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Die unentgeltliche und entgeltliche Übertragung von Personengesellschaftsanteilen im Familienkreis

Titel: Die unentgeltliche und entgeltliche Übertragung von Personengesellschaftsanteilen im Familienkreis

Masterarbeit , 2014 , 67 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: David Heckmann (Autor:in)

BWL - Rechnungswesen, Bilanzierung, Steuern
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Unternehmensnachfolge im Familienkreis ist eines der relevantesten Themen des deutschen Mittelstandes. Das Institut für Mittelstandsforschung (IfM) in Bonn ermittelte im Jahr 2010 einen Unternehmensbestand, mit Sitz oder Geschäftsleitung in Deutschland, in Höhe von (i.H.v.) 3,7 Millionen Unternehmen. Von diesen Unternehmen sind knapp 95 v.H., also rund 3,5 Millionen, Familienunternehmen. Das „IfM Bonn“ differenziert im Weiteren zwischen Unternehmen, die einen Jahresgewinn von weniger als 49.512,- Euro erzielt haben und jenen, deren Gewinn über diesem Wert liegt, da lediglich die gewinnträchtigen Unternehmen als zur Übertragung würdig eingestuft werden. Die Anzahl dieser übertragungswürdigen Unternehmen beläuft sich auf 730.000 Unternehmen; bestehend aus Einzelunternehmen, Personengesellschaften und Kapitalgesellschaften. Von diesen stehen 110.000 Unternehmen im betrachteten Fünf-Jahres-Zeitraum, datiert auf die Jahre 2010 bis 2014, zur Übergabe an. 80 v.H. dieser Nachfolgen sind altersbedingt. Da krankheits- oder durch ein unerwartetes Ableben bedingte Nachfolgen im Gegensatz zu altersbedingten Nachfolgen nicht planbar sind, sollte die Unternehmensnachfolge so früh wie möglich vertraglich geregelt werden. Diese wissenschaftliche Untersuchung beschränkt sich auf die ertragssteuerlichen, erb- und schenkungssteuerlichen sowie grunderwerbssteuerlichen Folgen einer entgeltlichen oder unentgeltlichen Übertragung von Personengesellschaftsanteilen im Familienkreis. Die entgeltliche Übertragung ist für den veräußernden Mitunternehmer in § 16 Abs. 1 S. 1 Nr. 2 Einkommensteuergesetz (EStG) geregelt. Der Vorzug einer entgeltlichen Übertragung beruht auf der Sicherstellung der Altersversorgung des bisherigen Mitunternehmers, die durch eine Veräußerung gegen Einmalzahlung oder aber auch gegen wiederkehrende Versorgungszahlungen sicher gestellt werden kann. Die unentgeltliche Übertragung, die typischerweise aufgrund der Übertragung ohne Gegenleistung (Schenkung) nur für die familiäre Nachfolge in Personengesellschaften genutzt wird, ist in § 6 Abs. 3 EStG normiert. Die Übertragung von Mitunternehmeranteilen bei Personengesellschaften ist bei einer entgeltlichen Übertragung ggf. durch einen Freibetrag und eine Tarifermäßigung begünstigt. Als problematisch erweist sich die Klassifizierung von eventuell vorhandenem Sonderbetriebsvermögen als funktional wesentliche oder unwesentliche Betriebsgrundlage sowie die unterquotale oder überquotale Übertragung von [...]

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Die Unternehmensnachfolge in Deutschland

