Das Hermannsdenkmal der Landsmannschaft Cheruscia Leipzig von Bildhauer Johannes Hartmann (1869-1952)


Essay, 2015
56 Seiten

Leseprobe

Inhalt

1. Einleitung

2. Beschreibung des Hermannsdenkmal der Landsmannschaft Cheruscia Leipzig und dessen kunstgeschichtliches Vorbild Hermannsdenkmal im Teutoburger Wald

3. Die Gefallenen auf dem Hermannsdenkmal der Landsmannschaft Cheruscia Leipzig und ihre Erwähnung auf dem Sockel auf dem Löwendenkmal in der Wandelhalle in der Universität Leipzig

4. Die Auftragsvergabe an den Künstler Johannes Hartmann in Leipzig
4.1. Personalia
4.2. Bemerkungen zu seinem Werk
4.3. Die Auftragsvergabe durch den Convent der Landsmannschaft Cheruscia Leipzig

5. Bemerkungen zur kunstgeschichtlichen Bedeutung dieses Denkmals

6. Wie konnte das Hermannsdenkmal der Landsmannschaft Cheruscia Leipzig die Zeit der Diktaturen unbeschadet überstehen?

7. Abbildungsnachweis

8. Abkürzungen

1. Einleitung

Auf dem Haus der Landsmannschaft im CC Plavia-Arminia Leipzig befindet sich seit dem Herbst 2010 eine Bronzeplatte, welche einst die Landsmannschaft Cheruscia Leipzig 1919 in Erinnerung an ihre Gefallenen des Ersten Weltkrieges hatte anfertigen lassen. Diese trägt neben dem Künstlersignum die Jahreszahl 1919. Sie ist im Archiv der Landsmannschaft Plavia-Arminia Leipzig unter der Inventarnummer St164 verzeichnet.

Die Bestandssituation des Archives der ehemaligen Landsmannschaft Cheruscia Leipzig muss man wohl abgesehen von einigen wenigen Bänden mit der Zeitung der Cheruscia, in denen sich vereinzelt auch Kriegsteilnehmerlisten und Satzungen oder Semesterprogramme enthalten sind, welche dennoch eine sehr wesentliche Quelle, wenn nicht die wesentliche Quelle darstellen, als totalen Kriegsverlust bezeichnen. Die aus diesem Fundus stammenden Mitteilungen haben im Archiv der Plavia-Arminia die Signaturen C01 bis C04 bzw. C07 bis C10. Insgesamt wird die Darstellung schon allein deshalb lückenhaft sein müssen. Einiges lässt sich aus dem Universitätsarchiv Leipzig beisteuern insbesondere aus der Quästurkartei, die zudem auch online recherchierbar ist.[1] Neben dem „Hermann“ ist das damit verbundene Gedenkbuch, der Ecce Cherusciae hierbei unverzichtbar.[2] Damit kann man sagen, dass der „Hermann“ beinahe das einzige Überbleibsel dieser Verbindung geblieben ist. Der Sammlung der Mitteilungsblätter der Landsmannschaft Cheruscia Leipzig unter den genannten Signaturen C01 bis C04 bzw. C07-C10, die wir wohl dem ehemaligen Archivar der Leipziger Landsmannschaft Plavia-Cheruscia zu München und der Landsmannschaft Plavia-Arminia Leipzig Ulrich Beck zu verdanken haben, ist es wiederum zu danken, dass wir hinsichtlich der Genese der Auftragsvergabe des „Hermann“ der Landsmannschaft Cheruscia Leipzig an Johannes Hartmann[3] nicht gänzlich im Dunkeln tappen, mit der die Signatur auf der Bronzeplatte auch unzweifelhaft diesem Künstler zugewiesen werden kann. Letztliche Sicherheit kann allerdings nur der Schriftvergleich erbringen, der zudem indirekt die Glaubwürdigkeit ebengenannter Quellen erhärtet oder infragestellt.[4] Der Verfasser hat seinen Bundesbrüdern Daniel Lenzendorf und Matthias Donath wiederum für die Unterstützung bei der Beschaffung bzw. Erstellung geeigneten Bildmaterials zu danken, dem Universitätsarchiv ebenfalls, und nicht nur hierbei. Hasko Externbrink ist für die Korrektur zu danken. Und wem soll der Verfasser dieses Büchlein widmen, wenn nicht seiner Plavia-Arminia zum 160. Stiftungsfest? Gedacht soll zugleich der Tatsache sein, dass die Stadt Leipzig ihr 1000jähriges Bestehen begeht.

