Ein Kind ist uns geboren (Jesaja 9, 1-6). Eine Exegese


Examensarbeit, 2012

54 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Text
2.1. Übersetzung
2.2. Textkritik

3. Literarische Analyse
3.1. Morphologie und Syntax
3.2. Form und Gattung
3.3. Kontext
3.3.1. Abgrenzung der Texteinheit
3.3.2. Platzierung im weiteren Kontext
3.4. Strukturanalyse
3.5. Einheitlichkeit des Textes

4. Historische Fragen
4.1. Verfasserschaft & Abfassungszeit
4.2. Historische Einordnung / Chronologie
4.3. Abfassungszeit des Textes
4.4. Realien

5. Theologische Auslegung
5.1. Einleitung: Licht in tiefster Nacht (V.1)
5.2. Jahwe – der Grund aller Freude und Sieger über die Feinde (V.2 – 4)
5.2.1. V.2
5.2.2. V.3
5.2.3. V.4
5.3. Das Kind – Zeichen der Größe und bleibenden Treue Jahwes (V.5 – 6a)
5.3.1. V.5
5.3.2. V.6a
5.4. Schluss: Der Eifer Jahwes als Bürge für Erfüllung (V.6b)
5.5. Auslegung im Kontext des NT

Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Der Text aus Jes 9, 1 – 6 ist ein sehr spannender Abschnitt aus dem Buch des Jesaja. Dies zeigt z.B. die Tatsache, dass A. Alt ihm einen eigenen Aufsatz widmete.[1] Der Text wird traditionell als einer von fünf messianischen Textabschnitten im Jesajabuch gelesen (neben 7,14; 11,1 – 9, 16,4f und 32,1 – 5).[2] Dabei gibt es aber völlig unterschiedliche Deutungen v.a. was die Identität des in V.5 angekündigten Kindes angeht und wie die dort aufgeführten Namen zu verstehen sind.[3] Auch ist eine Abgrenzung der Texteinheit nicht einfach und wird von unterschiedlichen Autoren ganz anders vorgenommen.[4]

Williamson bringt die Schwierigkeit einer Auslegung von Jes 9,1 – 6 auf den Punkt, wenn er sagt: „The range and complexity of the exegetical problems raised by this passage are far too formidable to be treated here in full“[5]. Die Tiefe und Tragweite des Textes sind zu groß, um sie in einer Einzelexegese zu verarbeiten und erschöpfend zu behandeln, weshalb ich mich im Folgenden darauf beschränken möchte, Grundlinien aufzuzeigen und dem Duktus des Textes unter Berücksichtigung von literarischen und theologischen Überlegungen soweit als möglich gerecht zu werden. Im Rahmen dieser Arbeit sollen deshalb z.B. Fragen nach Einheitlichkeit und Verfasserschaft des Jesajabuches lediglich am Rand thematisiert werden.[6]

In der vorliegenden Arbeit habe ich mich in der Struktur am Methodenbuch von Dreytza, Hilbrands und Schmid[7] orientiert, diese jedoch an einigen Stellen an die Gegebenheiten des Textes angepasst.

2. Text

Der Text aus Jes 9, 1 – 6 weist u.a. in einigen englischen Bibelausgaben eine andere Verszählung auf und lässt das Kapitel mit Vers 23 aus Kapitel 8 beginnen. In meiner Exegese beziehe ich mich auf die in der BHS und den meisten deutschen Übersetzungen zur Anwendung kommende Verszählung.

Textkritische Fragen sollen zwar getrennt von der Übersetzung des Textes behandelt werden, ihre Ergebnisse fließen dort aber selbstverständlich mit ein.

2.1. Übersetzung

1 Das Volk, das durch das Dunkel geht,

sieht[8] ein helles (großes) Licht.

Die im Land der Finsternis (des Todesschattens) Wohnenden,

Licht leuchtet über ihnen.

2 Du vermehrst das Jauchzen[9],

du machst die Freude groß.

Sie freuen sich vor dir, wie man sich bei der Ernte freut,

wie sie jauchzen beim Verteilen der Beute.

3 Denn das Joch seiner[10] Last

und den Stock (auf) seiner Schulter,

den Stab seines Treibers

zerschmetterst du wie am Tag Midians.

4 Denn jeder Stiefel, der mit Dröhnen einherstiefelt

und (jeder) Mantel in Blut gewälzt,

wird sein dem Brand,

(wird) eine Speise des Feuers.

5 Denn ein Kind ist uns geboren,

ein Sohn ist uns gegeben

und die Herrschaft ist (wird sein) auf seiner Schulter

und man nennt[11] seinen Namen:

Wunder-Ratender, starker Gott,

Vater der Ewigkeit, Fürst des Friedens.