2 Der mitunternehmerische Personengesellschaftsanteil

2.1 Die Tatbestandsmerkmale der ent- und unentgeltlichen Übertragung

2.2 Die Steuerhistorische Auslegung des § 6 Abs. 3 EStG

2.3 Der Begriff der wesentlichen Betriebsgrundlage

2.4 Unentgeltlichkeit, Teilentgeltlichkeit und Entgeltlichkeit

3 Ertragssteuerliche Folgen der Übertragung von Mitunternehmeranteilen

3.1 Die unentgeltliche Übertragung

3.1.1 Die Übertragung mit Sonderbetriebsvermögen

3.1.2 Die Teilanteilsübertragung

3.2 Die teilentgeltliche Übertragung

3.3 Die entgeltliche Übertragung

3.3.1 Ertragssteuerliche Folgen für den Übertragenden

3.3.2 Ertragssteuerliche Folgen für den Übernehmer

4 Die Nachfolgegestaltung im Übertragungsfall

4.1 Die gesetzliche und die vorweggenommene Erbfolge

4.2 Die einfache und qualifizierte Nachfolgeklausel

4.3 Der Nießbrauchsvorbehalt

4.4 Wiederkehrende Versorgungsleistungen

4.5 Das Ausgliederungsmodell GmbH & Co. KG

4.6 Das Zurückbehalten eines Mini-Anteils am Gesamthandvermögen

5 Die erbschafts- und grunderwerbssteuerlichen Übertragungsfolgen

5.1 Die Erbschafts- und Schenkungssteuer

5.2 Die Grunderwerbssteuer

6 Thesenförmige Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die steuerlichen Konsequenzen der Übertragung von Personengesellschaftsanteilen im Familienkreis, wobei der Fokus auf der ertragsteuerlichen, erbschaft- und schenkungssteuerlichen sowie grunderwerbssteuerlichen Behandlung liegt. Ziel ist die Identifikation gestalterischer Möglichkeiten, um eine Unternehmensnachfolge steuerlich vorteilhaft zu gestalten und dabei den Altersvorsorgewunsch des abgebenden Mitunternehmers zu berücksichtigen.

  • Untersuchung der unentgeltlichen und entgeltlichen Übertragung von Mitunternehmeranteilen.
  • Analyse der steuerlichen Behandlung von Sonderbetriebsvermögen und der "Einheitstheorie".
  • Bewertung der erbschaft- und schenkungssteuerlichen Verschonungsregelungen bei der Nachfolge.
  • Erörterung gestalterischer Instrumente wie Nachfolgeklauseln und Nießbrauchsvorbehalte.
  • Betrachtung der grunderwerbssteuerlichen Konsequenzen bei Grundstücksübertragungen im Zuge der Nachfolge.

Auszug aus dem Buch

3.1.2 Die Teilanteilsübertragung

Die Teilanteilsübertragung findet ihre Rechtfertigung in dem Wunsch des bisherigen Mitunternehmers die Verantwortung bzw. Geschäftsführung schrittweise auf seinen Nachfolger zu übertragen, um selbst noch über einen längerfristigen Zeitraum über ausreichend Kontrolle und Mitspracherechte zu verfügen. Dadurch kann die Ausrichtung der Personengesellschaft weiterhin nach den Vorstellungen des Mitunternehmers erfolgen und parallel wird dem Nachfolger die Übernahme erleichtert.

Die schrittweise Übertragung von Mitunternehmeranteilen zu Buchwerten ist gem. § 6 Abs. 3 S. 1 2. HS EStG möglich. Bei diesem Übertragungsvorgang, der nur auf eine natürliche Person i.S.d. § 1 BGB erfolgen kann, müssen grundsätzlich vorhandene, funktional wesentliche Betriebsgrundlagen, ebenfalls quotal übertragen werden. § 6 Abs. 3 S. 1 EStG ist jedoch auch dann anzuwenden, wenn diese zurückbehalten und im Betriebsvermögen der bisherigen Mitunternehmerschaft verbleiben, solange der übernehmende Rechtsnachfolger gem. § 6 Abs. 3 S. 2 EStG die übertragenen Gesamthandanteile nicht innerhalb eines Zeitraums von fünf Jahren veräußert oder aufgibt. Die Tatbestandsvoraussetzung, dass die zurückbehaltenen funktional wesentlichen Betriebsgrundlagen weiterhin zum Betriebsvermögen gehören, ist bei einer Teilanteilsübertragung grundsätzlich gewährleistet, da der Überträger weiterhin als Mitunternehmer der Personengesellschaft anzusehen ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Die Unternehmensnachfolge in Deutschland: Einführung in die Relevanz der Unternehmensnachfolge im Mittelstand und Zielsetzung der wissenschaftlichen Untersuchung unter Berücksichtigung steuerlicher und versorgungstechnischer Aspekte.

2 Der mitunternehmerische Personengesellschaftsanteil: Erläuterung der steuerlichen Grundlagen und Tatbestandsmerkmale für die Übertragung von Anteilen sowie Definition des Mitunternehmeranteils und der betrieblichen Sachgesamtheit.