Es mag insofern einleitend erwähnt sein, dass sich der Gründungskommers der Landsmannschaft Plavia-Arminia Leipzig am 16. Oktober 2010 in Leipzig im Gohliser Schlösschen ereignete.[5] Damit vollzog sich die Fusion der Leipziger Landsmannschaft Plavia-Cheruscia München[6] mit der Akademischen Landsmannschaft Saxo-Afrania Leipzig[7] mit Unterstützung der Turnerschaft Arminia zu Köln[8] zur Landsmannschaft Plavia-Arminia Leipzig.[9] Diesem Umstand wiederum ist es zu danken, dass dieses Denkmal, welches durchaus selbst eine bewegende Geschichte hinter sich hat, wie noch zu zeigen ist, dass es sich auf dem Haus der Landsmannschaft Plavia-Arminia Leipzig befindet. Plavia-Cheruscia wiederum war ein Fusionsbund aus den Landsmannschaften Plavia Leipzig (gegr. 1855)[10] und Cheruscia Leipzig (gegr. 1877)[11], welche sich 1959 zu Plavia-Cheruscia zusammenschlossen. Diese Fusion zwischen der Leipziger Landsmannschaft Plavia-Cheruscia München und der Landsmannschaft Saxo-Afrania zur Landsmannschaft Plavia-Arminia Leipzig im Jahre 2010 wiederum ermöglichte die Rückkehr des „Hermann“ der ehemaligen Landsmannschaft Cheruscia nach Leipzig. Sonst wüsste niemand in Leipzig mit einer nahezu an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit etwas von ihm und der Cheruscia Leipzig zu sagen. Die vermutlich einzige Akte, die sich nicht auf dem Haus der Landsmannschaft Plavia-Arminia befindet, ist eine im Universitätsarchiv Leipzig über die Landsmannschaft Cheruscia, die von 1877-1933 reicht.[12] Doch außer Statuten, Personalangelegenheiten und Einsprüchen gegen Convents-entscheidungen wegen Ausschlüssen aus dem Bund, die an das Universitätsgericht eingereicht wurden, enthält die Akte für das hier zur Debatte stehende Thema leider nichts, was zur Aufklärung beiträgt.

Ein eigenes derartiges Denkmal, welches auf dem Korporationshaus selbst installiert wurde, darf als solches für eine Besonderheit gelten. Es ist Zeugnis für eine Memorialkultur, welche heute vielleicht angesichts der Ereignisse des 20. Jahrhunderts Befremden auslöst. Aber im Ersten Weltkrieg fanden aus Leipzig sowohl aus dem akademischen Lehrkörper als auch der Angestellten- und Studentenschaft 1396 Männer den Tod. 1925 wurde im Augusteum der Leipziger Universität das Denkmal eingeweiht, auf dem die Namen der Gefallenen verzeichnet waren. Um es vorwegzunehmen: Einige der auf dem „Hermann“ befindlichen Namen waren auch dort zu finden. Diese wurden in August Gauls Kriegerdenkmal Vollendet von Max Esser der Universität Leipzig Gestiftet von Heinrich Toelle, Leipzig 1925 gedruckt.[13] Dass wir dem wiederum zu besonderem Dank verpflichtet sind, zeigen uns Vorgänge des Jahres 1968, die zur Sprengung Universitätskirche und schließlich zur Vernichtung des gesamten Areals der Universität führten. Einige Bemerkungen zu den Namen, die auf dem „Hermann“ zu lesen sind, werden ebenfalls erfolgen müssen. Klar ist wohl auch, dass bei einem derartigen Gegenstand, wie dem Löwendenkmal, welcher die Universität insgesamt betraf, sich das in den Rektoratsreden niederschlug. So war es in der Antrittsrede des antretenden Rektors Franz Rendtorff vom 31. Oktober 1924 der Fall.[14]

Der Künstler und dessen Umfeld verdienen hierbei gewiss Beachtung. Hinweise haben wir zumindest auch bezüglich der Auftragsvergabe an den Künstler Johannes Hartmann, die zu berücksichtigen sind. Um eine kunstgeschichtliche Verortung dieses Gegenstandes kommen wir nicht herum. Nachfolgendes kann nur als ein erster Versuch hierfür genannt werden.

Wer die deutsche Geschichte des zwanzigsten Jahrhunderts leidlich kennt, dem muss es sonderbar erscheinen, wie überhaupt ein solches Werk es überhaupt schaffen konnte, erhalten zu bleiben. Das findet selbstredend ebenfalls Erwähnung. Die Tatsache, worauf noch gesondert zu verweisen sein wird, dass dieses Denkmal über Jahrzehnte verborgen blieb und erst 1991 wieder in den Besitz der Landsmannschaft Plavia-Cheruscia Leipzig München gelangte, brachte wiederum es wohl mit sich, dass hinsichtlich der Geschichte des Denkmals selbst und seinen Bezügen zur Leipziger Universität seitens dieses Bundes sich kaum nennenswerte Gedanken gemacht wurden. Zumindest schlugen diese sich nirgends nieder. Dass sich damit ein gewisses Desiderat ergibt, erscheint als zwangsläufige Folge. Dieses zumindest soweit abzuarbeiten wie die Quellen es zulassen, kann ebenso zwangsläufig nur das Ziel hierbei sein. Das gilt umso mehr, weil an sonstigen Zeugnissen der Landsmannschaft Cheruscia Leipzig kaum etwas übrig geblieben ist.

