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Strategisches Marketing für Krankenhäuser der Grund- und Regelversorgung

St. Anna Krankenhaus Sulzbach-Rosenberg, St. Johannes Klinik Auerbach

Titel: Strategisches Marketing für Krankenhäuser der Grund- und Regelversorgung

Wissenschaftliche Studie , 2015 , 159 Seiten

Autor:in: Dipl. Kaufmann Klaus Emmerich (Autor:in)

Gesundheit - Sonstiges
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Erfolgreiche Öffentlichkeitsarbeit erfolgt von innen heraus.

Mit dieser These, liebe Leser, beginnt dieses Fachbuch.

Öffentlichkeitsarbeit von innen heraus bedeutet konkret:

Öffentlichkeitsarbeit beginnt mit der Motivation des eigenen Trägers und der eigenen Mitarbeiter.
Öffentlichkeitsarbeit benötigt Substanz und setzt deshalb eine Unternehmensphilosophie und eine Unternehmensstrategie zwingend voraus. Ohne diese ist jede noch so gute Öffentlichkeitsarbeit bzw. Werbung wertlos.

Deshalb müssen auch Mitarbeiter und Träger von Krankenhäusern der Grund- und Regelversorgung wissen:

Wohin geht die Reise meines Krankenhauses bzw. meiner Krankenhäuser?
Wofür stehen wir, was macht unsere Identität als öffentlich-rechtliche Krankenhäuser der Grund- und Regelversorgung aus?

Deshalb sollten auch eine Unternehmensphilosophie und eine Unternehmensstrategie existieren, die sich in ihren wesentlichen Bausteinen bereits in Umsetzung befinden und Botschaften enthalten, die Empfänger der Öffentlichkeitsarbeit geradezu fesseln.

Und dann bedarf es einer „Corporate Identity“, einer Unternehmensidentität, die alle Beteiligten, Mitarbeiter und Träger, mit großem Engagement an die beschlossene Unternehmensphilosophie und Unternehmensstrategie sowie deren Veröffentlichung bindet.

Marktbeobachtung, Marktbewertung, Unternehmensphilosophie, Unternehmensstrategie einschließlich Umsetzung und erfolgreiche Öffentlichkeitsarbeit, diese Bausteine führen dann zu dem, was man als „strategisches Marketing für Krankenhäuser der Grund- und Regelversorgung“ bezeichnen könnte. Im vorliegenden Beispiel ist es ein mutiges und politisches Klinikmarketing, das sich bewusst nicht an die üblichen Vorgaben der Bundesgesundheitspolitik hält sondern neue Wege geht. Begeben Sie sich mit diesem Fachbuch auf eine spannende Reise, lassen Sie sich mitreißen, und suchen Sie sich ein Stück „begeisterndes Klinikmarketing“ für Ihr eigenes Krankenhaus heraus.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1) Einleitung: Erfolgreiches Klinikmarketing

2) Strategisches Klinikmarketing in der Literatur

3) Marktanalyse

31) Untersuchte Kliniken

311) Leistungsstruktur

312) Unternehmenskultur

32) Bundespolitische Einflussfaktoren

321) Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

322) Marktaustritte

323) Qualitätsvorgaben

324) Herausforderungen

325) Forderungen der Krankenhäuser

326) Aufgabe der Patienten- und Mitarbeiterorientierung

33) Landespolitische Einflussfaktoren

34) Regionale Einflussfaktoren

35) Landkreispolitische Einflussfaktoren

4) Erforderliche Richtungsentscheidung

41) Forderung der bundesdeutschen Gesundheitspolitik

42) Hausforderung zwischen Kosteneinsparung und regionaler stationärer Versorgung

