Zertifizierung von Handelsketten im Bereich kritischer Rohstoffe


Bachelorarbeit, 2012

67 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

1. Einleitung

2. Kritische Rohstoffe
2.1. Der Rohstoff Tantal
2.2. Tantalvorkommen
2.3. Coltan als Konfliktrohstoff
2.3.1. Coltanabbau in der demokratischen Republik Kongo
2.3.2. Coltanabbau in Ruanda
2.4. ASM – Der artisanale Bergbau
2.5. Ökologische Folgen des artisanalen Bergbaus
2.6. Tantal Supply Chain
2.7. Tantal Supply Chain der Elektronikindustrie

3. Rechtliche Anforderungen
3.1. Der Dodd Frank Act
3.2 Europäische Intentionen

4. Zertifizierung von Handelsketten
4.1. Regionaler Ansatzpunkt
4.2. Anforderungen an eine Zertifizierung
4.3. CTC – Certified Trading Chains
4.3.1. CTC Projekt Ruanda
4.3.2. CTC Implementierung
4.3.3. 3rd Party Audits
4.3.4. AFP – Analytical Fingerprint
4.3.5. NRD, GMC, RML – Drei Fallbeispiele
4.3.6. Der Bewertungsmechanismus
4.4. Bewertung des CTC Ansatzes
4.5. Zwischenfazit
4.6. CTC Alternativen
4.7. Vergleich der Zertifizierungs- und Nachverfolgungssysteme

5. Fazit und Ausblick

Literaturverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abb. 1: Globale Reserven von Tantal aus dem Jahr 2009

Abb. 2: Artisanaler Bergbau auf „Coltan“

Abb. 3: Supply Chain Tantal, Global Players

Abb. 4: Konzept einer zertifizierten Handelskete

Abb. 5: Allgemeine Ruandische Handelskette

Abb. 6: CTC Implementierung in Ruanda

Abb. 7: Karte von Ruanda mit den CTC Teilnehmern/Konzessionen

Tabellenverzeichnis

Tabelle 1: Vergleich der Auswertungen der Konzessionen RML, GMC, NRD

Tabelle 2: Verstöße der Konzessionen

Tabelle 3: Vergleich der durchschnittlichen Bewertung

1. Einleitug

Die gesellschaftliche und soziale Verantwortung spielt mit zunehmenden globalen Aktivitäten von Unternehmen eine immer größer werdende Rolle. Diese Verantwortung resultiert in einem wachsenden Bedarf auf Produzenten- und Konsumentenseite nach konfliktfreien Produkten. Im Zuge der Globalisierung und aufgrund der zunehmenden Rohstoffknappheit steigt die Bedeutung rohstoffreicher Schwellen- und Entwicklungsländer wie der demokratischen Republik Kongo und weiteren zentralafrikanischen Staaten.

Ziel der Zertifizierung einer Handelskette ist es, Transparenz und Rückverfolgbarkeit zu schaffen. Darüber hinaus können mit Hilfe des Zertifizierungsinstrumentes Maßnahmen gegen die illegale Ausbeutung natürlicher Ressourcen ergriffen werden und der Umweltzerstörung kann Einhalt geboten werden. Insbesondere für Schwellenländer bedeutend ist das Potenzial zur Verbesserung der sozialen Mindeststandards und der Arbeitsverhältnisse. Wirtschaftlich betrachtet kann eine Zertifizierung zur Optimierung des gesamten Wertschöpfungsprozesses beim Abbau in den Lagerstätten beitragen und somit zu einem signifikanten Anstieg der Performance führen.

Der Schwerpunkt der vorliegenden Arbeit liegt auf einer Analyse des Zertifizierungspotenzials in Ruanda und im Kongo. Der informelle/artisanale1 Kleinbergbau in diesen Regionen stellt in Bezug auf Rohstoffe wie Coltan oder Kassiterit den Beginn der Handelskette dar und wird mit sozialen Missständen, schlechten Arbeits- und Sicherheitsbedingungen, Umweltzerstörung sowie geringer Produktivität in Verbindung gebracht. Genauso wie sogenannte „Blutdiamanten“ in afrikanischen Ländern wie Sierra Leone dienen kongolesische Rohstoffe noch heute bewaffneten Gruppen zur Finanzierung kriegerischer Auseinandersetzungen. Als Grund dafür werden neben dem Konsumverhalten der Industrieländer, das Fehlen von Strukturen sowie eine schwache Regierungsführung angesehen. Nichtsdestotrotz bietet der artisanale Kleinbergbau neben seinen negativen Aspekten auch Vorteile und sogar Chancen für die Region: Alleine in Ruanda sind mehr als 35.000 Menschen2, die mit ihrem Gehalt ihre Familien ernähren, in den Bergwerken tätig. Die Anzahl der Kleinbergbauern im Kongo ist demographisch nicht erfasst. Sie übersteigt jedoch, aufgrund des höheren Rohstoffreichtums und der größeren Fläche, die Ruandas. Die Rohstoffe treten darüber hinaus in Flusssedimenten oder dicht unterhalb der Oberfläche auf und sind von daher mit einfachen Methoden und ohne großen technischen Aufwand abbaubar. Der artisanale Bergbau ist demzufolge in einigen Teilen Zentralafrikas gegenüber dem industriellen Abbau von Vorteil.