6 Groß ist die Herrschaft und des Friedens wird kein Ende sein

auf dem Thron Davids und über seinem Königtum/Königreich,

um es festzumachen und zu stützen durch Recht und Gerechtigkeit

von nun an bis in Ewigkeit.

Der Eifer des Herrn der Heerscharen wird dies tun.

2.2. Textkritik

Insgesamt ist der Text aus Jes 9,1-6 sehr gut überliefert und es sind nur an wenigen Stellen Varianten mit Relevanz zu finden. Auf diese soll im Folgenden genauer eingegangen werden, um „den möglichst ursprünglichen Text zu erschließen“[12].

Im Textkritischen Apparat der SESB ist beim Partizipהַהֹלְכִ֣ים in V. 1 der Vermerk zu finden, dass es aus metrischen Gründen vielleicht zu entfernen sei (frt dl m cs). Dies wird aber von keiner Handschrift gestützt, weshalb hier ohne Bedenken dem MT in seiner Überlieferung gefolgt werden kann, wie überhaupt Vorsicht mit eigenen Verbesserungen angebracht ist.

Der MT ist zu Beginn von V.2 nur schwer in eine lesbare Form zu bringen und enthält wohl einen Schreibfehler. Wörtlich übersetzt hieße der MT von הַגֹּ֔וי לֹ֖א הִרְבִּ֣יתָ „du vermehrst nicht die Nation“, was in Verbindung mit dem parallelen Abschnitt aus V.9a „du machst die Freude groß“ keinen Sinn ergibt. Delitzsch übersetzt deshalb mit „Du machst zahlreich die Nation…“. Zur Begründung schreibt er: „Ist unsere Erklärung insoweit richtig, so läßt sich das Chethib לֹ֖א, negativ gefaßt, nur etwa begreifen, wenn man …übersetzt: du mehrest die Nation, welcher du früher nicht große Freude gegeben, was per litoten welche du in tiefe Trauer versenkt hast bedeuten müßte … wir müssen also dem Keri לֹ֛ו den Vorzug geben.“[13] Ähnlich sehen dies auch etliche andere Ausleger, wie z.B. Motyer, der „‘for them‘ referring to the collective noun nation“[14] versteht und Smith, „since a negative particle would contradict the positive message of the rest of the verse”[15].

Andere Ausleger (u.a. Wildberger[16] oder Gray[17] ) favorisieren eine Konjektur und deutenהַגֹּ֔וי לֹ֖א um in הַגִּילָה, was am besten mit „Jauchzen” wiedergegeben werden kann. Dadurch wird die so schon stark parallele Struktur des Abschnittes noch zusätzlich betont (Jauchzen / Freude). Interessant ist, dass die Form גִּילָה im ganzen AT nur zwei Belegstellen hat und diese beide im Buch Jesaja zu finden sind[18]. Das Qere („du vermehrst die Nation“) hat eine ähnliche Formulierung in Jes 26,15 auf seiner Seite, wobei dort ein anderes Verb steht (יסף statt רבה). Obwohl man mit Textverbesserungen sehr vorsichtig sein muss, ist eine solche an dieser Stelle wohl angebracht. Williamson ist zuzustimmen, wenn er sagt, dass „the emendation makes sense, whereas the present form of the Hebrew text does not; it is supportet by the parallelism, and the structure of the rest of the verse builds upon it.“[19]

In V.3 stellt Wildberger in Frage, ob מַטֵּ֣ה (= Stock, Stab) eine geeignete Parallele zu עֹ֣ל (= Joch) darstellt. Er favorisiert eine Änderung in מוֹטָ֖ה (= Jochholz), wie sie auch Studer vertreten hat.[20] Die Mehrheit der Ausleger[21] nimmt diesen Texteingriff nicht vor. Dies entspricht dem Grundsatz, dem MT zu folgen, wo sich keine eindeutigen Schwierigkeiten ergeben und nicht vorschnell eine noch „passendere“ Variante zu finden.

Ganz ähnlich verhält es sich mit der zweiten textkritischen Stelle von Interesse in V.3. Vor der Einführung vonשֵׁ֖בֶט fehlt das vorעֹ֣ל und מַטֵּ֣ה gegebene Akkusativzeichen (אֵת). Im Apparat wird deshalb eine evtl. vorzunehmende Einfügung (frt pr) dieser Partikel vorgeschlagen. Allerdings stützt auch hier keine Handschrift eine solche Einfügung, weshalb bis auf weiteres dem MT auch mit dem Hinweis auf lectio difficilior est lectio potior gegeben werden muss.