Mit dem Ende des 1. Weltkrieges war der Einsatz für die Cherusker nicht beendet. Stattdessen waren 1919 sie auch im Leipziger Zeitfreiwilligenregiment aktiv. Hiervon kündet zumindest ein Bericht, aus dem zumindest ein namentlich in dieser Zeit in diesem Regiment dienenden Studenten Cherusker gewesen war. Davon ist später ebenfalls die Rede, gewissermaßen als eine Art des Ausblicks.[15] Dieser Bund hatte eine Besonderheit in jedem Fall. Er war sehr patriotisch, was nicht jedermann gefallen mag. Das wird an vielen Stellen deutlich.

Memorialkultur ist mitunter sehr problematisch. Nicht weniger problematisch mag es sein, wenn es sich dabei zugleich um einen Aspekt von Korporationsgeschichte handelt, welchen einige lieber unbehandelt wissen würden. Doch stellt das einen Aspekt der Geschichte der Universitätsgeschichte dar, hier speziell jener der Universität Leipzig, mit dem sich auch zu befassen ist, ob es einem nun gefällt oder nicht.

2. Beschreibung des Hermannsdenkmal der Landsmannschaft Cheruscia Leipzig und dessen kunstgeschichtliches Vorbild Hermannsdenkmal im Teutoburger Wald

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1

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Abbildung 2

Schon der rein äußerliche Vergleich zwischen dem Hermann dem Cherusker auf der Kuppel des Denkmals im Teutoburger Wald und dem seit 2010 auf dem Haus der Landsmannschaft Plavia-Arminia Leipzig befindlichen (Abbildung 1 und 2) offenbart eine Verwandtschaft im Motiv. Der Auftraggeber für das kleinere Pendant war die Landsmannschaft Cheruscia Leipzig selbst gewesen. Davon ist an späterer Stelle die Rede.

Das Motiv und die Anlehnung an das Vorbild sind also nicht zufällig. Dieser Zusammenhang lässt sich selbst im Ecce Cherusciae vorfinden, in welchem auf dem Titelblatt der „Hermann“ der Landsmannschaft Cheruscia Leipzig, und auf der Seite 64 jener vom Teutoburger Wald. Und ebenso wenig zufällig findet sich eine Abbildung des Löwendenkmals in der Wandelhalle des Augusteums der Universität Leipzig auf der Seite 62 desselben Gedenkbuches. Als Beigabe hinsichtlich Johannes Hartmann lässt sich anfügen, dass 1896 zwei der vier Karyatidenfiguren am Eingangsportal des nach 1968 abgerissenen Augusteums von eben jenem geschaffen wurden.[16] Zwei weitere schuf Josef Mágr.[17] Mágr schuf im Augusteum auch die Atlantenfiguren in den Treppenaufgängen.[18]

Das Hermannsdenkmal (Abbildung 2) befindet sich in der Nähe von Hiddesen südwestlich von Detmold in Nordrhein-Westfalen im südlichen Teutoburger Wald auf der Grotenburg. Es wurde zwischen 1838 und 1875 nach Entwürfen von Ernst von Bandel erbaut.[19] Dabei war der Unterbau bereits 1844 vollendet. Gründe für die lange Bauunterbrechung lagen vorrangig bei der Finanzierung.

Das Denkmal soll an den Cheruskerfürsten Arminius und die so genannte Schlacht im Teutoburger Wald erinnern, in der germanische Stämme unter Führung von Arminius, aus dem Hermann der Cherusker wurde, den römischen Legionen unter Publius Quinctilius Varus im Jahre 9 v. Chr. eine entscheidende Niederlage beibrachten. Dieses Werk ist dem Historismus zuzuordnen.

