Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Nursing Science - Nursing Management

Emotionale Intelligenz und Führung in Zeiten des DRG-Systems. Die Bedeutung von Emotionen bei der Führung von pflegerischen Mitarbeitern

Konzeption und Gestaltungsempfehlungen für das Pflegemanagement

Title: Emotionale Intelligenz und Führung in Zeiten des DRG-Systems. Die Bedeutung von Emotionen bei der Führung von pflegerischen Mitarbeitern

Diploma Thesis , 2013 , 90 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Susanne Wieland (Author)

Nursing Science - Nursing Management
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Führungskräfte werden zukünftig aufgrund zahlreicher Veränderungen auch vermehrt mit dem Lösen von sozialen und emotionalen Problemen konfrontiert werden. Emotionen spielen dabei als strukturgebende Parameter eine wichtige Rolle. Ein systematischer Umgang mit Emotionen stellt möglicherweise eine Schlüsselkompetenz für Führungskräfte dar. Führungskräfte mit einem hohen Maß an
emotionaler Intelligenz weisen im Hinblick auf ihre Führungstätigkeiten, z.B. bei der Bindung und Motivation von Mitarbeitern, deutlich bessere Werte als Führungskräfte mit niedriger ausgeprägter emotionaler Intelligenz auf (vgl. York Urban 2008: 263f.). Die vorliegende Arbeit setzt sich mit den Zusammenhängen von Emotionen und Führung im Kontext der Mitarbeiterführung und -bindung auseinander, um anschließend eine zusammenfassende Gestaltungsempfehlung für das Pflegemanagement abzugeben.
Hierzu muss zunächst die momentane Arbeitssituation der Pflegekräfte in deutschen Krankenhäusern anhand von Studienergebnissen beleuchtet werden. Als Quellen dienen die Ergebnisse des Pflegethermometers 2009 sowie die Erkenntnisse der NEXT-Studie. Nach der Darstellung der Situation der Pflege in Zeiten des DRG-Systems wird auf den Themenbereich Mitarbeiterbindung sowie auf das Thema Führung konkretisierend eingegangen. Im weiteren Verlauf beleuchtet die Autorin die Grundlagen von Emotionen, um folgend den Themenbereich der emotionalen Intelligenz und der emotionalen Führung ansprechen zu können. „Emotionen sind ein essentieller Bestandteil der menschlichen Existenz und stellen einen facettenreichen Anpassungsmechanismus als Reaktion auf Einflüsse der Umgebung von Individuen dar […]“ (York Urban 2008: 13). Für die Darstellung des Managementkonzepts nach Goleman et al. (2010) stehen theoretische Grundlagen, die Domänen der emotionalen Kompetenz sowie die Führungsstile im Fokus der Betrachtung. Mit den daraus resultierenden Erkenntnissen und den Befunden einer durch Wieland (2013) durchgeführten Mitarbeiterbefragung wird die Relevanz von emotionalen Kompetenzen für die Führung von pflegerischen Mitarbeitern im Krankenhaus verdeutlicht. Für die Erstellung der abschließenden Gestaltungsempfehlung werden vorab zum einen auf die Grundlagen und die relevanten Schritte zur Entwicklung einer lernenden Organisation und zum anderen auf die Grundlagen für selbstbestimmtes und emotionales Lernens sowie Coaching als geeignetes Entwicklungsinstrument eingegangen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

1.1. Ausgangsituation und Problemstellung

1.2. Zielsetzung und Aufbau der Arbeit

2. Veränderungen der Krankenhausstrukturen

2.1.1. DRG-System

2.1.2. Pflegethermometer 2009 - die Auswirkung auf Pflegekräfte

2.2. Die NEXT-Studie

2.1.1. Ergebnisse zur Führungsqualität

2.1.2. Ergebnisse zur Arbeitszufriedenheit

2.1.3. Ergebnisse zur Bindung an die Einrichtung

2.1.4. Ergebnisse zur sozialen Unterstützung durch Vorgesetzte

2.2. Grundlagen zur Mitarbeiterbindung

3. Mitarbeiterführung

3.1. Der Begriff Menschenbilder

3.2. Der Begriff Führung

3.3. Grundlagen der Führungstheorien

3.3.1. Eigenschaftsansatz der 1920er-Jahre

3.3.2. Verhaltensansatz der 1930er-Jahre

3.2.3. Situationsansatz der 1960er-Jahre

3.2.4. Transaktions- und Transformationsansatz der 80èr Jahre

4. Emotion und Führung

4.1. Grundlagen der Emotionsforschung

4.2. Die sechs Aspekte emotionalen Verhaltens

4.3. Relevanz von Emotionen im Arbeits- und Führungskontext

4.4. Grundlagen der emotionalen Intelligenz

4.5. Emotionale Führung nach Goleman

4.6. Die vier Domänen emotionaler Intelligenz

4.7. Resonante und dissonante Führung

4.8. Mitarbeiterbefragung – Die Relevanz von emotionalen Kompetenzen für die Führung von pflegerischen Mitarbeitern im Krankenhaus

