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Chinua Achebes Essay "Rassismus in Herz der Finsternis". Ein gerechtfertigtes Urteil über den Roman von Joseph Conrad?

Title: Chinua Achebes Essay "Rassismus in Herz der Finsternis". Ein gerechtfertigtes Urteil über den Roman von Joseph Conrad?

Seminar Paper , 2011 , 12 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Dennis Schmidt (Author)

Didactics for the subject English - Literature, Works
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Die Auffassung, dass die verschiedenen Menschenrassen einen unterschiedlich hohen Wert haben, und das nachdrückliche (häufig gewaltsame) Vertreten dieser Auffassung; insbesondere in Gebieten, wo durch das Nebeneinander verschiedener Rassen soziale und politische Spannungen (Rassenprobleme) entstanden sind.
Begriff für die Politik der Besiedelung und Aneignung von Gebieten durch militärisch überlegene Mächte aus wirtschaftlichem und handelspolitischem Interesse; gekennzeichnet durch Gründung von Handelsniederlassungen an den Küsten, allmähliches Vordringen in das Landesinnere, Arrondierung von kolonialem Besitz und Ausbeutung von Rohstoffen in den Kolonialräumen.
Dies sind die Definitionen der Begriffe „Rassismus“ und „Kolonialismus“ wie sie in einem Lexikon verwendet werden. Und um diese Begriffe wird sich die folgende Seminararbeit drehen. Sie behandelt nämlich den populären Roman „Heart of Darkness“ von Joseph Conrad, im Deutschen als „Herz der Finsternis“ erschienen und den Essay „Rassismus in ‚Herz der Finsternis’“ vom nigerianischen Schriftssteller Chinua Achebe, der Joseph Conrad und seinem Roman Rassismus und Diskriminierung gegenüber den afrikanischen Ureinwohnern vorwirft. Im Folgenden werden also zunächst die wichtigsten Aspekte in Joseph Conrads Biographie dargestellt, die für „Heart of Darkness“ eine bedeutende Rolle spielen. Daraufhin soll der Roman „Heart of Darkness“ selbst kurz analysiert werden, indem der historische Hintergrund des Romans und eine knappe Inhaltsangabe erläutert und ausgeführt werden. Im Anschluss widmet sich die Arbeit Chinua Achebe, indem ebenfalls kurz auf seine Biographie eingegangen wird und die wichtigsten Thesen und Argumente seines Aufsatzes erläutert und vorgestellt werden. Der letzte und entscheidende Teil der Arbeit untersucht dann, inwieweit Achebes Thesen berechtigt und nachvollziehbar sind und inwiefern man diese Thesen widerlegen und entkräften kann. Schließlich schließt ein kurzes Fazit die Arbeit ab.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Joseph Conrads „Heart of Darkness“

1. Joseph Conrad: Biographie

2. „Heart of Darkness“

III. Chinua Achebes „Rassismus in Conrads ‚Herz der Finsternis’“

1. Biographie von Chinua Achebe

2. Achebes „Ein Bild von Afrika: Rassismus in Conrads ‚Herz der Finsternis’“

IV. Kritische Auseinandersetzung mit den Thesen Achebes

V. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die kontroverse Debatte um Joseph Conrads Roman „Herz der Finsternis“ und den Essay von Chinua Achebe, welcher dem Autor Rassismus und die Diskriminierung afrikanischer Ureinwohner vorwirft. Ziel ist es, die Berechtigung dieser Anschuldigungen zu prüfen, indem die historische Perspektive des Romans sowie Achebes kritische Thesen analysiert und in einem kritischen Diskurs gegenübergestellt werden.

  • Biographische Hintergründe von Joseph Conrad und Chinua Achebe
  • Analyse der narrativen Struktur und der historischen Einordnung von „Heart of Darkness“
  • Detaillierte Untersuchung von Achebes zentralen Argumenten bezüglich der rassistischen Darstellung Afrikas
  • Kritische Gegenüberstellung und Bewertung unterschiedlicher Interpretationsansätze
  • Hinterfragung der anti-imperialistischen Tendenzen im Roman

Auszug aus dem Buch

Kritische Auseinandersetzung mit den Thesen Achebes

Nun gibt es im Roman tatsächlich Textpassagen, von denen man durchaus behaupten kann, dass sie Afrika und seine Bewohner bewusst negativ portraitieren, wenn man sie von einer bestimmten Seite aus betrachtet. So könnte man behaupten, dass im Roman Afrika und die Afrikaner mit dem Bösen gleichgesetzt werden. Denn wenn man sich vor Augen hält, dass in Kurtz erst das Böse hervortritt, wenn er in das Herz der Finsternis – in diesem Fall in den Kongo – eintritt und er als Oberhaupt der Eingeborenen fungiert und verehrt wird. Er wird also erst böse, wenn er in deren Lebensraum und Kulturkreis eintaucht, um an den satanischen und „unspeakable“ Riten der Eingeborenen teilzunehmen. Das bedeutet, dass das Afrikanische mit dem Bösen gleichgesetzt wird und die Europäer sich nur zum Bösen wandeln, wenn sie sich wie Afrikaner verhalten und ihre Lebensweise annehmen. Diese Form der Herabwürdigung von Afrikanischem kann man auch in der Überbetonung des Kannibalismus einer Gruppe von Afrikanern und indem die afrikanischen Bräuche als gewalttätig beschrieben werden, erkennen.