Das Thema Zertifizierung ist sowohl in der politischen als auch in der gesellschaftlichen Diskussion aktuell. Amerikanische börsennotierte Unternehmen müssen im Rahmen des Dodd Frank Acts, einem Gesetzesentwurf als Reaktion auf die Finanzkrise, ab der zweiten Jahreshälfte 2012 beweisen, dass sie in ihren Produkten ausschließlich konfliktfreie Rohstoffe in Bezug auf die Herkunft verwenden. Auch in Europa wird zurzeit über die Implementierung eines vergleichbaren Gesetzes nachgedacht – mit großem Interesse von Seiten der Industrie.

Der Titel dieser Ausarbeitung lautet „Zertifizierung von Handelsketten im Bereich kritischer Rohstoffe“ und wurde parallel zu dem Forschungsprojekt „Coltan Environmental Management“ von der Volkswagen Stiftung verfasst. Die Arbeit beschäftigt sich konkret mit der Frage, ob und inwieweit das Instrument der Zertifizierung zur Verbesserung der Umstände des artisanalen Kleinbergbaus beiträgt und woran eine Zertifizierung zurzeit noch scheitern kann.

Um diese Frage zu beantworten, wird im zweiten Abschnitt zunächst der Begriff „kritischer Rohstoff“ näher erläutern und auf die Besonderheiten der Mineralien Tantal und Coltan hinsichtlich ihrer Vorkommen, ihrer Gewinnung sowie ihrer landesspezifischen Supply Chain eingegangen. In diesem Zusammenhang werden anschließend der artisanale Bergbau und die daraus resultierende Umweltschädigungen beschrieben. Im dritten Abschnitt werden die rechtlichen Anforderungen auf europäischer und amerikanischer Ebene vorgestellt, da sie für Zentralafrika seit der Ankündigung des Dodd Frank Aktes von großer Bedeutung sind. Der vierte Teil dieser Arbeit stellt in Bezug auf die Fragestellung den Schwerpunkt dar: Zunächst wird allgemein auf die Voraussetzungen und Anforderungen einer Zertifizierung eingegangen. Im Anschluss daran werden die Erkenntnisse, die in einem Zertifizierungspilotprojekt des BGR gewonnen wurden, für eine Abweichungsanalyse genutzt. Darauf folgend werden weitere Zertifizierungs- und Nachverfolgungssysteme im Hinblick auf ihre Effizienz untersucht und miteinander verglichen. Eine kurze Zusammenfassung in Form eines Fazits sowie ein Ausblick erfolgt im fünften Kapitel.

2. Kritische Rohstoffe

Um den immer steigenden Ansprüchen in der Elektronik- und Computer-, Fahrzeug-, Raumfahrt- und Luftfahrtindustrie gerecht zu werden, nimmt die Bedeutung kritischer3 Rohstoffe kontinuierlich zu. Für den Begriff „kritischer Rohstoff“ existiert bislang noch keine allgemeingültige Definition, es handelt sich also nicht um eine fest definierte Gruppe von Elementen wie beispielsweise die des Periodensystems. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) hat in einer Studie von 2009 eine Auflistung von 19 Rohstoffen erstellt, die als besonders kritisch in Bezug auf die Versorgungslage angesehen werden. Hierunter fallen Rohstoffe wie Seltene Erden, Indium oder Kobalt. Als Ursache für die Unsicherheit der Versorgung werden Marktturbulenzen, also Ungleichgewichte zwischen Angebot und Nachfrage, Fehleinschätzungen auf den Rohstoffmärkten und Ressourcenknappheiten angesehen4. Eine Ausarbeitung im Auftrag der Europäischen Union hingegen unterzieht 41 potenziell seltene Rohstoffe einer Risikoeinschätzung. Die einzelnen Rohstoffe werden anhand der Kriterien der wirtschaftlichen Wichtigkeit und des Angebotsrisikos gegenübergestellt. Die Studie kommt zu dem Ergebnis einer Auflistung von 14 Rohstoffen, die in die Kategorie „kritisch“ einzustufen sind. Diese Rohstoffe sind - trotz großer Risiken des Angebots - für die Wirtschaft auf lange Sicht unabdingbar5. Für die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe sind kritische Rohstoffe „für die Wirtschaftsentwicklung […] nur eingeschränkt substituierbar, müssen überwiegend importiert werden und sind regional auf wenige Anbieter bzw. in Krisenregionen konzentriert“6.

Die jeweiligen Auflistungen der Rohstoffe, die als kritisch eingestuft werden, unterscheiden sich marginal. Aus den drei Definitionen gehen jedoch Gemeinsamkeiten und eindeutige Charakteristika hervor: Der Begriff kritisch bzw. selten impliziert, dass es sich um einen wertvollen Rohstoff handelt, dessen Vorkommen im Boden zumeist begrenzt ist und für welchen eine hohe Nachfrage existiert. Es handelt sich weiterhin um einen festen, flüssigen oder gasförmigen Bestandteil der Erdkruste, der sich wirtschaftlich nutzen lässt. Die Eigenschaft „selten“ resultiert aus der Tatsache, dass der Rohstoff entweder nur in sehr geringen Reserven bzw. nur in einigen wenigen Ländern auftritt oder aber häufig vorkommt und in großen Mengen abgebaut wird, den Nachfragebedarf jedoch nicht decken kann.