Wie schon in V.3 bezieht sich die einzige unsichere Stelle in V.4 auf einem stilistischen Vorschlag zur „Verbesserung“ einer parallelen Struktur innerhalb des Verses. Die Betonung auf „jedem“ Stiefel, der zerschmettert werden soll wie am Tag Midians wird mit der einfachen Erwähnung vonוְשִׂמְלָ֖ה nicht aufgenommen. Um diese Betonung herzustellen wird der Vorschlag einer Textänderung inוְכָל־שִׂמְלָה gemacht. Auch an dieser Stelle ist zu betonen, dass eine Änderung rein aus syntaktischen Gründen, die nicht zumindest auf gewichtigen parallelen Überlieferungen fußt, mit Vorsicht zu genießen und besser zu unterlassen ist. Dem MT kann also auch hier gefolgt werden.

Zwischen V.5 und V.6 stellt sich die Frage, ob hier einmal ein fünfter Herrschername gestanden hat, wie das z.B. O. Kaiser favorisiert[22] oder nicht. Dies wird vor allem in der theologischen Auslegung wieder wichtig und soll dort auch ausführlicher behandelt werden. Zu Textänderungen besteht nach Wildberger kein Anlass, die verschiedenen Versionen „bezeugen aber die Hilflosigkeit, in der man schon in alter Zeit den Namen ‚des Messias‘ gegenüberstand.“[23]

Gleich zu Beginn von V.6 findet sich eine interessante textkritische Variante. So ist im Wort לְמַרְבֵּ֨ה im MT ein finales Mem (ם)zu finden. Es ist sehr gut möglich, dass dieses finale Mem durch eine Dittografie zu Stande gekommen ist, da das letzte Wort in V.5 שָׁלֹֽום auf denselben Buchstaben endet. Viele Handschriften und das Qere schlagen deshalb vor, hier das Adjektiv רַבָּה zu lesen, was mit „groß, viel, genug“ übersetzt wird. Demnach heißt der Satzanfang dann: „Groß ist die Herrschaft…“. A.Alt vermutete, wie eben schon erwähnt, nach ägyptischem Vorbild fünf „Thronnamen“ und geht deshalb davon aus, dass hier noch ein Rest des verlorengegangen Namens enthalten ist (etwa „Mehrer des Reiches“)[24]. Beuken hält dagegen fest, dass „Erklärungen, die auf einen Zusammenhangmit der Hypothese der fünf Thronnamen abzielen“[25] spekulativ bleiben. Eine angenommene Dittographie erscheint plausibel und hier greift auch nicht die textkritische Regel lectio difficilior est lectio potior, weshalb die Änderung zusammen mit dem Qere und vielen Handschriften gut vertretbar ist.

3. Literarische Analyse

Eine Trennung von literarischer Analyse und der Einzelauslegung der Verse scheint beim vorliegenden Text wenig fruchtbar zu sein, weshalb die Benennung von sprachlichen Besonderheiten weiter unten in der jeweiligen Behandlung der Verse erfolgen soll.

Lediglich eine kurze Übersicht über die wichtigsten Besonderheiten der Morphologie und Syntax[26] und eine Untersuchung der Gattung des Textes, sowie eine Struktur und Kontextanalyse sollen schon jetzt erfolgen. Hier hinein gehört auch die Frage nach einer literarischen Einheitlichkeit.

3.1. Morphologie und Syntax

Schon das fast völlige Fehlen von waw – Imperfekten[27] ist ein Indikator dafür, dass es sich beim vorliegenden Text nicht um einen narrativen Abschnitt handelt. Neben jeweils zwei waw – Perfekt- und Imperfektformen ist das im Text vorherrschende Tempus das einfache Perfekt mit 9 Belegen (von insgesamt 22 vorhandenen Verbformen). Zu diskutieren ist, inwiefern das Perfekt in seiner gewöhnlichen Vergangenheitsbedeutung übersetzt werden sollte. Beuken äußert sich dazu folgendermaßen: „Da die qatal – Formen in diesen Versen durch we qatal in V.4 (והיתה) fortgeführt werden, scheinen sie perfecta prophetica zu sein (anders als V.5: qatal und wajjiqtol).[28] Ähnlich sieht das auch Oswalt: „All the events are manifestly in the future from the prophet’s point of view, yet the verbs are all in the perfect tense. Apparently these are prophetic perfects”.[29] Gray halt es zumindest für möglich, die Perfekte genuin zu übersetzen: „It is, of course, possible that the perfects are in part prophetic, in part historical; if this were actually so, the question would arise, how much is prophetic, how much historical?“[30] Gleichzeitig verneint er aber die Frage, dass die im Text beschriebene Erlösung aus der Fremdherrschaft schon geschehen sei oder eine kürzliche Geburt Jesaja Hoffnungen auf einen davidischen König gegeben habe und kommt zum Schluss, dass es „more probable [is] that the poem is prophetic throughout in all its direct statements“.[31] In der theologischen Auslegung wird hierauf noch genauer einzugehen sein. Es genügt an dieser Stelle der Hinweis, dass die atl. Propheten Dinge aus der Zukunft in der Vorwegnahme als schon geschehen beschreiben, weil die Zusicherung durch Jahwe ein solches Geschehen sicher macht.

