejournalismus haben.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Die zentralen Themen sind der Wandel des Journalismus, die Bedeutung von Weblogs für Unternehmen und Medien sowie die Veränderung der Informationsrecherche in der Modebranche.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, aufzuklären, ob Modejournalisten Modeblogs als Recherchequelle nutzen und inwieweit diese die klassische Modeberichterstattung beeinflussen oder ergänzen.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Autorin verwendet die Methode der Experteninterviews, die qualitativ ausgewertet wurden, um tiefgehende Einblicke in die tatsächliche Arbeitspraxis von Modejournalisten zu erhalten.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil widmet sich der empirischen Untersuchung, der Darstellung und Interpretation der Forschungsergebnisse aus den Interviews mit Modejournalisten.
Welche Schlüsselwörter definieren die Arbeit am besten?
Modejournalismus, Weblogs, Recherche, Medienwandel und Web2.0 sind die zentralen Begriffe, die den Inhalt der Arbeit zusammenfassen.
Wie unterscheidet sich die Recherche im Modejournalismus von anderen Bereichen?
Die Recherche ist stark von Aktualität geprägt. Modejournalisten nutzen neben klassischen Quellen verstärkt das Internet und direkte Kontakte, wobei die Mode selbst (z.B. auf Fashion Shows) als primäres Objekt der Untersuchung dient.
Welche Rolle spielen Modeblogs aus Sicht der befragten Experten?
Die Experten betrachten Modeblogs meist als inspirative Quelle, kritisieren jedoch häufig fehlende journalistische Standards und die mangelnde Glaubwürdigkeit als primäre Informationsgrundlage.
- Arbeit zitieren
- Anne-Kathrin Strauss (Autor:in), 2012, Wie wichtig sind Weblogs für die Modebranche geworden?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/295200