Außerdem werden Afrikaner als wollüstig und voller Tollheit dargestellt, Afrikanisches wird mit bestialischen Metaphern und mit Metaphern des Todes und der Dunkelheit verbildlicht und Afrika wird als urzeitlich und infantil dargestellt. Dass die europäischen Kolonialisten im Roman nur in Form eines Paradoxons als „evil“ bezeichnet werden, während den Afrikanern dieses Attribut anscheinend angeboren ist, kann doch als rassistisch gedeutet werden. Diese Bestandteile des Romans sind der Einfluss des Viktorianischen Imperialismus, der damals ganz Afrika dunkel und negativ gezeichnet hat.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Begrifflichkeiten von Rassismus und Kolonialismus ein und skizziert den Aufbau der Untersuchung über Joseph Conrads Roman und Chinua Achebes Kritik.

II. Joseph Conrads „Heart of Darkness“: Dieses Kapitel behandelt die Lebensgeschichte von Joseph Conrad und bietet einen Überblick über Handlung, historischen Kontext und Thematik seines Werkes „Heart of Darkness“.

III. Chinua Achebes „Rassismus in Conrads ‚Herz der Finsternis’“: Hier wird die Biografie von Chinua Achebe dargelegt und sein berühmter Essay analysiert, in dem er Conrad eine rassistische Weltsicht vorwirft.

IV. Kritische Auseinandersetzung mit den Thesen Achebes: In diesem Hauptteil werden die Vorwürfe Achebes einer kritischen Prüfung unterzogen, indem sowohl rassistisch interpretierbare als auch anti-imperialistische Aspekte des Romans analysiert werden.

V. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass der Roman als paradoxes Werk zu betrachten ist, das keine eindeutige, einseitige Interpretation zulässt.

Schlüsselwörter

Joseph Conrad, Chinua Achebe, Herz der Finsternis, Heart of Darkness, Rassismus, Kolonialismus, Kongo, Literaturkritik, Postkolonialismus, Afrika, Imperialismus, Diskriminierung, Erzählperspektive, symbolische Interpretation, eurozentrisches Weltbild.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es grundsätzlich in dieser Seminararbeit?

Die Arbeit befasst sich mit der literaturwissenschaftlichen Auseinandersetzung zwischen dem Roman „Herz der Finsternis“ von Joseph Conrad und der scharfen Kritik des nigerianischen Autors Chinua Achebe, der Conrad Rassismus gegenüber Afrika vorwirft.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Felder sind die Rolle des Kolonialismus im 19. Jahrhundert, die Darstellung Afrikas in der westlichen Literatur und die Frage, wie ein literarisches Werk aus verschiedenen kulturellen Blickwinkeln interpretiert werden kann.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es zu untersuchen, ob Achebes Vorwurf eines grundlegenden Rassismus im Roman von Joseph Conrad gerechtfertigt ist und inwieweit das Werk auch als Kritik am Imperialismus gelesen werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine komparative Literaturanalyse, bei der der Primärtext (Conrad) mit der kritischen Sekundärliteratur (Achebe) konfrontiert und durch weitere Forschungspositionen ergänzt wird.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Autoren und ihrer Werke, die detaillierte Darstellung von Achebes Thesen und eine anschließende kritische Analyse der Textstellen, die sowohl rassistische Tendenzen als auch eine anti-koloniale Haltung nahelegen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Rassismus, Kolonialismus, Herz der Finsternis, postkoloniale Kritik und die multiperspektivische Interpretation literarischer Klassiker.

Wie bewertet der Autor das Verhältnis von Marlow zu den Afrikanern?

Die Arbeit zeigt auf, dass es in der Interpretation der Marlow-Figur Ambivalenzen gibt: Während Achebe eine rassistische Grundhaltung des Erzählers sieht, weist die Arbeit auch auf Momente des Mitgefühls hin, die Conrads komplexe Haltung widerspiegeln.

Welche Rolle spielen historische Dokumente für die Argumentation?

Die Arbeit bezieht sich unter anderem auf Briefe von Joseph Conrad an Roger Casement, um zu belegen, dass Conrad die Brutalität im Kongo-Staat durchaus kritisch sah und sich damit gegen die rein rassistische Lesart als einziger Wahrheit zur Wehr setzt.

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Details

Title
Chinua Achebes Essay "Rassismus in Herz der Finsternis". Ein gerechtfertigtes Urteil über den Roman von Joseph Conrad?
College
Catholic University Eichstätt-Ingolstadt
Grade
2,0
Author
Dennis Schmidt (Author)
Publication Year
2011
Pages
12
Catalog Number
V295913
ISBN (eBook)
9783656938873
ISBN (Book)
9783656938880
Language
German
Tags
chinua achebes essay herz finsternis’ urteil roman joseph conrad
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dennis Schmidt (Author), 2011, Chinua Achebes Essay "Rassismus in Herz der Finsternis". Ein gerechtfertigtes Urteil über den Roman von Joseph Conrad?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/295913
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