Vier der Verbformen stehen im HiFil, zwei im Pual, jeweils lediglich eine im Nifal und Piel und die Mehrheit von 13 Formen im Qal. Auffallend sind weiterhin die recht dicht auftretenden Partizipialkonstruktionen (zwei in V.1.4; eine in V.3.5) und die zwei Infinitive in V.6 (neben einem in V.2).

Die Satzstellung weicht an vielen Stellen von der klassischen Form Verb – Subjekt – Prädikatsergänzung[32] ab. Diese Inversionen betonen besonders die zu Beginn stehenden Subjekte[33] vor allem in den Versen 1.3.4.5. So wird in V.1 besonderer Wert auf die Gegenüberstellung des Volkes, das im Dunkel geht (הָעָם֙ הַהֹלְכִ֣ים בַּחֹ֔שֶׁך) und das Licht, das über ihnen leuchtet (אֹ֖ור נָגַ֥הּ), gelegt. Analog hierzu werden auch das Dreiergespann aus Joch (עֹל), Stab (מַטֶּה) und der Stock des Treibers (שֵׁבֶט) behandelt und betont, die letztlich zerbrochen werden sollen (V.3). Auch in V.4 werden die Subjekte der Stiefel (סְאֹון) und Mäntel (שִׂמְלָה) so hervorgehoben. In V.5 wird besonderes Augenmerk auf das (männliche) Kind (יֶלֶד) bzw. den Sohn (בֵּן) gelegt, der geboren worden ist.[34]

Weiterhin zu beachten sind die häufigen Personenwechsel. Diese werden später vor allem für eine Gliederung des Textes wichtig werden. So wird das Volk (הָעָם) in V.1 als Collectivum[35] verstanden und in der 3.P.Pl. mit רָא֖וּ angesprochen. In V.2 folgt ein Wechsel auf die Ansprache in der 2.P.Sg. ( הִרְבִּ֣יתָ). Spannend für die Exegese wird die Frage nach der Identität dieser Person sein. Aus dem Kontext wird deutlich, dass es sich hierbei um Jahwe handeln muss. Die 2.P.Sg. wird durchgehalten bis mindestens zum Ende von V.3, evtl. sogar weiter bis V.4, wobei hier schon keine solche Verbform mehr auftaucht. Wiederum einen gewissen Neueinsatz markiert das „für uns“ (לָ֗נוּ) in V.5, das in Verbindung mit יֻלַּד in der 3.P.Sg. einen Perspektivwechsel anzeigt. Bis zum Ende von V.6 wird vom angesprochenen Kind und seinen Eigenschaften in der 3.P.Sg. geredet, wobei der letzte Teilvers in V.6 nochmals einen Rückbezug auf Jahwe und eine Bestätigungsformel des Gesagten darstellt.

Aufmerksamkeit verdient die dreifach eingesetzte folgernde Partikel כִּי zu Beginn der V.3 – 5, die im nachgestellten Kausalsatz am besten mit „denn“ oder „weil“ wiedergegeben werden sollte.[36]

Die größte sprachliche Auffälligkeit ist das sehr dichte Auftreten von Parallelismen. So finden sich gleich in V.1 zwei antithetische Parallelismen[37] (Dunkel/Licht und Finsternis/Licht). In V.2 begegnet ein synonymer Parallelismus[38], wenn von der Vermehrung des Jubels und der Freude die Rede ist. Ähnliche Strukturen finden sich auch in V.3 und 4, wo jeweils Geräte oder Kriegsutensilien in paralleler Anordnung beschrieben werden und wie mit ihnen verfahren wird. Auch V.5 bietet einen synonymen Parallelismus (Kind geboren/Sohn gegeben).

Insgesamt machen diese morphologischen und syntaktischen Merkmale deutlich, dass der Text keine Prosa beinhaltet und Wildberger ist in seiner Aussage zuzustimmen, wenn er den Text als „eine Perle der hebräischen Poesie“[39] bezeichnet. Zu weit geht Procksch in seiner Analyse: „Die Vision beginnt mit einem Vierzeiler aus zwei Doppeldreiern (v.1), geht dann aber in den Siegesrhythmus des Doppelzweiers über, der bis zu Ende beibehalten wird, was freilich einige kleine Ausschaltungen nötig macht”.[40]

3.2. Form und Gattung

Dass die Beantwortung nach einer Gattungszuweisung des Textes keine leichte ist, lässt sich daran ablesen, dass unterschiedliche Ausleger zu ganz unterschiedlichen Ergebnissen kommen. So halten bspw. J. Lindblom und A.S. Herbert den Textabschnitt für eine Lobeshymne.[41]

