Sinn und Nutzen des E-Mail Marketings


Hausarbeit (Hauptseminar), 2015

23 Seiten, Note: 1,7


Leseprobe

Inhalt

1 Einleitung

2 Grundlagen des E-Mail-Marketings
2.1 Definition E-Mail
2.2 Definition E-Mail-Marketing
2.3 Formen des E-Mail-Marketings
2.4 E-Mail Körper: Newsletter-Struktur
2.5 Rechtliche Grundlagen

3 Sinn und Nutzen des E-Mail-Marketings

4 Ziel- und Erfolgsfaktoren des E-Mail-Marketings

5 Usability der E-Mail

6 Adressgewinnung und Pflege

7 Vorteile des E-Mail-Marketings

8 Fazit

Literaturverzeichnis

1 Einleitung

Im Zeitalter der Mobiltelefone und Tablets sowie Netbooks, nutzen immer mehr Menschen die Möglichkeit täglich und zu mehreren Tageszeiten ihr E-Mail-Programm aufzurufen und auf neu eingetroffene E-Mails zu überprüfen. Die 14 bis 49 jährigen nutzen im Durchschnitt jeden Tag 26 Minuten das Internet, um E-Mails zu lesen oder zu schreiben. Die unter 14 jährigen verbringen dagegen nur 20 Minuten täglich mit dem Lesen und Schreiben von E-Mails.1

Darüber hinaus wird das E-Mail-Marketing von 88 Prozent der Unternehmen genutzt, um die Internet-User auf ihr Produkt aufmerksam zu machen und diese über ihr Produkt zu informieren.2 Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Frage des Nutzens, der sich für die Unternehmen durch das E-Mail-Marketing ergibt.

Im ersten Teil der Arbeit werden die Begriffe „E-Mail“ und „E-Mail-Marketing“ definiert und anschließend die Formen des E-Mail-Marketings dargestellt. Im darauffolgenden Kapitel geht es um den Sinn und Nutzen des E-Mail-Marketings. Darüber hinaus werden die Ziel- und Erfolgsfaktoren des E-Mail-Marketings dargestellt. Anschließend wird der Aufbau eines Newsletters zur erfolgreichen Kundengewinnung erklärt. Im darauffolgenden Kapitel geht es um die rechtlichen Grundlagen. Im nächsten Kapitel wird auf die benutzerfreundliche Gestaltung des Newsletters eingegangen. Im vorletzten Kapitel geht es um die Adressgewinnung und Pflege von Kundendaten. Die vorliegende Arbeit schließt mit der Darstellung der wichtigsten Vorteile des E-Mail-Marketings und dem Fazit ab.

2 Grundlagen des E-Mail-Marketings

2.1 Definition E-Mail

E-Mail ist eine Abkürzung für Electronic Mail. Es handelt sich dabei um einen Dienst im Internet mit dem Textnachrichten sowie digitale Daten in Form eines Anhangs an einen ausgewählten Empfänger versendet werden können. Die Nachrichten können dabei an einen einzelnen oder an mehrere Empfänger versendet werden. Die E-Mail Nachricht ist nach Multipurpose Internet Mail Extensions (MIME) -Standard aufgebaut. Dadurch ist es möglich nicht nur reine Textnachrichten sondern auch HTML-Nachrichten und Dateianhänge zu versenden. Grundlegende Protokolle für den Versand wie SMTP (Simple Mail Transfer Protocol) und für den Empfang wie IMAP (Internet Message Protocol) und POP3 (Post Office Protocol Version 3) kommen zum Einsatz. Eine E-Mail-Anwendung beinhaltet einen Mailing Server. Dieser archiviert die Nachrichten und steuert den Versand. Außerdem besteht die E-Mail-Anwendung aus einem client-seitigen Mailing-Programm zur Erstellung und zum Versand elektronischer Nachrichten. E-Mail ist eine der am häufigsten genutzten Dienste, noch vor dem World Wide Web. Die Vorteile sind die Universalität und Geschwindigkeit des E-Mail Dienstes, allerdings stehen den Vorteilen eine mangelnde Sicherheit sowie ein häufiger Missbrauch gegenüber.3

