Umfrage und Auswertung zum individuellen Musikgeschmack und dessen Beeinflussung


Forschungsarbeit, 2013

19 Seiten, Note: 1,7

Anonym


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Aufbau des Fragebogens

3. Vermutungen vor Durchführung der Umfrage

4. Die Teilnehmer der Umfrage

5. Auswertung

6. Fazit

7. Quellen

8. Anhänge (Fragebogen)

1. Einleitung

Musik ist aus dem gegenwärtigen Alltag nicht mehr wegzudenken. Längst beherrscht sie alle modernen Medien, es gibt kaum eine Möglichkeit, über einen Tag hinweg keine Musik zu hören, egal ob bewusst oder unbewusst. Das wirkt sich natürlich auch auf den Musikgeschmack des Einzelnen aus.

Ist Musikgeschmack wirklich noch individuell? Durch welche äußeren Faktoren wird er beeinflusst?

Noch vor einigen Jahrzehnten gab es für viele Menschen nicht die Bandbreite an Möglichkeiten, Musik zu hören. Zum einen lag das darin begründet, dass die Technik noch nicht so weit fortgeschritten war und viele Menschen nur ein Radio ihr Eigen nannten. Mit der Entwicklung von Abspielgeräten für Medien, auf denen Musik gespeichert werden konnte (angefangen mit der Schallplatte über Kassetten, CDs bis hin zur vollständigen Digitalisierung in modernen Formaten wie Mp3) war ein großer Schritt getan. Jeder hat heute die Möglichkeit, seine eigene Sammlung von Musik aufzubauen und je nach Laune abzuspielen.

Zum anderen wird Musik mittlerweile instrumentalisiert. Jeder Werbespot im Fernsehen ist mittlerweile mit einer eigens dafür komponierten Melodie oder gar kompletten Stücken versehen, die den Wiedererkennungswert des angepriesenen Produktes steigern. Am 1. August 1981 wurde erstmals der neue Fernsehsender MTV (Music Television) ausgestrahlt1, der den Grundstein für eine richtige Flut an ähnlichen Musiksendern legte. Zum ersten Mal gab es einen Fernsehsender, welcher ausschließlich Musikvideos abspielte.

All diese Dinge zeigen, dass es heutzutage zwar sehr einfach ist, an unterschiedlichste Musik zu gelangen, aber es gerade diese Vielfalt sehr schwierig macht, eine eigene Hörer-Individualität zu entwickeln.

Diese Seminararbeit stellt die Auswertung einer Umfrage dar, die untersuchen soll, inwieweit äußere Einflüsse für die Gestaltung und auch Änderung des individuellen Musikgeschmacks verantwortlich sind. Verschiedene Fragen, beziehungsweise Thesen, die ich vor der Durchführung der Umfrage aufgestellt habe, stelle ich in einem der folgenden Kapiteln vor und werde diese am Ende der Auswertung beantworten.

2. Aufbau des Fragebogens

Das Hauptwerkzeug meiner Umfrage war ein speziell dafür konzipierter Fragebogen, welcher neben einigen selbstverständlichen Inhalten (Aufforderung zu Angaben zur eigenen Person: Geschlecht, Alter, Musiker/Kein Musiker etc.) hauptsächlich 10 Fragen zu Hörgewohnheiten und nach Beeinflussungen und Entwicklung des eigenen Musikgeschmacks beinhaltete.

1. Frage: Welche Musik hörst Du?

Um mir ein besseres Bild der jeweiligen Hörgewohnheiten des Umfrageteilnehmers zu machen, stellte ich diese Frage an den Anfang. Der Teilnehmer hatte hier die Möglichkeit, folgende Musikgenres zu markieren (eine Mehrfachnennung war möglich): Rock/Pop, Jazz/Blues/Swing, Hard Rock/Metal/Hardcore, Klassik, HipHop/Rap, Techno/House. Sollte eine Musikrichtung nicht vertreten sein, hatte ich drei Felder zur Nennung von "Anderen" bereitgstellt.