Das chemische Element Tantal wird in allen drei Auflistungen der unterschiedlichen Definitionen übereinstimmend als kritischer Rohstoff bezeichnet. Im folgenden Abschnitt werden die Gründe dafür näher erläutert.

2.1. Der Rohstoff Tantal

Tantal wird hauptsächlich für die Produktion sehr kleiner Kondensatoren mit hohen Kapazitäten verwendet. Tantal wird im Periodensystem mit Ta abgekürzt und hat die Ordnungszahl 73. Seine besonderen metallischen Eigenschaften, zu denen gute Leitfähigkeit, Beständigkeit, ungiftig, korrosionsbeständig und ein geringes Gewicht zählen, machen den Rohstoff für den Einsatz in der Elektronik High-Tech Industrie7 unverzichtbar. Der Haupteinsatzweck von Tantal ist die Kondensatorindustrie. In diesem Bereich ermöglicht der Rohstoff eine Miniaturisierung, von der insbesondere die Flugzeugleichtbau-, die Medizin-, Elektronik- und die Automobilindustrie profitieren. Keramik, Niob und Aluminium besitzen zwar Tantal ähnliche Eigenschaften, müssen für eine identische Funktionalität jedoch in deutlich größeren Mengen eingesetzt werden.

Im Jahr 2005 wurden 68 Prozent des weltweit geförderten Tantals in diesem Bereich für die Produktion von Mobiltelefonen, Laptops, iPods und Spielekonsolen wie der Xbox und der Playstation verwendet. Weitere 11 Prozent kamen in anderen Bereichen der Elektronik Industrie wie zum Beispiel der Produktion von Arbeitsspeichern und Prozessoren zum Einsatz; die restlichen 21 Prozent verteilen sich auf Legierungen in der Flugzeug- und Raumfahrtindustrie, Karbide, Munition in der Rüstungsindustrie, medizinische Instrumente etc8.

Die Charakterisierung eines kritischen Rohstoffes trifft auf Tantal zu, weil der weltweite Bedarf kontinuierlich steigt, eine wesentliche Ausweitung der Förderung jedoch nicht möglich ist. Die bekannten und erschlossenen Fördergebiete in Australien, Brasilien und Kanada sind weitestgehend ausgelastet. Bekannte Reserven, die noch nicht erschlossen sind (sogenannte Ressourcen), liegen in Regionen wie der demokratischen Republik Kongo (DRK). Der Kongo ist der größte Tantalerzproduzent in Afrika9. Insbesondere im artisanalen Bergbau führt die Rohstoffgewinnung zu immensen ökologischen Belastungen, sozialen Missständen und förderte die bewaffneten Auseinandersetzungen in der Region10.

Die Handelskette von Tantal eignet sich besonders für eine Zertifizierung: Der Bedarf des Rohstoffes wird 2005 alleine für Deutschland mit mehr als 10 Millionen Euro beziffert. Weiterhin hat Tantal neben Wolfram, Kobalt, und Beryll die höchste strategische Bedeutung für die deutsche Volkswirtschaft. Diese wird vom BGR anhand der Preise, des Preisanstiegs, der statischen Reichweite11, der Konzentration der bekannten Reserven und der Komplexität der Liefer- und Wertschöpfungsketten gemessen12. Mehr als 18 Prozent der globalen Produktion von Tantal erfolgt im artisanalen Bergbau, womit eine Zertifizierung deutlich zur Armutsminderung und Eindämmung von Konflikten beitragen würde. Von großer Bedeutung für die Implementierung einer Zertifizierung ist die Möglichkeit externer Kontrollen durch einen analytischen Herkunftsnachweis.

Da sowohl der industrielle als auch weitestgehend der halbindustrielle Bergbau wie zum Beispiel in Australien grundlegende Standards verfolgt, liegt der Fokus in dieser Ausarbeitung auf dem artisanalen und informellen Bergbau in Zentralafrika, insbesondere Ruanda. Als nächstes soll aufgezeigt werden, wo und in welchen Mengen das Mineral Tantal sowohl weltweit als auch in Afrika auftritt.

2.2. Tantalvorkommen

2006 wurde die offizielle Weltproduktion/-förderung von Tantal auf 1.290 Tonnen beziffert13. Von diesen 1.290 Tonnen stammen rund 240 Tonnen aus afrikanischen Förderländern wie der DRK, Ruanda und Mosambik. Die offizielle Statistik entspricht nicht der Realität, denn es wird ein reger Schmuggel des Konfliktrohstoffes betrieben. Auf diesem Weg soll die tatsächliche Herkunft der Metalle verschleiert werden.

Der Zugang zu Tantal für die Industrie kann auf drei unterschiedlichen Arten erfolgen14: Tantal kann aus Minen und Bergwerken gefördert werden, aus Schrott- und Recycling Materialien extrahiert werden und aus Vorräten und Schlämmen („Tailings“) von Zinn Schlacken gewonnen werden. Den größten Teil der Gewinnung nimmt mit ca. 53 Prozent der Bergbau ein, 20 Prozent der Tantal Produktion entstehen aus der Wiederaufbereitung, die restlichen 27 Prozent verteilen sich auf die Aufbereitung der Zinn Schlacken15. Deutschland gehört zu den wenigen Standorten weltweit, die sich auf die Weiterverarbeitung und Gewinnung von Tantalkonzentraten spezialisiert hat. Diese Tatsache findet ihren Ausdruck in einer sehr hohen Importquote von Tantal. Weltweit führend auf dem Gebiet der Aufbereitung von Tantal sind die deutschen Unternehmen H.C. Starck und die Heraeus GmbH. Das Metall wird dort in allen erdenklichen Zuständen – als Schlämme, als Elektronik Komponenten und sogar als Munitionshülsen - aus der ganzen Welt angeliefert und mit Hilfe aufwendiger und spezieller Verfahren getrennt und recycelt16.

