Tiefgaragen weisen häufig Schäden infolge von Feuchteeinwirkung auf. Die Schadensbilder können sich je nach Baukonstruktion, Abdichtungskonzept und geologischen Randbedingungen unterscheiden. Grundlage für Maßnahmen der Sanierung und Instandsetzung ist neben Bestandsdaten eine detaillierte Schadensaufnahme. Anhand einer Tiefgarage in Stahlbetonbauweise wurden die Bestandsaufnahme und Schadensdokumentation vorgenommen und bautechnische Untersuchungen vorgenommen. Die Schadensbilder wurden analysiert sowie kartiert. Auf Basis der beschriebenen Bestandssituation und der erläuterten Maßnahmen werden Hinweise für die weitere Nutzung gegeben.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Ausgangssituation
1.2 Schadensbilder
2 Durchführung der Untersuchungen
2.1 Ortsbegehungen
2.2 Nivellement
2.3 Kartierung von Rissbildern
2.4 Probenentnahme zur Salzanalyse
2.5 Feuchtemessung
3 Auswertung der Untersuchungen
3.1 Nivellement
3.2 Rissbilder
3.3 Salzanalyse
3.4 Wasserstände/Feuchtigkeit
3.5 Baugrundsituation
4 Weiterführende Hinweise zum geplanten Abdichtungskonzept
5 Zusammenfassung der Untersuchungsergebnisse
6 Fotodokumentation
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die Ursachen für umfangreiche Feuchteschäden in einer Tiefgarage zu identifizieren, die baulichen Gegebenheiten zu analysieren und Empfehlungen für das weitere Vorgehen bei der Sanierung abzuleiten.
- Analyse der Schadensbilder wie Wasserflächen, Rissbildung und Salzausblühungen.
- Durchführung technischer Untersuchungen (Nivellement, Feuchtemessung, Salzanalyse).
- Bewertung der Baugrundsituation und der Abdichtungskonstruktion.
- Ermittlung des Wasserzutritts und der Bewehrungskorrosion.
Auszug aus dem Buch
1.2 Schadensbilder
Im hinteren Teil der Tiefgarage, im Bereich der Fahrwege 3 bzw. 4 (Bezeichnung siehe Anlage A) befinden sich größere Wasserflächen, welche je nach Gefälle der Bodenplatte unterbrochen sind und täglich abgepumpt werden. Abläufe zur Entwässerung der Bodenplatte sind weder an den Fahrwegen noch im Bereich der Stellflächen vorhanden. Insbesondere die Stellflächen rund um den Ausgang E sind durch stehendes Wasser gekennzeichnet. Durch zeitweise auftretende Schwankungen ist die Ausdehnung des Wasserstandes durch Wasserränder auf der Betonfläche markiert.
Aufgehende Wände rund um die unter Wasser stehenden Flächen weisen Salzausblühung und eine hohe Feuchtebelastung auf. Teilweise ist Bewehrungskorrosion an aufgehenden Wänden oder Stützen über der Bodenplatte sichtbar.
Auf der Bodenplatte sind bei den meisten Betonstützen weiß- bis graugefärbte Salzausblühungen sichtbar. Diese erstrecken sich außerdem auf Wandfüße von aufgehenden Wänden und teilweise über mehrere Stellplätze.
Die Risse sind auf dem untersuchten Fahrweg 3 netzartig verteilt. Im übrigen Bereich sind vereinzelt breitere Risse mit zum Teil aufgetrümmerten Risskanten vorhanden. Die Rissweite beträgt teils mehrere Millimeter. Arbeitsfugen sind vereinzelt bis auf mehrere Zentimeter aufgeweitet.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Beschreibt die Ausgangssituation und die auftretenden Schadensbilder wie Feuchtigkeit und Risse in der Tiefgarage.
2 Durchführung der Untersuchungen: Erläutert die methodische Vorgehensweise, darunter Ortsbegehungen, Nivellement, Risskartierung, Probenentnahme und Feuchtemessung.
3 Auswertung der Untersuchungen: Analysiert die Messergebnisse hinsichtlich Nivellierung, Rissbildern, Salzanalyse, Feuchtigkeitsverteilung und Baugrundsituation.
4 Weiterführende Hinweise zum geplanten Abdichtungskonzept: Untersucht die ursprüngliche Bauplanung und stellt fest, dass kein adäquates Abdichtungssystem vorgesehen war.
5 Zusammenfassung der Untersuchungsergebnisse: Führt die Schäden auf den Wasserzutritt zurück und empfiehlt weitere Untersuchungen zur Sanierungsvorbereitung.
6 Fotodokumentation: Belegt die dokumentierten Schäden visuell durch zahlreiche Abbildungen.
Schlüsselwörter
Tiefgarage, Feuchteschäden, Bauwerksschäden, Betonsanierung, Nivellement, Rissbildung, Salzausblühungen, Bewehrungskorrosion, Bodenplatte, Abdichtung, Wasserzutritt, Feuchtemessung, Baukonstruktion, Bodenuntersuchung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit?
Die Arbeit befasst sich mit der Bestandsaufnahme und Dokumentation von Feuchteschäden in einer Tiefgarage, die 1994 errichtet wurde.
Welches sind die zentralen Themenfelder?
Die Themenfelder umfassen die Ursachenforschung für Wasserzutritt, die Analyse von Betonrissen, die Untersuchung von Salzausblühungen und die bautechnische Bewertung des Gebäudestatus.
Was ist das primäre Ziel?
Das primäre Ziel ist es, den Zustand der Tiefgarage objektiv zu erfassen und die Grundlage für ein effektives Sanierungskonzept zu schaffen.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Es wurde eine Kombination aus geometrischer Bestandsaufnahme, Nivellement, Laboranalysen von Salzproben und physikalischen Feuchtemessungen angewendet.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Durchführung technischer Untersuchungen und deren detaillierte Auswertung bezüglich Statik, Bauphysik und Untergrund.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Tiefgarage, Feuchteschäden, Rissbildung, Bewehrungskorrosion und Abdichtungskonzept.
Warum treten in der Tiefgarage so massive Wasserflächen auf?
Die Auswertungen zeigen, dass die Bodenplatte in einem Bereich liegt, der tiefer als der Nullpunkt liegt, und dass das Abdichtungssystem bei Bauabschluss unzureichend geplant war.
Welche Rolle spielen die Salzausblühungen für die Sanierung?
Die Salze, die teils konstruktionsbedingt sind, teils durch Tau- und Streusalze eingetragen wurden, belasten den Beton und fördern die Korrosion der Bewehrung, was eine gezielte Sanierung notwendig macht.
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- Benjamin Wolf (Author), 2012, Aufnahme und Dokumentation von Feuchteschäden in Tiefgaragen. Ein Praxisbeispiel, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/295474