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Rahmenbedingungen und ihr Einfluss auf die Schulentscheidung. Kinder mit besonderem Förderbedarf im Kreis Offenbach

Titel: Rahmenbedingungen und ihr Einfluss auf die Schulentscheidung. Kinder mit besonderem Förderbedarf im Kreis Offenbach

Hausarbeit , 2013 , 22 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Katrin Häßler (Autor:in)

Didaktik - Allgemeine Didaktik, Erziehungsziele, Methoden
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Rein schrieb bereits 1906 über den Wunsch der Kindergärtnerinnen, dass „die Kinder, die zwei Jahre von ihnen erzogen und vorbereitet worden waren, in ähnlicher Weise weitergeführt und in ihrer Entwicklung nicht unterbrochen werden möchten, sondern daß die Schule ihnen entgegen kommen und auf der angefangenen Grundlage fortsetzen möchte, was dem Wesen des Kindes entsprechend angebahnt war“ (Rein, 1906b, S. 890). Auch heute ist dies in den aktuellen Diskussionen im Übergang zwischen Kindergarten und Schule immer wieder Thema. Wichtig ist dies vor allem für Kinder, die im Kindergarten einen Einzelintegrationsplatz belegten. Seit der Ratifizierung des Art. 24 der UN-Behindertenrechtskonvention, in welchem jedem Menschen das Recht auf Bildung ohne Diskriminierung und auf der Grundlage der Chancengleichheit zugestanden wird, steht das Problem der Schulwahl besonders für Kinder mit erhöhtem Förderbedarf. Ebeneso steht die Frage im Raum, wer entscheidet, welche Bildung für ein Kind die "richtige" ist? (vgl. Diemert, 2007, S. 94).

In der vorliegenden Hausarbeit soll der Frage nachgegangen werden, welche Rahmenbedingungen die Schulentscheidungen für ein Kind mit Autismus im Kreis Offenbach beeinflussen. Dies wird auf der Grundlage des ökosystemischen Ansatzes von Uri Bronfenbrenner untersucht. In Kapitel 2 wird auf der Grundlage einer Definition von Autismus die Situation dargestellt, auf welcher die Hausarbeit aufgebaut ist. Der ökosystemische Ansatz nach Uri Bronfenbrenner wird in Kapitel 3 theoretisch vorgestellt sowie aufbauend auf diesem und auf Kapitel 2 im folgenden Kapitel 4 die Schulentscheidung auf den verschiedenen Ebenen erörtert. Aufbauend auf dem Ansatz der „Pädagogik der Vielfalt“ von Annedore Prengel und den Erkenntnissen aus den vorhergehenden Kapiteln wird in Kapitel 5 ein Entwurf einer „Schule für alle“ entwickelt. Ein Fazit schließt die vorliegende Hausarbeit ab.

Aufgrund der überwiegend weiblichen Beschäftigten im pädagogischen Bereich, wird in der vorliegenden Hausarbeit vorwiegend die weibliche Bezeichnung gewählt.

Aus Gründen des Datenschutzes wurde der Name des Kindes im vorliegenden Fallbeispiel geändert.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Falldarstellung

2.1 Definition „frühkindlicher Autismus“

2.2 Vorstellung der aktuellen Situation

3. Der ökosystemische Ansatz nach Bronfenbrenner

4. Schulentscheidung

4.1. Definition „Transition“

4.2. Bezug des ökosystemischen Ansatzes auf das Fallbeispiel

4.2.1. Das Mikrosystem

4.2.2. Das Mesosystem

4.2.3. Das Exosystem

4.2.4. Das Makrosystem

4.2.5. Das Chronosystem

5. Entwicklung eines Entwurfs einer „Schule für alle“

6. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die komplexen Rahmenbedingungen zu identifizieren, die die Schulentscheidung für ein Kind mit frühkindlichem Autismus im Kreis Offenbach beeinflussen. Dabei wird die Forschungsfrage verfolgt, welche systemischen Faktoren diesen Transitionsprozess prägen und wie auf dieser Grundlage ein Konzept für eine inklusive „Schule für alle“ entworfen werden kann.

  • Ökosystemischer Ansatz nach Uri Bronfenbrenner als theoretischer Analyserahmen
  • Analyse des Transitionsverlaufs vom Kindergarten in die Grundschule
  • Einfluss von Mikro-, Meso-, Exo-, Makro- und Chronosystem auf die Schulentscheidung
  • Die „Pädagogik der Vielfalt“ nach Annedore Prengel als bildungspolitisches Leitkonzept
  • Herausforderungen der Inklusion unter Berücksichtigung institutioneller und gesetzlicher Rahmenbedingungen

Auszug aus dem Buch

4.2.1. Das Mikrosystem

Nach Bronfenbrenner stellt ein Mikrosystem „ein Muster von Tätigkeiten und Aktivitäten, Rollen und zwischenmenschlichen Beziehungen“ (Bronfenbrenner et al., 1981, S. 38) dar, welches eine Person in seinem unmittelbaren Lebensbereich erlebt. Dabei definiert Bronfenbrenner Lebensbereich als einen Ort der direkten Interaktion mit anderen Personen.