2.2 Definition E-Mail-Marketing

E-Mail-Marketing ist eine Form des Direktmarketings und wird eingesetzt, um Interessenten auf neue Produkte des Unternehmens oder auf Informationen aus dem unternehmerischen Umfeld aufmerksam zu machen. In der Regel wird dazu ein Newsletter an den jeweiligen Interessenten verschickt. Das Ziel ist neue Kunden zu gewinnen und bestehenden Kundenbeziehungen zu festigen.4

Beim Versenden von E-Mails an Kunden sind stets die gesetzlichen Vorgaben zu beachten, denn E-Mails dürfen nur nach vorherigem Einverständnis des Kunden versendet werden. Dieses gibt er bei seiner Registrierung ab.5

Der Versand des Newsletters erfolgt mittels einer speziellen Software, das an das Redaktionssystem angebunden ist. Mit dem Redaktionssystem werden die Inhalte des Werbeangebots gepflegt. Eine andere Möglichkeit für den Versand der E-Mails besteht darin, externe Anbieter für den Versand der Newsletter zu beauftragen. Es muss ein Adressverteiler hinterlegt sein, der die E-Mail Adressen der registrierten Empfänger enthält.6

Ziel des E-Mail-Marketings ist es, einen Platz im Gedächtnis des Kunden zu erhalten. Dies erfolgt durch das regelmäßige versenden von Newslettern. Dabei müssen einige Erfolgsfaktoren beachtet werden, auf welche in den nächsten Kapiteln im Rahmen dieser Arbeit eingegangen wird. 7

2.3 Formen des E-Mail-Marketings

Push-Marketing

Wenn die Initiative vom Unternehmen ausgeht, wird dies als Push-Marketing bezeichnet.

Unter Push-Marketing fällt z. B. Bannerwerbung, der sich ein Internetsurfer nicht entziehen kann. Der Konsument wird auf ein Produkt „gestoßen“, mit dem Ziel Aufmerksamkeit zu erregen.8

Pull-Marketing

Wird der Interessent selbst aktiv und meldet sich für einen Newsletter an, wird dies als Pull-Marketing bezeichnet. Der Internetuser soll eigenständig einen Service nutzen bzw. selbst aktiv werden. Daher müssen die Werbebotschaften für den Interessenten so interessant gestaltet sein, dass dieser eigenständig weitere Informationen über das Unternehmen aus dem Internet heraussuchen möchte. Weiterhin sollte der Nutzen des Produktes für den Interessenten immer im Mittelpunkt stehen. Außerdem sollte der Bestellvorgang für den Interessenten einfach zu handhaben sein, der Service hilfreich und der Besucher einen guten Grund bekommen die Webseite erneut zu besuchen. Instrumente für das Pull-Marketing liefert die Technologie des Web 2.0, zum Beispiel Wikis, Blogs oder Podcasts.9

Push- und Pull-Marketing sind Marketingformen die beide zusammen angewendet werden sollten. Denn Henry Ford stellte schon fest:“ Enten legen ihre Eier in Stille. Hühner gackern dabei wie verrückt. Was ist die Folge? Alle Welt isst Hühnereier.“10

2.4 E-Mail Körper: Newsletter-Struktur

E-Mail-Marketing wird verwendet um einen treuen Kundenstamm aufzubauen sowie Umsätze zu erzielen und spielt heute noch eine bedeutende Rolle. Die MCKinsey iConsumer Umfrage ergab, dass das E-Mail-Marketing sowie das Newsletter-Marketing sprechen die Kunden 40-mal effektiver an als Facebook und Twitter zusammen.11

1. Die Konzeptplanung: Die ersten Schritte zum Newsletter

Die Planung eines Newsletters muss gut überlegt sein, denn gegenüber den Abonnenten wird die Verpflichtung eingegangen, sie regelmäßig über neue Angebote zu informieren. Folgende Fragen sollten zur Planung beantwortet werden:

Wer ist meine Zielgruppe?

Wie spreche ich meine Zielgruppe an?

Verwende ich einen individuellen Newsletter oder einen Standardnewsletter?

Wie rufen die Empfänger ihren Newsletter ab, mobil oder am PC?