Wildberger sieht den Abschnitt durch die Formulierung am Schluss des Abschnitts תַּעֲשֶׂה־זֹּֽאת צְבָאֹ֖ות יְהוָ֥ה קִנְאַ֛ת in V.6b „eindeutig als Verheißung gekennzeichnet“ der „zum mindesten auch eine futurische Dimension besitzt“[42]. Dabei lehnt sich die Verheißung „an die Form eines Dankliedes an, in welches traditionsgegebene Vorstellungen aus der Königsideologie Aufnahme gefunden haben“.[43] Zu einem ähnlichen Schluss kommt Kaiser, wenn er die Gattungsbezeichnung „für das in seiner Art einzigartige Stück … ein im Sinne einer Heilsweissagung abgewandeltes prophetisches Danklied“[44] nennt. Ähnlich beschreibt Oswalt die Verse: “The segment exhibits something of the form of a hymn of praise as it glorifies God (kî, ‘for’) as the cause for the rejoicing”.[45] Noch präziser wird Wagner, wenn er von einem “Danklied eines Einzelnen für ein zukünftiges Geschehen“[46] spricht.

Einen gänzlich anderen Vorschlag macht Beuken, der die V. 1 – 4 als ein fragmentarisches Danklied, V.5 als einen Thronerbenbericht und V.6 als ein Königsorakel einordnet mit der Begründung, dass es „sich hier … nicht um literarische Gattungen mit starrem Aufbau“[47] handelt. Ähnlich argumentiert Smith für eine Einordnung als „royal birth announcement“.[48]

Nach Williamson ist die Form zwar typisch für einen Dankespsalm, aber, „there is disagreement whether our passage is in fact such a psalm, or simply written in imitation of one“.[49] So sei eine voreilige Zuschreibung der Passage zur Gattung des Dankpsalms ebenso mit Schwächen behaftet wie der Alternativversuch, den Text einem Thronbesteigungsorakel gleichzusetzen.[50] Ihm ist zuzustimmen, wenn er schlussfolgernd zum Ergebnis kommt,

“[that] we may … provisionally conclude that the passage does not fit any one single form exactly, but that it has creatively drawn on several. This would argue strongly that it was written consciously for its present setting … and not simply cited from the stock of Israelite psalmic liturgy.”[51]

3.3. Kontext

3.3.1. Abgrenzung der Texteinheit

Eine Abgrenzung nach hinten ist für den vorliegenden Text relativ leicht vorzunehmen, da in 9,7 ein neuer Abschnitt mit der Gerichtsandrohung über Israel beginnt. Ähnlich formuliert dies auch Wildberger.[52] Die Schwierigkeit besteht darin, den Text nach vorne sinnvoll abzugrenzen, da es „schwer zu entscheiden [ist], wo das vorliegende Verheißungswort beginnt“[53]. Ähnlich formuliert dies Beuken, wenn er sagt, dass die Abgrenzung gegenüber 9,7 für sich spreche, die zu 8,18 dagegen fließend sei.[54] Er favorisiert im Anschluss an A.Alt einen Beginn in Kap. 8,23 und begründet dies unter anderem mit stilistischen Mitteln.[55]

Die entscheidende Frage ist, ob der Textabschnitt 8,23 – 9,6 umfasst oder erst in 9,1 beginnt. Diese Frage wird dadurch noch um einen Horizont erweitert, dass Matthäus in Matt 4,15f als Erfüllungszitat Jes 8,23f im Zusammenhang wiedergibt. Ist damit auch eine ursprüngliche Zusammengehörigkeit gegeben oder nicht? Jes 8,23 passt zwar thematisch zu Jes 9,1 – 6, ist aber eher als eine narrative Einleitung und Übergang von 8,19ff her zu sehen. Der Vers dient ebenso „as a transition that connects the darkness theme in 8:21-22 with what follow [sic!] in 9:2-7”.[56]

Für Oswalt wird deutlich, dass die Übergänge einzelner Passagen im Buch Jesaja mit großer sprachlicher Fähigkeit geschrieben wurden, weshalb “there is no agreement whether 8,23 (Eng 9,1) should be the first verse of the following section .. or the last verse of the previous section”.[57] Ihm ist zuzustimmen, wenn er davon spricht, dass der entscheidende Punkt der ist, “that the verse is such an effective bridge between the two sections.”[58] Gray macht weiterhin deutlich, dass das Subjekt in 8,21 – 23 ein anderes ist als im folgenden Abschnitt. Der Numerus ist dort konsistent Singular, während in 9,1 mit dem Plural (trotz ebenso plausibel verwendbarem Singular) begonnen wird.[59]

Diese Beobachtungen führen letztlich zu dem Ergebnis, dass eine Abgrenzung der Texteinheit erst nach 8,23 vorzunehmen ist, auch, weil die Übersetzung dieses Verses schwierig ist und die Abgeschlossenheit von 9,1 – 6 evident ist.[60]