5. Umsetzung in der Organisation

5.1. Mitarbeiterbindung und Emotionale Führung

5.2. Grundlagen zur Entwicklung emotional intelligenter Organisationen

5.3. Grundlagen selbstbestimmtes Lernen

5.4. Coaching als Entwicklungsmaßnahme

5.4.1. Grundlagen von Coaching in der Führungskräfteentwicklung

5.4.2. Der Coachingprozess

5.4.3. Grundlegende Methoden und Techniken im Coaching

6. Schlussbetrachtung

6.1. Zusammenfassung

6.2. Zusammenfassende Gestaltungsempfehlung

6.3. Kritische Reflektion und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Zusammenhänge zwischen Mitarbeiterbindung und emotional intelligenter Führung im Krankenhauskontext. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Führungskräfte durch einen gezielten Umgang mit Emotionen motivierte Mitarbeiter an das Unternehmen binden und somit den Herausforderungen des Pflegenotstands sowie der Arbeitsbelastung durch das DRG-System begegnen können.

  • Veränderte Arbeitsbedingungen in deutschen Krankenhäusern durch das DRG-System
  • Bedeutung der Mitarbeiterbindung und deren Korrelation mit Führungsqualität
  • Theoretische Grundlagen emotionaler Intelligenz und Führung nach Goleman et al.
  • Empirische Relevanz emotionaler Kompetenzen für die Führung pflegerischer Mitarbeiter
  • Entwicklungskonzepte für lernende Organisationen und Coaching als Instrument der Führungskräfteentwicklung

Auszug aus dem Buch

4.1. Grundlagen der Emotionsforschung

„[…] Fühlen heißt, wenn auch gelegentlich nur für den Bruchteil einer Sekunde, ein Teil von etwas zu sein. Wir begeben uns quasi in etwas hinein, erleben es […] von innen. Und da wo wir uns hineinbegeben haben, können wir auch wieder heraus. Eine Beobachtung, der ein hohes Maß an Entlastung zukommt […]“ (Müller-Commichau 2005: 19). Zu Beginn dieses Kapitels werden zunächst die Begriffe Gefühle bzw. Emotionen und Empfindungen differenziert. Nach Hartmann (2005) werden die beiden Begriffe Gefühle und Emotionen in der Alltagssprache zumeist synonym verwendet. Empfindungen stellen sich hierbei als „[…] das, was wir im Falle von Schmerz, aber auch im Falle von Gefühl spüren oder bemerken […]“ (Hartmann 2005: 31) heraus.

Gefühle hingegen treten nicht isoliert auf, sondern sind Teil eines umfassenden Erlebens, d.h. verbunden mit Empfindungen, Begehren, Wünschen, Bedürfnissen, Vorstellungen, Phantasien, Interpretationen und Bewertungen. Dabei richten sich Gefühle auf Spezifisches oder auch auf spezielle Personen. Gefühle bzw. Emotionen haben eine Empfindungsseite und sind in ihrer Qualität umfassender als Empfindungen. Gefühle bzw. Emotionen beinhalten zusätzlich den psychischen Zustand bzw. die psychische Disposition (vgl. Hartmann 2005: 31).

Nach Martín y Troyano (2006) betonen Gefühle das subjektive Erleben und Wahrnehmen. Sie umfassen somit nur einen Teilaspekt der Emotionen. Diese haben meist einen Anfang und ein Ende. Sie sind zeitlich begrenzt und lösen entweder einen neutralen Zustand oder einen anderen emotionalen Zustand ab. Emotionen werden als Reaktion auf Reize verstanden, die jeweilige Reaktion kann dabei unterschiedlich ausfallen. Emotionen beziehen sich immer auf zwischenmenschliche Begegnungen innerhalb eines sozialen Kontextes (vgl. Martín y Troyano 2006: 8, 11ff.; Küpers, Weibler 2005: 39ff.). Emotionen werden des Weiteren als Phänomene privater und persönlicher Art beschrieben, die komplexe und umfassende neurophysiologische Vorgänge sowie Wahrnehmungs-, Verhaltens- und Erlebensaspekte integrieren.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Beschreibt die durch das DRG-System verschärfte Arbeitssituation im Pflegebereich und begründet die Relevanz emotionaler Bindung.