2. Frage: Wieviele Deiner Freunde hören die gleiche oder ähnliche Musik wie Du?

Eine meiner Vermutungen (auf die ich in späteren Kapiteln noch genauer eingehen werde) war, dass der Freundes-/Bekanntenkreis einen großen Einfluss auf die Entwicklung oder Veränderung des Musikgeschmacks eines Einzelnen hat. Deswegen wollte ich mir mit dieser Frage ein ungefähres Bild des Hörerverhaltens im jeweiligen Freundeskreis machen. Zum Bekanntenkreis zählen Familie und Verwandschaften natürlich dazu. Die Antwortmöglichkeiten waren: Niemand, Wenige, Viele, Alle.

3. Frage: a) Haben Deine Eltern Deinen Musikgeschmack beeinflusst?

Natürlich sind die Eltern des Einzelnen ein großer Einfluss auf die persönliche Entwicklung. Von daher musste diese Frage in dem Fragebogen auftauchen, um diese Tatsache zu prüfen. Mögliche Antworten waren: Nein, Wenn ja, inwiefern?

3. Frage: b) Beeinflusst Dein Freundes-/Bekanntenkreis Deinen Musikgeschmack?

Die zweite Frage zum Freundeskreis, hier nun konkret auf den Einfluss, den dieser auf den Musikgeschmack des Umfragenteilnehmers hat. Im Großen und Ganzen ist die Frage hier mit der bezüglich Beeinflussung durch die Eltern identisch. Antwortmöglichkeiten waren: Nein, Ein Bisschen, Sehr stark.

4. Frage: Glaubst Du, dass Du den Musikgeschmack Deiner Freunde beeinflusst hast?

Natürlich muss auch die umgekehrte Beeinflussung überprüft werden. Zwar sind Antworten zu dieser Frage nur unter Vorbehalt als zutreffend anzusehen, weil man selbst ja schlecht etwas über den tatsächlichen Einfluss sagen kann. Allerdings war ich sehr auf Ergebnisse hierzu gespannt und wollte diese in die Auswertung mit einbeziehen. Als Antwort standen zur Auswahl: Nein, Ein Bisschen, Sehr stark.

5. Frage: Fasziniert Dich an Deiner Lieblingsmusik noch etwas anderes als die Musik an sich? Eine meiner Vermutungen war, dass manche Menschen Musik nicht nur um der Musik willen hören, sondern auch von anderen, mit der Musik verbundenen Dingen fasziniert und dadurch beeinflusst sind. Das können sowohl der Look und die Aufmachung von diversen Bands sein, wie auch das Auftreten einzelner Bandmitglieder oder ähnliches. Zur Auswahl standen: Nein, Ja, nämlich: .

6. Frage: Wie wirst Du auf neue Musik aufmerksam?

Diese Frage sollte grundsätzlich die verfügbaren Quellen, durch die man auf neue Musik aufmerksam wird, beleuchten. Aufgrund der bereits in der Einleitung erwähnten Vielfalt in den Medien war mir bereits im Vorfeld klar, dass er hier zu Mehrfachnennungen kommen würde. Die Antwortmöglichkeiten waren: Radio, Fernsehen, Internet, Freunde.

7. Frage: Kaufst Du Dir Musik?

Natürlich ist auch das Kaufverhalten der Umfrageteilnehmer ein wichtiger Punkt der Untersuchung. In der heutigen Zeit bedeutet der Kauf von Musik nicht nur den Erwerb von Tonträgern, wie CDs, DVDs und ähnlichem, sondern auch den Kauf digitalisierter Musik, zum Beispiel in Form des Mp3- Formates, über das Internet. Mögliche Antworten: Oft, Gelegentlich, Selten, Nie.

8. Frage: War Dein Musikgeschmack früher anders?

Die Entwicklung des persönlichen Musikgeschmacks ist aus meiner Sicht ebenfalls essenziell für eine vollständige Umfrage zu diesem Thema. Meiner anfänglichen Einschätzung nach ist die Veränderung des persönlichen Musikgeschmacks im Laufe der Zeit eine absolute Selbstverständlichkeit und kommt nur in seltenen Fällen gar nicht vor. Zur Auswahl standen: Nein, Ja.

9. Frage: Wenn Du Frage 8 mit "Ja" beantwortet hast, wie veränderte sich Dein Musikgeschmack?

Diese Frage knüpft erkennbar an die vorangegangene an und hakt bei einer positiven Antwort der vorherigen Frage genauer nach.