Die Gewinnung und Förderung von Tantal aus Minen findet in mehr als 40 Ländern auf der ganzen Welt statt. Viele dieser Minen enthalten nur geringe Mengen an Tantal Erzen, sodass ein kommerzieller Abbau als unwirtschaftlich angesehen wird. Von Afrika wird angenommen, dass ca. 16 Prozent der weltweiten Reserven an Tantal dort vorhanden sind. Von diesen 16 Prozent stammt ein Großteil aus Zentralafrika.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1: Globale Reserven von Tantal aus dem Jahr 200917

Zuverlässige Daten über die genaue Lage dieser Vorkommen in Zentralafrika, insbesondere der DRK, gibt es nicht; geologische Explorationen wurden seit den 1990ern aufgrund politischer Instabilitäten eingestellt. Bekannt sind jedoch drei große Gebiete in der demokratischen Republik Kongo, die einen großen Vorrat des wertvollen Metall aufweisen: Das Kibaran Vorkommen, die nördliche Katanga Provinz und das Eburnean Vorkommen. In diesen drei Provinzen stammt das meiste Tantal und Coltan aus dem Kibaran, insbesondere aus dem nördlichen und südlichen Kivu18. Bis 2009 wurden im Ost Kongo 23 Gegenden gezählt, in denen sich Coltan Minen befinden. 14 davon liegen in Nord Kivu, der Rest im Süden Kivus. Die wahrscheinlich größte Mine ist die Bisie Mine in Walikale – in Nord Kivu. Hier wird neben Coltan auch Bauxit und Kassiterit abgebaut. Bis 2008 hatte die Bisie Mine eine Bevölkerungsdichte von über 13.000 Menschen, die in der Mine nach Rohstoffen geschürft haben.

Das benachbarte Ruanda verfügt ebenfalls über eine Vielzahl an Minen und Bergwerken, deren Vorkommen allerdings deutlich geringer ausfallen als die des Kongos. Eine oft gefahrene Strategie der Verschleierung besteht darin, das Kongo-Erz über Schleichpfade nach Ruanda zu schmuggeln und als Ruanda-Erz zu deklarieren. Aufgrund dieser Tatsache sind die Exportstatistiken der Länder Ruanda und Kongo als unzuverlässig zu bewerten.

2.3. Coltan als Konfliktrohstoff

Das Metall Tantal wird in Zentralafrika und in der DRK aus dem Erz Coltan gewonnen. Coltan ist die Handelsbezeichnung für „Columbit-Tantalit“-Erze. Im Gegensatz zu den anderen Tantaliterzen wie Niob, Columbit, Zinn Schlacke etc. wird Coltan hauptsächlich in Flussbetten, Sedimentablagerungen und porösem Gestein gefunden. Der Abbau erfordert keinen großen technischen Aufwand oder teure Maschinen, sondern kann mit Hilfe primitiver Werkzeuge gefördert werden. Hauptsächlich wird Coltan in Zentralafrika im artisanalen Bergbau abgebaut. Bei dieser Form des Bergbaus werden alle bergmännischen Arbeiten ohne den Einsatz von Maschinen getätigt und der Mechanisierungsgrad ist sehr gering. Mit einfachen Werkzeugen wie z.B. der Spitzhacke wird der Rohstoff zu Tage gefördert. Bei den Bergarbeitern handelt es sich um einfache Menschen – teilweise noch Kinder - aus der Zivilbevölkerung, die im näheren Umfeld der Minen wohnen.

Innerhalb der letzten Dekade ist die Nachfrage nach Produkten aus der Elektronikindustrie, insbesondere nach Handys, stark angestiegen. Dies führte zu einem starken Wachstum der Mobilfunkindustrie. Damit einher ging ein ebenso großer Anstieg der Metallnachfrage auf dem Weltmarkt. Unter den Metallen, die stärker nachgefragt wurden, befand sich auch das für die Produktion der Kondensatoren notwendige Tantal. Tantal macht in einem modernen Handy weniger als 0,029 Gramm aus19, ist jedoch dennoch von großer Bedeutung für die Verkleinerung und Miniaturisierung der Produkte. Aufgrund einer im Jahr 2000 künstlichen Verknappung erfolgte eine große Menge an „Triple Orderings“ – erhöhte Tantalbestellungen zur Sicherung der Tantalreserven. Als Grund für diese Vorratssicherung des Rohstoffes wird mitunter die Einführung der PlayStation 2 von Sony angenommen. In Folge der Verknappung kam es zu einem deutlichen Preisanstieg. Die Metallbörse in London verzeichnete zwischen Februar 2000 und Januar 2001 einen Anstieg von knapp 90€ auf über 475€ pro Pfund Tantal20.Die wahrgenommene Verknappung und der damit einhergehende Preisanstieg führten zur Verlagerung der Beschaffung von dem seltenen Rohstoff aus den industrialisierten Gebieten in die Republik Kongo21.

