Der Pionier der Managementlehre Peter Drucker hat in seinem Zitat dem Produktionsfaktor Wissen schon vor Jahrzehnten eine hohe Bedeutung beigemessen. In der heutigen, technisch hoch entwickelten Welt ist der Wissensvorsprung und die daraus resultierende Innovationskraft eines Unternehmens zu einem erfolgsentscheidenden Faktor geworden. Die Globalisierung schreitet voran, die Wettbewerbsintensität nimmt zu und der Anteil von wissensintensiven Arbeitsplätzen beträgt bereits heute mehr als 70% Dies erfordert ein erfolgreiches Wissensmanagement, um möglichst effizient mit der Ressource „Wissen“ umzugehen, um langfristig dem erhöhten Wettbewerbsdruck erfolgreich standhalten zu können.
Neben den allgemeinen Projektproblemen sind besonders für Wissensmanagement spezifische Erfolgsfaktoren zu berücksichtigen, um die Implementierung erfolgreich durchzuführen und auch nach der Einführungsphase erfolgreich betreiben zu können. Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, die wichtigsten Dimensionen und Erfolgsfaktoren bei der Einführung von Wissensmanagement im Unternehmen aufzuzeigen und einen Bezug zur Praxis anhand von Fallbeispielen herzustellen.
Zunächst ist es notwendig, ein Grundverständnis für das Wissensmanagement herzustellen und die Begriffe und Bestandteile des Wissensmanagement zu erläutern. Dies erfolgt im zweiten Kapitel der vorliegenden Arbeit. Im Kapitel drei werden wichtige Erfolgsfaktoren bei der Implementierung aufgezeigt. Abschließend wird im letzten Kapitel ein Fazit gezogen.
Inhaltsverzeichnis
1 Einführung
2 Grundlagen des Wissensmanagement
2.1. Wissen
2.2 Wissensmanagement
3 Erfolgsfaktoren bei der Einführung
3.1 Unternehmenskultur
3.2 Unterstützung des Topmanagements und Strategische Einbindung
3.3 Informationstechnologie
3.4 Erfolgsmessung und festgesetzte Verantwortung
3.5 Motivation der Mitarbeiter
4 Fallbeispiele
4.1 Gescheitertes WM-Projekt
4.2 WM-Einführung bei Xerox
5 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die kritischen Erfolgsfaktoren bei der Einführung von Wissensmanagement-Initiativen in Unternehmen, um die Implementierung effizienter zu gestalten und langfristig abzusichern.
- Grundlagen des Wissensmanagement und Begriffsdefinitionen
- Identifikation und Analyse zentraler Erfolgsfaktoren (Unternehmenskultur, Führung, IT)
- Die Rolle der Mitarbeitermotivation und Anreizsysteme
- Vergleichende Fallbeispiele zur praktischen Anwendung
- Strategische Einbindung in Unternehmensziele
Auszug aus dem Buch
3.1 Unternehmenskultur
Peter Heisig hat weltweit Wissensmanagement Bezugsrahmen für die Einführung von Wissensmanagement untersucht und dabei Gemeinsamkeiten bezüglich der Erfolgsfaktoren herausgearbeitet. Innerhalb dieser Bezugsrahmen sind essentiellen Faktoren, welche über den Erfolg oder Misserfolg von Wissensmanagementinitiativen entscheiden und ihre gegenseitige Abhängigkeitsbeziehungen beschrieben. Ein Bezugsrahmen soll Wissensmanagement Verantwortlichen dabei helfen diese Faktoren bei der Einführung zu beachten und einen erfolgreichen WM-Launch zu ermöglichen. Bei dem weltweiten Vergleich der Frameworks nimmt die Unternehmenskultur eine Schlüsselstellung ein. Auch andere Forschungen identifizieren die Unternehmenskultur als einen erfolgskritischen Faktor.
