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Elisabeth von Thüringen und Konrad von Marburg. Facetten einer Beziehung

Titre: Elisabeth von Thüringen und Konrad von Marburg. Facetten einer Beziehung

Thèse de Master , 2014 , 66 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Anja Reckenfeld (Auteur)

Théologie - Théologie historique, Histoire ecclésiastique
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Die vorliegende Arbeit bietet einen Überblick über Leben und Wirken der heiligen Elisabeth von Thüringen sowie eine Analyse über ihre Beziehung zu ihrem Beichtvater Konrad von Marburg. Elisabeth zählt zu den bekanntesten Heiligengestalten in der Katholischen Kirche. Auch außerhalb der Kirche kommt ihr eine besondere Bedeutung zu. Das zeigt sich z.B. daran, dass zahlreiche Institutionen ihren Namen tragen. Elisabeth hat schon bei ihren Zeitgenossen einen bleibenden Eindruck hinterlassen, der sich bis heute erhalten hat. Darstellungen über ihr Leben in verschiedenen Bereichen wie Kunst, Kultur und Literatur sind Beispiele für ihre bleibende Aktualität. Sie hat dort ihre individuellen Spuren hinterlassen. Anlässlich ihres 800. Geburtstages hat die Forschung ihre Spuren wieder aufgenommen. Dazu gab es im Jahr 2007 verschiedene Ausstellungen, dich sich mit Elisabeths Leben und ihrer Persönlichkeit beschäftigt haben und ihre Aktualität herausstellten.

Die Motivation, mich in meiner Masterarbeit mit Elisabeth von Thüringen zu beschäftigen, ergab sich aus der Thematik meiner Bachelorarbeit, in welcher es um biographisches Lernen an Franziskus von Assisi ging. Sein Lebensideal hatte entscheidenden Einfluss auf den Lebensweg Elisabeths. Sie ließ sich von seiner Lebenseinstellung faszinieren. Im Leben der beiden Heiligen lassen sich mehrere Parallelen aufführen: Ebenso wie Franziskus stammte Elisabeth aus einer gut situierten Familie, von dessen gesellschaftlichen Idealen sie sich schließlich entsagte. Die Imitatio Christi wurde zu ihrer Lebensaufgabe. Franziskus´ Streben nach Nächstenliebe, Gerechtigkeit und Solidarität begegnet uns auch bei Elisabeth wieder. Beide führten ein Leben voller Widersprüche und Brüche. Als eine der populärsten Frauen in der Geschichte Thüringens sowie des europäischen Mittelalters hat Elisabeth von Thüringen mein Interesse für die Masterarbeit geweckt. Vor allem ihre geistige Beziehung zu ihrem Beichtvater Konrad von Marburg und das Verlassen ihrer Kinder erscheinen mir aus heutiger Sicht interessant und zugleich problematisch. In diesem Zusammenhang fällt ein besonderes Augenmerk meiner Arbeit auf den Einfluss, den Konrad von Marburg auf Elisabeths Willen und ihr Handeln hatte.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Quellen zum Leben Elisabeths

2.1 Summa Vitae von Konrad von Marburg

2.2 Libellus de dictis quatuor ancillarum sanctae Elisabeth confectus – Büchlein über die Aussagen der vier Dienerinnen

2.3 Das Leben der heiligen Elisabeth, Landgräfin von Caesarius von Heisterbach

2.4 Vita sanctae Elisabeth von Dietrich von Apolda

3 Lebensstationen der heiligen Elisabeth

3.1 Kindheit und Jugend

3.2 Die Zeit der Ehe mit Ludwig

3.3 Tod Ludwigs und Elisabeths Rückzug aus der höfischen Welt

4 Konrad von Marburg. Eine Kurzbiographie

5 Zum Wirken des Konrad von Marburg: Erzieher oder Tyrann Elisabeths?

5.1 Konrad als geistlicher Führer und Vormund: Licht und Schatten

5.2 Sachwalter über Elisabeths Wünsche?

5.3 Elisabeth als Beichtkind: vollkommener Gehorsam ihrem Beichtvater gegenüber?

6 Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Masterarbeit analysiert das Leben und Wirken der heiligen Elisabeth von Thüringen unter besonderer Berücksichtigung ihrer komplexen geistigen Beziehung zu ihrem Beichtvater Konrad von Marburg, um zu klären, ob er als ihr geistiger Erzieher oder als Tyrann zu betrachten ist.

  • Historische Quellenauswertung zum Leben der heiligen Elisabeth.
  • Biographische Untersuchung der Lebensstationen von der Kindheit bis zum Tod.
  • Analyse der Persönlichkeit und der Methoden des Konrad von Marburg.
  • Untersuchung der Machtdynamik und Konflikte zwischen Elisabeth und ihrem Beichtvater.
  • Bewertung von Elisabeths Handlungsspielraum im Spannungsfeld zwischen persönlicher Frömmigkeit und kirchlichem Gehorsam.

Auszug aus dem Buch

2.1 Summa Vitae von Konrad von Marburg

Die Summa Vitae stammt aus dem Jahr 1232, sie ist das älteste und wichtigste schriftliche Zeugnis über das Leben Elisabeths. Ihr Verfasser, Konrad von Marburg, berichtet summarisch über Elisabeths Leben, d.h. Einzelheiten des täglichen Lebens werden übergangen. Konrads Quelle ist präzise und knapp verfasst und enthält daher wenig biographische Details. Er hat sie zum Zweck der Heiligsprechung seines Beichtkindes verfasst. Es gab wohl niemanden, der für das Verfassen einer Elisabeth-Vita geeigneter war als ihr langjähriger Beichtvater, „(s)chließlich wußte er (…) vom inneren Leben Elisabeths, von ihren geistigen Schwächen und Stärken, von ihrem Sehnen und Wünschen“. Hinzu kommt, dass er als Magister der Theologie und seiner Tätigkeit als Priester und Inquisitor die Verfahrensregeln für eine Kanonisation kannte und mit Papst Gregor bekannt und möglicherweise befreundet war.