Der Coltanabbau in der demokratischen Republik Kongo unterscheidet sich zu dem in Ruanda. Die Gründe dafür werden durch eine kurze historische Darstellung beider Länder in den folgenden zwei Unterabschnitten erläutert.

2.3.1. Coltanabbau in der demokratischen Republik Kongo

Der Kongo ist das drittgrößte Land in Afrika. Mehr als 100 verschiedene ethnische Gruppen sind über das ganze Land verteilt. Die DRK ist reich an mineralischen und natürlichen Bodenschätzen, dennoch zählt das Land zu den Ärmsten der Welt. Im Human Development Index – dem Wohlstandsindikator für Länder – befindet sich der Kongo auf Platz 168, dem vorletzten Platz22. Seit dem Ende des kalten Krieges 1989 hat die Aneinanderreihung von fünf Ereignissen das Land maßgeblich geprägt: Der erfolglose und in Gewalt umgeschlagene Versuch Bürgerrechte zu etablieren; die Auswirkungen des Völkermords in Ruanda,

aufgrund dessen mehrere hunderttausend Vertriebene in den Kongo flüchteten; der Militärputsch gegen den damals amtierenden Präsidenten Mobuto; der internationale Kongo Krieg und die bewaffneten Konflikte im Ostkongo23. Die allgegenwärtige Gewalt und Anarchie, unter der hauptsächlich die Zivilbevölkerung zu leiden hat, hat den Kongo zu einem Ort gemacht, an dem keine Rechtstaatlichkeit existiert. Von einem Gesundheits- oder Bildungssystem ist das Land weit entfernt. Aufgrund seiner hohen Rate an Sexualverbrechen wird der Kongo als „der schlimmste Ort auf der Welt, eine Frau zu sein“24 bezeichnet.

Im Jahr 1910 wurde Tantal zum ersten Mal im Kongo entdeckt. Bis in die 1990er war der Rohstoff lediglich ein Nebenprodukt bei der Förderung von Kassiterit. Aufgrund der geringen Nachfrage war Tantal marktwirtschaftlich betrachtet für die Bergarbeiter und Minenbesitzer zunächst unattraktiv. Dies änderte sich 2000, als der Preis für Tantal von 60 Dollar pro Kilo auf das Zehnfache angestiegen ist25. Bis zu Beginn des Kongo Krieges 1998 wurde der Rohstoffabbau von der staatlichen Minenkompanie SOMINKI kontrolliert. SOMINKI verwendete moderne Schürfmethoden und hatte ein Monopol auf die Abbaurechte von Gold, Diamanten und Kassiterit. Die Kompanie wurde nach dem Machtwechsel zerschlagen; seitdem wird der Rohstoff Tantal, genauso wie Gold, Diamanten und Kassiterit ausschließlich im Kleinbergbau gefördert.

Vor 1997 – in diesem Jahr wurde der Präsident Mobuto gestürzt – kontrollierte dieser knapp 40 Jahre lang den Abbau und die Verteilung der wertvollen Rohstoffe. Von dem Zeitpunkt seines Sturzes an ist ein Verteilungskrieg ausgebrochen. Konfliktrohstoffe wie Diamanten, Gold, seltene Erden und Coltan dienen seitdem der Finanzierung und Rekrutierung bewaffneter, über das ganze Land verteilter Gruppen und Milizen. Insbesondere zwischen dem Mineral Coltan und den Unruhen im Kongo wird ein kausaler Zusammenhang unterstellt: Zu Kriegsbeginn haben das ruandische Militär zusammen mit Rebellentruppen des Kongo zwischen 1.000 und 1.500 Tonnen Coltan aus dem Kongo gestohlen, Minenarbeiter überfallen und ausgeraubt. Bewaffnete Gruppen aller Kriegsparteien – also das DRK Militär, Rebellentruppen aus dem Kongo, das ruandische und ugandische Militär sowie ruandische Rebellentruppen - kontrollieren seitdem die Coltan-Produktion und die entsprechenden Minen.

In der DR Kongo gibt es große Vorkommen an Coltan, die für die Menschen leicht zugänglich sind und mit einfachen Methoden abgebaut werden können26. Die Minen locken – vergleichbar mit den Goldräuschen in den USA und Kanada – die Zivilbevölkerung an. Für die meisten Menschen in dem von Armut geprägten Land ist die Arbeit über und unter Tage die einzige Chance, nicht zu verhungern. Es sind keine hohen Investitionen für die Gewinnung des Rohstoffes notwendig27.

Um in der DRK Coltan abbauen zu dürfen, benötigen die Landbesitzer eine Lizenz. In den Wirren des Krieges wurde dieses Gesetz gebrochen - die Lizenzen wurden nicht mehr vom Staat, sondern von bewaffneten Milizen ausgestellt. Über die Legitimation dieser Lizenzen herrschte Rechtsunsicherheit. Hierin wird die Ursache für den illegalen Handel mit dem Rohstoff gesehen28.

