Fabeln im Unterricht. "Der Wolf und das Lamm" (Klasse 7)

Teilentwurf


Unterrichtsentwurf, 2013
6 Seiten, Note: 14 Punkte
Anonym

Leseprobe

Lernvoraussetzungen und curriculare Einordnung

Die hier beschriebene Unterrichtsstunde zum Thema „Annäherung an das Thema Fabeln – ‚Der Wolf und das Lamm‘“ ist Bestandteil der Unterrichtseinheit „Umgang mit literarischen Texten: Fabeln“, die zum Ziel hat, die SuS nicht nur mit Fabeln bekanntzumachen, sondern unter anderem mithilfe fachlichen Wissens (äsopische Fabeln; Fabelrezepte Lessings) eine Eigenproduktion von Fabeln zu ermöglichen.

Die Unterrichtseinheit zu Fabeln ist im Hessischen Lehrplan1 eigentlich für das erste Halbjahr der Klasse 6 vorgesehen, wurde von der Fachlehrerin aufgrund der Kindermusiktage2 jedoch auf das siebte Schuljahr verschoben. Diese Option bot sich deshalb an, weil Fabeln nicht altersbezogen sind, sondern bzgl. der Anforderung variiert werden können: So sind sie bspw. nicht nur im Deutschunterricht der Unterstufe Thema, sondern auch im Lateinunterricht der Mittelstufe. Außerdem besitzen sie eine weitreichende Wirkungsgeschichte und lassen u. a. eine sinnvolle Vermittlung verschiedener Vorgaben zu kreativem Schreiben zu, die besonders in der kommenden Einheit berücksichtigt werden sollen. Gleichzeitig lassen sich mithilfe von Fabeln auch verschiedene, im Lehrplan der Klasse 7 vorgesehene Teilziele im Umgang mit literarischen Texten erreichen (u. a. Entnehmen wichtiger Informationen, Erarbeitung von Hauptaussagen, Erkennen und Beschreiben von Geschehens-, Motiv- und Problemstrukturen3 ).

Die heutige Stunde stellt einen Einstieg in das Thema „Fabeln“ da. Die SuS haben daher noch keine schulischen Erfahrungen mit dieser Textsorte. Aufgrund eines guten bis sehr guten Allgemeinwissens von einem Großteil der SuS ist aber anzunehmen, dass sie erste Kenntnisse diesbezüglich vorweisen können.

Kompetenzorientierte Zielsetzungen

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten4

Methodische Überlegungen

Der Einstieg in die Unterrichtsstunde erfolgt mithilfe eines Bildimpulses. Das Bild zu der Fabel „Der Wolf und das Lamm“ wird den SuS – ohne den dazugehörigen Namen zu nennen – auf dem Smartboard präsentiert (vgl. M1). Die SuS sollen sich mit der Darstellung auseinandersetzen, indem sie darauf eingehen, was sie sehen, was im Folgenden passieren könnte und was die Tiere sagen könnten. Die Situation wird von den SuS vermutlich als Gefahrensituation für das Lamm geschildert, da der Wolf einen furchterregenden Eindruck macht. Mögliche Aussichten wären, dass der Wolf das Lamm frisst, dieses fliehen kann oder den Wolf überzeugt, es nicht zu fressen. Auf diesen Grundlagen könnte demnach auch ein möglicher Wortwechsel zwischen den Tieren basieren. Eine Alternative zu dem Bildimpuls als Einstieg wäre das Anschreiben der Fabelüberschrift „Der Wolf und das Lamm“ gewesen, zu der die Gedanken der SuS (evtl. mithilfe der Impulsfrage: „Was könnte passieren?“) in Form einer Mindmap hätten gesammelt werden können. Daran anschließend wäre auch denkbar gewesen, die Fabel zu dem Bild „Der Wolf und das Lamm“ (z.B. in der Fassung von Äsop) zu lesen und auf einzelne Aspekte hin zu bearbeiten. Hier wäre jedoch einerseits die Kreativität der SuS nicht gefordert gewesen, andererseits hätten sie sich nicht so intensiv mit dem Dialog zwischen den Tieren beschäftigt. Gegen die Alternative der Überschrift spricht, dass die SuS sich die Situation besser vorstellen können, wenn ein visueller Impuls vorliegt.

Nach den durch die SuS gelieferten Impulsen zu den Aussagen der Tiere kann nun die Überleitung zur Erarbeitungsphase erfolgen: Die SuS sollen sich in Partnerarbeit einen zu dem Bild passenden Dialog von Lamm und Wolf überlegen und diesen verschriftlichen (M2). Eine Alternative für diejenigen SuS, die den Arbeitsauftrag schneller bearbeitet haben, wäre, zu überlegen, wie sie den Dialog vortragen könnten (Tempo, Betonung, Lautstärke, „Wer steht wo wie?“,…). In der anschließenden Sicherungsphase werden dem Plenum einzelne Ergebnisse vorgestellt und anschließend erörtert, ob der jeweilige Dialog zu dem Bild gepasst hat. Bei der Erörterung sind verschiedene Ergebnisse möglich; die Dialoge werden sich jedoch vermutlich inhaltlich überschneiden, sodass nur eine kleine Auswahl bei der Präsentation Berücksichtigung finden wird (auch wenn davon auszugehen ist, dass ein Großteil der SuS ihre Ergebnisse vortragen möchte). Sollte der Fall eintreten, dass die SuS enttäuscht sind, weil nicht alle ihren Dialog vorstellen konnten, wäre ein mögliche Hausaufgabe, die Dialoge anhand der später erarbeiteten Kriterien zu überarbeiten und entweder dem Plenum zu präsentieren oder im Austausch mit dem Partner zu besprechen. Auf diese Weise würden alle Eigenproduktionen gewürdigt werden. Alternativ zum Vortragen der Dialoge hätte man diese auch szenisch inszenieren können. Da die Überlegungen zu einer Inszenierung jedoch mehr Zeit bedürfen, wäre an dieser Stelle eine Doppelstunde vorteilhafter.

[...]


1 Vgl. Hessisches Kultusministerium: Lehrplan Deutsch. Gymnasialer Bildungsgang. Jahrgangsstufen 5G bis 12G. Wiesbaden 2008. S. 23.

2 Es handelt sich bei der Klasse 7D um eine sogenannte „Musikklasse“, in der alle SuS ein Instrument spielen.

3 Vgl. Lehrplan Deutsch. S. 29.

4 Zur Formulierung der sach- bzw. fachbezogenen Standards vgl.: Hessisches Kultusministerium (Hrsg.): Bildungsstandards und Inhaltsfelder. Das neue Kerncurriculum für Hessen (Entwurf). Sekundarstufe I – Gymnasium. Deutsch. Wiesbaden 2010.

Ende der Leseprobe aus 6 Seiten

Details

Titel
Fabeln im Unterricht. "Der Wolf und das Lamm" (Klasse 7)
Untertitel
Teilentwurf
Veranstaltung
Unterricht
Note
14 Punkte
Jahr
2013
Seiten
6
Katalognummer
V295430
ISBN (eBook)
9783656932710
ISBN (Buch)
9783656932727
Dateigröße
485 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Fabel, Der Wolf und das Lamm
Arbeit zitieren
Anonym, 2013, Fabeln im Unterricht. "Der Wolf und das Lamm" (Klasse 7), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/295430

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