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Kinderarmut in Deutschland. Verbreitung und Ursachen

Titel: Kinderarmut in Deutschland. Verbreitung und Ursachen

Akademische Arbeit , 2004 , 26 Seiten

Autor:in: Peter Niemeier (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Mit dem Erscheinen des ersten Armut- und Reichtumsberichts in der Geschichte der Bundesrepublik im Jahre 2000 wurde die Diskussion über Armut und Reichtum publik gemacht und enttabuisiert und somit offiziell in das politische und gesellschaftliche Interesse gerückt.

In dieser Arbeit werde ich den Begriff „Armut“ (Kinderarmut) mit seinen Hintergründen, bezogen auf Umfang und Ursachen, näher erläutern.

Die Armut in Deutschland wurde lange Zeit offiziell totgeschwiegen, jedoch gibt es trotzdem einige unterschiedlichen Definitionen von einigen Professionen über die Erscheinungsformen und die Auswirkungen der Armut. Am prägnantesten sind wohl die Bilder und Berichte aus der „Dritten Welt“, die uns im Zuge der Massenmedien bekannt gemacht worden sind. Diese Vorgaben erschweren es demzufolge soziale Notlagen in mitten eines Wohlfahrtsstaates, wie Deutschland zu erkennen. Mit Armut wird oft als erstes Hunger assoziiert, doch verhungern muß in Deutschland niemand mehr, so heißt es. Der notwendige Lebensbedarf, der nicht aus eigener Kraft finanziell gedeckt werden kann, wird durch die staatlichen Sozialleistungen erbracht. Diese Ansichtweise führt nur all zu leicht zu einer Beschwichtigung bei der nicht zu unterschätzende Armut in Deutschland, denn sie ist allgegenwärtig. Jedoch auf den ersten Blick kaum sichtbar, da es in Deutschland nur wenige hungerleidende Straßenkinder gibt, die wie in der „Dritten Welt“, um Essen betteln. Fast alle armen Kinder haben ein Dach über den Kopf und meist genug zu essen, doch in einem Wohlfahrtsstaat muß die Armut aus einem anderen Blickwinkel betrachtet werden, denn sie nimmt ganz andere Dimensionen an. Es geht nicht um das pure Überleben, sondern um die ungleiche Verteilung von Gütern und Dienstleistungen unter der Bevölkerung und die daraus resultierenden Benachteiligungen. Kinder, die arm aufwachsen sind oftmals sozial ausgegrenzt, da sie sich Dinge, wie beispielsweise einen Kinobesuch oder Geschenke für einen Kindergeburtstag kaum leisten können.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Armut in einem „reichen“ Land?

3. Kurzer historischer Überblick über die „Armut“

4. Umriss des Begriffs „Armut“ (Versuch einer Definition)

4.1. Definitionen von Armut

4.1.1. Der Ressourcenansatz

4.1.2. Der Lebenslagenansatz

4.2. Die Sozialhilfe als Armutsindikator?

5. Umfang von Kinderarmut in Deutschland (Zahlen und Fakten?)

6. Allgemeine Ursachen der Armut von Kindern und Jugendlichen

7. Der Globalisierungsprozess als Mitverursacher der Armut?

8. Von Armut gefährdete Kinder im Sozialstaat

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch mit der Verbreitung und den Ursachen von Kinderarmut im Kontext des deutschen Wohlfahrtsstaates auseinander. Ziel ist es, den Armutsbegriff zu differenzieren, die aktuelle statistische Lage darzulegen und die strukturellen sowie globalisierungsbedingten Triebkräfte hinter der zunehmenden Armutsgefährdung von Kindern zu identifizieren.

  • Historische Entwicklung und Definition von Armut
  • Differenzierung zwischen Ressourcen- und Lebenslagenansatz
  • Statistische Bestandsaufnahme der Kinderarmut in Deutschland
  • Strukturelle Ursachen und soziale Benachteiligung
  • Auswirkungen von Globalisierung und neoliberaler Politik

Auszug aus dem Buch

2. Armut in einem „reichen“ Land?

Die Armut in Deutschland wurde lange Zeit offiziell totgeschwiegen, jedoch gibt es trotzdem einige unterschiedlichen Definitionen von einigen Professionen über die Erscheinungsformen und die Auswirkungen der Armut. Am prägnantesten sind wohl die Bilder und Berichte aus der „Dritten Welt“, die uns im Zuge der Massenmedien bekannt gemacht worden sind. Diese Vorgaben erschweren es demzufolge soziale Notlagen in mitten eines Wohlfahrtsstaates, wie Deutschland zu erkennen. Mit Armut wird oft als erstes Hunger assoziiert, doch verhungern muß in Deutschland niemand mehr, so heißt es. Der notwendige Lebensbedarf, der nicht aus eigener Kraft finanziell gedeckt werden kann, wird durch die staatlichen Sozialleistungen erbracht. Diese Ansichtweise führt nur all zu leicht zu einer Beschwichtigung bei der nicht zu unterschätzende Armut in Deutschland, denn sie ist allgegenwärtig. Jedoch auf den ersten Blick kaum sichtbar, da es in Deutschland nur wenige hungerleidende Straßenkinder gibt, die wie in der „Dritten Welt“, um Essen betteln. Fast alle armen Kinder haben ein Dach über den Kopf und meist genug zu essen, doch in einem Wohlfahrtsstaat muß die Armut aus einem anderen Blickwinkel betrachtet werden, denn sie nimmt ganz andere Dimensionen an. Es geht nicht um das pure Überleben, sondern um die ungleiche Verteilung von Gütern und Dienstleistungen unter der Bevölkerung und die daraus resultierenden Benachteiligungen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz der Armuts- und Reichtumsdebatte seit dem Jahr 2000 ein und definiert den Fokus der Arbeit auf das Thema Kinderarmut.