3.3.2. Platzierung im weiteren Kontext

Der Text aus Jes 9,1 – 6 schwebt nicht einfach im luftleeren Raum oder ist zufällig im Buch platziert worden, sondern er hat seinen Ort mit gutem Grund. Diese Erkenntnis kommt vor allem in der neueren Forschung mehr in den Blick, die die atl. Bücher nicht (nur) als zusammengestückelte Quellensammlungen diachron betrachtet, sondern (auch) synchron – kanonisch arbeitet. Vor allem dort, wo man das Buch Jesaja unterschiedlichen Autoren zuordnet, erweist sich eine Platzierung im weiteren Kontext als schwer, da hier eine Einheitlichkeit über innere Buchgrenzen hinweg nicht gesehen wird. Neben der Vorstellung verschiedener Modelle soll eine Einordnung des Textes in die übergeordnete Buchstruktur versucht werden.

Smith platziert den Text in einen Abschnitt von Kap. 9,1 – 11, 16, welchen er dem Text aus Kap. 2,1 – 4, 6 strukturierend gegenüberstellt:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

[61]

Die ersten Verse des 9. Kapitels bilden hierbei eine von vier „promises of hope based on the eschatological promise of God’s rule over his people and all the nations“[62], zwischen die parallele Abschnitte mit Gerichtsankündigungen wegen Stolz und Unterdrückung eingeschaltet sind.[63]

Jüngling bietet eine andere Kontextverortung: er sieht in Jes 1 – 11 eine schematische Anordnung mit dem Thema „ Aufweis der Sünde und Ankündigung der Katastrophe Judas/Jerusalems und … Ankündigung der Wiederherstellung Judas/Jerusalems.“[64]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

[65]

Er nimmt eine paarweise Anordnung der Wiederherstellungstexte an, mit Gott selbst als Subjekt in 2,2 – 5 und 4, 2 – 6 und einer messianischen Gestalt in 8,23b – 9,6 und 11, 1 – 10. Dies möchte er belegt wissen durch eine chiastische Anordnung: „die Außenglieder 2,2 – 5 und 11, 1 – 10 sind durch die ganz seltene Kombination der Verben „richten“ und „zurechtweisen“ verbunden (2,4 und 11,3.4).“[66] Bei den inneren Gliedern kommt es zu einer thematischen Verbindung durch das „Abwaschen von Blutigem“ und dem „feurigflammenden Lichtglanz“ (4,4.5), die aufeinander bezogen und in 9,1.4 in umgekehrter Reihenfolge angesprochen werden.

Der Ansatz Smiths stellt schön den Kontrast der zwei Texteinheiten aus Kap 2 – 4 und 9 – 11 dar, die sogar noch konzentrisch angeordnet sind. Er vergisst dabei aber m.E. die Verortung des Textes in einer Reihe von Texten mit deutlicher Kindesthematik, so fehlt bei ihm z.B. der Bezug zu Jes 7 völlig. Jünglings Ansatz hat für sich, dass er den gesamten Text abdecken kann. Auf der anderen Seite wirken die Textstücke teilweise so zusammengestellt, dass sie in das Schema Sünde – Katastrophe / Wiederherstellung passend gemacht werden.

Budde brachte 1928 einen neuen Vorschlag in die Diskussion ein, indem er Jes 6,1 – 9,6 als dessen Denkschrift bezeichnete, die mit dem Vermächtnis des Propheten gleichgesetzt werden kann.[67] Seine These wurde bestritten z.B. von Procksch u.a., umgestaltet z.B. von Fohrer u.a. und aufgenommen z.B. von Wildberger.[68] Wagner stellt in seiner Analyse den Text aus 9,1 – 6 ans Ende der Denkschrift, welche er gleichzeitig als Herzstück von Jes 1 – 12 ansieht. Die Denkschrift stellt dabei die Mitte der zweiten Ringkomposition dar.[69]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Die Denkschrift selbst wird von Wagner nochmals unterteilt in viele Teilabschnitte, deren größere Struktur sich wie folgt darstellt:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten [70]

Die Position der „Denkschrift“ in der Mitte einer Ringkomposition wird wohl v.a. durch ihre wenigstens zum Teil mögliche historische Einordnung und die größtenteils narrative Beschaffenheit des Textes gerechtfertigt. Es erfolgt hier keine Verbindung der ersten und zweiten Ringkomposition (die Texte, die Smith gegenüberstellte). Für sich hat der Ansatz, dass er die literarisch kunstvoll angelegte Komposition des Jesajabuches zum Tragen bringt. Schwierig ist hingegen die im Aufbau nicht berücksichtigte Verbindung der Kindestexte aus Kap 7, 9 und 11 zu erklären. Auch ist zu bezweifeln, ob eine „Denkschrift“ bestehend aus Jes 6,1 – 9,6 im Sinne eines Vermächtnisses des „echten“ Jesaja überhaupt plausibel ist und die prominente Stellung in einer Ringkomposition zwingend macht. Liest man das Jesajabuch als literarische Einheit mit dem Propheten als Urheber, so muss diese Frage sicherlich verneint werden.