2. Veränderungen der Krankenhausstrukturen: Analysiert statistische Kennzahlen der Krankenhausentwicklung und die NEXT-Studie hinsichtlich der Zusammenhänge zwischen Führung, Zufriedenheit und Bindung.

3. Mitarbeiterführung: Erläutert die theoretischen Grundlagen der Mitarbeiterführung, Menschenbilder und historische Entwicklungslinien von Führungstheorien.

4. Emotion und Führung: Behandelt die wissenschaftlichen Grundlagen der Emotionsforschung, emotionale Intelligenz sowie deren Relevanz und Umsetzung im Führungskontext.

5. Umsetzung in der Organisation: Zeigt Wege zur Entwicklung emotional intelligenter Organisationen und nutzt Coaching als gezielte Entwicklungsmaßnahme.

6. Schlussbetrachtung: Führt die Ergebnisse zusammen, reflektiert das Konzept kritisch und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Bedeutung emotionaler Führung.

Schlüsselwörter

Emotionale Intelligenz, Mitarbeiterbindung, Führung, Krankenhaus, Pflegenotstand, Arbeitszufriedenheit, Coaching, Commitment, Organisationsentwicklung, Selbstwahrnehmung, Selbstmanagement, Soziales Bewusstsein, Beziehungsmanagement, Resonanz, Personalentwicklung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie eine emotional intelligente Führung von Pflegekräften dazu beitragen kann, Mitarbeiter trotz steigender Arbeitsbelastung stärker an das Krankenhaus zu binden.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die aktuelle Arbeitssituation in Krankenhäusern, das Modell der emotionalen Intelligenz nach Goleman, Mitarbeiterbindung sowie Coaching als Personalentwicklungsinstrument.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Erstellung einer fundierten Gestaltungsempfehlung für das Pflegemanagement, um durch emotionale Kompetenzen die Bindung der Mitarbeiter zu sichern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung durch Literaturanalyse sowie einer quantitativen Mitarbeiterbefragung, die als Entscheidungsgrundlage diente.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Krankenhausstrukturen, die Darstellung von Führungstheorien, die wissenschaftliche Fundierung von Emotionen und die praktische Umsetzung durch Coaching.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Mitarbeiterbindung, emotionale Intelligenz, Führungsqualität, Arbeitszufriedenheit, Coaching und Organisationsentwicklung.

Warum ist das DRG-System für die Fragestellung relevant?

Das DRG-System hat zu Budgetkürzungen, Personalabbau und Arbeitsverdichtung in Krankenhäusern geführt, was die emotionale Bindung der verbleibenden Pflegekräfte massiv belastet.

Wie wirkt sich laut der Arbeit die Führung auf die Fluktuation aus?

Qualitativ hochwertige Führung korreliert negativ mit der Absicht, den Beruf zu verlassen; eine feindselige Beziehung zur Führung hingegen fördert die Kündigungsabsicht.

Welche Rolle spielt das Coaching im Entwicklungsprozess?

Coaching dient als individuelles Instrument, um emotionale Kompetenzen zu fördern, Selbstreflexion zu stärken und dem Informationsvakuum der Führungskräfte entgegenzuwirken.

Excerpt out of 90 pages  - scroll top

Details

Title
Emotionale Intelligenz und Führung in Zeiten des DRG-Systems. Die Bedeutung von Emotionen bei der Führung von pflegerischen Mitarbeitern
Subtitle
Konzeption und Gestaltungsempfehlungen für das Pflegemanagement
College
University of Applied Sciences Hamburg
Course
Stationäre Krankenversorgung
Grade
2,0
Author
Susanne Wieland (Author)
Publication Year
2013
Pages
90
Catalog Number
V295767
ISBN (eBook)
9783656940739
ISBN (Book)
9783656940746
Language
German
Tags
emotionale intelligenz führung zeiten drg-systems bedeutung emotionen mitarbeitern konzeption gestaltungsempfehlungen pflegemanagement
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Susanne Wieland (Author), 2013, Emotionale Intelligenz und Führung in Zeiten des DRG-Systems. Die Bedeutung von Emotionen bei der Führung von pflegerischen Mitarbeitern, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/295767
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  90  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint