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"Es is ned wie’s kimmt...es is wie man’s nimmt!". Konstruktiver Umgang mit Gewalt und Konflikten im stationären Kontext

Titel: "Es is ned wie’s kimmt...es is wie man’s nimmt!". Konstruktiver Umgang mit Gewalt und Konflikten im stationären Kontext

Hausarbeit , 2013 , 54 Seiten , Note: Gut

Autor:in: Christa Vorhauer (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Ausgangspunkt dieser Arbeit sind die latenten Formen von Gewalt und deren Folgewirkungen im gesellschaftlichen und insbesondere im Kontext der sozialpädagogischen Arbeit in stationären Einrichtungen.
Im ersten Teil befasse ich mich mit der Definition und den Erscheinungsformen von Aggression und Gewalt. Ich lege darin dar, dass man unterscheiden muss, zwischen naturgegebener und evolutionär entwickelter Gewalt. (gewaltig ≠ gewalttätig)
Behandelt werden die diversen Erscheinungsformen von Aggression und Gewalt, deren Entstehung und Zusammenhänge. Des Weiteren beleuchte ich sowohl die alltägliche Gewalt, wie auch jene, die anerzogen und antrainiert ist.
Speziell im Kontext der in der stationären Jugendbetreuung erfahrenen Gewaltpotentiale und deren Vorbeugung, Vermeidung sowie Bekämpfung. Konflikte und deren Lösung (Lösungsansätze) bilden den dritten Teil der Arbeit.
Nach der Frage von kommunikatorischen Entstehungen und dazugehörigen Lösungsansätzen richtet sich der letzte Teil der vorliegenden Arbeit. Den Abschluss bildet ein Resümee, welches meine eigenen Ideen und Gedanken beinhaltet.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definition Gewalt

2.1. Erscheinungsformen von Aggression und Gewalt

3. Entstehung von Gewalt

3.1. Entstehungszusammenhänge

4. Gewalt in allen Lebensbereichen

4.1. Frustration

4.1. Nachahmung

4.1. Störendes Verhalten bewährt sich

5. Gewaltkreislauf nach J. Lempert

6. Bedürfnisse nach Maslow

7. Konflikte

7.1. Die neun Stufen der Konflikteskalation nach F. Glasl

7.2. Die drei Hauptphasen

7.3. Definition des „sozialen Konfliktes“ nach Glasl

7.4. Zusammenfassung Konflikte nach Friedrich Glasl

8. Konfliktarten im stationären Kontext

8.1. Konflikte der Jugendlichen mit der Einrichtung

8.2. Konflikte zwischen den Jugendlichen

8.1. Konflikte zwischen Jugendlichen und MitarbeiterInnen

8.2. Konflikte zwischen den MitarbeiterInnen

9. Konflikte - Bedrohung oder Chance?

10. Methoden der Konfliktbearbeitung

10.1. Gewaltfreie Kommunikation

10.2. Neue Autorität und gewaltloser Widerstand

10.3. Deeskalierende Kommunikation

10.4. Beispiele zur effektiven deeskalierenden Kommunikation

10.5. Leichtigkeit, Lockerheit und Lachen

11. Resümee

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Phänomen Gewalt im Kontext der stationären sozialpädagogischen Betreuung. Ziel ist es, Handlungsmöglichkeiten für Fachkräfte zu identifizieren, um Konflikte zu deeskalieren, Gewalt als Lernfeld zu nutzen und die eigene professionelle Haltung in schwierigen Situationen zu wahren.

  • Grundlagen von Aggression und Gewaltentstehung
  • Konflikteskalationsmodelle nach Friedrich Glasl
  • Rangdynamische Rollen in Jugendgruppen
  • Interventionsmethoden (Gewaltfreie Kommunikation, Neue Autorität)
  • Reflexion der Rolle der sozialpädagogischen Fachkraft

Auszug aus dem Buch

4.1.Störendes Verhalten bewährt sich

„Eigenes aggressives Verhalten wird wiederholt, wenn es Erfolg nach sich gezogen hat. […] mit jeder erfolgreichen Wiederholung festigt sich das störende Verhalten. […] Jugendliche werden oftmals zu ihren Taten durch Zuschauer, die nicht eingreifen, regelrecht stimuliert und ‚angeheizt‘. In den U-Bahnen wechseln Erwachsene oft das Abteil, wenn sie Ausschreitungen von Jugendlichen befürchten, oder sie schauen weg, wenn Ausschreitungen geschehen. Ihre Angst und Furcht ist ein Stimulans für die Jugendlichen, suggeriert ein Gefühl der Stärke und signalisiert ihnen, daß sie so weitermachen können, ohne daß jemand einschreitet“ (Bründel und Hurrelmann 1994, S.62f.).

Sozialpädagogische Arbeit setzt daher voraus, gewalttätige, bzw. gewaltbereite Menschen und die Dynamik der Gewalt zu begreifen. Nachzufühlen, was in dem Betroffenen vorgeht, welche Motivationen und welche Hintergründe seinem gewalttätigen Verhalten zugrunde liegen. Verstehen bedeutet aber nicht, Gewalt zu akzeptieren und sie damit zu entschuldigen. Dennoch – nur durch Verständnis können Veränderungen erfolgen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung des Themas und Erläuterung der persönlichen Motivation sowie der Forschungsfragestellungen bezüglich professionellen Handelns in Konfliktsituationen.

2. Definition Gewalt: Klärung des Gewaltbegriffs und Differenzierung verschiedener Erscheinungsformen von Aggression wie physische, verbale und sexuelle Gewalt.