Veränderte Bedingungen des Heiligsprechungsverfahrens hatten dazu geführt, dass der Papst „das exklusive Recht (…) zur Heiligsprechung“ besaß. Die Kriterien für die Anerkennung eines Heiligen forderten neben post mortem bezeugten Wundern den Nachweis eines tugendhaften Lebens. Die Existenz von Wundern wurde als „Nachweis der wahren Heiligkeit“ verstanden, denn es war ja durchaus möglich, „daß das Leben eines Nichtmärtyrers insgeheim laxer verlaufen ist, als es aus den Zeugenaussagen hervorgeht“. Das Wunder stellte die „göttliche Bestätigung“ der Tugenden dar. Konrad werden diese Bedingungen bekannt gewesen sein, weshalb er dem Papst neben einem zusammenfassenden Bericht über Elisabeths Leben, der Summa Vitae, einen Wunderbericht zukommen ließ.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Arbeit führt in das Leben Elisabeths ein, erläutert die Motivation der Autorin und benennt die Forschungsfrage zur Beziehung zwischen Elisabeth und Konrad.

2 Quellen zum Leben Elisabeths: Dieses Kapitel stellt die primären schriftlichen Zeugnisse, insbesondere die Summa Vitae und den Libellus, auf ihre Authentizität und Verlässlichkeit hin vor.

3 Lebensstationen der heiligen Elisabeth: Es bietet eine biographische Darstellung, die von Elisabeths Kindheit und ihrer Ehe mit Ludwig bis zu ihrem Rückzug aus der höfischen Welt reicht.

4 Konrad von Marburg. Eine Kurzbiographie: Hier wird der Lebensweg und die Rolle des Konrad von Marburg als Inquisitor und Beichtvater beleuchtet.

5 Zum Wirken des Konrad von Marburg: Erzieher oder Tyrann Elisabeths?: Das Hauptkapitel untersucht kritisch die Interdependenz zwischen Konrad und Elisabeth, ihre Konflikte und das gegenseitige Abhängigkeitsverhältnis.

6 Fazit: Die Arbeit reflektiert die Ergebnisse und zieht ein Resümee über die ambivalente Beziehung zwischen der Heiligen und ihrem Beichtvater.

Schlüsselwörter

Heilige Elisabeth, Konrad von Marburg, Mittelalter, Kanonisationsprozess, Franziskanertum, Askese, Seelenführung, Gehorsam, Summa Vitae, Libellus, Armenfürsorge, Inquisition, Christusnachfolge, Quellenkritik, Thüringen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Masterarbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht das Leben der heiligen Elisabeth von Thüringen sowie ihre hochkomplexe und geistig enge Beziehung zu ihrem Beichtvater Konrad von Marburg.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Zentrum stehen die historische Quellenlage, die Lebensstationen Elisabeths sowie die Frage nach der Art der geistlichen Führung durch Konrad von Marburg.

Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, die Frage zu beantworten, ob Konrad von Marburg als wohlwollender geistlicher Erzieher oder als Tyrann gegenüber Elisabeth agierte.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?

Es handelt sich um eine literatur- und quellenbasierte historische Analyse, die verschiedene zeitgenössische Elisabeth-Viten und moderne Forschungsliteratur miteinander vergleicht.

Was behandelt der Hauptteil der Arbeit?

Der Hauptteil setzt sich intensiv mit der Art und Weise auseinander, wie Konrad Elisabeths Leben, ihre Entscheidungen und ihre religiöse Praxis beeinflusst und teilweise durch Züchtigungen oder strenge Regeln geprägt hat.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Elisabeth von Thüringen, Konrad von Marburg, Christusnachfolge, Kanonisation, Askese und Seelenführung.

Warum war das Testament Elisabeths ein Streitpunkt?

Die Unklarheit darüber, ob Elisabeth ihr Hospital den Johannitern oder dem Deutschen Orden vermachen wollte, führte zu Konflikten, in denen Konrad als Schiedsrichter zugunsten seiner Interessen und der Landgrafenfamilie entschied.

Inwieweit lässt sich das Verhalten Konrads durch den zeitgenössischen Kontext erklären?

Die Autorin argumentiert, dass viele von Konrads Handlungen, wie etwa Züchtigungen, im mittelalterlichen Kontext der Bußpraxis und der Sorge um das Seelenheil verankert waren und nicht rein sadistisch motiviert sein müssen.

Wie bewertet die Arbeit die Trennung Elisabeths von ihren Kindern?

Diese Entscheidung wird als eine Folge ihres radikalen Wunsches nach Christusnachfolge in Armut analysiert, wobei die Arbeit dies aus heutiger Sicht als schmerzhaft und problematisch einstuft.

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Résumé des informations

Titre
Elisabeth von Thüringen und Konrad von Marburg. Facetten einer Beziehung
Université
University of Münster  (Katholisch-Theologische Fakultät, Seminar für Mittlere und Neuere Kirchengeschichte)
Note
1,3
Auteur
Anja Reckenfeld (Auteur)
Année de publication
2014
Pages
66
N° de catalogue
V295905
ISBN (ebook)
9783656937739
ISBN (Livre)
9783656937746
Langue
allemand
mots-clé
elisabeth thüringen konrad marburg facetten beziehung
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GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Anja Reckenfeld (Auteur), 2014, Elisabeth von Thüringen und Konrad von Marburg. Facetten einer Beziehung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/295905
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Extrait de  66  pages
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