Eine weitere Einordnung des Textes (mit verschiedenen Variationen) wird von vielen Auslegern vollzogen, wenn sie ihn ins sog. „Buch des Immanuel“ einordnen. So bietet Archer folgende Verortung im Kontext:

[...]


[1] Albrecht Alt, Jesaja 8,23 – 9,6. Befreiungsnacht und Krönungstag, in: Ders. [Hrsg.] Kleine Schriften zur Geschichte des Volkes Israel, Band II, München: Beck, 3. Auflage 1964, 206-225.

[2] Vgl. H.G.M. Williamson, Variations On A Theme. King, Messiah and Servant in the Book of Isaiah, Carlisle: Paternoster Press, 1998, 30.

[3] Vgl. die Diskussion bei Franz Delitzsch, Commentar über Das Buch Jesaia, in: Carl Friedrich Keil / Franz Delitzsch [Hrsg.], Biblischer Commentar über das AT. Dritter Teil: Prophetische Büche r, Erster Band, Leipzig: Dörfling & Franke, 4. Auflage 1889, 168.

[4] Vgl. die verschiedenen Gliederungsversuche unter 3.3.1 weiter unten.

[5] Williamson, Variations, 30.

[6] Für eine ausführliche Diskussion, vgl. Eddy Lanz, Der ungeteilte Jesaja. Neues Licht auf eine alte Streitfrage, Wuppertal: R.Brockhaus, 2004 und E.J. Young, Who wrote Isaiah?, Grand Rapids: Eerdmans, 1958.

[7] Manfred Dreytza / Walter Hilbrands / Hartmud Schmid, Das Studium des Alten Testaments. Eine Einführung in die Methoden der Exegese, Wuppertal: R.Brockhaus, 2.überarbeitete Auflage 2007.

[8] Das im Hebräischen stehende Perfekt wird hier präsentisch übersetzt, da es sich wie auch in den folgenden Versen um perfecta prophetica handelt. Vgl. Jan P. Lettinga, Grammatik des biblischen Hebräisch, Riehen: Immanuel, 1992, 171. Hier wird als Beispiel sogar Jes 9,1 genannt.

[9] siehe Diskussion in Abschnitt Textkritik zu V.2.

[10] D.i. des Volkes, so auch im Folgenden.

[11] Smith, Isaiah, 240 übersetzt hier aktiv, da die hebräische Grammatik mit einem waw – Imperfekt consecutivum das prophetische Perfekt fortführen kann, „thus justifying the future tense in ‚he will call his name.‘“.

[12] Dreytza, Textkritik, in: Dreytza u.a., Studium des Alten Testaments, 38, vgl. auch das ganze Kapitel 38 – 62.

[13] Delitzsch, Commentar Jesaia, 165, Hervorhebungen im Original.

[14] J.A. Motyer, The Prophecy of Isaiah, Leicester: Inter – Varsity Press, 1993, 100.

[15] Vgl. Gary V. Smith, Isaiah 1 – 39, in: The New American Commentary Volume 15a, Nashville: B & H Publishing Group, 2007, 239, siehe auch: Willem A. M. Beuken, Jesaja 1-12, in: Erich Zenger [Hrsg.], Herders Theologischer Kommentar zum AT, Freiburg i. Br.: Herder, 2003, 237 und John N. Oswalt, The Book of Isaiah Chapters 1 – 39, NICOT, Grand Rapids: Eerdmans Publishing Co., 1986, 240.

[16] Vgl. Hans Wildberger, Jesaja. 1.Teilband Jesaja 1 – 12, in: Hans Walter Wolff u.a. [Hrsg.], Biblischer Kommentar Altes Testament, Band X/1, Neukirchen – Vluyn: Neukirchener Verlag, 1972, 364.

[17] George Buchanan Gray, A Critical and Exegetical Commentary on the Book of Isaiah 1 – 39, ICC, Edinburgh: T&T Clark, 3. Auflage 1949, 175.

[18] Vgl. Jes 35,2; 65,18.

[19] Williamson, Variations, 32.

[20] Vgl. Wildberger, Jesaja, 364.

[21] Vgl. z.B. Beuken, Jesaja, 248 und Smith, Isaiah, 239.

[22] Vgl. Kaiser, Der Prophet Jesaja, 102.

[23] Wildberger, Jesaja, 365.

[24] Vgl. ebd.

[25] Beuken, Jesaja, 238.