3. Entstehung von Gewalt: Untersuchung der familialen und schulischen Entstehungsbedingungen von gewaltbereitem Verhalten.

4. Gewalt in allen Lebensbereichen: Analyse psychologischer Ursachen wie Frustration und Lernprozesse durch Nachahmung.

5. Gewaltkreislauf nach J. Lempert: Darstellung des typischen Verlaufs einer Gewalttat bis hin zur Schuldumkehr und neuen Eskalationsgefahr.

6. Bedürfnisse nach Maslow: Erläuterung, wie das Streben nach unerfüllten Bedürfnissen zur Anwendung von Gewalt als Ersatzstrategie führen kann.

7. Konflikte: Detaillierte Betrachtung der Konflikteskalation nach F. Glasl und der verschiedenen Phasen von Win-Win bis Lose-Lose.

8. Konfliktarten im stationären Kontext: Analyse gruppendynamischer Prozesse, Rollenverteilungen (Alpha, Beta, Gamma, Omega) und Spannungsfelder zwischen Betreuten und Mitarbeitenden.

9. Konflikte - Bedrohung oder Chance?: Einordnung von Konflikten als notwendiges Lernfeld für soziale Integration und Kompetenzentwicklung.

10. Methoden der Konfliktbearbeitung: Vorstellung praxisnaher Interventionsstrategien wie Gewaltfreie Kommunikation, Neue Autorität und deeskalierende Kommunikation.

11. Resümee: Reflexion der eigenen Praxiserfahrungen in der Wohngruppe und Zusammenfassung der gelernten Lösungsansätze.

Schlüsselwörter

Gewalt, Konfliktmanagement, Sozialpädagogik, Stationäre Einrichtung, Eskalation, Deeskalation, Gewaltfreie Kommunikation, Neue Autorität, Gruppendynamik, Jugendhilfe, Gewaltprävention, Psychologie, Handlungsfähigkeit, Frustration, Selbstkontrolle

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit der Entstehung von Gewalt und Konflikten in stationären sozialpädagogischen Einrichtungen sowie mit den Möglichkeiten, diesen professionell und deeskalierend zu begegnen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die Arbeit behandelt die Definition und Entstehung von Gewalt, die Stufen der Konflikteskalation nach Glasl, Gruppendynamik in Jugend-WGs sowie Methoden der Konfliktbewältigung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, sozialpädagogischen Fachkräften ein besseres Verständnis für Gewaltmechanismen zu vermitteln und ihnen Strategien an die Hand zu geben, um Konflikte steuernd zu begleiten.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?

Die Autorin stützt sich auf eine fundierte Literaturrecherche, die sie mit persönlichen Reflexionen aus ihrem Berufspraktikum und der Tätigkeit als Bewährungshelferin verknüpft.

Welche Aspekte werden im Hauptteil schwerpunktmäßig behandelt?

Im Hauptteil liegt der Fokus auf der Analyse der Eskalationsphasen nach Friedrich Glasl sowie auf konkreten Methoden wie der Gewaltfreien Kommunikation und der Neuen Autorität.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Eskalation, Deeskalation, Gewaltfreie Kommunikation, Neue Autorität, Rollendynamik (Alpha/Omega) und professionelle Haltung.

Wie lässt sich das Rollenmodell der Rangdynamik nach Schindler anwenden?

Das Modell hilft, die Dynamik in Jugendgruppen zu verstehen, indem es Rollen wie Alpha (Führer), Beta (Unterstützer) und Omega (Außenseiter) identifiziert, um so zielgerichteter deeskalierend einzugreifen.

Warum ist das "Sit-In" als Methode im Kontext der Neuen Autorität sinnvoll?

Das Sit-In signalisiert Hartnäckigkeit und Präsenz, ohne zu eskalieren oder das Kind physisch anzugreifen, wodurch der Machtkampf unterbrochen und eine Klärung ermöglicht wird.

Welche Rolle spielt Humor bei der Arbeit in stationären Einrichtungen?

Humor dient als "Airbag" in Konfliktsituationen, schafft Distanz zu schwierigen Erlebnissen und fördert sowohl die Psychohygiene der Mitarbeiter als auch den Zusammenhalt der Gruppe.

Was versteht man unter dem Eisberg-Modell in Bezug auf Konflikte?

Es verdeutlicht, dass nur ein kleiner Teil des Konflikts sichtbar ist, während tiefere Ursachen (Gefühle, Bedürfnisse, Werte) unbewusst bleiben und erst durch Reflexion für eine Lösung zugänglich gemacht werden müssen.

Ende der Leseprobe aus 54 Seiten  - nach oben

Details

Titel
"Es is ned wie’s kimmt...es is wie man’s nimmt!". Konstruktiver Umgang mit Gewalt und Konflikten im stationären Kontext
Hochschule
Fachhochschule OberÖsterreich Standort Linz
Veranstaltung
Lehrgang zur Weiterbildung gem. §9 FHStG idgF "Akademische/r Sozialpädagogische/r Fachbetreuer/in
Note
Gut
Autor
Christa Vorhauer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
54
Katalognummer
V295932
ISBN (eBook)
9783656948520
ISBN (Buch)
9783656948537
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Gewalt Konflikte Stationär stationärer Kontext Konflikt Konflikteskalation Konfliktphasen Methoden der Konfliktbearbeitung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Christa Vorhauer (Autor:in), 2013, "Es is ned wie’s kimmt...es is wie man’s nimmt!". Konstruktiver Umgang mit Gewalt und Konflikten im stationären Kontext, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/295932
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Leseprobe aus  54  Seiten
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