2.3.2. Coltanabbau in Ruanda

Wie die DRK zählt auch das benachbarte Ruanda mit einem HDI von 16629 zu einem der Ärmsten Länder der Welt, jedoch mit steigenden Tendenzen. Das Land ist von der Fläche her ca. 90mal kleiner als der Kongo. Beide Länder verbinden kriegerische Auseinandersetzungen die bis in die Gegenwart reichen. Zu großem Auseinandersetzungspotenzial hat der Konflikt um Coltan beigetragen: Bereits 1996 hat Ruanda Rebellentruppen des Kongos, insbesondere die AFDL30, in ihrem Kampf gegen den Präsidenten Mobuto mit Soldaten und finanziellen Mitteln unterstützt31. Im Zuge dieser Unterstützung erhielten das ruandische Militär Abbau- und Eigentumsrechte kongolesischer Coltan Minen sowie einen großen Teil von Ländereien.

Bis heute wird das Militär Ruandas von Menschenrechtsorganisationen beschuldigt, wesentlich am illegalen Handel und Abbau von Konfliktrohstoffen aus dem Ost Kongo beteiligt zu sein. Nichtsdestotrotz besitzt Ruanda eigene Rohstoffvorkommen, welche die Möglichkeit zur Verbesserung der Wirtschaftskraft bieten. Neben Kassiterit, Gold und Wolfram finden sich in Ruanda eine Vielzahl an Coltan Lagerstätten. Im Gegensatz zu seinen Nachbarn, also DRK, Ugunda, Tansania und Burundi, haben in Ruanda nie signifikante Goldexplorationen stattgefunden. Nur geringe Mengen des wertvollen Materials werden heutzutage dortgefördert32.

Nach einer Schätzung des BGRs von 2007 ist ein Anteil von ca. 15% der Gesamtbevölkerung vom Bergbau als Erwerbsgrundlage abhängig. Es existiert weiterhin eine nationale Rohstoffbehörde, die das Ziel einer erhöhten Transparenz im Rohstoffsektor anstrebt. Die fehlende Transparenz stellt für den Aufbau einer eigenen Wirtschaft Ruandas ein großes Problem dar: In einer reproduzierten Statistik der gesamten Tantal Produktion Afrikas über einen Zeitraum von 10 Jahren – von 1997 bis 2007 – stammt der Großteil mit über 52 Prozent aus dem Kongo. 22 Prozent stammen aus Äthiopien, 15 Prozent aus Ruanda, sieben Prozent aus Mosambik und drei Prozent Tantal wurden in Nigeria hergestellt33. Von der Hälfte der ruandischen Tantal Produktion wird jedoch angenommen, dass sie aus dem Kongo nach Ruanda geschmuggelt wurde34. Diese Annahme wurde mit Hilfe des Coltan Fingerprints– einer in Deutschland entwickelten Methode zur Herkunftsbestimmung von Coltan – bestätigt. Die Ergebnisse dieses Verfahrens haben erhebliche Zweifel an der Glaubwürdigkeit Ruandas aufgeworfen. Unter Berücksichtigung dieser Erkenntnisse steigt der Anteil des im Kongo produzierten Tantals auf 60 Prozent.

Vor dem Bürgerkrieg hat Ruanda neben Kaffee und Tee hauptsächlich das Mineral Kassiterit in andere Länder exportiert35. Wie die Landwirtschaft wird der Großteil des Bergbaus von Bauern und Farmern im kleinen Umfang (SCM) mit geringer Ausbeute durchgeführt. Das geschürfte Erz wird in Plastiktüten in die nächsten Dörfer oder Zentren geschafft, um dort gewogen und an Zwischenhändler verkauft zu werden. Die Zwischenhändler häufen die Mineralien an und verkaufen die kumulierten Mengen an Fabriken, wie sie sich zum Beispiel in Gatumba, einer Ortschaft zwischen den Gebieten Gitarama und Gisenyi, befinden. Hier wird das Erz geschliffen und über Magneten gezogen, um den wertvollen Rohstoff Coltan von Nebenprodukten wie Eisen zu trennen. Die vielen Zwischenhändler, die das Erz bis zur weiterverarbeitenden Stufe durchläuft, wirken sich zum einen negativ auf den Preis aus, welcher den ASM Arbeitern für ihre Arbeit bezahlt wird und tragen zum anderen massiv zur Intransparenz in der Handelskette bei.

Nach ruandischem Gesetz gehören die Rohstoffe und Mineralien die unterhalb der Oberfläche gelagert sind dem Staat und nicht dem Landbesitzer. Mittlerweile sieht das Gesetz jedoch Entschädigungen durch die Minenbetreiber vor, wenn den Landeigentümern durch deren Arbeit Schäden entstehen.

Coltan Lagerstätten befinden sich in mehr als 34 Kommunen, die sich über ¾ des Landes erstrecken36 ; von Cyangugu im Südwesten bis Umutara und Kibungo im Osten. Der größte Teil der Vorkommen und die meisten Minen befinden sich in dem Gebiet Gitarama und Kigali. Auch in den Wäldern Ruandas gibt es – wenn auch wenige – Coltan Minen. Beim Abbau von Rohstoffen in Ruanda in kleinen und privaten Minenunternehmen kommt eine Kombination aus artisanalen und semi-industriellen Methoden zum Einsatz: Der Großteil der Arbeiten wird mit Schaufeln und Pickeln durchgeführt, es stehen allerdings auch technische Geräte (semiindustrieller Abbau) wie Vorschlaghammer etc. zur Verfügung.