2. Armut in einem „reichen“ Land?: Das Kapitel beleuchtet, warum Kinderarmut in einem Wohlfahrtsstaat oft unsichtbar bleibt und betont die Notwendigkeit, Armut nicht nur als reinen Hunger, sondern als soziale Benachteiligung zu verstehen.

3. Kurzer historischer Überblick über die „Armut“: Der Autor skizziert den Wandel vom alten Armutsverständnis hin zur „neuen Armut“ sowie die politische Wahrnehmung des Themas seit den 1970er Jahren.

4. Umriss des Begriffs „Armut“ (Versuch einer Definition): Hier werden wissenschaftliche Konzepte wie der Ressourcenansatz und der Lebenslagenansatz zur Definition von Armut gegenübergestellt und die Rolle der Sozialhilfe diskutiert.

5. Umfang von Kinderarmut in Deutschland (Zahlen und Fakten?): Dieses Kapitel analysiert statistische Daten, die hohe Dunkelziffer und die Auswirkungen von Reformen wie dem Arbeitslosengeld II auf die Betroffenheit von Kindern.

6. Allgemeine Ursachen der Armut von Kindern und Jugendlichen: Der Fokus liegt hier auf den strukturellen Bedingungen, veränderten Familienmodellen und dem Versagen staatlicher Sicherungssysteme.

7. Der Globalisierungsprozess als Mitverursacher der Armut?: Eine kritische Auseinandersetzung mit den Auswirkungen der neoliberalen Modernisierung, Privatisierung und Deregulierung auf die soziale Ungleichheit.

8. Von Armut gefährdete Kinder im Sozialstaat: Abschließend wird die Bedeutung eines schützenden Umfelds für Kinder thematisiert und das Spannungsfeld zwischen Grundgesetz und sozialer Realität aufgezeigt.

Schlüsselwörter

Kinderarmut, Sozialstaat, Lebenslagenansatz, Ressourcenansatz, Armutsrisiko, soziale Benachteiligung, Globalisierung, Wohlfahrtsstaat, Arbeitslosengeld II, soziale Ausgrenzung, Armutsgrenze, Sozialhilfe, Kinder- und Jugendbericht, Bildungsarmut, soziale Polarisierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Problematik der Kinderarmut in Deutschland, ihre Verbreitung, Definition und die ursächlichen strukturellen Faktoren.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Schwerpunkte liegen auf der begrifflichen Definition von Armut, der statistischen Erfassung, den familiären Auswirkungen sowie der Rolle von Sozialpolitik und Globalisierung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, dass Kinderarmut in Deutschland kein bloßes Randphänomen ist, sondern ein systemisches Problem, das einer differenzierten politischen und wissenschaftlichen Auseinandersetzung bedarf.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Der Autor greift auf eine Literaturanalyse bestehender Armutsberichte, sozialwissenschaftlicher Studien (z.B. PISA) und wirtschaftstheoretischer Konzepte zurück.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Definitionen von Armut, die Analyse statistischer Daten zur Kinderarmut und die Untersuchung gesellschaftlicher Ursachen wie Globalisierung und Sozialabbau.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Kinderarmut, soziale Benachteiligung, Sozialstaat, Lebenslagenansatz und die Auswirkungen des Globalisierungsprozesses auf die Armutsentwicklung.

Wie unterscheidet sich der Ressourcenansatz vom Lebenslagenansatz?

Der Ressourcenansatz fokussiert sich primär auf materielle Mittel und Einkommen, während der Lebenslagenansatz ganzheitlicher ist und auch Aspekte wie soziale Netze und psychische Gesundheit einbezieht.

Warum wird die Sozialhilfe als Armutsindikator kritisch betrachtet?

Da Sozialhilfe oft als Existenzminimum interpretiert wird, das Armut „bekämpft“, neigt die Politik dazu, Sozialhilfebezieher nicht mehr als „arm“ einzustufen, was jedoch die tatsächliche soziale Ausgrenzung verschleiert.

Welche Rolle spielt die Globalisierung laut dem Autor bei Kinderarmut?

Die Globalisierung wird als Mitverursacher gesehen, da sie durch Deregulierung und den Fokus auf Wettbewerb den Sozialstaat schwächt und die Schere zwischen Arm und Reich weiter öffnet.

Was bedeutet das „Pentagon der Armut“ im Kontext der Arbeit?

Es ist ein Konzept, das fünf verschiedene Lebensbereiche (wie Biographie, soziale Netze, Konsum etc.) verknüpft, um Armut als komplexes, nicht nur rein ökonomisches Phänomen darzustellen.

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Details

Titel
Kinderarmut in Deutschland. Verbreitung und Ursachen
Autor
Peter Niemeier (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2004
Seiten
26
Katalognummer
V295882
ISBN (eBook)
9783656935346
ISBN (Buch)
9783656936565
Sprache
Deutsch
Schlagworte
kinderarmut deutschland verbreitung ursachen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Peter Niemeier (Autor:in), 2004, Kinderarmut in Deutschland. Verbreitung und Ursachen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/295882
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Leseprobe aus  26  Seiten
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