Dieser „Hermann“ ist unzweifelhaft auch politisch instrumentalisiert, weist er doch gegen den Erbfeind, dem Franzosen, mit erhobenen Schwert. Der Hermann wird zum Einer der deutschen Stämme gegen die römische Fremdherrschaft stilisiert und gleichzeitig zum Vorkämpfer der deutschen Einheit und des Deutschen Reiches. Es ist somit ein Nationaldenkmal, welches auf eine identifikationsstiftende Innen- und Außenwirkung hin berechnet ist. Mit eigentlicher Antikenrezeption hat das gewiss nur höchst begrenzt zu tun. Weit eher ging es um die Bildung einer Hermanns- bzw. Varus-Legende. So ist es keineswegs als Zufall anzusehen, dass Joseph Victor von Scheffel um 1847 ein Lied dichtete: Die Teutoburger Schlacht beginnend mit Als die Römer frech geworden, zu dem Ludwig Teichgräber 1875 die Melodie schuf, und so diese Legende Eingang in das Allgemeine Deutsche Kommersbuch fand, und seither zum studentischen Liedgut zählt.[20] Das Lied fand zudem seinen Platz in der 1867 erschienenen Sammlung Gaudeamus![21] Scheffel sah dieses durchaus im Zusammenhang mit dem Werk Ernst von Bandels, wie schon aus älteren Kommersbüchern ersehen werden kann, die etwa bis 1929 erschienen.[22] Es betrifft die Schlussstrophe, welche auf dieses Denkmal anspielt. Das fand auch seine Berücksichtigung in der wissenschaftlichen Literatur wie in einem Aufsatz von Detlev Hellfaier in den Lippesche Mitteilungen von 2010.[23]

Wie die Landsmannschaft Cheruscia Leipzig im Jahre 1877 zu ihrem Namen kam, sagen die Quellen des Archivs der Landsmannschaft Plavia-Arminia Leipzig uns nicht. Dass diese aber mit dem Gründungsmythos des Deutschen Reiches zu tun haben, daran dürfte kaum Zweifel bestehen. Gerade die Erbfeindschaft mit Frankreich wurde ja schon früh von deutschen Historikern, die der sog. kleindeutschen Lösung unter preußischer Führung nahestanden, propagiert. Zu denen gehörte Wilhelm Maurenbrecher[24], der klar die Zugehörigkeit des Elsass zu Deutschland bejahte und eine harte Abrechnung mit Frankreich forderte.[25] Das entsprach der Intension der Bismarckschen Außenpolitik durchaus.[26] Dass indes die deutschen Historiker die Politik Bismarcks so begriffen hatten, die eher Ausdruck von Willensakten als eine Einheit war, bezweifelte schon Walter Goetz, der sie als „politische Dilettanten“ bezeichnete.[27]

Der „Hermann“ der Landsmannschaft Cheruscia Leipzig ist ein Bronzerelief mit der Höhe von etwa 1,50 einem Meter von der Unterkante der Predella bis zur Schwertspitze. Die Breite etwa 60 Zentimeter. An der Außenkante hat sie eine Höhe von 1,20 Meter. Die Giebelhöhe liegt bei 1,25 Meter. Unter dem Giebel ist im Kreis der Zirkel der Cheruscia zu sehen und mit Lorbeer und Eichenlaub umrahmt. Auch er hat sein Schwert ebenso erhoben wie sein großes Vorbild vom Teutoburger Wald und er hat in der linken Hand den Schild. Auch er trägt den geflügelten Helm. Allerdings trägt der „Hermann“ vom Teutoburger Wald einen Brustpanzer mit Umgang, während der „Hermann“ der Landsmannschaft Cheruscia Leipzig lediglich mit einem gegürteten leichten Fellumhang versehen ist, was ihn so martialischer aussehen lässt. Seine Fußbekleidung stellen Sandalen dar mit sich kreuzenden Halteriemen, die bis unter die Knie reichen. Vielleicht entsprach das dem Typus des vermeintlichen „Urgermanischen“. Die rechte Brust ist entblößt, da der Arm das Schwert emporhebt, mit dem er den Giebel überragt. Der Giebel wiederum erinnert etwas an den antiken griechischen Naïskos oder die römische Ädikula (welche allerdings auch u.a. an Triumphbögen öffentliche Repräsentationsaufgaben hatte), wenn ihm auch die Säulchen fehlen, welcher auch Bestandteil von Grabanlagen gewesen war. Zumindest der Funktion nach hat dieses Relief ja durchaus eine gewisse Verwandtschaft.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 3

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Abbildung 4

Auf dem rechten Rand der Predella steht „Johs. Hartmann 1919“[28]. Damit haben wir die Künstlersignatur von Johannes Hartmann, auf dem auch noch einzugehen ist. Wichtig zu den technischen Details bliebe noch zu erwähnen, dass Nachbearbeitungen, die auf eine Verfälschung hindeuten, nicht zu sehen sind.