Während der Bürgerkriegsunruhen wurde die Gewinnung der Rohstoffe in Ruanda von dem mineralischen Handelsunternehmen SOMIRWA kontrolliert. Die schrittweise Nationalisierung der Minenindustrie seit 1973 wird mit Missmanagement assoziiert, welches zwischen 1980 und 1990 ihren Höhepunkt fand. In dieser Zeit ist fast die gesamte Bergbauindustrie zusammengebrochen37. Nach dem Krieg wurde die Arbeit in den Minen den Menschen frei zugänglich gemacht; in Folge dieser Wiedereröffnung des Bergbaus strömten Massen von Menschen in die Bergwerke und die von Hunger und Armut geprägte Landbevölkerung suchte unter der Erde nach Mineralien die sie verkaufen konnten. Eine Teilerneuerung des Minensektors in den frühen 2000ern und die (Teil-)Rückprivatisierung, die von der ruandischen Regierung zwischen 2006 bis 2009 initiiert wurde, hat zu großen ausländischen Investitionen geführt38. Der industrielle Abbau von Tantalerzen obliegt in Ruanda mittlerweile zwei unterschiedlichen Firmen39: Redemi, ein teils staatliches, teils privates Unternehmen und COPIMAR, ein Konglomerat vieler kleiner Minengesellschaften.

Die ökologischen Folgen des Bergbaus in Ruanda sind verheerend. Die Menschen sind im ganzen Land auf der Suche nach Mineralien die sie gewinnbringend verkaufen können. Diese Suche hinterlässt ihre Spuren, insbesondere in den Minen die im Regenwald liegen. Die Gefahr für die Umwelt wurde von der Regierung erkannt und es wurde 2008 ein neues Minengesetz verabschiedet. Diese Gesetze verpflichten u.a. die Bergbauindustrie und die am Bergbau beteiligten Menschen dazu, nach den Ausgrabungen die Löcher wieder zu schließen und die Erdoberfläche zu versiegeln. Weiterhin betont das Gesetz die große Bedeutung des Minensektors für die weitere Entwicklung Ruandas40. Durchgesetzt haben sich diese neuen Gesetze bis heute jedoch noch nicht, zumindest nicht im Kleinbergbau.

Insbesondere für die ruandische Bevölkerung stellt der Rohstoffhandel eine Möglichkeit dar, nach der Zeit der Kriege, des Völkermordes und der von Gewalt gekennzeichneten Vergangenheit, eine Wirtschaft aufzubauen und die Armut zu bekämpfen. Über 35.000 Arbeiter sind in Ruanda im ASM Sektor tätig41. Dieser beinhaltet neben Coltan auch den Abbau von Kassiterit, Wolfram und anderen Bergbaurohstoffen.

Der Imageverlust durch den illegalen Handel mit kongolesischem Coltan hat bei den Industrienationen ein de facto Handelsboykott von ruandischen Erzen bewirkt. Von diesem Boykott sind am Stärksten die ruandischen Kleinbergbauern und deren Familien betroffen. Eine Zertifizierung der Handelskette im Bereich der kritischen Rohstoffe könnte für die Regionen, in denen der Kleinbergbau betrieben wird, zu einer Entwicklung und Armutsbekämpfung führen.

Ziel des Forschungsprojektes „Coltan Environmental Management“ ist der Ansatz einer Zertifizierung am Ursprung der Handelskette. In Zentralafrika ist dies hauptsächlich der artisanale Kleinbergbau, dessen Betrachtung zunächst notwendig ist.

2.4. ASM – Der artisanale Bergbau

Tantal ist von seiner physikalischen und chemischen Struktur her ein Rohstoff, der sich für den Abbau im Kleinbergbau eignet: Aufgrund seiner hohen Dichte von 16,65 g/cm3 42 und Trägheit kann der Rohstoff relativ einfach von anderen Stoffen unterschieden werden. Ein aufwendiges chemisches Verfahren ist bei der Gewinnung nicht notwendig. Die Eigenschaften der Tantal Gewinnung macht die Arbeit in den Minen für die Landbevölkerung sehr attraktiv. Der ASM Sektor weist so gut wie keine Markteintrittsbarrieren auf und es existiert eine hohe Nachfrage für die Rohstoffe. Die hohen und einfach zu erzielenden Gewinnmargen des Kleinbergbaus bieten jedoch auch eine große Angriffsfläche für bewaffnete Gruppen. Diese haben vor allem in der Vergangenheit und im Osten Kongos oft Minen übernommen und sich am Vorhandensein natürlicher Ressourcen auf Kosten der Bergarbeiter bereichert.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 2: Artisanaler Bergbau auf „Coltan“43

[...]


1 die Begriffe “informell” und “artisanal” werden im Folgenden synonym verwendet

2 vgl. Steinbach, V. (2011): Certified Trading Chains (CTC): Pilot Project Rwanda, Seite 7

3 „Kritische Rohstoffe“ wird in dieser Ausarbeitung synonym für die Begriffe „seltene Rohstoffe“ und „strategische Rohstoffe“ verwendet.