Welche Inhalte möchte ich an meine Kunden weitergeben?

Erst danach sollte der Bearbeiter mit der Planung des Newsletters fortfahren, dabei ist der Zeitaufwand nicht zu unterschätzen.

2. Die Anmeldung: Der Newsletter wird erst abonniert, nachdem sich der Interessent für den Newsletter angemeldet hat. Daher sollte der Anmeldeprozess so einfach wie möglich gestaltet werden. Für die Anmeldung reicht es völlig, den Namen und die E-Mailadresse des Interessenten abzufragen. Längere Formulare können abschreckend wirken. Durch das Opt-in-Verfahren, muss der Kunde seine Anmeldung für das Abonnement zusätzlich über seinen persönlichen E-Mail Account bestätigen.

3. Die Inhalte: Das Ziel sollte sein, dem Kunden einen echten Mehrwert zu bieten, indem die richtige Balance zwischen der Produktvorstellung und den weiterführenden Inhalten gefunden wird. Oftmals wird das 1:2 Verhältnis empfohlen d. h., dass auf einen Produktwerbebeitrag zwei informative Beiträge folgen sollten.

Mögliche Inhalte für B2C können Tipps rund um die Produkte sein, Bedienhinweise und Anleitungen, Empfehlungen für Zubehör, Neuheiten und Trends oder Rabatt und Aktionen. Inhalte für B2B können Fachinformationen sein, Messeberichte, Branchenspezifische Berichte, Trends und Neuheiten der Branche oder Produktvorstellungen in geringem Maße. Um den Interessenten anzusprechen, sollten alle Möglichkeiten der Individualisierung genutzt werden. So beginnt der Newsletter mit einer persönlichen Ansprache (Sehr geehrte/r Herr/Frau…) und setzt im Rahmen der Individualisierung bei den Inhalten fort. Diese sind direkt auf das Kaufverhalten des Interessenten zugeschnitten. Schließlich wird kein Interessent für Übergrößen eine Hose in der Größe XXS kaufen. Bezüglich der Artikellänge, sollte darauf geachtet werden, dass lange Textblöcke auf ein Minimum reduziert werden. Denn meist reichen kurze Meldungen aus, um dem Interessenten alle wichtigen Informationen mitzuteilen. Weniger ist hier mehr. Um dem Interessenten trotzdem längere Artikel anbieten zu können, kann ein Teaser im Newsletter eingebunden werden. Der Teaser leitet den Interessenten über einen Link auf die Homepage des Unternehmens.

4. Die Betreffzeile: Die Betreffzeile ist das womöglich wichtigste Instrument eines Newsletters, denn anhand der Betreffzeile entscheiden die Interessenten ob sie diese E-Mail öffnen oder ob sie diese in den Papierkorb oder Spamordner schieben. Studien wie jene von retention Science oder Informz.Inc belegen, dass die Anzahl der Zeichen einen großen Einfluss auf die Öffnungsrate hat: Je kürzer die Betreffzeile, desto mehr Interessenten öffnen die E-Mail. De Zeichenanzahl schwankt zwischen 10 und 60 Zeichen. Viele E-Mail-Clienten kürzen die Betreffzeile, so ist es von besonderer Bedeutung die Schlüsselwörter direkt an den Anfang zu setzen wie z. B. 30% Rabatt oder ähnliches. Darüber hinaus erhöht sich die Öffnungsrate, wenn mit zeitlicher Verknappung gearbeitet wird z. B. „Nur noch 1 Woche“. So wird der Newsletter sofort geöffnet und gerät nicht in Vergessenheit. Zusätzlich sollte auf die Wortwahl geachtet werden, damit der Newsletter nicht automatisch im Spamordner landet. Typische Spamwörter wie „Supersonderangebot“ oder „Geld zurück“ und zu viele Sonderzeichen und Großschreibung sollten vermieden werden. Ansonsten erkennt der Spamfilter diesen Newsletter aufgrund der falsch gewählten Betreffzeilen als Spam und kennzeichnet diesen als solche.