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Abbildung 5

Auf der Predella zwischen den rahmenden Eichenzweigen steht die Widmung:

„UNSERE UNVERGESSLICHEN FARBENBRÜDER STARBEN FÜR DAS VATERLAND FEST IM GLAUBEN AN DEUTSCHLANDS RECHT UND SIEG. TREU IN DER PFLICHTERFÜLLUNG BIS ZUM TODE. WAHR IM BEKENNTNIS FÜR KAISER UND REICH“

Wenn auch hier die Bezeichnung Farbenbrüder synonym für Bundesbrüder steht, sollte es hier zu keinen unnötigen Gedanken veranlassen. Das geschieht auch an anderen Stellen. Auch dieses ist ein Kriegerdenkmal, wenn auch der Kreis derer, der darin bedacht werden soll, sichtlich kleiner ist als im Teutoburger Vorbild. Die Namen der Gefallenen sind links und rechts des Körpers des Hermann zu lesen. Hier geht es weniger um die identifikationsstiftende Außenwirkung als vielmehr um ein intimes Verhältnis zwischen den lebenden Bundesbrüdern zu den Gefallenen, zu deren Gedenken diese Tafel angefertigt wie auch das Ecce Cherusciae geschrieben wurde, welches hier zum Ausdruck gebracht wurde. Die historistische Manier dieses „Hermann“ ist unübersehbar.

Nicht zuletzt gilt es darauf hinzuweisen, dass das Relief im Vornherein für die Montage an der Wand vorgesehen war, da die Löcher für eine Befestigung hierfür nicht nachträglich gebohrt wurden. Leider wissen wir zwar, wer den Entwurf machte, nicht jedoch, welche Gießerei diesen Entwurf realisierte. Das ist leider nirgends festgehalten. Einen Stempel, der auf eine Bildgießerei verweisen könnte, gibt es nicht. Vermutlich ist die 1899 von Traugott Noack gegründete Gießerei es gewesen, da dort die Künstler, die in Leipzig Rang und Namen hatten, gewöhnlich ihre Aufträge erteilten. Zu denen zählten Max Klinger, Carl Seffner, Mattieu Molitor, Josef Mágr, Kurt Kluge usw.[29] Soviel zu den technischen Einzelheiten des Reliefs.

3. Die Gefallenen auf dem Hermannsdenkmal der Landsmannschaft Cheruscia Leipzig und ihre Erwähnung auf dem Sockel auf dem Löwendenkmal in der Wandelhalle in der Universität Leipzig

Die nachfolgenden Namen sind die gefallenen Cherusker, wie sie auf dem Relief stehen. Die unterstrichenen Namen sind die Cherusker, welche zugleich auf dem Sockel des Kriegerdenkmals im Augusteum standen. Sie waren zugleich mit der Studienrichtung angegeben. (Abbildung 6) Auch bei den anderen gefallenen Studenten wird diese bei folgender Auflistung mit angegeben. Dieses war u.a. in der Kriegsteilnehmerliste[30] mit angegeben. Auch die Berufe der Alten Herren waren dieser zu entnehmen. Die auf der Gedenkplatte zu lesenden Abkürzungen bedeuten folgendes: F.= Fuchs bzw. Fux, A.B.= aktiver Bursch, I.A.B.= inaktiver Bursch, A.H.=Alter Herr. Die Abkürzung A.K.B. bedeutet aktiver Kriegsbursch, wie die Weiherede von AH Streffer I vom 4. Juli 1920 zu erkennen gibt, da er von einem gefallenen Kriegsburschen gesprochen hatte.[31] Das besagt, dass der Gefallene während des Krieges zum aktiven Bursch ernannt wurde, welcher Hellmuth Schmidt hieß.

Links:

I.A.B. Karl Ramfeld Stud. Jur.

A.H. Kurt Berger[32]

I.A.B. Ernst Rettberg Stud. Jur.

I.A.B. Wilhelm Rapp[33]

A.H. Otto Plöttner[34]

A.H. Ernst Schwarz[35]

A.B. Richard Dietze Stud. Ling. Rec.

A.H. Alfred Erdmann[36]

A.H. Herbert Paetz[37]

F. Kurt Hoffmann Stud. Jur.[38]

A.B. Walter Tetzner Stud. Camer.

I.A.B. Walter Merz[39]

A.H. Otto Schieck[40]

A.H. Richard Ebert[41]

A.H. Oskar Roth[42]

Rechts:

I.A.B. Ernst Koslowski[43]

I.A.B. Wilhelm Gamradt[44]

I.A.B. Bernhard Weiner Stud. Chem.

A.B. Georg Fleischmann Stud. Jur.

A.B. Curt Reichenbach Stud. Jur.

A.K.B. Hellmuth Schmidt Stud. Jur.

A.B. Rudolf Schwedler Stud. Rer. Nat.

A.H. Willibald Richter[45]

Fritz Lommatzsch Stud. Jur.