[26] Einzelheiten sollen in der Exegese des jeweiligen Verses behandelt werden.

[27] Mit Ausnahme von Jes 9,5, zur Klärung der Bedeutung dieser waw – Imperfekte, s.u. 5.3.

[28] Beuken, Jesaja, 237. Hervorhebungen im Original. Dies wurde so auch in der Übersetzung berücksichtigt.

[29] Oswalt, Book of Isaiah, 242, vgl. dort auch die Diskussion um Scott und Kennett, die aus unterschiedlichen Gründen in Jes 9,1 – 6 genuin verwendetes Perfekt sehen.

[30] Gray, Book of Isaiah, 165f, Hervorhebung im Original.

[31] Ebd. 166.

[32] Vgl. Ernst Jenni, Lehrbuch der hebräischen Sprache des Alten Testaments, Basel: Schabe, 3.Auflage 2003, 60.

[33] Vgl. Lettinga, Grammatik, 158.

[34] Ob es sich hierbei um eine reale Geburt oder ebenfalls ein Perf. Propheticum handelt, soll in der theologischen Analyse diskutiert werden.

[35] Vgl. Lettinga, Grammatik, 159.

[36] Vgl. ebd. 64.

[37] Vgl. hierzu Jenni, Lehrbuch, 314.

[38] Vgl. ebd.

[39] Wildberger, Jesaja, 367.

[40] Otto Procksch, Jesaia I, KATT, Band IX, Leipzig: A. Deichertsche Verlagbuchhandlung, 1930, 145.

[41] Vgl. J.Lindblom, A Study on the Immanuel Section in Isaiah, Isa 7,1 – 9,6, Lund: Gleerup, 1958, 34-36; A.S. Herbert, Isaiah 1 – 39, Cambridge: Cambridge University Press, 1973, 74.

[42] Wildberger, Jesaja, 366, Hervorhebung im Original.

[43] Ebd. 366f.

[44] Kaiser, Der Prophet Jesaja, 99.

[45] Oswalt, Book of Isaiah, 242.

[46] Thomas Wagner, Gottes Herrschaft. Eine Analyse der Denkschrift (Jes 6,1-9,6), Leiden: Koninklijke Brill NV, 2006, 81.

[47] Beuken, Jesaja, 239.

[48] Smith, Isaiah, 237.

[49] Williamson, Variations, 32.

[50] Vgl. ebd.

[51] Ebd.

[52] Vgl. Wildberger, Jesaja, 365.

[53] Ebd.

[54] Vgl. Beuken, Jesaja, 238.

[55] Vgl. Wildberger, Jesaja, 366: “Für den Zusammenhang spricht aber der Gebrauch der sog. Perf. Prophetica in 8,23b wie in 9,1ff und die Verwandtschaft der Thematik.“

[56] Smith, Isaiah, 237.

[57] Oswalt, Book of Isaiah, 242.

[58] Ebd.

[59] Vgl. Gray, Book of Isaiah, 168.

[60] Vgl. Williamson, Variations, 31.

[61] Smith, Isaiah, 233.

[62] Ebd.

[63] Vgl. ebd.

[64] Hans – Winfried Jüngling, Das Buch Jesaja, in: Erich Zenger u.a. [Hrsg.], Einleitung in das Alte Testament, Stuttgart: Kohlhammer, 7. erweiterte Auflage 2008, 430, Hervorhebungen im Original.

[65] Jüngling, Das Buch Jesaja, 430.

[66] Ebd.

[67] Vgl. Karl Budde, Jesajas Erleben. Eine gemeinverständliche Auslegung der Denkschrift des Propheten (Kap. 6,1-9,6), Gotha: L.Klotz, 1928.

[68] Vgl. hierzu die ausführliche Darstellung bei: Wagner, Gottes Herrschaft, 28ff.

[69] Die folgende Darstellung ist angelehnt an Thomas Wagner, Jesaja-Denkschrift, http://www.bibelwissenschaft.de/uploads/bibelmedien/wibi/WILAT_Tab_Jesaja-Denkschrift_1.htm (abgerufen am 16.05.2012).

[70] Vgl. Wagner, Gottes Herrschaft, 55ff.

Ende der Leseprobe aus 54 Seiten

Details

Titel
Ein Kind ist uns geboren (Jesaja 9, 1-6). Eine Exegese
Hochschule
Staatsunabhängige Theologische Hochschule Basel
Note
1,0
Autor
Jahr
2012
Seiten
54
Katalognummer
V295651
ISBN (eBook)
9783656938477
Dateigröße
698 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Exegese, Jesaja 9, Kanonisch
Arbeit zitieren
Sebastian Hoeffgen (Autor), 2012, Ein Kind ist uns geboren (Jesaja 9, 1-6). Eine Exegese, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/295651

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