Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, Igorts Berichte aus der Ukraine [Erinnerungen an die Zeit der UdSSR] aus dem Jahr 2011 näher zu beleuchten. Dabei soll besonderes Augenmerk auf die folgende Forschungsfrage gelegt werden: Wie gestaltet Igort Berichte aus der Ukraine als einen dokumentarischen Comic und welche narrativen Strategien, insbesondere in Bezug auf Modus und Authentifizierung, nutzt er, um über das Tabuthema und Trauma Holodomor zu berichten?
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Berichte aus der Ukraine: Reportage-Comic und Trauma-Narrativ
- Das Genre Reportage-Comic bzw. dokumentarischer Comic
- Holodomor: Tabu und Trauma
- Narrative Strategien
- Modus
- Authentifizierungsstrategien
- Zusammenfassung
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Arbeit untersucht Igorts „Berichte aus der Ukraine [Erinnerungen an die Zeit der UdSSR]“ aus dem Jahr 2011 und analysiert, wie er den Holodomor als dokumentarischen Comic gestaltet und dabei narrative Strategien einsetzt.
- Die Einordnung des Werks in das Genre Reportage-Comic bzw. dokumentarischer Comic.
- Die Darstellung des Themas Holodomor als Trauma-Narrativ.
- Die Analyse von narrativen Strategien wie Modus und Authentifizierung.
- Die Untersuchung der Bedeutung von Perspektiven und Bildausschnitten in der Figurendarstellung.
- Die Erörterung der Rolle von Emotionen und visuellen Gestaltungselementen in der Vermittlung der Geschichte.
Zusammenfassung der Kapitel
Das zweite Kapitel behandelt das Genre des Reportage-Comics und stellt Igorts „Berichte aus der Ukraine“ in diesem Kontext dar. Außerdem werden die charakteristischen Merkmale des Werks hinsichtlich Gestaltung und thematischer Schwerpunkte beleuchtet. Das Kapitel gibt zudem einen Überblick über das Thema Holodomor und dessen Bedeutung als Trauma-Narrativ im Werk. Das dritte Kapitel konzentriert sich auf die Analyse von narrativen Strategien wie Modus und Authentifizierung und untersucht deren Anwendung in den „Berichten aus der Ukraine“.
Schlüsselwörter
Reportage-Comic, dokumentarischer Comic, Holodomor, Trauma-Narrativ, Modus, Authentifizierung, Perspektiven, Bildausschnitte, Figurendarstellung, visuelle Gestaltungselemente, Emotionen, Geschichte.
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Inhalt von Igorts "Berichte aus der Ukraine"?
Der Comic dokumentiert die Zeit der UdSSR und setzt sich intensiv mit dem Trauma des Holodomor (der großen Hungersnot) in der Ukraine auseinander.
Was versteht man unter einem Reportage-Comic?
Es ist ein Genre des dokumentarischen Comics, das journalistische Recherche und Berichterstattung mit den visuellen Mitteln des Comics verbindet.
Welche narrativen Strategien nutzt Igort?
Igort nutzt spezifische Perspektiven, Bildausschnitte und Authentifizierungsstrategien wie Augenzeugenberichte, um die Grausamkeit des Holodomor greifbar zu machen.
Warum ist der Holodomor ein Trauma-Narrativ?
Weil die künstlich herbeigeführte Hungersnot ein kollektives nationales Trauma darstellt, das jahrzehntelang tabuisiert wurde und nun literarisch aufgearbeitet wird.
Wie wird Authentizität im Comic erzeugt?
Durch die Einbindung von Originalzitaten, realen Biographien und einer visuellen Gestaltung, die an historische Dokumente erinnert.
Welche Rolle spielen Emotionen in diesem Werk?
Die visuelle Darstellung ermöglicht es, die emotionale Tiefe des Leidens und der Verzweiflung direkter zu vermitteln als rein textliche Berichte.
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- Bakk. MA Carmen Peresich (Author), 2015, Igor Tuveris "Berichte aus der Ukraine". Narrative Strategien in dokumentarischen Comics, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/295561