A.H. Carl Leonhardt[46]

F. Kurt Lungwitz Stud. Jur.[47]

I.A.B. Hans Küchler Stud. Jur.[48]

A.H. Paul Pfeifer[49]

A.B. Wilhelm Abt Stud. Rer. Nat.

[...]


[1] https://www.archiv.uni-leipzig.de/geschichte/im-krieg-gefallene-studenten/ Version vom 24. 02.2015.

[2] Ecce Cherusciae: 1914-1918, Chemnitz o.J.

[3] Fedor Bochow, „Hartmann, Johannes“, in: Sächsische Biografie, hrsg. vom Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde e.V., bearb. von Martina Schattkowsky, 7.6.2004 Online-Ausgabe: http://www.isgv.de/saebi/

[4] Das ist insofern bedeutsam, da ja seitens der Sozialwissenschaft der studentengeschichtlichen Forschung seitens der Korporationen und damit ihrer Quellen nur wenig Glaubwürdigkeit unterstellt wird.

[5] Florian Schüßler, „Gründungskommers am 16. Oktober 2010 in Leipzig“, in: PAD 1 (2011), S. 5 ff. Die Plavia-Arminia-Depesche ist das Mitteilungsblatt der Landsmannschaft Plavia-Arminia Leipzig. –CC-Blätter 2/2010, S. 25.

[6] Ulrich Beck und Peter Kehling, „Die Geschichte der Leipziger Landsmannschaft Plavia-Cheruscia zu München“, in: Silbernes Kartell 1857-2007. Hannover 2007, S. 85-108.

[7] Jürgen Modrzynski, „Landsmannschaft Saxo-Afrania“, in: Studentenverbindungen in der DDR, hrsg. von Kurt U. Bertrams, Hilden 2006, S. 73–76. Es beschreibt die Geschichte des Bundes bis etwa 1995. Die nachfolgenden Jahre, die für Saxo-Afrania nicht als Erfolgsjahre gezählt werden können, bleiben in der Darstellung ausgeklammert. In vieler Hinsicht besser die bis 2010 gehende Darstellung bei Hergen Hartung, „Kurzer Abriss der Geschichte der Akademischen Landsmannschaft Saxo-Afrania Leipzig zu Leipzig bis zur Gründung der Landsmannschaft Plavia-Arminia 1988-2010“, in: PAD 1 (2011), S. 14-21.

[8] Geschichte der Turnerschaft im CC Arminia Köln. Als einmalige Festauflage gedruckt und vom A.-H.-Verband unter Mitwirkung einiger Bundesbrüder herausgegeben anläßlich des 68. Stiftungsfestes am 3. Juli 1970. Dieser Verbindung war Juni 1955 die Turnerschaft Variscia beigetreten. Mit dem Beitritt einiger Alter Herren der Turnerschaft Arminia Köln zur Landsmannschaft Plavia-Arminia Leipzig wird zugleich auch die Tradition der Turnerschaft Variscia fortgeführt.

[9] Präambel Abs. 2 der Konstitution der Landsmannschaft im CC Plavia-Arminia Leipzig, in: PAD 2 (2012), Beilage.

[10] UAL: Rep. 02/04/027: Die Gründung des studentischen Vereins Plavia, 1855. - Rep. 02/16/03/P/06: Landsmannschaft Plavia, Bd. 1-3, 1859.

[11] Cheruscia 1877-1902, Leipzig 1902.

[12] UAL: Rep. 02/16/03/C/02: Landsmannschaft Cheruscia, 1877-1933.

[13] Text online unter http://www.paulinerkirche.org/kriegd.html

[14] Rede des antretenden Rektors Dr. F. Rendtorff vom 31. Oktober 1924, in: Die Leipziger Rektoratsreden: Bd. 2: Die Jahre 1906-1933. Herausgegeben vom Rektor der Universität Leipzig Professor Dr. iur. Franz Häuser zum 600-jährigen Gründungsjubiläum der Universität Leipzig im Jahr 2009, Berlin-New York 2009, S. 1417-1438.

[15] Zeitfreiwilligenregiment Leipzig. Ein Gedenkbuch, von Mitkämpfern geschrieben, hrsg. von Curt Rakette und Hugo Härtel, Leipzig 1935, S. 65 ff. Wenngleich dieses Buch auch wegen seiner rechtslastigen Tendenz problematisch ist, so lässt sich die unmittelbare Selbstschilderung nicht ignorieren. - Anja Schubert, „Die Universität Leipzig und die deutsche Revolution von 1918/19“, in: Ulrich von Hehl (Hrsg.), Sachsens Landesuniversität in Monarchie, Republik und Diktatur. Beiträge zur Geschichte der Universität Leipzig vom Kaiserreich bis zur Auflösung des Landes Sachsen 1952 (BLUWiG Reihe A, Bd. 3), Leipzig 2005, S.171 – 191.