Geht man von dem Wissensmanagement Ansatz von Probst et al. aus unterteilen sich Wissensziele in normative, strategische und operative. Besonders die Umsetzung der normativen Wissensziele erfordert eine Festlegung der Wissensziele innerhalb der Unternehmenskultur. Ist diese Voraussetzung erfüllt, können Wissensmanagementsysteme und Methoden optimal genutzt werden. Die Unternehmenskultur schafft die Grundlage für das optimale Wissensmanagement und entscheidet darüber, ob die Anwendung des Wissensmanagements ermöglicht oder verhindert wird. Es hängt ebenso von der Unternehmenskultur ab, wie intensiv die für das WM zur Verfügung gestellten Informationstechnologien genutzt und wie motiviert beziehungsweise enthusiastisch die Mitarbeiter dabei vorgehen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einführung: Die Einleitung beleuchtet die steigende Bedeutung von Wissen als zentralen Produktionsfaktor in einer globalisierten Wirtschaft und definiert das Ziel der Arbeit.
2 Grundlagen des Wissensmanagement: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Begrifflichkeiten und stellt etablierte Modelle wie die „Wissenstreppe“ und das „Bausteinmodell“ vor.
3 Erfolgsfaktoren bei der Einführung: Hier werden die kritischen Dimensionen wie Unternehmenskultur, Topmanagement-Support, IT-Infrastruktur, Erfolgsmessung und Motivation detailliert analysiert.
4 Fallbeispiele: Anhand eines gescheiterten Projekts und der erfolgreichen Implementierung bei Xerox werden die zuvor erarbeiteten Erfolgsfaktoren praxisnah reflektiert.
5 Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Ergebnisse zusammen und weist auf den weiteren Forschungsbedarf in Bezug auf die Messbarkeit von Wissensmanagement hin.
Schlüsselwörter
Wissensmanagement, Erfolgsfaktoren, Unternehmenskultur, Wissenstransfer, Implementierung, Topmanagement, Informationstechnologie, Mitarbeitermotivation, Lernende Organisation, Prozessorientierung, Wissensziele, Gamification, ROI, Wissensbewertung, Wissensnutzung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Semesterarbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die kritischen Erfolgsfaktoren, die beim Implementierungsprozess von Wissensmanagement-Systemen in Unternehmen entscheidend für den Erfolg oder das Scheitern sind.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Zentrale Felder sind die Unternehmenskultur, die strategische Rolle des Topmanagements, technologische Voraussetzungen sowie die Motivation der Mitarbeiter innerhalb einer lernenden Organisation.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Ziel ist es, die wichtigsten Dimensionen und Faktoren bei der Einführung von Wissensmanagement aufzuzeigen und diese durch Fallbeispiele praxisorientiert zu untermauern.
Welche wissenschaftliche Methodik wurde verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Auswertung und Reflektion praktischer Fallstudien zur Wissensmanagement-Implementierung.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung (Begriffe/Modelle) und eine detaillierte Analyse der Erfolgsfaktoren, ergänzt durch die Anwendung auf spezifische Unternehmensbeispiele.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Wissenskultur, Commitment, prozessorientiertes Wissensmanagement und Erfolgsmessung geprägt.
Warum spielt die Unternehmenskultur eine Schlüsselrolle für den Erfolg?
Ohne eine Kultur, die Wissensteilen positiv besetzt, scheitern technische Lösungen, da der Mensch als primärer Wissensträger nicht zur aktiven Partizipation motiviert wird.
Welche Erkenntnis liefert das Fallbeispiel Xerox?
Das Xerox-Beispiel verdeutlicht, dass technische Tools nur einen unterstützenden Charakter haben und der nachhaltige Erfolg durch die Einbettung in die Organisationsstruktur und das frühzeitige Erkennen von Problemen gesichert wird.
- Quote paper
- Dietrich Brunner (Author), 2014, Erfolgsfaktoren bei der Einführung von Wissensmanagement, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/295481