5) Strategisches Klinikmarketing

51) Stufenkonzept

52) Bewertung Marktanalyse

53) Unternehmensphilosophie

54) Wachstumsstrategie im Überblick

55) Wachstumsstrategie in der Umsetzung

551) Menschliche Kliniken

552) Vernetzte Kliniken

553) Hohe Qualität

554) Hohes Leistungsangebot

555) Wohnortnahe klinische Versorgung

6) Stufenkonzept Öffentlichkeitsarbeit

61) Kernbotschaft

62) Corporate Identity

63) Interne Kommunikation

631) Mitarbeiter

632) Landkreis als Anteilseigner

64) Externe Kommunikationsbausteine

641) Definition Zielgruppen

642) Zielgruppenorientierte Medienauswahl

643) Medienbeispiele

6431) Menschliche Kliniken

6432) Vernetzte Kliniken

6433) Hohe Qualität

6434) Hohes Leistungsangebot

6435) Wohnortnahe klinische Versorgung

6456) Start mit einer Kommunikationsoffensive

7) Erfolgskontrolle

71) Patientenorientierung

72) Mitarbeiterorientierung und Personalbesetzung

73) Leistungsübersicht und Wirtschaftlichkeit

74) Politischer Schulterschluss

8) Fazit

Zielsetzung & Themen

Das Ziel der Arbeit ist es, aufzuzeigen, wie ein öffentlich-rechtliches Kommunalunternehmen durch eine gezielte Unternehmensstrategie und ein darauf aufbauendes strategisches Marketingkonzept trotz schwieriger Rahmenbedingungen im Gesundheitssektor nachhaltig wachsen und die Patientenversorgung wohnortnah sichern kann. Dabei werden Methoden der Prozessoptimierung, Unternehmenskommunikation und Personalentwicklung analysiert.

  • Entwicklung und Umsetzung einer Wachstumsstrategie für Krankenhäuser der Grund- und Regelversorgung.
  • Bedeutung der Unternehmenskultur und Patientenorientierung für den Wettbewerb.
  • Herausforderungen der Krankenhausfinanzierung und politische Einflussfaktoren.
  • Stufenkonzepte für interne und externe Öffentlichkeitsarbeit.
  • Erfolgsmessung durch Qualitätsmanagement und wirtschaftliche Leistungsindikatoren.

Auszug aus dem Buch

326) Aufgabe der Patienten- und Mitarbeiterorientierung

Ursache ist lt. Deutschem Ärzteblatt das Deutsche DRG-Fallpauschalensystem. Doch die Folgen der DRG-Fallpauschalen werden auf geradezu dramatische Weise beurteilt: „Bis 1990 war dieser Sektor des deutschen Gesundheitssystems traditionell entweder in Trägerschaft kommunaler, kirchlicher oder sonstiger gemeinnütziger Institutionen organisiert. Bezogen auf die Zahl der Krankenhausfälle wurden mehr als 90 Prozent aller Krankenhausleistungen durch nicht am Gewinn orientierte Krankenhäuser erbracht. … Über Jahrzehnte waren diese Ausgaben gesellschaftlich akzeptiert, um eine flächendeckende und allen Menschen zugängliche Versorgung zu gewährleisten. … Kein Land der Welt hat mit dieser Radikalität die Finanzierungsgrundlagen seiner Krankenhäuser umgekrempelt wie Deutschland. … *40)

Zum Primat der Ökonomie gegenüber einer patientenorientierten stationären Versorgung führen die Autoren des Ärzteblatts aus:

„Eine Folge der Einführung des Preissystems war dann auch die nahezu explosionsartige Zunahme bei der Privatisierung öffentlicher Krankenhäuser. So stieg der Anteil der privaten Krankenhäuser seit der DRG-Einführung um fast 40 Prozent, der Marktanteil entsprechend gewichteter Fallzahlen legte um 70 Prozent zu. Immer mehr Krankenhäuser wurden von den Kommunen oder Landkreisen an private Klinikkonzerne verkauft, um die zunehmenden Defizite in den öffentlichen Haushalten zu verringern.

Betrachtet man dieses System durch eine betriebswirtschaftliche Brille, ergeben sich folgende Stellschrauben, mit deren Hilfe man den Betriebsablauf „optimieren“ und für höhere Gewinne sorgen kann:

- Es müssen möglichst viele Patienten so kurz wie möglich behandelt werden, damit in jedem Bett möglichst viele Fallpauschalen generiert werden können. ...

- Eine erst mit dem Fallpauschalensystem entstandene Berufsgruppe im Krankenhaus, die DRG-Kodierer oder auch Kodierassistenten, hat, meist unter der Weisung der Geschäftsführung, darauf zu achten, dass alle an der Behandlung Beteiligten akribisch die erlös- bzw. abrechnungsrelevanten Tätigkeiten dokumentieren.

- Mit dem Ziel der Kosten- und vor allem der Belegoptimierung zum Zweck der Fallzahlsteigerung ist eine Kontrolle der medizinischen Abläufe mit dem Ziel einer möglichst frühzeitigen Entlassung, ohne Abschläge bei der Bezahlung durch Unterschreiten der vorgeschriebenen Verweildauer zu riskieren, notwendig.

Zusammenfassung der Kapitel

1) Einleitung: Erfolgreiches Klinikmarketing: Die Einleitung betont, dass erfolgreiche Öffentlichkeitsarbeit von innen heraus durch eine klare Unternehmensphilosophie und -strategie entsteht.

2) Strategisches Klinikmarketing in der Literatur: Dieses Kapitel definiert Marketingbegriffe sowie die Bedeutung von Unternehmenskultur, Philosophie und Corporate Identity für Kliniken.