10. Frage: Beeinflusst Musik Deinen Kleidungs- oder Lebensstil? Wenn ja, wie?

Manche Musikgenres erschaffen eigene Kulturen, deren Anhänger sich der Musik entsprechend kleiden und die in den Texten verbreiteten Botschaften teilweise sogar in ihren Lebensstil integrieren. Die Frage zielt nun auf die Beeinflussung der Befragten durch die Musik, die sie persönlich favorisieren und regelmäßig hören. Mögliche Antworten: Nein, Ja.

3. Vermutungen vor Durchführung der Umfrage

Bevor ich die Umfrage mithilfe des Fragebogens durchführte, stellte ich verschiedene Vermutungen an, wie die Antworten ausfallen könnten.

- Wichtige Rolle des Freundes-/Bekanntenkreises: Ich war mir im Vorfeld sicher, dass die Freunde und Bekannten der Befragten einen großen Einfluss auf deren Musikgeschmack haben würden. Dazu nahm ich ebenfalls an, dass sich die eher jüngeren Umfrageteilnehmer leichter von ihrem Freundeskreis beeinflussen lassen, als die älteren. Grund dazu war mein Verdacht, dass sich der Musikgeschmack bei älteren Personen schon so gefestigt hat, dass der Einfluss von außen generell nicht mehr so groß ist wie vielleicht in jüngeren Jahren.
- Musiker sind weniger beeinflussbar: Eine weitere Annahme war, dass regelmäßig praktizierende Musiker weniger anfällig für Beeinflussungen von außen bezüglich des individuellen Musikgeschmacks sind als Nichtmusiker. Diese Vermutung liegt darin begründet, dass Musiker meiner Meinung nach Musik anders wahrnehmen als Nichtmusiker, weil sie viel mehr Aspekte in ihrer "Bewertung" von Musik einbeziehen (z.B. handwerkliches Können der Musiker u.ä.)
- Der individuelle Musikgeschmack verändert sich mit der Zeit: Ich war mir sicher, dass die überwiegende Mehrzahl der Befragten Frage 8 ("War Dein Musikgeschmack früher anders?") mit "Ja" beantworten würden. Im Laufe des Lebens kommt man meiner Meinung nach nicht umhin, mit anderen, neuen Musikrichtungen und/oder -stilen in Kontakt zu geraten, was den Musikgeschmack indirekt beeinflusst. Diese Annahme zählt sowohl für Musiker, als auch für Nichtmusiker.
- Große Beeinflussung durch das Fernsehen: Diese Annahme bezieht sich auf Frage 6 ("Wie wirst Du auf neue Musik aufmerksam?"). Da das Fernsehen laut bekannten Statistiken2 immer mehr Platz im Alltag der Allgemeinheit einnimmt, war ich mir sicher, dass durch dieses Medium ein großer Einfluss auf den individuellen Musikgeschmack existiert.
- Weniger Käufe von Musik: Bezüglich Frage 7 ("Kaufst Du Dir Musik?") vermutete ich aufgrund der immer größer werdenden Zahl an illegalen Downloads3, dass die Bereitschaft,

[...]


1 Siehe http://www.sueddeutsche.de/medien/jahre-mtv-als-die-bilder-singen-lernten-1.1124608 (letzter Zugriff: 08.10.2013)

2 Siehe http://de.statista.com/statistik/daten/studie/1525/umfrage/durchschnittliche-fernsehdauer-pro-tag/ (letzter Zugriff: 08.10.2013)

3 Siehe http://www.unternehmer.de/recht-gesetze/145653-illegale-downloads-die-dunkle-seite-des-internet (letzter Zugrff: 08.10.2013)

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten

Details

Titel
Umfrage und Auswertung zum individuellen Musikgeschmack und dessen Beeinflussung
Hochschule
Hochschule für Musik Saar Saarbrücken
Note
1,7
Jahr
2013
Seiten
19
Katalognummer
V295806
ISBN (eBook)
9783656945758
ISBN (Buch)
9783656945765
Dateigröße
456 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
umfrage, auswertung, musikgeschmack, beeinflussung
Arbeit zitieren
Anonym, 2013, Umfrage und Auswertung zum individuellen Musikgeschmack und dessen Beeinflussung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/295806

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