[16] Bochow, „Hartmann, Johannes“, in: Sächsische Biografie, a.a.O.

[17] Conny Dietrich, „Die künstlerische Ausgestaltung der neuen Universitätsbauten am Augustusplatz unter Arwed Rossbach“, ,in: Geschichte der Universität Leipzig 1409-2009, Bd. 5: Geschichte der Universitätsbauten im urbanen Kontext. Unter Mitwirkung von Uwe John, hrsg. von Michaela Marek und Thomas Topfstedt, Leipzig 2009, S. 251-284. Hier S. 258 f.

[18] Ebd. S. 265 ff.

[19] Zu Ernst von Bandel und dem Hermannsdenkmal nur eine kleine Auswahl: Brigitte Bötel, Joseph Ernst von Bandel (1800–1876). Das bildhauerische Werk. Diss. Göttingen 1984. -Burkhard Meier, Das Hermannsdenkmal und Ernst von Bandel. Zum zweihundertsten Geburtstag des Erbauers, Detmold 2000. -Michael Zelle: Das Hermannsdenkmal (Lippesche Kulturlandschaften, Heft 25), Detmold 2014. -Roswitha Kaiser, „Hermann: Denkmal, Pflege und Inszenierung“ ,in: Denkmalpflege in Westfalen-Lippe. Ausgabe 01/07. LWL 2007, S. 13–18.

[20] Allgemeines Deutsches Kommersbuch, 160. Aufl., hrsg. von Erdmann Werner Böhme, Lahr 1992 (unveränderter Nachdruck Laar 1978), S. 478 f.

[21] Scheffels Werke in drei Bänden, hrsg. von Eduard Sallwürk, Bd. 2, Leipzig o.J., S. 424 ff. Die Schlussstrophe: „Und zu Ehren der Geschichten Tat ein Denkmal man errichten, Deutschlands Kraft und Einigkeit Verkündet es jetzt weit und breit:„Mögen sie nur kommen!“

[22] „Das Original des vorstehenden Liedes ist bekanntlich von Jos. Viktor von Scheffel. Ein Freund des Dichters sandte demselben die im gegenwärtigem Abdruck wiedergegebene, vielverbreitete Fassung des Liedes mit der zeitgemäßen Änderung der Schlußstrophen zu und erhielt darauf folgende Zuschrift:“„Ich bin sehr erfreut über die jetzt korrekte Herstellung des Liedes von der Varusschlacht die ich längst als eine Ehrenschuld an Herrn v. Bandel betrachtet und selbst so hergestellt haben würde, wäre die unbekannte Redaktion mir nicht zuvorgekommen. Möge die jetzige Fassung der recipierte Text werden und bleiben. Dr. Scheffel.“so zu lesen u.a.: Allgemeines Deutsches Commersbuch, 50. Aufl., hrsg. von Friedrich Silcher und Friedrich Erk, Laar o.J. (1883), S. 443. Im dass., 144.-150. Auflage, hrsg. von Friedrich Silcher und Friedrich Erk, Lahr 1929, S. 580:„Ein Freund des Dichters sandte diesen die 1875 von einer Herforder Gesellschaft auf der Grotenburg vorgenommene Änderung der Schlußstrophe und erhielt darauf folgende Zuschrift:“ Die Reaktion Scheffels wie oben.

[23] Detlev Hellfaier, „Vom „verbummelten Lied“ zum Festgesang: Joseph Victor von Scheffels „Die Teutoburger Schlacht“, in: Lippische Mitteilungen 79 (2010), 170-191.

[24] Zu Maurenbrecher: Wilhelm Busch, Zur Erinnerung an Wilhelm Maurenbrecher, Neue Bonner Zeitung, Bonn 1893. - Gustav Wolf, Wilhelm Maurenbrecher. Ein Lebens- und Schaffensbild, Leipzig 1893. - Walter Hubatsch, „Wilhelm Maurenbrecher 1838-1892“, in: 150 Jahre Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität zu Bonn 1818-1968, Bonner Gelehrte: Beiträge zur Geschichte der Wissenschaften in Bonn: Geschichtswissenschaften, Bonn 1968, S. 155-161. -Werner Fläschendräger, „Der Historiker Wilhelm Maurenbrecher: Einige Anmerkungen und Dokumente zu seinem 150. Geburtstag“, in: Leipziger Beiträge zur Universitätsgeschichte, Heft 2, hrsg. von Horst Hennig, Leipzig 1988, S. 49-56. -Mario Todte, Wilhelm Maurenbrecher und die Lutherische Reformation: Zur Auseinandersetzung mit den konfessionell geprägten Lutherinterpretationen der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts: eine rezeptionsgeschichtliche Studie, Leipzig 2001. –ders., Wilhelm Maurenbrecher als Reformationshistoriker: Eine disziplingeschichtliche Standortbestimmung, Leipzig 2002. –ders., Wilhelm Maurenbrecher: Neue Forschungsergebnisse und Einsichten, München 2006.