4 vgl. Angerer, G. et al. (2009), Rohstoffe für Zukunftstechnologien, Seite XI

5 vgl. Ad-hoc Working Group on defining critical raw materials (2010): Critical raw materials for the EU, Seite 22

6 vgl. Wagner, M., Franken, G., Melcher, F., et al. (2007): Zertifizierte Handelsketten im Bereich mineralischer Rohstoffe, Seite 12

7 vgl. Nest, M. (2011): Coltan, Seite 8

8 vgl. Wilson, L. (2007): Tantalum – A tantalizing commodity investment opportunity

9 vgl. Fetherston, John M. (2004): Tantalum in Western Australia, Seite 71

10 vgl. Wagner, M., Franken, G., Melcher, F., et al. (2007): Zertifizierte Handelsketten im Bereich mineralischer Rohstoffe, Seite 7 ff.

11 Jahresverbrauch des Rohstoffes

12 vgl. Wagner, M., Franken, G., Melcher, F., et al. (2007): Zertifizierte Handelsketten im Bereich mineralischer Rohstoffe, Seite 23

13 vgl. Wagner, M., Franken, G., Melcher, F., et al. (2007): Zertifizierte Handelsketten im Bereich mineralischer Rohstoffe, Seite 66

14 vgl. Nest, M. (2011): Coltan, Seite 16

15 vgl. Zogbi, D. (2008): Tantalum: Global market outlook: 2008-2012, Seite 15

16 Im Rahmen eines Industriepraktikums bei H.C.Starck in Goslar im Jahr 2007 habe ich von der Rohstoffwarenannahme bis hin zur Verhüttung den gesamten Prozess der Wiederaufarbeitung kennengelernt

17 in Anlehnung an Nest, M. (2011): Coltan, Seite 20

18 vgl. Nest, M. (2011): Coltan, Seite 19

19 vgl. Nokia (2010): Corporate Responsibility, Seite 21

20 vgl. Werner, K., Weiss, H. (2009): Das neue Schwarzbuch Markenfirmen, Seite 70

21 vgl. Werner, K., Weiss, H. (2009): Das neue Schwarzbuch Markenfirmen, Seite 93 ff.

22 vgl. United Nations Development Programme (2011): Indices & Data – International Human Development Indicators

23 vgl. Nest, M. (2011): Coltan, Seite 66

24 vgl. Nest, M. (2011): Coltan, Seite 67

25 vgl. Nest, M. (2011): Coltan, Seite 12

26 vgl. Werner, K., Weiss, H. (2009): Das neue Schwarzbuch Markenfirmen, Seite 71

27 vgl. Hütz-Adams, F., Hunold, G. (2008): Müllwelten. Fakten, Hintergründe, Beispiele, Seite 11

28 vgl. Ross, M.L. (2004): How Do Natural Ressources Influence Civil War?,Seite 35ff

29 vgl. United Nations Development Programme (2011): Indices & Data – International Human Development Indicators

30 AFDL: Alliance des Forces Démocratiques pour la Liberation du Congo

31 vgl. Billon, P. (2004): The Geopolitical Economy of ‘Ressource Wars’, Seite 1-25

32 vgl.Schütte, P., Franken, G., Melcher, F., et al. (2011): The CTC (Certified Trading Chains) Mineral Certification System, Seite 3

33 vgl. Nest, M. (2011): Coltan, Seite 25

34 vgl. Melcher, F., et al. (2008): Analytical Fingerprint of Columbite-Tantalite Mineralisation in Pegmatites

35 vgl. Redmond, I. (2001): Coltan Boom, Gorilla Bust: The Impact of Coltan Mining on Gorillas and other Wildlife in Eastern DR Congo, Seite 7

36 vgl. Redmond, I. (2001): Coltan Boom, Gorilla Bust: The Impact of Coltan Mining on Gorillas and other Wildlife in Eastern DR Congo, Seite 7

37 vgl. Schütte, P., Franken, G., Melcher, F., et al. (2011): The CTC (Certified Trading Chains) Mineral Certification System, Seite 3

38 vgl. Schütte, P., Franken, G., Melcher, F., et al. (2011): The CTC (Certified Trading Chains) Mineral Certification System, Seite 3

39 vgl. Redmond, I. (2001): Coltan Boom, Gorilla Bust: The Impact of Coltan Mining on Gorillas and other Wildlife in Eastern DR Congo, Seite 8

40 vgl. Biryabarema, M (2009): Rwanda – Does the mining industry have potential or is it in free fall?

41 vgl. Schütte, P., Franken, G., Melcher, F., et al. (2011): The CTC (Certified Trading Chains) Mineral Certification System, Seite 3

42 vgl. Greenwood, N., et al., Chemie der Elemente, Seite 1260

43 Quelle: BGR, http://www.bgr.bund.de/DE/Themen/Min_rohstoffe/Bilder/LF__COLTAN_Mutala_k.jpg

Ende der Leseprobe aus 67 Seiten

Details

Titel
Zertifizierung von Handelsketten im Bereich kritischer Rohstoffe
Hochschule
Technische Universität Clausthal  (Wirtschaftswissenschaften)
Note
1,3
Autor
Jahr
2012
Seiten
67
Katalognummer
V295320
ISBN (eBook)
9783656973560
ISBN (Buch)
9783656973577
Dateigröße
1253 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
zertifizierung, handelsketten, bereich, rohstoffe
Arbeit zitieren
Jan-Martin Köckemann (Autor), 2012, Zertifizierung von Handelsketten im Bereich kritischer Rohstoffe, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/295320

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