3) Marktanalyse: Es wird die Ausgangslage der untersuchten Kliniken unter Berücksichtigung politischer und wirtschaftlicher Einflussfaktoren analysiert.

4) Erforderliche Richtungsentscheidung: Hier werden die gesundheitspolitischen Rahmenbedingungen diskutiert und die Notwendigkeit von Kooperationen aufgezeigt.

5) Strategisches Klinikmarketing: Das Kapitel stellt ein Stufenkonzept für das Klinikmarketing vor und detailliert die Wachstumsstrategie in der Umsetzung.

6) Stufenkonzept Öffentlichkeitsarbeit: Hier werden konkrete Kommunikationsbausteine für interne und externe Zielgruppen vorgestellt.

7) Erfolgskontrolle: Dieses Kapitel prüft den Erfolg der Maßnahmen anhand von Patienten- und Mitarbeiterorientierung sowie Wirtschaftlichkeitskennzahlen.

8) Fazit: Das Fazit fasst zusammen, wie durch Mut und Investitionen trotz schwieriger Rahmenbedingungen eine positive Zukunft gestaltet werden kann.

Schlüsselwörter

Klinikmarketing, Strategische Unternehmensführung, Patientenorientierung, Krankenhausmanagement, Grund- und Regelversorgung, DRG-System, Gesundheitsökonomie, Unternehmensphilosophie, Öffentlichkeitsarbeit, Kommunalunternehmen, Qualitätsmanagement, Wirtschaftlichkeit, Gesundheitsversorgung, Personalentwicklung, Vernetzung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie kommunale Krankenhäuser durch ein strategisches Marketingkonzept trotz ökonomischen Drucks und gesundheitspolitischer Herausforderungen eine wohnortnahe Versorgung sichern können.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf Unternehmensstrategie, Prozessmanagement, Patienten- und Mitarbeiterzufriedenheit sowie der internen und externen Kommunikation in Kliniken.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie durch eine patientenorientierte Wachstumsstrategie die Wirtschaftlichkeit gestärkt und das medizinische Versorgungsangebot für die Bevölkerung langfristig erhalten werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es wurde eine praxisorientierte Analyse auf Basis von Marktanalysen, Unternehmensleitbildern und der Auswertung betriebswirtschaftlicher Kennzahlen in einem Fallbeispiel durchgeführt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Marktanalyse, der strategischen Richtungsentscheidung des Kommunalunternehmens, der konkreten Wachstumsstrategie und den Instrumenten der Öffentlichkeitsarbeit.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Klinikmarketing, Patientenorientierung, Grund- und Regelversorgung, sowie strategische Unternehmensführung und Qualitätssicherung.

Wie wichtig ist die Unternehmenskultur für das Marketing?

Die Unternehmenskultur ist das Fundament, da erfolgreiche Öffentlichkeitsarbeit laut Autor von innen heraus erfolgt und nur glaubwürdig ist, wenn sie auf gelebten Werten basiert.

Welchen Einfluss hat das DRG-System auf die Krankenhäuser?

Das DRG-System führt laut Arbeit zu einem hohen Ökonomisierungsdruck, der oft zulasten der Zeit für die Patienten geht und eine strategische Neuausrichtung erfordert.

Warum spielt die Vernetzung von Kliniken eine so große Rolle?

Vernetzung erschließt wirtschaftliche Potenziale und sichert die Versorgungsqualität, indem sie Spezialisierungen ermöglicht und unnötige Doppelstrukturen vermeidet.

Ende der Leseprobe aus 159 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Strategisches Marketing für Krankenhäuser der Grund- und Regelversorgung
Untertitel
St. Anna Krankenhaus Sulzbach-Rosenberg, St. Johannes Klinik Auerbach
Autor
Dipl. Kaufmann Klaus Emmerich (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
159
Katalognummer
V295447
ISBN (eBook)
9783656947592
ISBN (Buch)
9783656947608
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Krankenhäuser Strategien Marketingkonzept Strategisches Marketingkonzept; Grund- und Regelversorgung Öffentlich-rechtliche Krankenhäuser Klinische Unternehmensphilosophie Klinische Unternehmensstrategie Wachstumsstrategie Gesundheit Vernetzung im Gesundheitswesen St. Anna Krankenhaus Sulzbach-Rosenberg St. Johannes Klinik Auerbach wohnortnahe stationäre Versorgung Nordoberpfalz Landkreis Amberg-Sulzbach Öffentlichkeitsarbeit für Krankenhäuser Klinisches Marketingkonzept Patientenorientierung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Dipl. Kaufmann Klaus Emmerich (Autor:in), 2015, Strategisches Marketing für Krankenhäuser der Grund- und Regelversorgung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/295447
Blick ins Buch
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