5. Die Gestaltung: Newsletter können als HTML oder als Plain Text verschickt werden. Beim HTML-Format können Bilder in den Newsletter integriert werden sowie Links und Schriften mit Stilelementen. Bei Newslettern im Plain-Text-Format wird dem Empfänger reiner Text angezeigt. Beim Plain-Text-Format besteht eine geringe Gefahr, dass die Mail als Spam markiert wird. Außerdem werden lange Wartezeiten vermieden. Die einzelnen Bestandteile des Newsletters werden im Folgenden aufgeführt:

a. Header: Ein Logo direkt am Anfang des Newsletters kann Vertrauen beim Empfänger des Newsletters schaffen, da er den Absender der Nachricht erkennt.

Das erste präsentierte Produkt entscheidet darüber ob der Empfänger die weiteren Teile des Newsletters liest, daher muss das Hauptprodukt ganz oben platziert werden.

b. Bilder: Da viele Mail-Clienten die Bilder unterdrücken sollte sparsam mit Bildern umgegangen werden und der Einsatz gezielter erfolgen. Bunte und belebte Bilder fesseln den Leser mehr als langweilige und kühle Bilder und Töne. Werden weniger Bilder eingesetzt, verkürzen sich die Ladezeiten des Newsletters.

c. Body: Der Text sollte kurz und informativ sein. Wünscht der Interessent weitere Informationen, kann er durch einen Link auf die Homepage weitergeleitet werden.

d. Footer: Im Schlussteil des Newsletters befinden sich das Impressum, andere weniger wichtige Informationen sowie der Abmeldelink für den Newsletter. Dieser darf auf keinen Fall fehlen.

6. Die Zeitplanung: Wie regelmäßig muss der Newsletter erscheinen?

Wie häufig ein Newsletter verschickt werden sollte hängt von der Art des Shops, von der Zielgruppe (z.B. B2B oder B2C), von der Art der Produkte und von der Erwartungshaltung, die bei den Kunden bei ihrer Anmeldung für den Newsletter ausgelöst wurde, ab. Newsletter sollten verschickt werden, um den Kunden an das Produkt und die Firma zu erinnern und über neue Produkte sowie Aktionen zu informieren. Dementsprechend häufig sollte der Newsletter versendet werden. Der Newsletter dient nicht dazu den Kunden zu belästigen bzw. zu spammen.

Der Newsletter-Versand sollte bei einem großen Kundenstamm nach außen verlagert werden.

Es gibt Firmen, die die Dienstleistung anbieten, E-Mail-Adresslisten mit über hundert Kontaktdaten anzulegen und die E-Mails zu individualisieren. So verlieren die Newsletter Herausgeber nicht den Überblick und können sich auf die Kernaktivitäten ihres Unternehmens konzentrieren.12

2.5 Rechtliche Grundlagen

Die Voraussetzung um E-Mail Werbung versenden zu dürfen, ist gemäß des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerbs, die Einverständnis des Empfängers.

[...]


1 Vgl. Statista (2015), Web.

2 Vgl. Schwarz, T. (2015), Web.

3 Vgl. Lackes, R. (2011), Web.

4 Vgl. Müller, D. (O. J.), Web.

5 Vgl. ebd., Web.

6 Vgl. ebd., Web.

7 Vgl. ebd., Web.

8 Vgl. Leipner, I. (O. J.), Web.

9 Vgl. ebd., Web.

10 Leipner, I. (O. J.), Web.

11 Vgl. Stockmeier, S. (2014), Web.

12 Vgl. Stockmeier, S. (2014), Web.

Ende der Leseprobe aus 23 Seiten

Details

Titel
Sinn und Nutzen des E-Mail Marketings
Hochschule
Fachhochschule Südwestfalen; Abteilung Meschede
Veranstaltung
E-Commerce
Note
1,7
Autor
Jahr
2015
Seiten
23
Katalognummer
V295258
ISBN (eBook)
9783656930464
ISBN (Buch)
9783656930471
Dateigröße
445 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
E-Commerce, E-Mail Marketing, Newsletter, E-Mail
Arbeit zitieren
Anika Heinrich (Autor), 2015, Sinn und Nutzen des E-Mail Marketings, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/295258

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