3 Ertragssteuerliche Folgen der Übertragung von Mitunternehmeranteilen: Analyse der steuerlichen Konsequenzen bei unentgeltlichen, teilentgeltlichen und entgeltlichen Übertragungen sowie Diskussion der "Einheitstheorie".

4 Die Nachfolgegestaltung im Übertragungsfall: Vorstellung konkreter Gestaltungsmöglichkeiten zur Unternehmensnachfolge, inklusive Nachfolgeklauseln, Nießbrauchsvorbehalt, Versorgungsleistungen und speziellen Modellen wie der GmbH & Co. KG.

5 Die erbschafts- und grunderwerbssteuerlichen Übertragungsfolgen: Untersuchung der erbschaft- und schenkungssteuerlichen Verschonungsregelungen sowie der grunderwerbssteuerlichen Auswirkungen bei Grundstücksübertragungen im Rahmen der Nachfolge.

6 Thesenförmige Zusammenfassung: Kompakte Darstellung der zentralen Ergebnisse und steuerlichen Leitlinien aus den vorangegangenen Kapiteln.

Schlüsselwörter

Unternehmensnachfolge, Personengesellschaft, Mitunternehmeranteil, § 6 Abs. 3 EStG, entgeltliche Übertragung, unentgeltliche Übertragung, Sonderbetriebsvermögen, Erbschaftssteuer, Grunderwerbssteuer, vorweggenommene Erbfolge, Nachfolgeklausel, Betriebsaufgabe, Verschonungsabschlag, Einheits-Theorie, Steuerbelastung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Masterthesis grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der steuerlichen Gestaltung der Unternehmensnachfolge bei Personengesellschaften im Familienkreis, wobei sowohl unentgeltliche als auch entgeltliche Übertragungswege analysiert werden.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Felder sind die ertragsteuerlichen Folgen, die erbschaft- und schenkungssteuerlichen Rahmenbedingungen sowie die grunderwerbssteuerliche Behandlung der Anteilsübertragung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Hauptziel ist es, ertragssteuerlich vorteilhafte Gestaltungsmöglichkeiten für die Unternehmensnachfolge aufzuzeigen, die zugleich den Altersvorsorgewunsch des abgebenden Mitunternehmers sichern.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten steuerrechtlichen Analyse, die aktuelle Rechtsprechung, insbesondere des Bundesfinanzhofs, sowie gesetzliche Regelungen und Literatur auswertet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die steuerliche Systematik der Übertragung (Kapitel 2 und 3), praktische Gestaltungsmöglichkeiten (Kapitel 4) und die erb- sowie grunderwerbssteuerliche Behandlung der Übertragungsfolgen (Kapitel 5).

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Zu den wichtigsten Schlagworten zählen Personengesellschaft, Mitunternehmeranteil, § 6 EStG, vorweggenommene Erbfolge, Verschonungsabschlag und Grunderwerbssteuer.

Welche Rolle spielt das Sonderbetriebsvermögen bei der Nachfolge?

Das Sonderbetriebsvermögen ist kritisch, da es bei unvollständiger Übertragung zur Aufdeckung stiller Reserven führen kann, sofern nicht die aktuelle Rechtsprechung zur Unschädlichkeit bestimmter Ausgliederungen Anwendung findet.

Warum ist die Teilanteilsübertragung in der Praxis oft schwierig?

Obwohl sie den schrittweisen Übergang der Verantwortung ermöglicht, erfordert sie eine genaue quotal korrekte Übertragung wesentlicher Betriebsgrundlagen, um die Steuerneutralität nach § 6 Abs. 3 EStG zu wahren.

Ende der Leseprobe aus 67 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die unentgeltliche und entgeltliche Übertragung von Personengesellschaftsanteilen im Familienkreis
Hochschule
Universität Hohenheim  (Lehrstuhl für Betriebswirtschaftliche Steuerlehre und Prüfungswesen)
Note
2,3
Autor
David Heckmann (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
67
Katalognummer
V295952
ISBN (eBook)
9783656938996
ISBN (Buch)
9783656939009
Sprache
Deutsch
Schlagworte
übertragung personengesellschaftsanteilen familienkreis
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
David Heckmann (Autor:in), 2014, Die unentgeltliche und entgeltliche Übertragung von Personengesellschaftsanteilen im Familienkreis, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/295952
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Leseprobe aus  67  Seiten
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