[25] Wilhelm Maurenbrecher, Elsaß- eine deutsche Provinz, Berlin 1870. –ders., Gründung des Deutschen Reiches 1859-1871, Leipzig 1892.

[26] Walter Lipgens, „Bismarck, die öffentliche Meinung und die Annexion von Elsaß und Lothringen 1870“, in: HZ 199 (1964), S. 31-112.

[27] Helmut Goetz, „Walter Goetz (1867-1958): Eine biographische Würdigung“, in: Sächsische Lebensbilder (Quellen und Forschungen zur sächsischen Geschichte Bd. 12), hrsg. von Gerald Wiemers, Bd. V, Stuttgart 2003, 205-212. Hier S. 211.

[28] Stadtgeschichtliches Museum Leipzig: Inv-Nr.: A/3760/2010: Brief von Johannes Hartmann an Desirée Klinger-Zimmermann vom 02. November 1934. Die Unterschrift des Briefschreibers ist mit der Signatur auf dem Bronzerelief identisch! Inhaltlich geht es um den Streit um den Nachlass Max Klingers.

[29] Auch Hartmann hatte laut einem Telefonat des Autors mit Herrn Bert Noack vom 18. Februar 2015, dem derzeitigen Inhaber dieser Gießerei, hier gießen lassen. Leider wurde die Firma im Zweiten Weltkrieg ausgebombt, sodass ein Firmenarchiv nicht erhalten geblieben ist. Nähere Auskünfte vermochte mir Herr Noack demzufolge nicht zu geben. Interessant wäre es gewesen außer dem Entwurf auch die Erteilung des Auftrages durch den Convent der Landsmannschaft Cheruscia Leipzig darin zu finden.

[30] Archiv der Landsmannschaft Plavia-Arminia Leipzig: Co9: Kriegsteilnehmerliste 1914-1918. Diese auch unter C04.

[31] Archiv der Landsmannschaft Plavia-Arminia Leipzig: C09: Weiherede von AH Streffer I vom 4. Juli 1920.

[32] Berger war Ratsassessor

[33] Rapp war Referendar.

[34] Plöttner war Rechtsanwalt.

[35] Schwarz Sekretär der Landwirtschaftskammer Oberhessen.

[36] Erdmann war Ratsascessor.

[37] Paetz II war Senator in Gotha.

[38] In Quästurkartei nicht vorhanden.

[39] März war Gerichtsreferendar. UAL: Quästurkartei: Walter Merz, geb. 15. Mai 1891 Leipzig-Neustadt, Stud. Jur., abgegangen von Leipzig am 20. August 1914.

[40] Schieck war Oberlehrer am Goethegymnasium in Frankfurt.

[41] Ebert war Oberbürgermeister in Rudolstadt.

[42] Roth war Finanzbeamter.

[43] Koslowski war Referendar. UAL: Quästurkartei: Ernst Koslowski, geb. in Nikolaiken Prov. Ostpreußen Kreis Sensburg, 25. April 1908 eingeschrieben, abgegangen am 15. Oktober 1909.

[44] Gamradt war Zahnarzt in Stettin. UAL: Quästurkartei: Wilhelm Gamradt, geb. 9.3. 1888 in Stettin, inskribiert 7. 11. 1908, Studium „dent.“, abgegangen am 8. 12. 1910.

[45] Richter war Forstreferendar.

[46] Leonhardt II war Rechtsanwalt.

[47] In Quästurkartei nicht vorhanden. Mehrere Leipziger Professoren der Veterinärmedizin heißen aber Lungwitz. Laut Ecce Cherusciae: 1877-1939 war Lungwitz Student in Erlangen.

[48] Küchler nicht in Quästurkartei. Laut Kriegsteilnehmerliste der Cheruscia studierte er Jura.

[49] Pfeifer I war Gymnasiallehrer.

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Details

Titel
Das Hermannsdenkmal der Landsmannschaft Cheruscia Leipzig von Bildhauer Johannes Hartmann (1869-1952)
Autor
Jahr
2015
Seiten
56
Katalognummer
V295573
ISBN (eBook)
9783656934431
ISBN (Buch)
9783656934448
Dateigröße
1380 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Korporationsgeschichte
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Mario Todte (Autor), 2015, Das Hermannsdenkmal der Landsmannschaft Cheruscia Leipzig von Bildhauer Johannes Hartmann (1869-1952), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/295573

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