Nach dieser Definition stellen der Kindergarten sowie Antons Familie und Freunde sowie die Sprachtherapie Mikrosysteme dar. Ein weiteres zukünftiges Mikrosystem ist die Schule. In den unterschiedlichen Mikrosystemen Antons werden jeweils eigene Vorstellungen bezüglich einer Schulwahl entwickelt, welche im Exosystem in die Entscheidung einmünden. Ebenso werden in den jeweiligen Mikrosystemen die Konsequenzen der Entscheidung getragen. Die für die Schulwahl wichtigen Mikrosysteme stellen die Familie, der Kindergarten sowie das zukünftige System Schule dar. Als beratendes Helfersystem ist die Sprachtherapeutin der Frühförderstelle zu sehen, welches aber aufgrund der untergeordneten Rolle bezüglich der Schulentscheidung und deren Auswirkungen im Rahmen dieser Hausarbeit nicht beleuchtet wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die historische Relevanz des Übergangs zwischen Kindergarten und Schule sowie die aktuelle Problematik der Schulwahl für Kinder mit erhöhtem Förderbedarf im Kontext der UN-Behindertenrechtskonvention.

2. Falldarstellung: Dieses Kapitel definiert frühkindlichen Autismus als komplexe Entwicklungsstörung und stellt die konkrete Ausgangslage des siebenjährigen Anton sowie die administrativen Abläufe im Förderausschuss vor.

3. Der ökosystemische Ansatz nach Bronfenbrenner: Die theoretische Grundlage bildet der Ansatz von Uri Bronfenbrenner, der die Entwicklung des Kindes als Resultat von Wechselwirkungen innerhalb ineinandergreifender ökologischer Systeme beschreibt.

4. Schulentscheidung: Hier erfolgt eine detaillierte Analyse der Übergangsbedingungen (Transition) anhand der Ebenen des Mikro-, Meso-, Exo-, Makro- und Chronosystems im Hinblick auf den Fall des autistischen Kindes.

5. Entwicklung eines Entwurfs einer „Schule für alle“: Basierend auf Annedore Prengels „Pädagogik der Vielfalt“ wird diskutiert, wie ein inklusives Schulsystem gestaltet werden müsste, um individuelle Lernvoraussetzungen besser zu integrieren.

6. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die vielschichtigen Einflussfaktoren auf die Schulentscheidung zusammen und plädiert für einen Paradigmenwechsel in den gesellschaftlichen Einstellungen und institutionellen Strukturen.

Schlüsselwörter

Frühkindlicher Autismus, Transition, Inklusion, Ökosystemischer Ansatz, Schulentscheidung, Pädagogik der Vielfalt, Förderausschuss, Kreis Offenbach, Sonderpädagogik, Behindertenrechtskonvention, Schulfähigkeit, Integrationshelfer.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit untersucht die beeinflussenden Rahmenbedingungen bei der Schulentscheidung für ein Kind mit frühkindlichem Autismus im Kreis Offenbach.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Arbeit behandelt die Themen Autismus, inklusive Pädagogik, Übergangsprozesse (Transition) zwischen Kindergarten und Schule sowie die rechtlichen und systemischen Rahmenbedingungen.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit geht der Frage nach, welche systemischen Rahmenbedingungen die Schulwahl für ein autistisches Kind beeinflussen und wie eine „Schule für alle“ konzipiert sein könnte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt den theoretischen Rahmen des ökosystemischen Ansatzes nach Uri Bronfenbrenner, um einen konkreten Fall aus der Praxis zu analysieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Falldarstellung, eine theoretische Fundierung durch den ökosystemischen Ansatz sowie eine Analyse der verschiedenen Systemebenen (Mikro- bis Chronosystem) bezüglich der Schulentscheidung.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Autismus, Transition, Inklusion, der ökosystemische Ansatz und die Pädagogik der Vielfalt nach Annedore Prengel.

Welche spezifischen Hürden werden für das Fallbeispiel Anton genannt?

Anton steht vor Herausforderungen bezüglich seiner Konzentrationsfähigkeit, Frustrationstoleranz und motorischen Unruhe, ergänzt durch fehlende sächliche und personelle Voraussetzungen in der Regelschule.

Warum wird im Fazit ein Paradigmenwechsel gefordert?

Die Autorin fordert einen Paradigmenwechsel, da das aktuelle System Kinder zu stark in „Regel-“ oder „Sonderschüler“ kategorisiert, statt Vielfalt als Normalität zu begreifen.

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Details

Titel
Rahmenbedingungen und ihr Einfluss auf die Schulentscheidung. Kinder mit besonderem Förderbedarf im Kreis Offenbach
Hochschule
FernUniversität Hagen  (Fakultät für Kultur- und Sozialwissenschaften)
Note
1,7
Autor
Katrin Häßler (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
22
Katalognummer
V295519
ISBN (eBook)
9783656937487
ISBN (Buch)
9783656937494
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Bronfenbrenner Schulentscheidung besonderer Förderbedarf Übergang in die Schule Transition
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Katrin Häßler (Autor:in), 2013, Rahmenbedingungen und ihr Einfluss auf die Schulentscheidung. Kinder mit besonderem Förderbedarf im Kreis Offenbach, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/295519
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Leseprobe aus  22  Seiten
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